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Wie lange weißt Du’s schon?

Veröffentlicht: Dezember 14, 2016 in Männer und Frauen, Umwelt, Verschwörungstheorien
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Ich bin in dem Alter, in dem man diese Frage immer öfter stellen muss. Kaum ein Monat vergeht in dem nicht Freunde oder Bekannte die Diagnose bekommen, die niemand erhalten will.

Man steht ratlos daneben, weiß nicht, was man sagen soll….und im Hinterkopf nistet sich die Angst ein, wann es einen selbst erwischt. 

Letzte Nacht hatte ich einen seltsamen Traum. Verstorbene Kollegen, Verwandte und Bekannte…alle waren da und gesund…und kaum war ich wach, erreichte mich die Nachricht einer Freundin, sie und ihr Lebensgefährte hätten seit Herbst die Diagnose. 

Man liest immer, die erhöhten Krebsraten hätten mit der zunehmenden Lebenserwartung zu tun. Man würde älter als früher und die Chance zu erkranken sei mit höherem Alter eben größer. Ich glaube das nicht. Zwischen 40 und 65 waren all meine verstorbenen und erkrankten Freunde, das ist ja nun kein biblisches Alter. Ich bin kein Freund von Verschwörungstheorien, aber war da nicht mal etwas mit Tschernobyl? Und Fukushima? Gut, man kann sich durch Rauchen und Saufen selbst etwas einhandeln, aber ich hab mal eine Liste gemacht (Bei 40 habe ich allerdings frustriert aufgegeben)  

Fazit:                                                          

Es hat mindestens genausoviele gesund Lebende getroffen wie solche, die Schindluder mit ihrer Gesundheit getrieben hatten. Auffällig viele Frauen waren darunter. Ein kleiner Trost ist, dass etwa ein Viertel den Krebs besiegten.

Trotzdem: Das Jahr 2016 ist von den näher kommenden Einschlägen durchgepflügt worden wie ein Schlachtfeld.

Wir müssen aufpassen, dass wir vor lauter Grübelei nicht vergessen zu leben. Am Sonntag ist die dunkle Jahreszeit für uns vorbei, da geht’s mit einer kurzen Unterbrechung bis Ende Februar in den warmen Süden. Vermutlich werden mit den helleren Tagen auch die Gedanken wieder heller. 

Allerdings ist es ein eher prekäres Beschäftigungsverhältnis. Es gibt nur einige Wenige, die davon leben können und ganz, ganz Wenige, die davon richtig gut leben können.
Dazu gehöre ich nicht. Und trotzdem tue ich’s. Weil’s Spaß macht und weil es der vorzeitigen Altersverblödung entgegenwirkt. Dass daraus ein Krimi wurde, konnte ich am Anfang noch nicht abschätzen, das hat sich so ergeben. Naja, ein klassischer Krimi isses nun auch wieder nicht, da die Hüter des Gesetzes nur sporadisch vorkommen. Obwohl genug Blut spritzt. Eine Reisebeschreibung ist es auch nicht, dazu fehlen wiederum Landkarten und Panoramafotos. Für einen Liebesroman reicht der eher spröde Charme des Lothar Lampe auch nicht und eine Biographie ist es schon mal gar nicht, da  der Protagonist mit mir nur das Alter und die Wahl des Instruments gemeinsam hat, ansonsten ist er aus vielen realen Personen zusammengebaut.
Als E-Book ist es deshalb erschienen, weil ich mir die Kosten für eine Drucklegung nicht leisten kann und außerdem keinen Platz mehr habe, Bücher neben unverkauften CD’s zu stapeln. 🙂
Wäre es ein Film, dann käme es als Roadmovie daher. Berühmt werde ich wohl nicht werden, aber vielleicht traut sich der Ein – oder Andere doch, meine Erstlingsnovelle herunterzuladen.  Hier geht’s zum Downloadphoto_2016-07-31_18-27-49

Eigentlich find‘ ich es toll, dass so langsam alle Welt Englisch spricht. Und sei es nur rudimentär. Englisch ist nun mal die am leichtesten zu erlernende Sprache und für die Völkerverständigung ist sie ein Segen. (Naja, die Franzosen sehen das vielleicht anders…)  🙂
Keine Artikel und geschlechtsneutral. Es gibt nur die Grundform (wenn man nicht grade mit der Queen oder Gott spricht) und englische Muttersprachler machen einen „facepalm“, wenn sie hören, dass hier ein Grabenkrieg zwischen Feministen/innen und Konservativen/innen tobt. Um Begriffe wie „Fußgängerzone oder Fußgänger/innenzone.“
Le Soleil, la Lune…oder, der Mond, die Sonne…? damit schlägt sich der Angelsachse (zurecht) nicht rum.
Da ist „a“ singer, entweder ein Sänger oder eine Sängerin, was dann aus dem Kontext hervorgeht……ich schweife ab…eigentlich geht es um Anglizismen, oder was man hier für Solche hält. Deutsche Lehnwörter sind naturgemäß seltener, als z.B. Englische, Französische oder Spanische. Wobei die Griechischen nicht vergessen werden dürfen!  Überall, wo ein Ypsilon drin ist, ist der Wortursprung griechisch. Außer im Wort Bayern. Das soll nur griechisch aussehen, weil irgendein Wittelsbacher ein Faible für alles Hellenische hatte. (König Ludwig der I. änderte 1825 Baiern in Bayern, weil es schicker aussieht)

Und weil die deutschen Lehnwörter so relativ selten sind, ärgert es mich, dass alle sie benutzen, nur wir nicht. (Gut, das russische „parikmacher“ muss  jetzt nicht sein. Da klingt der französische Friseur schon vertrauter) 🙂

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Ich hab‘ da meine Schwierigkeiten, aber ich kenne da jemanden….meine Frau, die kann das.
Allerdings funktioniert das nur bei Dingen, die man ohnehin nicht mehr rückgängig machen kann. Über dumme Brutalos, Nazis und sonstige nette Zeitgenossen regt auch sie sich auf, vermutlich deshalb, weil man da vielleicht noch was ändern kann (was wiederum ich bezweifle)
Ich schildere ihren Umgang mit den Widrigkeiten des Alltags am besten anhand eines Beispiels: (vorausschickend muss ich zwei Dinge erklären. 1. Unser Spülbecken hat keinen Überlaufschutz 2. Meine Gattin ist äußerst schwerhörig.)
Wir saßen – wie so oft – auf gepackten Koffern, das Flugzeug duldete keine Verspätung und ich klapperte bereits mit dem Schlüsselbund. Meine Frau wollte nur noch kurz die Teetassen abspülen..irgendwann sehe ich aus der Küche eine ca. 4cm hohe Welle, die sich schön gleichmäßig in Küche, Wohnzimmer und Flur verteilt.
Ich stürze in die Küche, der Wasserhahn ist voll aufgedreht, der Stopsel steckt im Ablauf und der Überlaufschutz ist – wie erwähnt – nicht vorhanden. Meine Gattin sucht derweil in einer anderen Ecke der Wohnung noch irgend etwas für ihre Kameras und da sie – wie erwähnt – stark hörbehindert ist, kann sie das Rauschen der Niagarafälle in der Küche nicht hören.
Meine Alarmrufe hörte sie dann doch. Ich war völlig aufgelöst, sie aber sagte nur ganz stoisch. „Trag die Koffer runter und reg dich ab“ Nachdem sie sämtliche Badetücher, derer sie habhaft werden konnte, auf dem Boden ausgebreitet hatte, diese (mit meiner tätigen Mithilfe) einige Male über der Badewanne ausgewrungen hatte, glitzerte es nur noch ganz leicht und in 10min war das Problem gelöst.
Und als das letzte Badetuch zum trocknen aufgehängt war sagte sie:
„So, jetzt ist wenigstens mal wieder feucht durchgewischt“…
Von Jule lernen heißt, Wichtiges von Unwichtigem trennen zu lernen. 🙂 🙂

Sorry Ladies, aber Sex gehört nun mal dazu.

Veröffentlicht: Mai 15, 2015 in Männer und Frauen
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Ein verwegenes Thema, ich weiß. Aber da ich persönlich involviert bin, möchte ich auch zu diesem Thema meinen Senf geben.
Ich bin weit über’s Verfalldatum hinaus und trotzdem ist für mich ein Leben ohne Sex außerhalb meiner Vorstellungskraft.
Wie z.B. der/das Zölibat funktionieren soll, ist mir bis heute eines der großen Mysterien von Mutter Kirche. How ever, wir reden nicht über unsere Mitmenschen im schwarzen Habit, sondern über Normalos wie du und ich.
Um die zwanzig bis dreißig ist das kein Thema, man war jung und neugierig und abends noch nicht so müde.
Ab 40 häuften sich die Klagen im Freundeskreis. Nach dem dritten Bier rückten die männlichen Vertreter meines Bekanntenkreises damit heraus, dass nichts, oder fast nichts mehr „läuft“.
„Weihnachten ist schön, Sex ist auch schön, aber Weihnachten ist öfter“, solche launigen Sprüche bekommt man zu hören. Allerdings klingt das nur launig, denn in Wahrheit leiden die Burschen wie die Hunde. In fast allen Fällen, die mir zu Ohren kamen, entzogen sich die Frauen den ehehlichen „Pflichten“ (ein furchtbares Wort, denn eine Pflicht kann keinen Spaß machen)
Dass die Häufigkeit der abendlichen (oder morgendlichen) Turnübungen nachlässt, liegt in der Natur der Sache, aber so ab und zu? 2-3x die Woche darf’s schon sein, wie schon Dr.Martin Luther erkannte:“In der Woche Zwier, schadet weder ihm noch ihr“.
Schön, wenn der Reformator recht behalten hätte, aber mir sind nicht wenige Fälle bekannt, wo sich das „Zwier“ übers Jahr verteilt. Und das auch nur, weil die Frauen Mitleid haben, oder Angst, dass ihnen ihr Ehegespinst laufen geht. Zu Jüngeren, oder sexuell aktiveren älteren Frauen (Doch die gibt’s)
Nun sind Mitleid und Angst schlechte Ratgeber und den Frauen, die ich sagen hörte:“Ach, es genügt doch, wenn man sich gut versteht“ muss ich sagen:“Nein, das genügt nicht!!! Das genügt überhaupt nicht“.
Wundert euch nicht, wenn euer Mann fremd geht oder euch verlässt, denn nach meiner Schätzung macht Sex mindestens 50% einer guten Beziehung aus. Wenn nicht mehr, jedenfalls für Männer.
Ob und wie die Geschlechter in diesem Punkt jemals zusammenkommen werden weiß ich nicht, denn ich kann nur die männliche Seite der Medaille betrachten. Gleichwohl, werte Damen: Wenn ihr eure Beziehung am Laufen halten wollt, müsst ihr euch was einfallen lassen. Aber bitte nicht aus Mitleid…
Ohne Sex könnte man auch gleich mit seiner Schwester zusammen leben, wenn man(n) schon ein weibliches Pendant braucht.
Morgendliche Armgymnastik unter der Dusche ist auch kein adäquater Ersatz.
Sexualtherapeuten, Paarberater? Rausgeworfenes Geld, wenn Sie mich fragen.
Jeder muss seinen eigenen Weg finden, vielleicht appetitanregende Pornos, oder eine Shoppingtour im Erotikcenter und nicht, wie sonst üblich, im Schuhgeschäft. Und REDEN miteinander, dazu braucht’s keinen Therapeuten. Das gilt ausnahmsweise mal für Männer..meistens…. Gibt auch Frauen die sich eher die Zunge abbeißen, als über ihre Probleme zu sprechen, speziell, wenn es sich um sexuelle Probleme handelt.
Ich hab‘ meinen Weg gefunden, aber das war mit heftigen Umbrüchen, Schuldzuweisungen und finanziellen Einbußen verbunden. Trotzdem bereue ich nichts.
Aber vielleicht findet ihr ja einen schmerzfreieren Weg, ich würde mich über Rückmeldungen freuen.

Nachtrag: Die Rede ist nicht von stinkenden, besoffenen Männern, die ihre Frauen im Suff „flachlegen“ wollen. In dem Fall würde ich als Frau die Konsequenzen ziehen und mich trennen.

Ich dachte erst an einen makabren Scherz von Schwarzers Emma. Zum Einen halte ich es für leichtfertig Schlüsse zu ziehen, ehe man wirklich weiß, ob es sich überhaupt um einen erweiterten Suizid handelte. Noch sollte auch hier die Unschuldsvermutung gelten, auch, wenn alle Indizien gegen den Copiloten sprechen.
Zum Zweiten fiel mir spontan der Song „I don’t like mondays“ von Geldofs „boomtown rats“ ein.
Um was es darin ging, kann man in diesem Auszug aus Wikipedia nachlesen:

Inspiriert wurde Geldof durch die 16-jährige Brenda Ann Spencer, die am 29. Januar 1979, einem Montag, aus einem Fenster ihres Elternhauses auf dem gegenüberliegenden Gelände der Grover Cleveland Elementary School in San Diego den Schulleiter Burton Wragg und den Hausmeister Mike Suchar mit einem halbautomatischen Gewehr tötete und einen Polizisten und acht Schüler verletzte. Als Begründung für ihre Tat gab sie einem Journalisten am Telefon und der Polizei bei der Verhaftung die Antwort: “I don’t like Mondays. This livens up the day.” („Ich mag keine Montage. Dies belebt den Tag.“)

Unbestritten sind die meisten Amokläufer Männer. Frauen sind also weniger aggressiv?
Maria Mandl, die als verantwortlich für die Tötung tausender weiblicher KZ-Häftlinge gilt, war eine Frau. Mandl wurde am 24. Januar 1948 als Kriegsverbrecherin in Krakau gehängt.
Allein vom Geschlecht auf soziales Verhalten zu schließen halte ich für diskriminierend. Per se stellt „Emma“ alle Männer unter Generalverdacht.

Es gibt auch Untersuchungen, nachdem zuviel Fleischkonsum aggressiv mache.
Hitler war Vegetarier…..

http://spon.de/aes51

Warum ich Dschungelcamp schaue? Wer uns näher kennt weiß, weshalb. Mehr verrate ich nicht. Wie? Nein, wir haben im November nicht bei den Vorbereitungen geholfen, wir waren als ganz normale Touristen in Down Under. Gut, wir kennen jemanden, der da mit dabei ist…..aber nun soll’s gut sein :).
Es ist das erste – und ganz sicher auch das letzte Mal, dass ich mir das antue, soviel kann ich bereits sagen.
Ungustiös, dekadent und degoutant klingt zu harmlos für das, was dem geneigten Zuschauer geboten wird….so er denn einigermaßen normale TV-Kost gewohnt ist. Was den Rest bewegt, sich dieses unwürdige Schauspiel anzuschauen, wird mir auf ewig verborgen bleiben.
Gut, die Opfer wussten, auf was sie sich einlassen….wenigstens so ungefähr. Und sie bekommen – allerdings fein abgestuft- ordentlich Kohle für ihren Einsatz. Über die einzelnen Charaktere möchte ich nichts sagen. Wie gesagt, ich möchte nicht, dass mich eine bestimmte Person missversteht.
Die Sendung hat es sogar ins Feuilleton der Bildungspresse geschafft und Psychologen referieren öffentlich über Gruppendynamik und sonstigen seelischen Schnickschnack.
Was mir übler aufstößt, als das Kakerlakencocktails und Kamelpimmel vermögen würden,  sind die Kommentare des Gespannes Zietlow/Hartwich. Wobei besonders die Kommentare der ehemaligen Verkehrspilotin meine Vermutung erhärten, dass die Zoten mancher Frauen vulgärer sind als das, was volltrunkene Seeleute auf Landgang im Puff von sich geben. Abitur und Studium schützen halt nicht vor Kneipenjargon.
Oder: Die Frauenquote muss auch unter der Gürtellinie eingehalten werden. Kandidaten werden so übel beleidigt und verhöhnt, dass in mir der Wunsch reift, die Hängebrücke -auf der das Pärchen steht – möge bauliche Mängel haben. Hartwich? Das ist ein Mann und Männer sind bekanntermaßen Schweine. Ansonsten habe ich den Herrn noch nirgendwo wahrgenommen.
Das ganze Konzept ist natürlich genial, da es die niedersten Instinkte bedient und obendrein dem Zuschauer (selbst wenn er auf tiefstem wirtschaftlichen und intellektuellem Niveau sein Dasein fristet) das Gefühl gibt, etwas Besseres zu sein.
So. Soweit mein Senf zum Dschungelcamp, das musste jetzt raus.

Der Beitrag im u.a Link soll belegen, dass das Idiotentum hauptsächlich männlich geprägt ist. Da ist zum Beispiel von einem Briefbomben-Attentäter die Rede, der sein explosives Schreiben unzureichend frankiert hatte. Das kann vorkommen, dass man aber das zurückgesandte Kuvert selbst öffnet…….? Für derlei Fehlleistungen wird seit 1994 -meist posthum- der „Darwin-Award“ verliehen. Nebenbei bemerkt: Dass der Trottel seine echte Absenderadresse draufgeschrieben hatte, ist bei der Preisverleihung natürlich auch zu berücksichtigen. Das macht sich in der B-Note für den künstlerischen Wert bemerkbar. Oder der Dieb, der ein Stahlseil in einem Aufzugschacht abmontiert und dabei vergisst, dass er sich selbst noch im Lift befindet. R.I.P.
Von den 318 Nominierungen betrafen 282 Männer und nur 36 Frauen.
Das kann ich nachvollziehen, denn selten habe ich Frauen so dämliche Dinge tun sehen, zu denen Männer sich hinreißen lassen. Beklagenswerter Alkoholmissbrauch, denn die meisten der untersuchten Fälle waren dem Umstand geschuldet, dass die Nominierten besoffen waren. Gottseidank enden nicht alle Fälle tödlich, so auch bei den Idiotien, deren Zeuge ich selbst wurde. Um nur einen Fall zu schildern: Nach einem Umtrunk kamen meine Kollegen und ich an einem Bauerhaus vorbei, an dessen Aussenwand eine altertümliche Güllepumpe angebracht war. Mit Schwengel. Mit den Worten (in schönstem Schwäbisch):“ Die goht bestimmt nemme“ betätigte mein Freund J.R. aus W. den Pumpenschwengel und musste danach seine Kleider in einer Plastiktüte im Kofferraum transportieren. Er war der Angeschissene.
Ausser Konkurrenz laufen Idiotien, die während der Pubertät vorkommen, denn in dieser Zeit ist das Hirn ohnehin im Energiespar-Modus.
Selbst mir, der ich als äusserst vorsichtiger – um nicht zu sagen ängstlicher – Mensch in Verruf geraten bin, passierte einmal etwas ziemlich Dummes, das durchaus tödlich hätte enden können. Ich war 14 und schwächlich und begann deshalb mit einem Expander zu trainieren. Um die Trainingergebnisse zu begutachten, stellte ich mich mit bloßem Oberkörper vor den Spiegel und zog den Expander (mit allen Gummiseilen!!) so weit auseinander, wie es nur ging. Es ging weit….leider hatte ich schwitzige Hände und der rechte Griff rutschte mir aus der Hand. Ich sah im Spiegel noch, wie mich dieser Griff volle Möhre auf Höhe der Halsschlagader erwischte….dann gingen die Lichter aus…
Ich hab’s überlebt, über bleibende Schäden physischer oder psychischer Art will ich nicht sprechen….vielleicht soviel: Ich war im weiteren Verlauf meines Lebens nicht grundlos so überaus vorsichtig.
Der Körperertüchtigung bin ich seither abhold.

http://de.wikipedia.org/wiki/Darwin_Award

männliche Idioten

Ich könnt’s kurz machen, aber das wäre dann doch etwas zu billig.
Man wird im Laufe seines Lebens in Dinge verwickelt, für die man entweder nur bedingt verantwortlich ist, oder durch Umstände zu Entscheidungen gezwungen wird, die das Leben nun mal so mit sich bringt. Das bleibt selbst einem harmoniesüchtigen und konfliktscheuen Menschen wie mir nicht erspart.
Sei es im Beruf, in der Familie oder im Freundeskreis, irgendwann ist irgendjemand stinksauer auf einen. Beispiele will ich nicht nennen, denn das wäre genau das, worauf ein rachsüchtiger Mensch wartet. Meist lernt man dessen Meinung über einen selbst erst dann wirklich kennen.
Man wird mit Attributen belegt, die den ein oder anderen Straftatbestand erfüllen, man wird öffentlich angeprangert, in sozialen Medien, bei gemeinsamen Bekannten, oder sonstwo. Wie reagiert man darauf? Zurück keilen? Endlose „offene Brief-Schlachten schlagen? Ein Streitgespräch führen?
Nichts von alldem, denn genau darauf warten diese Leute.
Ich habe in meinem langen Leben gelernt, wie man dem am besten begegnet: „IGNORIEREN!!“, denn nichts bringt den Widerpart mehr aus dem Konzept. Und irgendwann  hört die ganze Scheisse auf. 🙂

Lachen verboten?

Veröffentlicht: August 1, 2014 in Das ist ja zum Lachen, Männer und Frauen, Religion
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Eigentlich wollte ich mit meiner Frau in der Türkei ein paar Tage Urlaub machen, aber jetzt trau‘ ich mich nicht mehr.
Sie lacht so gern und vor allem laut und da befürchte ich Probleme mit der Tugendpolizei, die wohl nach dem nächsten Wahlerfolg Erdogans installiert wird.
Was den Mallorquinern das Eimersaufen, ist den konservativen Türken um Vizeregierungschef Bülent Arinc das Lachen:  Ein Dorn im Auge.
Also jetzt nicht das Lachen von Allen, sondern nur das von Frauen. Sie sollten lieber schamhaft erröten und züchtig zur Seite schauen. Alles andere ist Nutte.
Auffällig ist bei Umfragen unter Türken hierzulande, dass etliche Männer das ganz okay finden, aber keine einzige Frau den Forderungen des Vize zustimmt.
Mich erinnert das an :“Der Name der Rose“ in dem es um ein Buch von Aristoteles über das Lachen ging.

Das Lachen töte die Furcht, hieß es im  Mittelalter. Und wenn es keine Furcht mehr gebe, werde es auch keinen Glauben geben.

Nur….das ist 600 Jahre her, inzwischen sind wir etwas aufgeklärter und haben gelernt, dass auch Frauen laut lachen dürfen, ohne deshalb gleich der Prostitution nachzugehen.
Wirklich zum Lachen ist nur, dass Erdogan trotz – oder gerade wegen – all dem mit hundertprozentiger Sicherheit als Staatspräsident gewählt werden wird.
Ich hör es schon rumpeln, wenn sich Kemal Atatürk, der Vater der modernen Türkei,  im Grab umdrehen wird.
Das letzte Mal war ich vor 23 Jahren in der Türkei und das wird auch das letzte Mal gewesen sein. Ich will keinen Urlaub in einem Land machen, in dem der Versuch unternommen wird, die Zeit um 600 Jahre zurück zu drehen.
Die Türkei wird auf das ansteckende Lachen meiner Gattin verzichten müssen.