Archiv für die Kategorie ‘Sonstiges’

So richtig kann ich eigentlich nichts. 

Veröffentlicht: Juni 23, 2017 in Sonstiges

„Gitarre spielen ist das, was er am besten kann“, schrieb einmal Andy Kölbl über mich. Nun, als gelernter Journalist sieht er das natürlich so. Wäre er ein  Gitarrist von Rang,  würde er vermutlich sagen, dass Schreiben das Beste ist, das ich kann. Das ist eine Frage des beruflichen Blickwinkels.

In Wahrheit ist es so, dass ich Beides nicht wirklich gut kann. Von Grammatik, Orthografie und Interpunktion verstehe ich nicht sonderlich viel und verbringe deshalb auch die meiste Zeit beim Schreiben damit, nach den richtigen Formen zu googeln, in die ich meine literarischen Ergüsse pressen kann. Es kommt mir allerdings auch mehr auf den Inhalt als auf die Form an. Ich kann keine einzige Note lesen, spiele verheerende Fingersätze und versuche an den richtigen Stellen nicht aufzufallen. Für die Bühne bin ich denkbar ungeeignet, denn ich bin ein schüchterner Mensch. Bis heute beneide ich Menschen, die jeden Augenblick vor Publikum genießen können. (Ich denke im Moment angestrengt darüber nach, weshalb ich das seit mehr als 50 Jahren trotzdem mache)

Ich singe ja zu allem Überfluss auch noch, wobei es mir ein ewiges Ärgernis ist, zwar alle Melodien eines Satzgesanges zu beherrschen, aber leider mit einer eher dürftigen Stimme geschlagen zu sein. Noch geschlagener sind allerdings Kollegen, die eine schöne Stimme haben, aber keinen Ton treffen.

Von meinem Brotberuf will ich gar nicht nicht erst anfangen, nur so viel: Hätten mir mitleidige Lehrlinge bei meiner Facharbeiterprüfung nicht geholfen, ich stünde ohne Berufsabschluss da. Wahrscheinlich lag es daran, dass ich für handwerkliche und technische Dinge vollkommen ungeeignet war und bin.

Zu höheren akademischen Weihen hat es in Ermangelung von Fleiß und Intelligenz  nicht gereicht. Ich habe nur eine wirkliche Begabung, und die heißt: „So tun als ob“ . Mein Freund Jürgen sagt, es sei für einen Klugen leicht sich dumm zu stellen, aber umgekehrt sei es schwierig. Ich wage vorsichtig zu widersprechen : An der richtigen Stelle ein paar auswendig gelernte Phrasen in die Runde zu werfen, impliziert Sachverstand. Ansonsten heißt es klug zu schweigen. 

Das gilt natürlich nur für Dinge, die einen überhaupt nicht interessieren, die aber gleichwohl wichtig für das persönliche Vorankommen sind. Nur Wenige haben mich durchschaut, aber diese waren klug genug zu schweigen, weil sie selbst genug Leichen im Keller hatten.

Und so dilettiere ich mich weiter durch’s Leben, in der Hoffnung, mit meinen Münchhausiaden durchzukommen. Ob mir das nach dieser Selbstentlarvung gelingt, sei einmal dahingestellt. Als Rentner ist mir das aber relativ wurscht.😁😁

Achherrjeh, das Wichtigste hätte ich beinahe vergessen: Ich bin der festen Überzeugung, dass ein nicht geringer Prozentsatz in den oberen Führungsebenen aus Menschen wie mir besteht. Und das gibt mir wirklich zu denken.

Trotz Amazon. Vielen Dank, KINDLE.

Veröffentlicht: Mai 1, 2017 in Sonstiges

Das muss am dieser Stelle einmal gesagt werden. Ja, ich weiß: Amazon steht in der Kritik, die auch berechtigt ist. Linke kaufen nicht beim Online-Riesen! (Wobei ich nicht wissen möchte, wieviele von ihnen heimlich einen Account haben :))

 Hier kommt das Aber:

Aber für Leute wie mich ist das Programm von KDP (kindle direct publishing) eine der wenigen Möglichkeiten, das Geschriebene zu veröffentlichen. 

In einem herkömmlichen Verlag unterzukommen ist aussichtslos. Um dort als schreibender Neuling zu reüssieren, müsste man Bohlen oder Katzenberger heißen.

Selbstverlag? Ginge auch, aber dann kämen erhebliche Kosten in Form von Vorleistungen für den Druck auf einen zu. Ich kann mir das als Rentner einfach nicht leisten. Ein Keller voller unverkaufter Bücher..? Den müsste ich mieten, da der andere Keller schon voller unverkaufter CD’s ist.

Kindle bietet nun, neben den E-Books, auch Taschenbücher an. Print on demand. Wenn jemand bestellt, wird’s gedruckt. Die Druckkosten werden von den Tantiemen abgezogen und das war’s.

Die Verteilung ist fairer als in den meisten Verlagen und die Bezahlung ist pünktlich.(Von einer Freundin hörte ich unlängst, dass sie bei einem Verkaufspreis von 20€/Buch einen einzigen Oiro bekommt. Bei KdP wären es bei 20€ Verkaufpreis 10,10€ für den Autor, und da sind die Druckkosten schon abgezogen)

Reich werde ich damit natürlich nicht werden, aber ich schreibe halt gern. Andere Rentner sitzen in der Kneipe, ich sitze vor dem Laptop ..Und überhaupt: Bekäme ich eine Million dafür, wäre ich nicht reicher. Ich hätte nur mehr Geld.

Wen’s interessiert: in untigem Link findet man meine Angebote: 

MEINE GEDRUCKTEN – UND E-BÜCHER BEI AMAZON

Liebe türkische Mitbürger:

Veröffentlicht: April 9, 2017 in Sonstiges

Normalos? Nein danke.

Veröffentlicht: März 22, 2017 in Sonstiges
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Ich darf hier meinen Freund Alf zitieren, mit dem (und dessen Frau) wir ab und an auf Teneriffa überwintern: „Es ist mir mein Leben lang gelungen, mich von Menschen ohne Dachschaden fernzuhalten.“

Dabei ist zu erwähnen, dass ich zuvor nie allzu gründlich über meinen Umgang bzw.dessen Sozialisation nachgedacht hatte. Bei näherer Betrachtung meiner Vita wurde mir jedoch ziemlich rasch klar, dass ich mit sog.“bürgerlichen“ Menschen nie großartig in Kontakt war. (Was nichts Negatives über diese Leute aussagen soll). Aber irgendwie ziehen sich Spinner wohl gegenseitig an. (Was wiederum nicht bedeutet, dass alle Meschuggenen anständige Menschen sind) Die bürgerlichsten Menschen mit denen wir befreundet sind, sind Cheryl und Ray aus Vancouver. Aber das sind Kanadier und diese sind von Natur aus cool. 

Irgendwie sind wir nie erwachsen geworden, auch wenn der Blick in den Spiegel etwas anderes suggeriert. Ich weiß, Berufsjugendliche sind oberpeinlich, aber was soll man tun? Haare schneiden, rasieren, Anzug tragen? Um Gottes Willen, bloß nicht. Ich hätte auch gar keinen Anzug….Bei Beerdigungen (deren Anzahl in meinem Alter leider zunimmt) ist bei aller Trauer auch noch eine hektische Suche nach einigermaßen pietätvoll wirkender Oberbekleidung an der Tagesordnung. 

Wenn wir zum Beispiel jemanden sehen, der bei 12°C Außentemperatur mit seinem Hund in der Ostsee schwimmen geht (und anschließend patschnass mit dem Fahrrad heimfährt) kann man sicher sein, dass sich da eine Freundschaft anbahnt. Auch wenn ich nie und nimmer in die Ostsee springen würde, nicht einmal bei Temperaturen jenseits der 20°. Aber sofort heißt es:“Kuck mal, der hat ’nen Dachschaden,  da müssen wir hin.“

Vielleicht haben wir deshalb so ein Faible für Irland, denn da wimmelt’s von Spinnern. Jeder ist entweder Musiker, Maler oder Schreiberling. Zumindest aber töpfert er. Vielleicht sind wir auch deshalb jedesmal geschockt, wenn wir nach Deutschland zurück kommen, denn wohl nirgendwo ist es bürgerlicher als hier. (Außer auf der Autobahn, da wäre mir etwas mehr Spießigkeit und Gesetzestreue ganz recht). Vielleicht noch in der Schweiz…? Doch, ja, obwohl…? Wer auf einem Alphorn bläst, diesem Röschti-Didgeridoo? 

Wie auch immer, wir stehen auf die Bekloppten. Eingangs erwähnter Alf hat mir auch folgende Begebenheit zugetragen. Er hatte in seiner Eigenschaft als Musikverleger mit einem Musiker weit jenseits der 75 zu tun, der aufgrund seines pfiffigen Äußeren dem Spott eines „Normalos“ anheim fiel. Dieser Musiker war furchtbar erbost und rang nach Worten, suchte nach der schlimmsten Beleidigung, derer er fähig war. Nach längerem Nachdenken platzte es dann aus ihm heraus. Er schleuderte diesem Kretin die schmähendsten Worte die ihm einfielen, entgegen:“ DU, DU….GANZ NORMALER MENSCH!!!!“

Wohl gesprochen!! 🙂

Achja, das ist übrigens meine Gattin. 🙂 🙂

She’s got a chip inside her head…

Veröffentlicht: Dezember 21, 2016 in Sonstiges

Diese Textzeile ist Hauptbestandteil des Refrains meines Songs „She’s Only Deaf“. In der schwäbischen Version hieß er „Koi Depp“.

Das hat etwas damit zu tun, dass Hörbehinderte (und nicht nur die) vom „gesunden Normalo“ ziemlich schnell in eine Ecke gestellt werden, in der Keiner gern steht. Wenn man aber nur ca. 5-10% dessen versteht, was während eines Abends in einem vollen Restaurants von sich gegeben wird – und sich den Rest irgendwie zusammenreimen muss – dann kann es schon mal vorkommen, dass sich der Gedankenaustausch etwas sperrig gestaltet. Obwohl…Gespräche in Kneipen…ob man da was versäumt?

Meine Frau hatte das Pech, zu dem Teil der Geschwister zu gehören, bei denen die erblich bedingte Innenohrschwerhörigkeit zugeschlagen hatte. Vater = schwerhörig  Mutter = normal hörend. Chance: 50:50, daran zu erkranken. Von sechs Geschwistern hat es 4 erwischt, Zwei hatten Glück. Da wird die Gauß’sche Normalverteilung ad absurdum geführt,  oder – wie wir Statistiker sagen – es handelt sich um eine schiefe Verteilung. How ever, es ist halt so. Sie ist zwar zu 90% mit an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit geschlagen, aber dafür ist sie 90% ihrer Zeit gut gelaunt. 

Nun hat die Wissenschaft vor Jahren eine erstaunliche Entdeckung gemacht. Durch Zufall, wie man mir erzählte. Ob das stimmt weiß ich natürlich nicht, aber lesen Sie selbst, wie diese Technik funktioniert und wer die Pioniere auf diesem Gebiet waren. Vor mehr als 10 Jahren wurde sie operiert und es ging alles gut.

Da wir sehr viel mit dem Flugzeug unterwegs sind, ist es mir bei den Security-Checks immer ein Rätsel, dass das Metall in ihrem Kopf von den Detektoren nicht erkannt wird. Ich selbst wurde schon wegen einer Niete an der Hose zur kostenfreien Kurzmassage beiseite gebeten. Ich hoffe, das liest jetzt kein potentieller Attentäter…weiah! 
Ich habe nun ein Problem… mein Lieblingsmensch ist nur am rechten Ohr operiert und nun quittiert das Linke auch so langsam den Dienst. Ohne Hörgerät ist Stille. Null. Und mit Hörhilfe ist’s auch nicht grad Hi-Fi. 

Sie hat nun den Vorschlag bekommen, diese Seite auch zu implantieren. Das ist immerhin eine O.P. unter Vollnarkose… Andererseits könnte sie wahrscheinlich wieder stereo hören… Ich bin unschlüssig. Damals hat man nur ein Ohr operiert, weil man ja nicht mit Sicherheit sagen konnte, ob das auch funktioniert. 

Wir werden mit den behandelnden Ärzte, sowie einem befreundeten Arzt das Für und Wider genau abwägen. Immerhin ist die O.P. heutzutage nicht mehr so eingriffig wie noch vor 11 Jahren. 

Trotzdem habe ich Angst. Ein Restrisiko bleibt und ob wir das eingehen wollen müssen wir noch überdenken. Vielleicht ist sie auch nicht mehr so gut gelaunt, wenn sie alles hört? Who knows?

Das Ende des Euro. Und dann?

Veröffentlicht: Dezember 3, 2016 in Sonstiges

http://cicero.de/kapital/referendum-in-italien-wir-naehern-uns-dem-ende-des-euro

Wenn man der Logik des o.a. Artikels im „Cicero“ folgt, dann neigt sich die unselige (außer für Deutschland, zumindest bis jetzt) Ära des Euro dem Ende zu. Julius Lehlbach beschreibt dieses Szenario bereits 1997 in seiner Abhandlung über die Maastricht-Falle

Egal wie Italien morgen abstimmt, der Euro wird sterben. Einfach deshalb, weil Länder wie Italien und Frankreich ihn sich nicht leisten können. Wenn ich schreibe, dass Deutschland ein Euro-Gewinner ist, so ist das nur die halbe Wahrheit. Um die zerfallende Währung zu stützen, pumpt die EZB Unmengen von billigem Geld in die Wirtschaften. Die Folgen davon sehen wir auf unseren Kontoauszügen. Zinsen? Gibt’s nicht mehr. Lebensversicherungen? Vergiss es, sofern man sich die Prämien dafür überhaupt leisten kann. Im Billiglohnland Deutschland können immer weniger Vollzeitbeschäftigte für ihr Alter vorsorgen.

Was passiert eigentlich, wenn der Euro zerbricht? (Und das wird er) Gibt’s dann einen Nord-Euro für die paar Länder für die er passend war? Einen Präzedenzfall dafür gibt es nicht, außer vielleicht die Währungsreformen nach den großen Kriegen. Es wird so sein, dass die Besitzenden ihr Schäfchen im Trockenen haben (Auslandskonten, Immobilien etc.) Rentner und Empfänger von Transferleistungen werden als Erste dran glauben müssen, eine neue Währung wird Löhne und Renten nach unten jagen. Es wird von „Sachzwängen“ die Rede sein und die Schere zwischen Arm und Reich wird so weit aufgehen, dass sie nur noch mit Gewalt zu schließen sein wird. 

„Im schlimmsten Fall drohen sozialen Unruhen. Wenn dann einer daherkommt, der den Leuten ganz einfache, radikale Lösungen verspricht, dann wird es gefährlich.“

Das sagte Kurt von Storch im Handelsblatt…. 

Herr Storch, diese Leute sind längst da, fragen Sie doch mal bei Cousine Beatrix nach. 

No reply. Diskussion sinnlos.

Veröffentlicht: September 13, 2016 in Sonstiges

Mittlerweile habe ich es aufgegeben, auf Kommentare zu reagieren die von Menschen mit einem festgefügten rechten Weltbild kommen.

Es nützt nichts und endet in der Regel in gegeseitigen Beleidigungen (wenn’s gut ausgeht) oder in Bedrohungen. (einer nannte neulich meine Adresse und dann wird’s kritisch.)

Mit drei Vertretern der Spezies „Homo sapiens“ kann man grundsätzlich nicht diskutieren.

1) Mit Faschisten 2) Mit Verschwörungstheoretikern (wobei die Grenzen zu Punkt 1 oft fließend sind) 3) Mit religiösen Eiferern

Gut, mit Besoffenen kann man auch nicht diskutieren, aber das ist in der Regel ein temporärer Zustand. 

Ich habe mir angewöhnt, diese Leute bei den ersten Anzeichen eines der 3 Gründe in meinem Blog zu sperren und in den „sozialen“Medien zu blockieren. Nicht, weil ich nur Zustimmung haben will, es gibt Leute mit denen ich gern streite und gegebenenfalls revidiere ich auch mal meine Meinung. Das ist etwas Anderes. Wenn mir aber jemand sagt, ich sei Lohnschreiber der Systemmedien und der Linksgrünversifften Weltregierung dann kann ich dem höchstens noch die Telefonnummer eines guten Therapeuten geben, ehe ich ihn rausschmeisse.

The day, the music died

Veröffentlicht: August 31, 2016 in Sonstiges

Manchmal wünschte ich, ich wäre jüdischen Glaubens. Dort ist es erlaubt, mit Gott zu hadern. Wir christlich Geprägten müssen uns im Zweifelsfall mit den „rätselhaften Wegen des Herrn“ begnügen. Kritik ist nicht erwünscht, obwohl ich IHM Einiges zu erzählen hätte!

Eigentlich wollte ich etwas über Norwegen schreiben, aber das ist nebensächlich geworden.

Ich bin kein Mensch der viele Freunde hat. Dazu bin ich wohl etwas zu…speziell. Nicht alle Menschen kommen damit klar. Vor 4 Jahren haben wir unsere Sängerin Babs beerdigt. Mit ihr und ihrem Mann verbandt mich eine jahrelange Freundschaft. Er war einer der Wenigen, der mich so nahm wie ich nun mal bin. 

Heute morgen erreichte uns hier in Norwegen die Nachricht von seinem plötzlichen Tod. Einfach so, von jetzt auf gleich. Ohne irgendeine Vorwarnung. Ich kann das noch nicht akzeptieren, das wird noch einige Zeit dauern. Sein Wohnwagen war beladen, am Samstag wollte er mit seiner Freundin Claudi in die Toscana fahren. Das Alles ist jetzt Makulatur. Irgendwann müssen wir gehen, soviel ist klar. Aber 62 Jahre ist kein Alter.

Wir waren nicht nur Freunde, wir waren obendrein noch Kollegen in 2 Bands, in denen er das technische und bassistische Rückgrat war. Ich glaube nicht, dass ich noch einmal die Kraft habe, etwas Neues zu beginnen. Die Musik ist gestern gestorben. 

Jogy hatte die gleichen grünen Augen wie mein Bruder, der vor 17 Jahren starb. Eine frappierende Ähnlichkeit, das hat mich ab und zu richtiggehend verwirrt. Heute ist mir, als hätte  ich meinen Bruder ein zweites Mal verloren.

Lieber Gott: Ich bin stinksauer mit Dir und Deinen rätselhaften Wegen!! 

Ich muss meinem Frust mal Luft machen.

Veröffentlicht: August 19, 2016 in Sonstiges
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Da schreibt man monatelang  (gut, niemand hat mich gezwungen) ein Buch, überlegt jede Formulierung 20fach, korrigiert ca.500x, jagt es durch sämtliche Rechtschreibprüfungen derer man habhaft werden kann, weil man sich als Rentner einen Lektor nicht leisten kann und lädt es schließlich bei Kindle Direct Publishing hoch.

Natürlich kann man nicht erwarten, dass nun sofort Tausende das Meisterwerk herunterladen, weil man sich mit dem Schreiben so gequält hat. Zudem leben wir in einer Zeit, in der man möglichst nur Produkte runterlädt, die nichts kosten. Apps, Musik,E-books, Filme.  (By the way : ich zahle für jeden Musiktitel und jedes E-Book, weil ich die Arbeit die dahintersteckt, kenne.)

Deshalb rät Kindle auch zu Werbeaktionen  (an denen die auch nichts verdienen) 

Immerhin 105 luden sich mein Buch kostefrei herunter, schön. Und ich kann natürlich nicht erwarten, dass es jeder gut findet, soviel ist klar. Auch negative Kritik kann von Nutzen sein. Aber?: Rien, nada, niente, nitschewo. 4 Leute haben eine Rückmeldung gegeben. Diesen möchte ich an dieser Stelle ganz herzlich danken. Ansonsten: Schweigen im Blätterwald. Kein Nix, kein Garnix. Diese 2 Klicks auf die Kundenrezension sind doch nun wirklich kein Ding.

Versteht das nicht falsch: Ich erwarte keine Jubelstürme, schließlich bin ich nur ein Erzähler und kein studierter Romancier. Aber so komme ich mir vor wie vor Jahren, als ich nach einem Konzert auf der Bühne stand. Es gibt 3 Möglichkeiten : Heftigen Applaus, schwachen Applaus, Buhrufe. Damals kam nichts. Die Leute reagierten überhaupt nicht. Wisst Ihr, wie man sich da als Künstler vorkommt? Ganz schön beschissen…

Egal. Ich schreibe weiter. Trotzdem. Der zweite Teil von LOCAL HERO wird im September fertig sein. Kostenfreie Werbeaktionen allerdings. …die werde ich nicht mehr veranstalten. 

Den Fünfen, die für mein Schrifttum sogar bezahlt haben möchte ich hier meine allergrößte Hochachtung aussprechen. Ihr seid wahre Helden der freischaffenden Literatur. So. Jetzt geht’s mir besser und nun fahre ich mit meiner Gattin nach Bergen, das trotz des Namens auf Meereshøhe liegt. 🙂

LOCAL HERO – LEBE DEINEN ALPTRAUM

Wieso schreibt Einer? Oder Eine? Vielleicht ist der Fernseher kaputt, oder das Internet ist ausgefallen? Oder man findet nicht die passende Lektüre und denkt sich selbst was aus? Egal. Ich schreibe, weil ich’s darf. (Ich hätte beinahe „kann“geschrieben, aber das wäre vermessen) Ich schreibe ohne jeglichen pekuniären Erfolg, was nicht heißt, dass ich den nicht gerne hätte. Aus reinem Altruismus geschieht das nicht. Trotzdem: Auch wenn die geleistete Arbeit in einem grotesken Missverhältnis zu den paar Euro fuffzig steht, die mir Amazon überweist, mache ich weiter. Vielleicht aus Trotz? Nein… eigentlich nicht. Ehrlich gesagt: Ich weiß es nicht. Schon als Kind hatte ich die längsten Aufsätze geschrieben, die je am Pult der Karolingerschule zu Waiblingen dem Lehrer eingehändigt wurden. „Blühende Phantasie“ stand später unten rechts in roter Schrift.Oder „Am Thema vorbei.“ Das machte mich jedesmal sauer. Es gibt ja diese Schüler, die vor den Noten jammern, wie schlecht sie wohl ausfallen würden. Bei mir war das anders. Ich rechnete mit einer Eins und bekam günstigstenfalls eine Drei. Für eine höhere Schule reichte das nicht. Entweder haben die Lehrer meine Gedankengänge nicht begriffen, oder ich habe mich maßlos überschätzt? Vermutlich war es Letzteres, man sollte die Gründe für Versagen erstmal bei sich selbst suchen. Und ich schreibe weiter. Weil es keine Noten mehr gibt.