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Über die (Un)Sinnhaftigkeit des Größenwahnhofs Stuttgart 21 will ich hier nicht räsonieren.
Meine Meinung dazu ist hinlänglich bekannt.

Mit einer Volksabstimmung glaubten die Betreiber eine Legitimation für diesen Moloch erhalten zu haben. Ich gehe nun einmal einfach davon aus, dass die Abstimmung korrekt verlief, obwohl Gegner mit „Ja“ und Befürworter mit „Nein“ zu stimmen hatten…….

Nun läuft der Bauwahn. 24 Stunden täglich,  7 Tage die Woche wird gebohrt und gesprengt, dass es eine Freude ist. ….für diejenigen, die Mörderkohle damit verdienen.
Die wohnen auch nicht z.B. in Wangen, wo die Anwohner weder schlafen, noch fernsehen oder sich einfach unterhalten können, ohne dauernd durch Lärm und Erschütterungen aus der Fassung gebracht zu werden.

Wie lange das geht? Wenn es läuft wie bei anderen deutschen Großbaustellen (und davon ist auszugehen),  dann kann das dauern….viele, viele Jahre.

Hätte die Volksabstimmung nur dort stattgefunden, wo jetzt die Bauhölle tobt, dann könnte man sagen: „Selbst schuld, Ihr habt es so gewollt“.
Stimmt nur nicht….in den Bezirken in denen gebohrt, gehämmert und gesprengt wird, wäre das Abstimmungsergebnis negativ gewesen….also positiv, für mein Dafürhalten.

Aber nein, in Baden-Württemberg durfte jeder Arsch mitstimmen. Von der Hohenlohe bis Freiburg, von Friedrichshafen bis Pflaumloch……es stimmte das Volk über das Schicksal der Bewohner Stuttgarts ab. Das nennt sich dann Demokratie.

All die Befürworter, die weit weg vom Schuss leben, müssten sich jetzt solidarisch zeigen und ihre ruhigen Wohnungen wenigstens an den Wochenenden und in den Ferien mit den Wohnungen der Lärmgeplagten aus  dem Epizentrum der Baumaßnahmen tauschen.

Lärm-sharing, gewissermaßen.

Doch soweit geht die Solidarität nicht. Wetten?  Ich wäre ja schon zufrieden, wenn Grube&Co., sowie sämtliche Landes-Politiker von CDU, SPD und FDP gezwungen würden, während der Bauarbeiten in Wangen zu leben…..

Mir fällt dazu ein Beispiel aus den USA ein: Da klagte ein schwerreicher Manager (erfolgreich) gegen den Staat, weil unweit seines Anwesens Fracking-Bohrungen genehmigt wurden……..Der Herr verdient seine Multimillionen unter Anderem übrigens mit Fracking…. 

Exxon-Chef gegen Fracking vor der eigenen Tür

Soviel für heute zum Thema Demokratie und Solidarität.
Mahlzeit.