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Wie lange weißt Du’s schon?

Veröffentlicht: Dezember 14, 2016 in Männer und Frauen, Umwelt, Verschwörungstheorien
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Ich bin in dem Alter, in dem man diese Frage immer öfter stellen muss. Kaum ein Monat vergeht in dem nicht Freunde oder Bekannte die Diagnose bekommen, die niemand erhalten will.

Man steht ratlos daneben, weiß nicht, was man sagen soll….und im Hinterkopf nistet sich die Angst ein, wann es einen selbst erwischt. 

Letzte Nacht hatte ich einen seltsamen Traum. Verstorbene Kollegen, Verwandte und Bekannte…alle waren da und gesund…und kaum war ich wach, erreichte mich die Nachricht einer Freundin, sie und ihr Lebensgefährte hätten seit Herbst die Diagnose. 

Man liest immer, die erhöhten Krebsraten hätten mit der zunehmenden Lebenserwartung zu tun. Man würde älter als früher und die Chance zu erkranken sei mit höherem Alter eben größer. Ich glaube das nicht. Zwischen 40 und 65 waren all meine verstorbenen und erkrankten Freunde, das ist ja nun kein biblisches Alter. Ich bin kein Freund von Verschwörungstheorien, aber war da nicht mal etwas mit Tschernobyl? Und Fukushima? Gut, man kann sich durch Rauchen und Saufen selbst etwas einhandeln, aber ich hab mal eine Liste gemacht (Bei 40 habe ich allerdings frustriert aufgegeben)  

Fazit:                                                          

Es hat mindestens genausoviele gesund Lebende getroffen wie solche, die Schindluder mit ihrer Gesundheit getrieben hatten. Auffällig viele Frauen waren darunter. Ein kleiner Trost ist, dass etwa ein Viertel den Krebs besiegten.

Trotzdem: Das Jahr 2016 ist von den näher kommenden Einschlägen durchgepflügt worden wie ein Schlachtfeld.

Wir müssen aufpassen, dass wir vor lauter Grübelei nicht vergessen zu leben. Am Sonntag ist die dunkle Jahreszeit für uns vorbei, da geht’s mit einer kurzen Unterbrechung bis Ende Februar in den warmen Süden. Vermutlich werden mit den helleren Tagen auch die Gedanken wieder heller. 

Gleich vorweg: Auch ich fahre einen Diesel. Keinen, der des Betrugs überführten Marken, aber weshalb sollte Renault ehrlicher sein als VW und Mercedes? Nein, vor 4 Jahren dachte ich noch, dass ein Diesel nicht ganz so schmutzig wie ein Benziner ist. Und habe dafür 25% mehr bezahlt als für den gleichen Wagen mit Benzinmotor. Man hat uns schlichtweg angelogen. 

Deutschland hat’s verschifft, hat den Zug verpasst. Wie es so schön heißt:“Der Erfolg ist der Feind des Fortschritts“. Daran sind schon andere Dinosaurier verreckt, zuletzt die amerikanische Autoindustrie. Aus der reichen Motown Detroit wurde das Armenhaus Amerikas. Und Stuttgart sowie Wolfsburg werden denselben Weg gehen, weil der Diesel so erfolgreich war. Erfolgreich natürlich nur durch Beschiss, das zeigt der 1. Film ganz deutlich. Ob man nun in Stuttgart den Feinstaub und die Stickoxyde in 3 Metern Höhe misst (und selbst dort überschreiten sie um ein Vielfaches die Grenzwerte) statt in Atemwegshöhe, oder ob sich die Politik von der Autolobby am pekuniären Nasenring durch Brüssel ziehen lässt: Wir Deutschen haben Erfahrung mit verrückten Durchhalteparolen, aber der Diesel ist genau so zum Scheitern verurteilt wie der Verteidigungsring um Berlin 1945. Ich frage mich nach diesen beiden Reportagen, wieso eigentlich unsere Industrie so vehement für CETA und TTIP eintritt? Die Kritiker von Links und Grün verweisen gern auf unsere Standards und vergessen dabei WO der Schwindel aufgeflogen ist. Im bösen Amerika. California hat die schärfsten Umweltgesetze der Welt. Man hat es dort geschafft, die Luft reiner zu machen. Das geht nämlich. Als ich vor mehr als 30 Jahren das erste Mal in California war, konnte man morgens in L.A. die Hand vor Augen nicht sehen. Als wir dieses Jahr im April dort waren, wurden wir in San Francisco beinahe von E-Cars überrollt, wei die so leise sind. Überall Hybrid- oder reine Stromautos. Teslas. Das Gleiche in Norwegen im August. Tesla nach Tesla. Keine Sau frägt nach Reichweiten, jeder Supermarktparkplatz hat E-Zapfsäulen. Dort wird seit Jahren in die Strom-Infrastruktur investiert.

Gestern sagte der Auto-Cheflobbyist Matthias Wissmann (der praktischerweise von 93-98 Verkehrsminister war) „Der Verbrennungsmotor wird auch 2030 noch eine große Rolle spielen.“ Das kann sein. In Zentralafrika, wohin wir all unsere Abfälle exportieren. Aber ganz sicher nicht mehr in den USA und schon gar nicht im wichtigsten Markt, in China. Die bauen uns vor, was wir versäumt haben. Die wichtigsten Fachleute  – abgeworben von VW&Co. –  aus Deutschland befinden sich bereits im Reich der Mitte, weil sie den Zug der Zeit erkannt haben. Das hat die deutsche Automobilindustrie natürlich auch, aber es ist zu spät und zu teuer für eine Umstellung. Wie bei den Sauriern. Die sind gewachsen und gewachsen, weil’s so lange so gut klappte und schrumpfen ging nicht mehr, als es eng wurde.

„Herr Wissmann, von Schwob zu Schwob:  Sie wisset doch au, dass 2030 auf jedem Diesel ein Bäpper mit einem Schockbild ischt, auf dem steht:“Dieselfahren fügt Ihnen und Ihrer Umwelt Schaden zu“. Aber das ist Ihnen egal, da sind Sie 81, gell?“

Wir sind nicht nur zu blöd, einen Flughafen zu bauen. Das ist nur ein Symptom der deutschen Krankheit. Und die heißt: Überheblichkeit, gepaart mit Ignoranz, Schwerfälligkeit und Selbstgefälligkeit. 

Rette sich wer kann. Ich kann’s nicht mehr.

Hier, schaut’s Euch an. Gestern lief das natürlich ganz ganz spät, damit ja niemand verunsichert wird.

Das Märchen vom sauberen Auto

Autoland ist abgebrannt.

Es ist höchst kompliziert. Es wurde zu lange hinter verschlossenen Türen verhandelt. Die Politiker sind schuld am Misstrauen gegen CETA, TTIP und Co. Das stimmt Alles. Ich gebe zu, dass ich sehr lange uninformiert war, aus Bequemlichkeit. Nun geht die Hatz von ganz links bis ganz rechts gegen Ceta und da ich grundsätzlich etwas gegen Mainstream habe, möchte ich das hier zum Ausdruck bringen. Vor allem, wenn dieser Mainstream ganz Linke und ganz Rechte im Gleichschritt befördert.

Gestern reiste die kanadische Vertreterin völlig desillusioniert ab, man „könne mit der EU keine Verträge mehr abschließen.“ Dass Europa längst Freihandelsabkommen mit Staaten z.B. in Afrika hat, scheint die Kritiker von rechts kaum zu interessieren. Nun ja, da bestimmen auch wir, wo’s lang geht. Wenn das auf Augenhöhe geschehen soll (35 Millionen Kanadier vs. 500 Millionen Europäer), dann zieht Europa den Schwanz ein.

Die Kanadier sind ja auch nur Amis, schrieb ein Kommentator auf Focus-online. Naja, das stimmt nicht so ganz. Justin Trudeau ist schon ein wenig anders als Trumplinton. Ein engagierter Umweltschützer, ein Liberaler der sich für die Rechte von Minderheiten einsetzt. .und so weiter. Lest das am besten selbst nach. https://de.wikipedia.org/wiki/Justin_Trudeau?wprov=sfla1 (Dass er Cannabis legalisieren will sei nur am Rande für die Kiffer unter Euch erwähnt)  🙂

Wir haben etliche Freunde in Kanada und dazu gehören sowohl lohnabhängig Beschäftigte als auch ein Unternehmerehepaar. Und etliche Natives. Die Einzigen, die Trudeau nicht wählten, waren übrigens unsere Freunde aus Vancouver. Sie sind Unternehmer. Kanada mit den USA zu vergleichen hinkt auf beiden Beinen. Trudeau steht einer linksliberalen Regierung vor. Ich habe eine Nachricht von unserem Freund Ray erhalten, dem Unternehmer. „Was stimmt nicht bei Euch? Seid Ihr nicht mehr in der Lage, demokratisch abzustimmen? 27 Länder dafür und ein (halbes) dagegen, bedeutet nein?“

Ich wusste nicht, was ich darauf antworten sollte und habe mich deshalb ein wenig mit CETA befasst. Gut, die Schiedsgerichte. Das geht nicht, aber so viel ich weiß, wurde das doch geändert? Sogar die Linke hat – mit Bedenken -zugestimmt. Dann Wallonien. Es kann doch nicht sein, dass ein innerbelgischer Streit ganz Europa blockiert? Okay, die Wallonie ist unterprivilegiert, aber das ist ein innerstaatliches Problem. Oder?

Einen Kritikpunkt möchte ich mal herausgreifen: „man sieht das europäische Vorsorgeprinzip in Gefahr“ Das heißt für Europa, man muss vor der Einführung eines Produktes nachweisen, dass dieses unschädlich ist. In den USA ist das genau andersrum. Das mag sein (obwohl Kanada in den meisten Fällen das Vorsorgeprinzip anwendet)
Wie gut dieses Vorsorgeprinzip funktioniert, sieht man im Moment sehr deutlich am Beispiel VW Dieselgate. Die Firmen in den USA nutzen ihre Spielräume natürlich aus aber wehe, sie werden erwischt. Und nun fragt mal einen VW-Dieselfahrer in den USA und einen in Deutschland. Welcher ist mehr beschissen worden? Beide gleich, okay, aber die Amis bekommen saftige Entschädigungen. Der Deutsche schaut ins schwarze Auspuffrohr.

Und das Vorsorgeprinzip? Wenn die Grenzwerte überschritten werden, dann werden diese eben „angepasst“. Dann macht Ilse Aigner für Bayern einen 10 Punkte Plan und dann passt’s scho. Hör mir auf mit Grenzwerten, ich habe mich von Berufs wegen Jahrzehnte lang damit befasst. In Teilen Bayerns ist das Trinkwasser mittlerweile so nitratbelastet, dass man mit ihm Felder düngen kann. Das klingt witzig, ist aber eine Tatsache.

Ich habe Angst um Europa und ich bin für freien Handel. Für Alle. Und im Moment sehe ich den Anfang vom Ende der EU. Dann gute Nacht.

Schönes WE wünsche ich.

…..sagt Papst Franziskus angesichts des desolaten Zustandes unseres Planeten.
Das sind gleich 3 falsche Aussagen, obwohl das Oberhaupt der Katholiken den Mächtigen beim Pariser Klimagipfel nur drastisch vor  Augen führen wollte,  dass der kleine Zeiger nicht mehr 5 vor, sondern bereits 1 min. nach 12 steht.

Dass der Mensch das einzige Wesen ist, das sehenden Auges seine Lebensgrundlagen zerstört ist ja nichts Neues. Neu daran ist lediglich, dass man das jetzt wohl auch seitens der Mächtigen erkannt hat.

Zum Thema Selbstmord : Eure Heiligkeit, da irren Sie. Wenn, dann handelt es sich um einen „erweiterten Selbstmord“, denn ich glaube nicht, dass allen Menschen daran gelegen ist, sich selbst zu entleiben.
Unverantwortliche, geldgierige und skrupellose Staatenlenker und Raubtierkapitalisten nehmen den Rest der Erdbevölkerung mit sich in ihrem Wachstumswahn, der dem Zug der Lemminge gleichkommt.

Zum Thema die Welt: Ich will nicht beckmesserisch sein, aber die Erde ist nicht die Welt. Den Rest des Universums würde der „Homo Sapiens“ (was lustigerweise so viel wie „vernunftbegabter Mensch“ bedeutet) zwar auch noch mit sich nehmen, aber das ist technisch noch nicht möglich. Und wenn wir uns rechtzeitig von diesem Planeten entfernt haben, wird es das auch nie sein.

Und der dritte Lapsus, den ich richtigstellen muss: Die Welt begeht nicht Selbstmord. Die Welt braucht uns nicht. Wir werden lediglich eine sehr kurze Episode in der Erdgeschichte sein.
Ich hoffe nur, dass uns ein paar Tiere überleben, denn die können nun wirklich nichts für die dämlichen, brutalen und völlig außer Kontrolle geratenen Zweibeiner, denen irgend ein Spaßvogel einmal eingeredet hat, sie seien die Krone der Schöpfung.

Hier der ganze Artikel

Es ist wieder einmal Klimagipfel, wie in jedem Jahr.
Die UN-Klimakonferenz – oder richtigerweise United Nations Climate Change Conference – findet zur Zeit  in Paris statt.

Irgendwie scheint es diesmal ernster zu sein, das sollte uns Anlass zur Sorge sein. (Obama: „Es geht um die Zukunft der Menschheit“) Holla..!

Man hat wohl so langsam wirklich erkannt, dass sich da was ändert…..und das nicht zum Guten.

Die bisherigen Konferenzen endeten sämtlich wie das Hornberger Schießen. Außer Spesen nix gewesen, man einigte sich in der Regel darauf, dass man sich mal wieder treffen müsse, um sich vielleicht dann zu einigen. …auf was auch immer. 2°C mehr sollen angestrebt werden, wie man hört.

Es gibt wie üblich Verschwörungstheorien, die sog. „Klimaskeptiker“ bezweifeln, dass der Mensch – wenigstens zu einem guten Teil mit- verantwortlich ist.
Ich halte es auch in diesem Fall mit meiner Frage nach dem „cui bono“. Wem nutzt es, diese oder jene Theorie zu vertreten?
So lange in der Hauptsache Leute wie Donald Trump zu denjenigen gehören, die den Klimawandel generell anzweifeln, bin ich doch sehr geneigt denen mein Vertrauen zu schenken, die der Meinung sind, dass wir Menschen für die Zunahme der Treibhausgase in der Atmosphäre verantwortlich sind. Letztere sind in der Regel Wissenschaftler, die sich noch nicht von der Automobilindustrie oder sonstigen Interessierten kaufen ließen.

Originalzitat Donald Trump:
„Der letzte Winter war echt kalt – das passt doch nicht zur Theorie vom Klimawandel!“

Nun gut, wie auch immer: Es gibt den Klimawandel, ob nun man-made, oder made by mother nature.
Und der hat Konsequenzen. Nachdem die Industrieländer es geschafft haben, den Menschen in Afrika und Teilen von Asien die wirtschaftlichen Perspektiven zu nehmen – und damit für Millionen von „Wirtschaftsflüchtlingen“ zu sorgen – kommt’s demnächst ungleich härter.

Nach den „Wirtschaftsflüchtlingen“ kommen die „Umweltflüchtlinge“

Die Internationale Organisation für Migration (IOM) schätzt die Zahl der Klimaflüchtlinge für das Jahr 2050 auf ca. 200 Millionen Menschen.(Quelle :Wikipedia.)

Die kann man nicht wieder zurückschicken, wenn der Klimawandel vorbei ist, wie man das mit den syrischen Kriegsflüchtlingen vor hat. Nebenbei bemerkt: Es wird auch mehr Kriege geben. Kriege um bewohnbares Land.
In Bangladesch geht es zur Zeit vordergründig um religiöse Spannungen, aber wenn der Meeresspiegel weiter ansteigt, wird es ums nackte Überleben gehen. Schon jetzt gibt es gewaltige Ernteausfälle und im Ernstfall wird man den Futterkonkurrenten erschlagen, oder man wird flüchten…wenn man sich’s leisten kann.
Und diese Flüchtlinge werden auch zu uns kommen. Da können Pegida, AfD und CSU Zeter und Mordio schreien, geschätze 200 Millionen werden sich auf den Weg machen. In höhere Gefilde…in die Staaten, die mutmaßlich dafür verantwortlich sind, dass andere Länder unbewohnbar werden.

Über die (Un)Sinnhaftigkeit des Größenwahnhofs Stuttgart 21 will ich hier nicht räsonieren.
Meine Meinung dazu ist hinlänglich bekannt.

Mit einer Volksabstimmung glaubten die Betreiber eine Legitimation für diesen Moloch erhalten zu haben. Ich gehe nun einmal einfach davon aus, dass die Abstimmung korrekt verlief, obwohl Gegner mit „Ja“ und Befürworter mit „Nein“ zu stimmen hatten…….

Nun läuft der Bauwahn. 24 Stunden täglich,  7 Tage die Woche wird gebohrt und gesprengt, dass es eine Freude ist. ….für diejenigen, die Mörderkohle damit verdienen.
Die wohnen auch nicht z.B. in Wangen, wo die Anwohner weder schlafen, noch fernsehen oder sich einfach unterhalten können, ohne dauernd durch Lärm und Erschütterungen aus der Fassung gebracht zu werden.

Wie lange das geht? Wenn es läuft wie bei anderen deutschen Großbaustellen (und davon ist auszugehen),  dann kann das dauern….viele, viele Jahre.

Hätte die Volksabstimmung nur dort stattgefunden, wo jetzt die Bauhölle tobt, dann könnte man sagen: „Selbst schuld, Ihr habt es so gewollt“.
Stimmt nur nicht….in den Bezirken in denen gebohrt, gehämmert und gesprengt wird, wäre das Abstimmungsergebnis negativ gewesen….also positiv, für mein Dafürhalten.

Aber nein, in Baden-Württemberg durfte jeder Arsch mitstimmen. Von der Hohenlohe bis Freiburg, von Friedrichshafen bis Pflaumloch……es stimmte das Volk über das Schicksal der Bewohner Stuttgarts ab. Das nennt sich dann Demokratie.

All die Befürworter, die weit weg vom Schuss leben, müssten sich jetzt solidarisch zeigen und ihre ruhigen Wohnungen wenigstens an den Wochenenden und in den Ferien mit den Wohnungen der Lärmgeplagten aus  dem Epizentrum der Baumaßnahmen tauschen.

Lärm-sharing, gewissermaßen.

Doch soweit geht die Solidarität nicht. Wetten?  Ich wäre ja schon zufrieden, wenn Grube&Co., sowie sämtliche Landes-Politiker von CDU, SPD und FDP gezwungen würden, während der Bauarbeiten in Wangen zu leben…..

Mir fällt dazu ein Beispiel aus den USA ein: Da klagte ein schwerreicher Manager (erfolgreich) gegen den Staat, weil unweit seines Anwesens Fracking-Bohrungen genehmigt wurden……..Der Herr verdient seine Multimillionen unter Anderem übrigens mit Fracking…. 

Exxon-Chef gegen Fracking vor der eigenen Tür

Soviel für heute zum Thema Demokratie und Solidarität.
Mahlzeit.

Die Erde ist schwanger…..

Veröffentlicht: Oktober 7, 2015 in Gewalt, Kirchen, Kriege, Reisen, Religion, Umwelt
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…..also sprach nicht Zarathustra, sondern Chief Michael Leach, seines Zeichens Häuptling vom Stamme der Frogs.
Michael lernten wir in Lillooet / British-Columbia  kennen, wo wir die Ehre erfuhren, ein paar Tage mit echten Eingeborenen/Indigenous/Aboriginals/Natives oder however zusammenleben zu dürfen. Wir nennen sie fälschlicherweise immer noch Indianer.

Mit Michael, der nebenbei Singer/Songwriter ist, hatte ich sogar einen Gig in einem Music-Cafe gespielt und das verbindet.

Eigentlich heißt er gar nicht so, aber sein echter Name wäre vermutlich seiner politischen Karriere hinderlich gewesen. So hat er einfach Michael rückwärts geschrieben und davon blieb dann schließlich „Leach“ übrig.
Michael war jahrzehntelang ein „Political-Chief “ das heißt, er war im Parlament in Ottawa vertreten, wo er sich um die Belange der „First Nations“ kümmerte.
Ein gebildeter, eloquenter und weitgereister Mann, der mir sehr viel Respekt abnötigte.

Wir sprachen stundenlang über Gott und die Welt, die nicht nur nach Michaels Meinung völlig aus den Fugen geraten ist. Er gehört keiner Amtskirche an, sondern ist zur Naturreligion seiner Vorfahren zurückgekehrt.

Michael: „Die Erde ist schwanger“…….
Ich: „Wie meinen……???“

Michael: “ Alles ist ein Kreislauf, ohne Anfang, ohne Ende. Im Moment befinden wir uns an einem Punkt, der einen Umbruch bedeutet. Schau Dir den Ring of Fire an, rings um die Erde brechen Vulkane aus, Erdbeben folgen, die Menschen werden immer verrückter.
Der weiße Mann zerstört in seiner unendlichen Klugheit unser aller Lebensgrundlagen, die Meere sind verschmutzt, die Felder vergiftet, die Luft verdreckt. Der Kapitalismus hat gesiegt und zeigt nun sein hässlichstes Gesicht. Kriege toben im nahen Osten, wir liefern Waffen und bekommen dafür Millonen Refugees und so weiter und so weiter. Das bedeutet in meiner Religion den Übergang von der einen – in die nächste Dimension.

Die Erde ist schwanger, sie wird gebären und sich bei dieser Geburt (Den Geburtskanal sieht er im Yellowstone, obwohl er den Film „2012“ nicht kennt) von der Menschheit zum größten Teil befreien. Nur Wenige werden übrig bleiben und der Circle of Life beginnt von vorn!“

Ich: „Chief, das ist eine schöne Vorstellung, aber ich fürchte, so viel Glück werden wir nicht haben.“

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Mit diesem Bild wartete Renate Künast gestern in Facebook auf. Eines der drängendsten Probleme der Neuzeit wurde dabei aufgegriffen. „Die gewaltsame Ermordung der Seidenraupen zur Gewinnung ihrer Seidenfäden muss ein Ende haben!!“
Da könnte man doch gleich weitermachen. Bautätigkeiten, Umackern, Autofahren, Radfahren…ja, sogar schnelles Laufen: Bei all diesen Tätigkeiten sterben Raupen und andere Kleinstlebewesen. Würmer und Käfer werden von Spaten und Baggerschaufeln gnadenlos dahingemetzelt, unschuldige Insekten sterben zu Milliarden an Windschutzscheiben, Motorrad-und Radhelmen oder zwischen den Zähnen von Joggern, die gerade freundlich lächelten als sie durch einen Moskitoschwarm trabten.
Da ließe sich endlos weitermachen, von zertretenen Ameisen bis zum Vogel, der in die Triebwerke von Frau Künasts Dienstflugzeug geràt.
Hachja, es ist schon ein Kreuz mit der Menschheit. Eine indische Glaubensgemeinschaft (das hatte ich mal im TV gesehen) trägt grundsätzlich ein Tuch vor dem Mund, damit nicht versehentlich ein kleiner Flatterling verschluckt wird. Priester gehen vor Bauarbeitern einher und räumen sämtliche Würmer nebst deren Kollegen aus der Erde, damit denen kein Leid geschieht.
Nur vegan zu leben genügt halt nicht, liebe Renate Künast. Wenn schon, denn schon. Was ich mich frage:“Aus welchem Material ist der Schal denn nun?“ Kunststoff? Kostbare fossile Energien für schnöden Tand verschwenden?
Aus Pflanzen? Kostbaren Ackerboden für modischen Schnickschnack missbrauchen, als gäbe es keinen Hunger in der dritten Welt?
In diesem Zusammenhang fällt mir ein Forstwirt ein, der neulich zu Gast im Frühstücksfernsehen war. Oder war’s abends bei Frau Schöneberger?
Egal. Dieser (durchaus seriöse Forscher) hat schlüssig nachgewiesen, dass Pflanzen – allen voran die Bäume- kommunizieren / über Intelligenz verfügen / soziale Wesen sind / Schmerzen empfinden. Schmerzen! Sie wissen, was das im Umkehrschluss bedeutet, Frau Künast?
Ihr Schal (so er nicht aus Erdöl ist) ist aus LEBEWESEN!
Und nun? Wie gehen wir damit um? Erstmal einen Stuhlkreis bilden:

Hier das Ergebnis der Diskussion: (Wochen später)

„Nach harten und teils emotionalen Debatten, nach unzähligen An – und Beiträgen, gelangt die vegan/grüne Arbeitsgemeinschaft der Ortsgruppe Weinstadt-Großheppach zu folgendem Ergebnis: Konsequentes, gewaltfrei-veganes Leben ist möglich, wenn der Mensch sich nur noch von Wasser und Sonnenlicht ernährt. Gefiltertem, lebewesenfreiem Wasser! Dabei ist zu beachten , dass die Filter weder aus tierischem, noch aus pflanzlichem Material bestehen dürfen. Kurse in Photosynthese können bei Frau Dr.Müller-Schweißfurth-Ungerad belegt werden. (die Euch bereits durch ihre Arbeit zur veganen Konditionierung von Raubtieren bekannt ist)“

Frieden mit Mensch,Tier, Pflanze!
Euer Bernd.

Sorry, aber die Japaner fressen die Meere leer.

Veröffentlicht: Juni 23, 2014 in Umwelt
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Ich esse gerne Fisch. Wenn die Ausbeutung der Weltmeere allerdings so weiter geht, werde ich ihn mir nicht mehr leisten können. So werden für ein Kilo Thunfisch, das in Spanien 5Euro kostet,  in Tokio bis zu 500 €!!! bezahlt.
James Clavell schrieb in seinem Roman „Der Rattenkönig“: “ Wir werden die Japaner nie verstehen“…das war 1962, aber ich glaube, wir verstehen sie auch heute noch nicht viel besser.
Die Japaner sind schon jetzt die ältesten Menschen der Welt, aber scheinbar wollen sie noch älter werden.
Es ist ihnen auch völlig egal, ob für den Rest der Weltbevölkerung noch etwas übrig bleibt, so muss man die Reaktionen der japanischen Fischer in spanischen Gewässern deuten, die im ARD-Bericht zu sehen sind. Arrogant und so gar nicht asiatisch-höflich.  Von wegen Land des Lächelns. Die Fischer der Mittelmeeranrainerstaaten stehen mittlerweile auf den Gehaltslisten japanischer Unternehmen.
So gehen etwa 10% des weltweiten Fischfangs nach Japan , wobei der Anteil der Japaner an der Weltbevölkerung gerade einmal 1, 8% beträgt.
Dass das alles aber auch in die Hosen gehen kann, zeigt eine Form von Fisch-BSE, wovon in diesem Artikel zu lesen ist.
Wohin der ungezügelte Fisch-Appetit in Verbindung mit einer versauten Umwelt führen kann, sahen wir schon vor 50 Jahren  an der – lange von der japanischen Regierung verheimlichten – Minimata-Krankeit, an der tausende Japaner erkrankten, verkrüppelt wurden oder starben.
Heute ist das Meer eine Plastik-Müllhalde und es bleibt abzuwarten, wann die ersten Berichte veröffentlicht werden, die beweisen, dass durch Weichmacher und andere Gifte im Kunststoff Massen  leidenschaftlicher Fischesser dahingerafft werden.
Vielleicht wird man durch Fisch künftig doch nicht ganz so alt wie bisher…
Oder…. vielleicht sollte man sich ausschließlich auf den Verzehr von Fugu kaprizieren, da bleibt das Essen spannend und das Tier kann sich auch nach seinem Dahinscheiden noch wehren….

„Herr Ober? Eine Seezunge mit Schwenkkartoffeln bitte, aber ohne Quecksilber und Kunststoff!!“
Mahlzeit.

Unten der Link zurm ARD-Beitrag. (Wer bisher glaubte, Mitsubishi baue nur Autos sieht sich nach der Lektüre des Berichts eines Besseren belehrt)
http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/ndr/2013/spanien-152.html

…….hat ja 2012 auch gut geklappt. Während Deutschland von Balotelli erschossen wurde, peitschte eine Handvoll Abgeordneter noch schnell das umstrittene Meldegesetz durch, mit dem den Kommunen der Handel mit unseren Daten erlaubt wurde.
Jetzt passt es gut ins Gesamtbild,  dass uns Putin angeblich den Gashahn abdrehen will, bzw. die Ukrainer das Zeug klauen, ehe es bei uns ankommt. Berichte über Anschläge auf die Pipeline wurden vorsichtshalber auch noch lanciert. (Falls doch einer mitkriegt, was da grad im Bundestag für eine Nummer abläuft)
Fracking, oder wie wir Schwaben sagen „Verrecking“ ist das Stichwort.
Sogar Frau Lötzsch von der Linken ist jetzt dafür,  wenn „gründlich geprüft – und das Grundwasser nicht verunreinigt wird“….Ha! Schon wieder eine Partei, die ich nicht mehr wählen kann….bleibt so langsam nix mehr übrig. Bibeltreue Christen vielleicht?  🙂
Wissenschaftler streiten darüber,  ob Fracking neben dem Trinkwasser auch dem Klima schadet. Methan könnte in großen Mengen austreten und den Treibhauseffekt forcieren.
Nun bin ich kein Wissenschaftler (die Mehrzahl der Abgeordneten wohl auch nicht), aber ich habe mir bei Themen, über die sich nicht einmal Experten einig sind, eines zueigen gemacht.: „Cui bono?“ Wem nützt es? Wer hat was davon, wenn er pro oder contra ist?
Im Zweifel hat der etwas davon, der den Konzernen das Wort redet. Nämlich Mörderkohle. Der Gegner jedoch nicht. (So lange er nicht eine andere zweifelhafte Sache durch seine Kritik unterstützt)
Und aus diesem simplen Grund bin ich gegen Fracking. Und S21. Und AKW…. (die Liste könnte beliebig verlängert werden)
Ich bin allerdings auch FÜR etwas (damit ich hier nicht als Berufsgegner rüberkomme)
Ich bin DAFÜR, dass wir von Banken, Wirtschaft und Politik nicht länger angelogen werden……ich weiß, das ist ein ziemlich dummer Wunsch.

http://www.huffingtonpost.de/2014/06/17/bundestag-fussball-wm_n_5498660.html