Archiv für die Kategorie ‘Klimawandel’

Gleich vorweg: Auch ich fahre einen Diesel. Keinen, der des Betrugs überführten Marken, aber weshalb sollte Renault ehrlicher sein als VW und Mercedes? Nein, vor 4 Jahren dachte ich noch, dass ein Diesel nicht ganz so schmutzig wie ein Benziner ist. Und habe dafür 25% mehr bezahlt als für den gleichen Wagen mit Benzinmotor. Man hat uns schlichtweg angelogen. 

Deutschland hat’s verschifft, hat den Zug verpasst. Wie es so schön heißt:“Der Erfolg ist der Feind des Fortschritts“. Daran sind schon andere Dinosaurier verreckt, zuletzt die amerikanische Autoindustrie. Aus der reichen Motown Detroit wurde das Armenhaus Amerikas. Und Stuttgart sowie Wolfsburg werden denselben Weg gehen, weil der Diesel so erfolgreich war. Erfolgreich natürlich nur durch Beschiss, das zeigt der 1. Film ganz deutlich. Ob man nun in Stuttgart den Feinstaub und die Stickoxyde in 3 Metern Höhe misst (und selbst dort überschreiten sie um ein Vielfaches die Grenzwerte) statt in Atemwegshöhe, oder ob sich die Politik von der Autolobby am pekuniären Nasenring durch Brüssel ziehen lässt: Wir Deutschen haben Erfahrung mit verrückten Durchhalteparolen, aber der Diesel ist genau so zum Scheitern verurteilt wie der Verteidigungsring um Berlin 1945. Ich frage mich nach diesen beiden Reportagen, wieso eigentlich unsere Industrie so vehement für CETA und TTIP eintritt? Die Kritiker von Links und Grün verweisen gern auf unsere Standards und vergessen dabei WO der Schwindel aufgeflogen ist. Im bösen Amerika. California hat die schärfsten Umweltgesetze der Welt. Man hat es dort geschafft, die Luft reiner zu machen. Das geht nämlich. Als ich vor mehr als 30 Jahren das erste Mal in California war, konnte man morgens in L.A. die Hand vor Augen nicht sehen. Als wir dieses Jahr im April dort waren, wurden wir in San Francisco beinahe von E-Cars überrollt, wei die so leise sind. Überall Hybrid- oder reine Stromautos. Teslas. Das Gleiche in Norwegen im August. Tesla nach Tesla. Keine Sau frägt nach Reichweiten, jeder Supermarktparkplatz hat E-Zapfsäulen. Dort wird seit Jahren in die Strom-Infrastruktur investiert.

Gestern sagte der Auto-Cheflobbyist Matthias Wissmann (der praktischerweise von 93-98 Verkehrsminister war) „Der Verbrennungsmotor wird auch 2030 noch eine große Rolle spielen.“ Das kann sein. In Zentralafrika, wohin wir all unsere Abfälle exportieren. Aber ganz sicher nicht mehr in den USA und schon gar nicht im wichtigsten Markt, in China. Die bauen uns vor, was wir versäumt haben. Die wichtigsten Fachleute  – abgeworben von VW&Co. –  aus Deutschland befinden sich bereits im Reich der Mitte, weil sie den Zug der Zeit erkannt haben. Das hat die deutsche Automobilindustrie natürlich auch, aber es ist zu spät und zu teuer für eine Umstellung. Wie bei den Sauriern. Die sind gewachsen und gewachsen, weil’s so lange so gut klappte und schrumpfen ging nicht mehr, als es eng wurde.

„Herr Wissmann, von Schwob zu Schwob:  Sie wisset doch au, dass 2030 auf jedem Diesel ein Bäpper mit einem Schockbild ischt, auf dem steht:“Dieselfahren fügt Ihnen und Ihrer Umwelt Schaden zu“. Aber das ist Ihnen egal, da sind Sie 81, gell?“

Wir sind nicht nur zu blöd, einen Flughafen zu bauen. Das ist nur ein Symptom der deutschen Krankheit. Und die heißt: Überheblichkeit, gepaart mit Ignoranz, Schwerfälligkeit und Selbstgefälligkeit. 

Rette sich wer kann. Ich kann’s nicht mehr.

Hier, schaut’s Euch an. Gestern lief das natürlich ganz ganz spät, damit ja niemand verunsichert wird.

Das Märchen vom sauberen Auto

Autoland ist abgebrannt.

…..sagt Papst Franziskus angesichts des desolaten Zustandes unseres Planeten.
Das sind gleich 3 falsche Aussagen, obwohl das Oberhaupt der Katholiken den Mächtigen beim Pariser Klimagipfel nur drastisch vor  Augen führen wollte,  dass der kleine Zeiger nicht mehr 5 vor, sondern bereits 1 min. nach 12 steht.

Dass der Mensch das einzige Wesen ist, das sehenden Auges seine Lebensgrundlagen zerstört ist ja nichts Neues. Neu daran ist lediglich, dass man das jetzt wohl auch seitens der Mächtigen erkannt hat.

Zum Thema Selbstmord : Eure Heiligkeit, da irren Sie. Wenn, dann handelt es sich um einen „erweiterten Selbstmord“, denn ich glaube nicht, dass allen Menschen daran gelegen ist, sich selbst zu entleiben.
Unverantwortliche, geldgierige und skrupellose Staatenlenker und Raubtierkapitalisten nehmen den Rest der Erdbevölkerung mit sich in ihrem Wachstumswahn, der dem Zug der Lemminge gleichkommt.

Zum Thema die Welt: Ich will nicht beckmesserisch sein, aber die Erde ist nicht die Welt. Den Rest des Universums würde der „Homo Sapiens“ (was lustigerweise so viel wie „vernunftbegabter Mensch“ bedeutet) zwar auch noch mit sich nehmen, aber das ist technisch noch nicht möglich. Und wenn wir uns rechtzeitig von diesem Planeten entfernt haben, wird es das auch nie sein.

Und der dritte Lapsus, den ich richtigstellen muss: Die Welt begeht nicht Selbstmord. Die Welt braucht uns nicht. Wir werden lediglich eine sehr kurze Episode in der Erdgeschichte sein.
Ich hoffe nur, dass uns ein paar Tiere überleben, denn die können nun wirklich nichts für die dämlichen, brutalen und völlig außer Kontrolle geratenen Zweibeiner, denen irgend ein Spaßvogel einmal eingeredet hat, sie seien die Krone der Schöpfung.

Hier der ganze Artikel

Es ist wieder einmal Klimagipfel, wie in jedem Jahr.
Die UN-Klimakonferenz – oder richtigerweise United Nations Climate Change Conference – findet zur Zeit  in Paris statt.

Irgendwie scheint es diesmal ernster zu sein, das sollte uns Anlass zur Sorge sein. (Obama: „Es geht um die Zukunft der Menschheit“) Holla..!

Man hat wohl so langsam wirklich erkannt, dass sich da was ändert…..und das nicht zum Guten.

Die bisherigen Konferenzen endeten sämtlich wie das Hornberger Schießen. Außer Spesen nix gewesen, man einigte sich in der Regel darauf, dass man sich mal wieder treffen müsse, um sich vielleicht dann zu einigen. …auf was auch immer. 2°C mehr sollen angestrebt werden, wie man hört.

Es gibt wie üblich Verschwörungstheorien, die sog. „Klimaskeptiker“ bezweifeln, dass der Mensch – wenigstens zu einem guten Teil mit- verantwortlich ist.
Ich halte es auch in diesem Fall mit meiner Frage nach dem „cui bono“. Wem nutzt es, diese oder jene Theorie zu vertreten?
So lange in der Hauptsache Leute wie Donald Trump zu denjenigen gehören, die den Klimawandel generell anzweifeln, bin ich doch sehr geneigt denen mein Vertrauen zu schenken, die der Meinung sind, dass wir Menschen für die Zunahme der Treibhausgase in der Atmosphäre verantwortlich sind. Letztere sind in der Regel Wissenschaftler, die sich noch nicht von der Automobilindustrie oder sonstigen Interessierten kaufen ließen.

Originalzitat Donald Trump:
„Der letzte Winter war echt kalt – das passt doch nicht zur Theorie vom Klimawandel!“

Nun gut, wie auch immer: Es gibt den Klimawandel, ob nun man-made, oder made by mother nature.
Und der hat Konsequenzen. Nachdem die Industrieländer es geschafft haben, den Menschen in Afrika und Teilen von Asien die wirtschaftlichen Perspektiven zu nehmen – und damit für Millionen von „Wirtschaftsflüchtlingen“ zu sorgen – kommt’s demnächst ungleich härter.

Nach den „Wirtschaftsflüchtlingen“ kommen die „Umweltflüchtlinge“

Die Internationale Organisation für Migration (IOM) schätzt die Zahl der Klimaflüchtlinge für das Jahr 2050 auf ca. 200 Millionen Menschen.(Quelle :Wikipedia.)

Die kann man nicht wieder zurückschicken, wenn der Klimawandel vorbei ist, wie man das mit den syrischen Kriegsflüchtlingen vor hat. Nebenbei bemerkt: Es wird auch mehr Kriege geben. Kriege um bewohnbares Land.
In Bangladesch geht es zur Zeit vordergründig um religiöse Spannungen, aber wenn der Meeresspiegel weiter ansteigt, wird es ums nackte Überleben gehen. Schon jetzt gibt es gewaltige Ernteausfälle und im Ernstfall wird man den Futterkonkurrenten erschlagen, oder man wird flüchten…wenn man sich’s leisten kann.
Und diese Flüchtlinge werden auch zu uns kommen. Da können Pegida, AfD und CSU Zeter und Mordio schreien, geschätze 200 Millionen werden sich auf den Weg machen. In höhere Gefilde…in die Staaten, die mutmaßlich dafür verantwortlich sind, dass andere Länder unbewohnbar werden.

Weshalb? Wenn man einmal über die 60 ist, neigt ein großer Teil von uns Alten (der Verfasser ist 65) zu gefährlichen Gedanken. Das letzte Viertel ist erreicht, das Ende absehbar, da wird man gern mal gleichgültig, zynisch, starrsinnig oder depressiv. Man klebt an der Macht wie eine Fliege an der Leimrolle. Die ältesten Despoten auf dem Planeten sind gleichzeitig die Rücksichtslosesten, man denke an nur an Mugabe, der um’s Verrecken weder Löffel noch Macht im bitterarmen Zimbabwe abgeben will.

Golda Meir, die ehemalige Ministerpräsidentin Israels (das Amt hatte sie bis zu ihrem 76. Lebensjahr inne) sagte einmal:“Die Lust an der Macht hält länger als die Lust am Sex“.
Konrad Adenauer, damals über 80, auf den Einwand seines Fachministers, die Rentenformel würde nicht ewig halten (q.e.d.):“ Wie lange?“ „Bestenfalls 40Jahre“ Adenauer:“Dann ist es mir völlig egal“ Er wollte wiedergewählt werden, die heutige Altersarmut ging ihm am faltigen Hintern vorbei.
Wenn es um existentielle Fragen geht, bekomme ich von vielen Altersgenossen zu hören:“ Solange wir noch leben, wird’s noch halten“. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Politiker grundsätzlich anders denken.
Das Geschick (oder Ungeschick) dieser Welt wird mehrheitlich von Menschen gelenkt, die das Meiste hinter sich haben….(obwohl die meisten Politiker aus unerfindlichen Gründen steinalt werden)…so dachte ich bisher.
Eine Freundin spricht immer von den Zombies, die nicht abtreten wollen……Da kam mir die Idee, dass es doch besser wäre, wenn Menschen, die den Großteil ihres Lebens noch vor sich haben, an die Schalthebel der Macht kämen. Die müssten doch eigentlich verantwortungsvoller agieren?
Das wollte ich mit Fakten untermauern und habe mir zunächst die zeitgenössischen Diktaturen näher angeschaut:
Die Nr.1 ist Robert Mugabe, Jahrgang 24…..aber die Nr.2 ist Kim Jong Un…Jahrgang 83. Die restlichen 8 sind bunt gemischt von Jahrgang 38 – 68.
Wie gesagt: Das sind 10 Diktatoren, die zwar eine Pest für ihr eigenes Volk – global jedoch eher unbedeutend – sind.
In den sog. Demokratien (was immer man darunter versteht) sieht und sah es nicht anders aus. Kennedy war 43, als er ins Amt gewählt wurde, Reagan war 78, als er abtrat. Reagan führte die USA fast in den Staatsbankrott, unter Kennedy wurden die USA in den Vietnamkrieg involviert.
Vermutlich sind Politiker eine eher rücksichtslose Spezies (mit Ausnahmen, die aber zahlen- und einflussmäßig ziemlich unbedeutend sind) und dass sie mehrheitlich betagt sind wenn sie den Gipfel ihrer Macht erreichen liegt wohl daran, dass es Jahre und Jahrzehnte dauert, bis man all die anderen Alphamännchen-und Weibchen weggebissen hat. (Von Erbdiktaturen wie z.B. Nord-Korea einmal abgesehen)
Ich finde keine Belege, dass jüngere Politiker nachhaltiger denken und, dass ihre älteren Kollegen grundsätzlich nach dem Motto „nach mir die Sintflut“ agieren. Es ist wohl eher eine Charakter-als eine Altersfrage.
Momentan laufen wir Gefahr, dass sich anscheinend einige Machthaber einen Platz in den Geschichtsbüchern sichern wollen, indem sie einen 3.Weltkrieg provozieren…diesen sei gesagt, dass es danach keine Geschichtsbücher mehr geben wird.

Teneriffa, Du hattest Deine Chance…..

Veröffentlicht: Januar 20, 2015 in Klimawandel, Reisen
Schlagwörter:,

Vorausschickend: Für das Wetter kann niemand etwas (oder schlimmstenfalls wir alle). Schon gar nicht unsere Hosts hier in der Residencia Rolando, sehr schöne Anlage, tolles Apartment, sehr nette Leute, da gibt es nix zu meckern. Im Gegenteil, ich kann es jedem wärmstens empfehlen.
Jedoch…seit 6 Wintern kommen wir hierher, die letzten 3 Male für 6 Wochen. Grob gesagt kann man sagen, dass das Wetter – vor allem hier im Norden – während dieser Zeit zwar nie tropisch zu nennen war……. aber: So viele Regentage wie in diesem Winter hatten wir noch nie. Insgesamt lässt es doch zunehmend nach.
Abends draußen sitzen? Das geht…mit dicker Jacke und warmen Gedanken. Wenn es nicht grad regnet…. Man könnte jetzt sagen:“Dann geht halt in den Süden der Insel“…na gut, wem es da gefällt, der kann das tun. Uns ist das zu voll, zu laut, zu schrill, zu staubig und in jeder Hinsicht das krasse Gegenteil vom grünen Norden.
Zwischen zwei Regenschauern waren wir heute ein bisschen unterwegs. Puerto de la Cruz – das wir sonst immer meiden – ist eigentlich eine deutsche Exklave. Deutsches Essen, deutsche Rentner, ein paar Glücksritter, die üblichen Verdächtigen eben. Viele Porträtierte waren dabei (vom Alkohol gezeichnet) aber es ist dort halt immer 2-3º wärmer als bei uns, da es direkt auf Meereshöhe liegt. Nach einer Stunde war’s gut, außerdem krieg‘ ich Magenschmerzen, wenn ich morgens um halbelf zu viele Menschen mit einem Krug Dorada in den Straßenkneipen sehe. Dann lieber Buenavista del Norte, schön leer und gewaltige Brandung.
Das alles könnte man ja verschmerzen, aber es gibt noch einen wesentlich gewichtigeren Grund, unsere Reiseaktivitäten zu überdenken: Wir werden nicht jünger! Zudem hat auch meine Frau spätestens im letzten Jahr festgestellt, dass unterwegs sein schöner ist, als anzukommen. 5 Wochen durch Skandinavien 5 Wochen durch Australien, alle paar Tage zum nächsten Punkt….das kann man nur machen, solange der Kadaver noch nicht zu alt ist. Und deshalb…..wir planen momentan unser nächstes Winterquartier: 6-7 Wochen Neuseeland. Nord und Südinsel. Jeweils 2-3 Nächte in einer Cabin in einem Ressort (Top 10, da bin ich Member geworden, das bringt 10% Nachlass) 🙂 Das letzte Mal war ich vor 20Jahren dort…mal sehen, ob es immer noch das schönste Ende der Welt ist 🙂
So lange es gesundheitlich noch geht, werden wir die Winter wohl auf der Südhalbkugel verbringen. (Und natürlich solange der Euro nicht völlig den Bach runter geht)
Hierher werden wir sicher auch wieder mal kommen, allein schon wegen der netten Menschen, die wir hier kennen…. allerdings nicht mehr zu dieser Jahreszeit.
Ehe ich drauf vergesse: Schöner als in Deutschland ist es hier um diese Jahreszeit trotzdem allemal.

image

……oder die Erkenntnis,  dass die Menschheit komplett irrsinnig geworden ist.
Da schaltet man nichts Böses ahnend das TV-Set ein und will sich eine Doku über die Emirate anschauen und dann sowas……
Dass die Wüstensöhne zuviel Sonne auf den Kopp bekommen haben, hatte ich ja seit der Vergabe der Fußball-WM nach Katar schon geahnt (nicht so der Blatter-Clan, die haben keinen Sonnenstich,  die sind bloß geldgeil und korrupt)
Als Erstes sah man den neuen Turmbau zu Babel, den Burj Khalifa. Das Ding misst – seit seiner Fertigstellung 2010 – 828m und beherbergt außer Luxushotels, Büros und und Protz-Suiten den weltweit einzigen Goldautomaten, an dem man statt Geldscheinen, Goldbarren ziehen kann.
Eine schlappe Milliarde hat dieses Monument der menschlichen Hybris gekostet.
Wieviele Arbeitssklaven, die auf dieser Baustelle für 4-8 US$ pro Tag! schufteten, dabei ums Leben kamen (die Meisten aus Asien) liegt im Dunkel.
Dann wurde über einen Wasserfreizeitpark in einer der trockensten Gegenden der Erde berichtet, in dem man auf der (natürlich) höchsten Rutschbahn der Welt mit 80 km/h ins kühle Nass rutschen kann. Ich gönne den Rutschenden ein sauberen Einlauf, wenn sie mit Höchstgeschwindigkeit mit den Beinen voraus eintauchen.
Aber das Bizarrste sollte noch kommen……das „Ski-Dubai“, Bestandteil der Mall of the Emirates. 4 Skiabfahrten auf 22.500 m2 in der Halle, bei bis zu 50ºC Außentemperatur.
Einige der Scheichs träumen ernsthaft davon, dort Skiweltmeisterschaften (Inch Allah) auszurichten.
Da durch Wahnsinnsbauten wie diese der Klimawandel noch ein wenig forciert wird, haben sie vielleicht sogar einmal die Chance dazu.
Von mir aus kann jeder mit seiner Kohle machen was er will…..solange dabei niemand zu Schaden kommt, was hier nicht der Fall ist.
Ganz nebenbei…..gegenüber der arabischen Halbinsel liegt der Sudan, in dessen Süden momentan eine Hungerkatastrophe unvorstellbaren Ausmaßes stattfindet.
Während dort eine Million Menschen verhungert und verdurstet, schmeißen ihre arabischen Glaubensbrüder das Geld mit Baggerschaufeln aus dem Fenster.
Eine Milliarde für ein Skistadion!!!!! Das wären 1000 Dollar für jeden Verhungernden…Damit könnten diese Menschen mindestens ein Jahr, wenn nicht länger, überleben.

Nein, die Menschheit ist nicht verrückt geworden. Sie ist nur völlig gleichgültig geworden. Ein abgestumpftes, vergnügungssüchtiges, brutales Pack. Das ist der Mensch,  die Krone der Schöpfung.
Übrigens:
Die Zukunft des Gebäudes und seine schließliche Zerstörung nach einem fiktiven Verschwinden der Menschheit wird in Folge 5 der 2. Staffel der Dokufiktion-Serie „Zukunft ohne Menschen“ gezeigt (Quelle:Wikipedia)
„Zukunft ohne Menschen?“…..vielleicht gar keine so schlechte Idee…..

…….hat ja 2012 auch gut geklappt. Während Deutschland von Balotelli erschossen wurde, peitschte eine Handvoll Abgeordneter noch schnell das umstrittene Meldegesetz durch, mit dem den Kommunen der Handel mit unseren Daten erlaubt wurde.
Jetzt passt es gut ins Gesamtbild,  dass uns Putin angeblich den Gashahn abdrehen will, bzw. die Ukrainer das Zeug klauen, ehe es bei uns ankommt. Berichte über Anschläge auf die Pipeline wurden vorsichtshalber auch noch lanciert. (Falls doch einer mitkriegt, was da grad im Bundestag für eine Nummer abläuft)
Fracking, oder wie wir Schwaben sagen „Verrecking“ ist das Stichwort.
Sogar Frau Lötzsch von der Linken ist jetzt dafür,  wenn „gründlich geprüft – und das Grundwasser nicht verunreinigt wird“….Ha! Schon wieder eine Partei, die ich nicht mehr wählen kann….bleibt so langsam nix mehr übrig. Bibeltreue Christen vielleicht?  🙂
Wissenschaftler streiten darüber,  ob Fracking neben dem Trinkwasser auch dem Klima schadet. Methan könnte in großen Mengen austreten und den Treibhauseffekt forcieren.
Nun bin ich kein Wissenschaftler (die Mehrzahl der Abgeordneten wohl auch nicht), aber ich habe mir bei Themen, über die sich nicht einmal Experten einig sind, eines zueigen gemacht.: „Cui bono?“ Wem nützt es? Wer hat was davon, wenn er pro oder contra ist?
Im Zweifel hat der etwas davon, der den Konzernen das Wort redet. Nämlich Mörderkohle. Der Gegner jedoch nicht. (So lange er nicht eine andere zweifelhafte Sache durch seine Kritik unterstützt)
Und aus diesem simplen Grund bin ich gegen Fracking. Und S21. Und AKW…. (die Liste könnte beliebig verlängert werden)
Ich bin allerdings auch FÜR etwas (damit ich hier nicht als Berufsgegner rüberkomme)
Ich bin DAFÜR, dass wir von Banken, Wirtschaft und Politik nicht länger angelogen werden……ich weiß, das ist ein ziemlich dummer Wunsch.

http://www.huffingtonpost.de/2014/06/17/bundestag-fussball-wm_n_5498660.html

Ich bin ein Wetter-App-Freak. Ich bin schon so vernagelt, dass ich nach der Feststellung meiner Frau (nach einem Blick aus Fenster) „ES REGNET“ auf mein Handy schaute und sagte:“ DAS KANN NICHT SEIN….“
Eigentlich habe ich 3 Wetter-Apps. Da kann man sich die beste Prognose aussuchen,  denn in einem sind sich alle digitalen Wetterhäuschen einig: Sie zeigen völlig verschiedene Vorhersagen die länger als 3 Tage in der Zukunft liegen.Ja, sogar aktuelle Wetterbedingungen differieren  und ändern sich stündlich um mehrere Grad nach oben oder unten. Gestern noch habe ich meinem Freund Jogi, der am Samstag seinen Geburtstag im Freien feiern will, einen Screenshot von „Accuweather“ geschickt  „Sa-Schorndorf/ 20ºsonnig“. Das war gestern um 19h. Am Mittwoch das Wetter für Samstag vorherzusagen sollte eigentlich gehen, 3 Tage ist möglich,  so Ben Wettervogel, der Isobaren-Guru aus dem TV. Jetzt schau‘ ich grad drauf…..Sa-Schorndorf 13º, aber trocken. Auf Wetter.com 14º, aber Regen. Wetteronline.de bietet 15º und heiter bis wolkig.
Das liegt ja nicht sooo weit auseinander, aber warten wir mal bis Samstag…….letzten Samstag hatte Jogi mir noch erzählt, er wolle schon am nächsten Tag das Zelt für 60 Personen aufbauen: „Schau mal, wie das Wetter wird“….“Kannst Du machen, es wird zwar nicht grad heiß, aber es droht auch kein Unwetter“…Gestern schickte er mir ein Bild des Zeltes….nach 30m Luftfahrt war es am Dienstag im nahegelegenen Bach gelandet. Totalschaden. Sturm bei strahlendem Sonnenschein…..ich werde jetzt zur Tierhandlung gehen und mir einen Frosch kaufen. Der ist zuverlässiger. Am Samstag werde ich einen Friesennerz, einen Taucheranzug, sowie einen leichten Sommeranzug ins Auto packen. Und Moonboots! Man kann ja nie wissen…vielleicht schau‘ ich vorher auch mal kurz aus dem Fenster….ausnahmsweise…

image

…und hier geht’s ja grad noch, aber auf Gomera sind Straßen wegen des Schnees gesperrt. Ich will nicht ungerecht sein, die letzten 10 Tage war’s schön und unsere Freunde sagten gestern noch scherzhaft:“Wir nehmen die Sonne mit nach Deutschland“. Heute morgen haben wir sie zum Flughafen gebracht und seither geht hier die Welt unter.
Ich schwärme gerne davon, wie schön es sei, bei 23º und Sonne Übertragungen von den olympischen Winterspielen zu sehen. ?..irgendwie ist das dieses Jahr umgekehrt. In Sotschi sind die Langläuferinnen in kurzärmeligen T-Shirts unterwegs und wir frieren uns auf den Kanaren Einen ab.
Unsere Freundin Conny spricht in dem Zusammenhang gern vom Climategate. Fast bin ich geneigt, ihr zu glauben, allerdings muss da was schiefgelaufen sein. Wenn die Amis schon am Wetter drehen, dann doch nicht nur, um den Russen die Winterspiele zu versauen. Sie selbst ersaufen ja im Schnee und ihren engsten Kumpanen, den Briten, steht das Wasser bis Oberkante Unterlippe.
Und dass die Wetterbeeinflusser ein Interesse daran haben, mich auf Teneriffa frieren zu sehen glaube ich erst recht nicht.
Wie auch immer, das Klima ändert sich, das Wetter spinnt, egal ob jemand dreht oder nicht.
Halten wir uns also an den täglichen Weatherforecast meiner unheilbar optimistischen Gattin:
“ Es ist kalt, aber es regnet nicht“
“ Es regnet, aber es ist nicht kalt“
“ Morgen wird’s ganz sicher besser“……

Gut. Unsere Freundin Marianne in Berlin klagt zurecht. Bei ihr ist die Heizung kaputt und die Hausverwaltung macht nix,  da darf man ruhig mal sauer sein.

Ich kann das nachempfinden. Wir hatten selbst einmal eine Ölheizung,  die dauernd hinüber war, einmal gab es sogar eine Verpuffung und der Heizraum sah danach aus wie eine Kohlenmine……nach einer Sprengung. ..
Von Dezember bis Februar ist Winter. Zumindest meteorologisch. Und da isses kalt und es schneit gelegentlich. Gut, irgendwie verschiebt sich das momentan und ich bin fast geneigt,  unserer Freundin Conny recht zu geben, wenn sie von „Climategate“ spricht.
Was kann man tun? Warm‘ Untergewand, Tee, Grog, (wer’s braucht). Winterreifen, Schal, Ohrwärmer, langsam fahren. Handschuhe nicht vergessen! Und Grippostad! Schneeschaufel, Eiskratzer,  Frostschutzmittel. Und auf wärmere Zeiten hoffen. Und nicht so rumjammern, Mensch!!
Besonders gern werden solche Ratschläge von Menschen – wie mir – angenommen, die gerade diesen Ausblick aus dem Wohnzimmerfenster haben 🙂

image