Archiv für die Kategorie ‘Wetter’

Auf mich, auf sämtliche Wetter-Apps dieser Welt, auf den Veranstalter, auf unsere Feigheit.

In grauer Vorzeit, als Wettervorhersagen noch in der Tagesschau verlesen wurden, spielten wir mehr als einmal bei Regen in der Hoffnung, der würde irgendwann schon nachlassen.

Die Zeiten haben sich geändert. Heute gibt es die Unwetterzentrale, Wetter.com, Wetter.info und und und. Meine Frau hatte einmal zum Fenster rausgeschaut und gesagt:“Es regnet“. Nach einem Blick auf mein Smartphone sage ich Vollidiot:“Das kann nicht sein.“ Digitale Verblödung nennt man sowas.

Gestern hätten wir in der Nähe ein Open-Air spielen sollen. Mit dem Veranstalter war vereinbart, sich wegen des Wetters nochmal morgens absprechen zu wollen. 11:15h, Anruf bei strahlendem Sonnenschein.:“Wir canceln das, die Wetterprognose ist zu unsicher.“ Ich habe mich nicht gewehrt, denn die Wetter-Apps sagen doch schließlich die Wahrheit, nä?

Um es kurz zu machen. Es hat nicht einen einzigen Tropfen geregnet. Früher wäre man um 5 da hin gefahren und hätte gespielt, in der Erwartung, es bliebe trocken. Heute geht das nicht mehr, denn die Veranstaltung war mittlerweile bei Facebook abgesagt worden. Besonders bitter ist es, wenn ich WhatsApp Nachrichten von einer Freiluftveranstaltung bekomme, die keine 5km davon stattfindet. Bei schönstem Wetter. Von Leuten, die eigentlich an diesem Abend uns hören wollten.

Man kommt sich vor wie ein Clown.

Fakten, Fakten Fakten? Mir fällt dazu ein ähnlich klingendes englisches Wort ein, das ich hier aus Gründen der „Netiquette“ nicht gebrauchen möchte.

Als Markwort dieses Blatt gegründet hat, war es ein Sprachrohr der Neoliberalen. Ehrensache für das FDP Mitglied. Wie hinlänglich bekannt ist, wurden die Anhänger und damit auch die Leserschaft der Liberalen immer weniger. Da mussten neue Leser her.
Wer es sich antun will und die Kommentare zu den Artikeln liest, der sieht an den „Daumen hoch und runter“ Symbolen schnell, wer diese neuen Leser sind. Rassisten, Homophobe und der Rest des braunen Gesocks.
Der Focus macht das ganz raffiniert, denn die Beiträge sind nach dem Motto „Zuckerbrot und Peitsche“. Es wäre falsch sie als rechts einzustufen, aber es gibt kein Thema,  bei dem nicht sofort von irgendeinem idiotischen Kommentator eine Brücke zu Migranten und Flüchtlingen geschlagen wird. Sogar am Wetter sind die Flüchtlinge schuld: Originalkommentar zu den derzeitigen Fluten: „Daran ist die Verbrecherregierung schuld. Durch die vielen „Gäste“ wird noch mehr Boden zubetoniert und das Wasser kann nicht abfließen. Einen Klimawandel gibt es nämlich gar nicht. Pfui Teufel, Frau Merkel“

Soviel zu den Artikeln.

Anders ist das bei den Kommentaren: Da wird (um nur ein paar Beispiele zu nennen) Frau Nahles als Parasit und faule Sau apostrophiert, Hofreiter von den Grünen wird aufgefordert, lieber mal zum Frisör zu gehen als nur linksversiffte grüne Scheiße von sich zu geben, Frau Merkel wird ein ums andere Mal auf’s Gröbste beleidigt (DAS Merkel ist noch harmlos) und die „Thumbs up“ für diesen braunen Quark schnellen zu Hunderten in die Höhe.

Hier gilt anscheinend die von Focus geforderte „Netiquette“ nicht.
Auch ich war als Kommentator bei Focus registriert. Auf Beleidigungen habe ich reagiert. Nicht mit gleichen Mitteln, sondern mit Hinweisen auf die Strafwürdigkeit so mancher Äußerungen.

Und nun dürfen Sie raten, was passiert ist. Ich wurde als Kommentator gesperrt (nachdem ich auf ein paar meiner wenigen genehmigten Kommentare von den besorgten Bürgern auf’s Übelste beschimpft und bedroht wurde).
Ich hätte gegen die Regeln verstoßen, hieß es in dem Formschreiben des Markwort-Blattes.

Wenn die Regeln darin bestehen, gewählte Volksvertreter  (hinter denen ich nicht stehe) zu beleidigen, verleumden und mit Fäkalsprache zu belegen, dann habe ich wohl dagegen verstoßen.
Die übelsten Kommentare, auf die sich meine Gegenrede bezog, sind übrigens nie entfernt worden.
Ich weiß nicht, was der Focus bezweckt. Immerhin wäre bei einer AfD-Regierungsbeteiligung eine FdP hoch2 an der Macht. Im braunen Gewand. Die sozial schwachen Anhänger, die sich von den braunen Heilsbringern dieses rechten Vereins eine gerechtere und ehrlichere Politik erhoffen, werden sich noch verwundert die Augen reiben, wenn Frau Petry&Co. ihre Renten – und Sozialgesetzgebungspläne durchsetzen.
Dann viel Spaß.
In diesem Sinne: Fuck, Fuck, Fuck  (ich konnt’s mir nicht verkneifen:) )

Zufälle? Gibt’s nicht……

Veröffentlicht: Juni 3, 2015 in Autofahren, Musik, Reisen, Wetter
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….. könnte  man glauben, wenn man sich folgende Begebenheiten anschaut.
Mein Freund Raimund war – nebst Gattin –  am 29.November 2001 auf La Palma.
Das Wetter war besch…eiden, als sich die Beiden mit dem Auto auf den Weg zum Roque de los Muchachos-Observatorium machten.
Nebel, Schnürlregen, das volle Programm…. Autoradio ging auch nicht, aufgrund des Wetters. Und Zack! Wolkengrenze erreicht, strahlende Sonne und im Autoradio lief? Richtig: „Here comes the sun“ von den Beatles, written by: George Harrison…..als das Lied zu Ende war, sagte der DJ, dass George heute gestorben sei..

Uns passierte das genaue Gegenteil. Wir waren 2011 in British-Columbia unterwegs. Bestes Wetter, für Kanada sogar allerbestes Wetter.
Weil’s so eine milde Nacht war, fuhren wir abends noch spazieren, rund um den Dutch-Lake. Vielleicht sieht man ja einen Bären…oder einen Elch. War nix. Egal, heim, Auto abgestellt und im Hotel auf’s Ohr gelegt.
Morgens wache ich auf, es trommelt auf’s Dach, es wolkenbrüchelt vom Feinsten.
Naja..:“Ich hol‘ schon mal das Auto!“ beschied ich Frau und Stieftochter und begab mich zum Parkplatz…Tür auf:  Sturzbäche kamen mir entgegen, nebst einigen Teilen des Reisebedarfs..mein Rasierapparat schwamm obenauf…Ich Depp hatte das Schiebedach offen gelassen…Zurück ins Hotel, Hand – und Badetücher zusammengerafft und das Auto notdürftig von den Fluten befreit.
Als wir losfuhren, Scheibenwischer volle Pulle, Autoradio ein…was läuft:“ Who’ll stop the rain“ von Creadence Clearwater Revival. (von denen war an dem Tag aber keiner gestorben)
Ach ja, eh‘ ich drauf vergesse: Der Ort hieß übrigens :“Clearwater“.
Seitdem glaube ich nicht mehr an Zufälle.. :). von

Germany, Du hast uns wieder…..aber nur kurz :)

Veröffentlicht: November 26, 2014 in Deutschland, Reisen, Wetter
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Wäre ich ein Besucher aus einem Land, wie z.B. Kanada, USA, Irland oder Australien, dann erschräke ich furchtbar , würde ich das erste Mal mit dem deutschen Alltag konfrontiert. Speziell mit dem Service und dem Straßenverkehr. Ich kenn’s ja seit 64 Jahren und trotzdem versinke ich immer wieder in tiefe Schwermut, wenn ich von einem längeren Auslandsaufenthalt zurückkehre. „Guten Morgen, wie geht’s Ihnen heute?“…man stelle sich eine deutsche Backwarenfachverkäuferin vor, die einen so begrüßt? Man würde an ihrer mentalen Integrität zweifeln (als Deutscher, für einen Aussie wäre das völlig normal)
Seit 2 Tagen sind wir hier und vorhin hab‘ ich mir eine Leberkäs-Semmel geholt. (Eines der wenigen Dinge, die mich immer wieder hierher zurückkehren lassen) Dass mir die Dame nicht auf den Leberkäs‘ gespuckt hat, muss noch zu ihren Gunsten angerechnet werden, denn der griesgrämige Gesichtsausdruck hätte zu einer saftigen Spei-Attacke gepasst. Gut, die sind unterbezahlt, aber da kann :Erstens, ich nix dafür und : Zweitens, wird ihr Alltag durch miese Laune auch nicht angenehmer. Ich pflege in dem Fall immer zu lächeln, aber dieses Mal verzichtete ich.
Über die Aufforderung zu Totschlag und Körperverletzung, die unsere Verkehrsgesetzgebung durch die fehlenden Tempolimits auf Teilen der BAB für mich darstellt, habe ich mich anderorts des Langen und des Breiten ausgelassen. Und auch darüber, dass die Asynchronität des Verkehrs durch die diversen Geschwindigkeiten herrührt, was wiederum zu Staus „aus dem Nichts“ führt.
Liegt’s am Wetter, dass hier die Meisten so sind, wie sie sind? Oder an 2 verlorenen Weltkriegen? Ich weiß es wirklich nicht.  Etwas mehr Lockerheit und Freundlichkeit stünde uns gut an. „Oberflächlich“, sagen Sie? Scheißegal, entgegne ich, denn Forscher haben herausgefunden, dass allein schon durch nach oben gezogene Mundwinkel in unserem Gehirn der Befehl zu erhöhtem Endorphinausstoß ausgeführt wird.
In 3 Wochen verlassen wir dieses ungastliche Land wieder. Winter unter Palmen….mit einem winzigen Wermutstropfen…auf Teneriffa wimmelt es von Deutschen, die sich darüber aufregen, dass es hier von Deutschen wimmelt….wahrscheinlich liegt es daran, dass wir uns selbst nicht ausstehen können. Das ließe sich leicht ändern…..Mundwinkel nach oben 🙂
Fröhliche Weihnachten,  bzw. „Feliz Navidad“

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Passend zum letzten Beitrag……gerade aus Portugal zurück,  begibt man sich in die Kampfzone Autobahn. Darüber hatte ich bereits geschrieben, deshalb will ich das Thema „Fuck you, Autobahn“ nicht weiter vertiefen.
Nein, es war auch nix mehr  im Kühlschrank und so musste eingekauft werden. Bei LIDL. Könnte wahlweise auch jeder andere Vollsortimenter sein, aber da wir in Portugal und auf Teneriffa auch meist bei LIDL eingekauft hatten, bietet sich ein Vergleich an.
Also, jetzt nicht vom Sortiment, sondern vom Personal und Publikum. …..düstere Gestalten, sowohl an den Kassen, als auch in den Schlangen davor.
Beim Personal könnte man das ja auf die miese Bezahlung schieben, aber ich weiß,  dass die südländischen Kollegen noch mieser bezahlt werden.
Und dennoch schauen die freundlich und ab und zu wird auch gelacht. Einfach so….unvorstellbar in Deutschland, es sei denn, eine Bekannte der Kassiererin (meist sind das nunmal Frauen) steht gerade zum bezahlen an.
Allerdings schaut das Publikum ebenso mürrisch drein und da sind bestimmt auch Besserverdienende drunter. Liegt’s am Wetter? Könnte sein, isses aber nicht.  In Irland, wo wir öfters sind, ist das Wetter noch mieser, aber das Personal ist um Längen freundlicher. (Vielleicht widerspricht unsere Freundin Conny aus Ougtherard, aber wir haben’s so empfunden)
Bei uns ist das vermutlich genetisch bedingt…
Zudem habe ich einen Beleg dafür,  dass es am Wetter nicht liegen kann….
Wenn Sie im südlichen Ausland in einem Supermarkt ältere Herrschaften in Trevira 2000 knitterfrei sehen (gern im Partnerlook, das gilt auch für das Haupthaar, grauer Herrenhaarschnitt bei Ihm und Ihr) dann halten Sie Abstand. Auch Unfröhlichkeit ist ansteckend…

Achtung: All dies gilt selbstredend nicht für die Leser dieses Beitrags 🙂

Ich bin ein Wetter-App-Freak. Ich bin schon so vernagelt, dass ich nach der Feststellung meiner Frau (nach einem Blick aus Fenster) „ES REGNET“ auf mein Handy schaute und sagte:“ DAS KANN NICHT SEIN….“
Eigentlich habe ich 3 Wetter-Apps. Da kann man sich die beste Prognose aussuchen,  denn in einem sind sich alle digitalen Wetterhäuschen einig: Sie zeigen völlig verschiedene Vorhersagen die länger als 3 Tage in der Zukunft liegen.Ja, sogar aktuelle Wetterbedingungen differieren  und ändern sich stündlich um mehrere Grad nach oben oder unten. Gestern noch habe ich meinem Freund Jogi, der am Samstag seinen Geburtstag im Freien feiern will, einen Screenshot von „Accuweather“ geschickt  „Sa-Schorndorf/ 20ºsonnig“. Das war gestern um 19h. Am Mittwoch das Wetter für Samstag vorherzusagen sollte eigentlich gehen, 3 Tage ist möglich,  so Ben Wettervogel, der Isobaren-Guru aus dem TV. Jetzt schau‘ ich grad drauf…..Sa-Schorndorf 13º, aber trocken. Auf Wetter.com 14º, aber Regen. Wetteronline.de bietet 15º und heiter bis wolkig.
Das liegt ja nicht sooo weit auseinander, aber warten wir mal bis Samstag…….letzten Samstag hatte Jogi mir noch erzählt, er wolle schon am nächsten Tag das Zelt für 60 Personen aufbauen: „Schau mal, wie das Wetter wird“….“Kannst Du machen, es wird zwar nicht grad heiß, aber es droht auch kein Unwetter“…Gestern schickte er mir ein Bild des Zeltes….nach 30m Luftfahrt war es am Dienstag im nahegelegenen Bach gelandet. Totalschaden. Sturm bei strahlendem Sonnenschein…..ich werde jetzt zur Tierhandlung gehen und mir einen Frosch kaufen. Der ist zuverlässiger. Am Samstag werde ich einen Friesennerz, einen Taucheranzug, sowie einen leichten Sommeranzug ins Auto packen. Und Moonboots! Man kann ja nie wissen…vielleicht schau‘ ich vorher auch mal kurz aus dem Fenster….ausnahmsweise…

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…und hier geht’s ja grad noch, aber auf Gomera sind Straßen wegen des Schnees gesperrt. Ich will nicht ungerecht sein, die letzten 10 Tage war’s schön und unsere Freunde sagten gestern noch scherzhaft:“Wir nehmen die Sonne mit nach Deutschland“. Heute morgen haben wir sie zum Flughafen gebracht und seither geht hier die Welt unter.
Ich schwärme gerne davon, wie schön es sei, bei 23º und Sonne Übertragungen von den olympischen Winterspielen zu sehen. ?..irgendwie ist das dieses Jahr umgekehrt. In Sotschi sind die Langläuferinnen in kurzärmeligen T-Shirts unterwegs und wir frieren uns auf den Kanaren Einen ab.
Unsere Freundin Conny spricht in dem Zusammenhang gern vom Climategate. Fast bin ich geneigt, ihr zu glauben, allerdings muss da was schiefgelaufen sein. Wenn die Amis schon am Wetter drehen, dann doch nicht nur, um den Russen die Winterspiele zu versauen. Sie selbst ersaufen ja im Schnee und ihren engsten Kumpanen, den Briten, steht das Wasser bis Oberkante Unterlippe.
Und dass die Wetterbeeinflusser ein Interesse daran haben, mich auf Teneriffa frieren zu sehen glaube ich erst recht nicht.
Wie auch immer, das Klima ändert sich, das Wetter spinnt, egal ob jemand dreht oder nicht.
Halten wir uns also an den täglichen Weatherforecast meiner unheilbar optimistischen Gattin:
“ Es ist kalt, aber es regnet nicht“
“ Es regnet, aber es ist nicht kalt“
“ Morgen wird’s ganz sicher besser“……

Gut. Unsere Freundin Marianne in Berlin klagt zurecht. Bei ihr ist die Heizung kaputt und die Hausverwaltung macht nix,  da darf man ruhig mal sauer sein.

Ich kann das nachempfinden. Wir hatten selbst einmal eine Ölheizung,  die dauernd hinüber war, einmal gab es sogar eine Verpuffung und der Heizraum sah danach aus wie eine Kohlenmine……nach einer Sprengung. ..
Von Dezember bis Februar ist Winter. Zumindest meteorologisch. Und da isses kalt und es schneit gelegentlich. Gut, irgendwie verschiebt sich das momentan und ich bin fast geneigt,  unserer Freundin Conny recht zu geben, wenn sie von „Climategate“ spricht.
Was kann man tun? Warm‘ Untergewand, Tee, Grog, (wer’s braucht). Winterreifen, Schal, Ohrwärmer, langsam fahren. Handschuhe nicht vergessen! Und Grippostad! Schneeschaufel, Eiskratzer,  Frostschutzmittel. Und auf wärmere Zeiten hoffen. Und nicht so rumjammern, Mensch!!
Besonders gern werden solche Ratschläge von Menschen – wie mir – angenommen, die gerade diesen Ausblick aus dem Wohnzimmerfenster haben 🙂

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