Archiv für die Kategorie ‘Hartz4’

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Da brennt ein Hochhaus in London, bei dem schon lange bekannt war, dass es mehr als nur Zweifel an dessen Brandschutz gab. Über die Ursache ist bislang nichts bekannt. Nichts? Doch. Die Besorgten wissen natürlich Bescheid. Die Moslems waren es. 

Das ist wie ein pawlow’scher Reflex: Statt den Opfern Beileid zu bekunden, wird sofort vom Leder gezogen. Über die „Überpigmentierten“, die „Kulturbereicherer“, „Muttis Gäste“ etc. etc.

Seid doch mal ehrlich: Der Mehrzahl von euch Montagsspaziergängern sind die Opfer doch scheißegal. Im Gegenteil. Je mehr, desto besser für die völkische Sache.  Wie bei den jämmerlich ertrunkenen Flüchtlingen im Mittelmeer. Da konnte man lesen, dass noch viel zu wenig ersoffen seien. Vermutlich gehört Ihr auch zu der Spezies, die mit dem Handy in der einen – und der Bierflasche in der anderen – Hand, die Geschehnisse im Video festhalten.

Euch geht es nicht um die Drecksäcke vom IS. Euch geht es darum, dass alles raus muss, dessen „Ariernachweise“ sich nicht mindestens 5 Generationen weit zurückverfolgen lässt.

Ich bin nicht naiv. Auch ich bin der Meinung, dass Asylbetrüger und Gewalttäter hier nichts verloren haben. Abschieben, sofort. (die Richtigen bitte, und nicht die gut Integrierten, und meinetwegen sollte man durchaus auch den kriminellen Clanmitgliedern, die sich als über dem Gesetz stehend sehen, die deutsche Staatsbürgerschaft entziehen) Biodeutsche Sozialhilfebetrüger und asoziale Gewalttäter haben wir selbst zur Genüge.

Aber wenn ich die Kommentare zu diesen Themen lese, dann fällt mir nur eines ein : Ihr seid erbärmliche, dumme und mitleidlose Kreaturen. Zu faul und zu dumm, sich mit Fakten zu beschäftigen. Die Headlines genügen zur Meinungsbildung. 

Unser tiefstes Beileid gilt den Opfern und ihren Familien. 

Fakten, Fakten Fakten? Mir fällt dazu ein ähnlich klingendes englisches Wort ein, das ich hier aus Gründen der „Netiquette“ nicht gebrauchen möchte.

Als Markwort dieses Blatt gegründet hat, war es ein Sprachrohr der Neoliberalen. Ehrensache für das FDP Mitglied. Wie hinlänglich bekannt ist, wurden die Anhänger und damit auch die Leserschaft der Liberalen immer weniger. Da mussten neue Leser her.
Wer es sich antun will und die Kommentare zu den Artikeln liest, der sieht an den „Daumen hoch und runter“ Symbolen schnell, wer diese neuen Leser sind. Rassisten, Homophobe und der Rest des braunen Gesocks.
Der Focus macht das ganz raffiniert, denn die Beiträge sind nach dem Motto „Zuckerbrot und Peitsche“. Es wäre falsch sie als rechts einzustufen, aber es gibt kein Thema,  bei dem nicht sofort von irgendeinem idiotischen Kommentator eine Brücke zu Migranten und Flüchtlingen geschlagen wird. Sogar am Wetter sind die Flüchtlinge schuld: Originalkommentar zu den derzeitigen Fluten: „Daran ist die Verbrecherregierung schuld. Durch die vielen „Gäste“ wird noch mehr Boden zubetoniert und das Wasser kann nicht abfließen. Einen Klimawandel gibt es nämlich gar nicht. Pfui Teufel, Frau Merkel“

Soviel zu den Artikeln.

Anders ist das bei den Kommentaren: Da wird (um nur ein paar Beispiele zu nennen) Frau Nahles als Parasit und faule Sau apostrophiert, Hofreiter von den Grünen wird aufgefordert, lieber mal zum Frisör zu gehen als nur linksversiffte grüne Scheiße von sich zu geben, Frau Merkel wird ein ums andere Mal auf’s Gröbste beleidigt (DAS Merkel ist noch harmlos) und die „Thumbs up“ für diesen braunen Quark schnellen zu Hunderten in die Höhe.

Hier gilt anscheinend die von Focus geforderte „Netiquette“ nicht.
Auch ich war als Kommentator bei Focus registriert. Auf Beleidigungen habe ich reagiert. Nicht mit gleichen Mitteln, sondern mit Hinweisen auf die Strafwürdigkeit so mancher Äußerungen.

Und nun dürfen Sie raten, was passiert ist. Ich wurde als Kommentator gesperrt (nachdem ich auf ein paar meiner wenigen genehmigten Kommentare von den besorgten Bürgern auf’s Übelste beschimpft und bedroht wurde).
Ich hätte gegen die Regeln verstoßen, hieß es in dem Formschreiben des Markwort-Blattes.

Wenn die Regeln darin bestehen, gewählte Volksvertreter  (hinter denen ich nicht stehe) zu beleidigen, verleumden und mit Fäkalsprache zu belegen, dann habe ich wohl dagegen verstoßen.
Die übelsten Kommentare, auf die sich meine Gegenrede bezog, sind übrigens nie entfernt worden.
Ich weiß nicht, was der Focus bezweckt. Immerhin wäre bei einer AfD-Regierungsbeteiligung eine FdP hoch2 an der Macht. Im braunen Gewand. Die sozial schwachen Anhänger, die sich von den braunen Heilsbringern dieses rechten Vereins eine gerechtere und ehrlichere Politik erhoffen, werden sich noch verwundert die Augen reiben, wenn Frau Petry&Co. ihre Renten – und Sozialgesetzgebungspläne durchsetzen.
Dann viel Spaß.
In diesem Sinne: Fuck, Fuck, Fuck  (ich konnt’s mir nicht verkneifen:) )

1967, London. Swinging London um genau zu sein. Die Pille war bereits da, Aids hingegen noch nicht. Ich war 17 und schüchtern und habe das nicht ausgenutzt….naja…anderes Thema.
Unsere Alten waren stramm rechts :“Beim Hitler war nicht alles schlecht“ und wir waren selbstverständlich stramm links. Links von uns kam nur noch die Wand.

Im Hyde-Park verteilte irgendjemand Mao-Bibeln und mit diesem Glaubensbekenntnis wedelnd latschten wir fortan durch die Gegend. Was drin stand verstanden wir zwar nicht (selbst wenn wir mehr als die ersten Seiten gelesen hätten), aber das war uns egal.
Grund, gegen die Zustände in Deutschland zu sein, waren zweifellos vorhanden. Ehemalige Nazi-Parteigenossen saßen nicht nur im Lehrkörper, sondern bis ganz oben hin. Filbinger, Kiesinger, um nur 2 von Vielen zu nennen.

Es war Zeit, dass sich etwas änderte. Was wir jedoch nicht wussten war, dass wir einem Massenmörder hinterher rannten. Beim „Großen Sprung nach vorn“ kamen mehr 20Millionen Chinesen um, bei der anschließenden „Kulturrevolution“ sind die Opferzahlen derart umstritten, dass ich keine Zahl nennen will. Insgesamt muss sich Mao aber nicht hinter Hitler und Stalin verstecken, soviel ist klar.
Er selbst lebte als Feudalherr der nichts ausließ, was damals von uns als dekadent bezeichnet wurde.

Wie wir wissen hat sich weltweit seither nicht viel zum Besseren verändert. Im Gegenteil. Die Armen sind noch ärmer und die Reichen noch reicher.
Daran haben weder Grüne noch Sozialdemokraten etwas geändert. Im Gegenteil, wenn man sich die Agenda zwanzigzehn mit all ihren Folgen anschaut. Für die Konzerne ein Segen, für lohnabhängig Beschäftigte ein Fluch. Wir sind ein Billiglohnland geworden…jaja, die „Sachzwänge“.
Ich hatte noch das Glück, zu einer Zeit in Lohn und Brot zu stehen, nach der man von seiner Rente noch so einigermaßen leben kann. Die Nachkommenden werden’s schwerer haben.
Und nun rumpelt’s wieder in der Republik.
Die schlichten Geister haben natürlich längst den Sündenbock dafür gefunden, weshalb es ihnen schlecht geht. Früher waren es die Juden, heute sind es die Flüchtlinge. Ach, was sag‘ ich: Alle Moslems. Deutschland in Not. Ach ja: Und die GEZ. Die Zwangsabgabe für das Systemfersehen. Das hätte ich beinahe vergessen. Wenn ich die Kommentare der „Besorgten“ anschaue, keimt in mir ohnehin der Verdacht, dass die nur RTL2&Co. sehen.
Irgendwie sind die neuen Rechten noch blöder, als wir es früher waren. Sie rennen einer Partei hinterher, die weder sozial, noch gerecht und schon gar nicht der Anwalt des kleinen Mannes ist. Es ist eine Mischung zwischen neoliberal und reaktionär.
Das Parteiprogramm könnte von denen geschrieben sein, die wir in den 60ern (zu Recht) bekämpft hatten. Ein Konglomerat zwischen FDP4.0, Islamophoben und Rassisten.

Was auffällt ist, dass diese Revolution von rechts nicht (nur) von jungen Leuten kommt, wie die von links in den 60ern.
Was auch auffällt: Man sucht den Schulterschluss mit Putins Russland.
Das gab’s schonmal. Damals hieß Putin Stalin und die AfD hieß NSDAP. Es ist nicht gut ausgegangen, damals.
Und noch einen Unterschied gibt es: Wir waren als junge Menschen (und sind es zum Teil noch heute) ganz selbstverständlich links. Die heutige Jugend scheint gottseidank klüger zu sein als wir und driftet nicht aus lauter Opposition gegen uns linksgrünversiffte alte Säcke geschlossen nach rechts, denn……“es war nicht alles schlecht bei der APO“….

Meine liebsten Kommentare sind die, die mit folgenden Statements (meist falsch geschrieben) enden:“ ARMES DEUTSCHLAND“ oder „ICH HAB‘ DIE SCHNAUZE VOLL, ICH WANDERE AUS“.
Nun…arm ist Deutschland ganz sicher nicht. Gut, die Einkommen sind sehr schräg verteilt, aber noch nie bin ich hier beinahe über Verhungernde gestolpert. (Was mir in einigen Länder dieser Erde durchaus passiert ist)
Ich weiß – ich weiß, das „arm“ ist in übertragenem Sinne zu verstehen. Aber auch da möchte ich widersprechen : Wir werden nicht ausgebeutet, im Gegenteil, wir beuten aus. Monetär und kulturell.
Dann diese „Auswanderer“….ganz davon abgesehen, dass im Ausland das Geld nicht auf der Straße liegt…wo wollt Ihr eigentlich hin?
Meine Frau ist in einer Teneriffa -Facebook-Gruppe. Dort meldete sich vor kurzem eine Frau mit folgendem Anliegen: (aus dem Gedächtnis wiedergegeben). „Hallo. Ich möchte mit meinen 5 Kindern nach Teneriffa auswandern, weil mich Deutschland ankotzt.  Da habe ich erstmal 2 Fragen: Wieviel Kindergeld gibt es auf Teneriffa und wie hoch ist die Sozialhilfe?“
Ich bin nicht in dieser Gruppe, aber wäre ich es, hätte ich wie folgt geantwortet :“ Auf Dich haben sie dort grad‘ noch gewartet“

Ich bin viel rum gekommen, habe sowohl sehr reiche als auch bettelarme Länder gesehen und muss konstatieren : Den perfekten Staat gibt es nicht. Egal wo man aufschlägt gilt: „Geld ist zwar nicht alles, aber alles ist nichts ohne Geld.“
Wir sind Lichtjahre davon entfernt, ein gerechter Staat zu sein, aber:
Von allen Übeln erscheint mir Deutschland als eines der Geringsten.

Da hat sich Einer Gedanken gemacht und erkannt, dass Wachstum und Geld als Selbstzweck ein Irrweg sind. (Dass Geld nicht arbeitet, habe ich allerdings auch schon gewusst, ehe ich diese Doku gesehen habe) 🙂
Eigentlich hat er nie so recht in die Partei eines Helmut Kohl gepasst, obwohl er selbst das anders sieht.
Wie auch immer: Es ist erstaunlich, zu welchen Einsichten manche Politiker kommen, wenn die Enkel erwachsen werden und man selbst dem Jenseits näher rückt.
Auch, wenn ich nicht so ganz mit allem einig bin, nötigen mir Leute wie Heiner Geißler und – in diesem Fall – Norbert Blüm Respekt ab.
Hauptsächlich deshalb, weil sie auch mit 80 nicht aufhören zu lernen und ggfs. umzudenken.
Schade nur, dass das erst nach ihrer Amtszeit geschieht…..allerdings wäre er mit dieser Einstellung wohl kaum Minister unter Kohl geworden.
Beeindruckender Film mit interessanten Personen.
Norbert Blüm trifft in diesem Film die unterschiedlichsten Menschen und geht dabei keinem Streit aus dem Wege. Sei es eine überaus dumme Mode-Millionärin, ein Attac- Mitglied oder einen zukunftsweisenden Architekten, der beweist, dass ein Haus durchaus klimaneutral sein kann. Sehr sehenswert, allein schon durch Blüms Art.
http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/wdr_dok/videoimauftragmeinerenkelnorbertbluemerkundetdiezukunft100.html

Warum? Ich sehe Beiträge, in denen uns erzählt wird, dass z.B. in Dänemark der Mindestlohn über 17€ beträgt, dass Uni und Kita nichts kosten und man nur 33h arbeiten müsse.
Davon abgesehen, dass bei den dänischen Preisen ein derartiger Mindestlohn nötig ist – geht mal nach Flensburg in ein deutsches Einkaufscenter oder eine Tankstelle, dort trifft man fast nur Dänen – halte ich es für nicht legitim, sich ausschließlich an reicheren Ländern zu orientieren.
Wenn sich ein Däne die Statistiken von Katar oder einem anderen Emirat anschauen würde, käme auch er sich vor wie ein Bettler.
In einem anderen Beitrag wird darüber räsoniert, dass Kabarettisten in Deutschland mehr Wahrheiten aussprechen, als alle Politiker zusammen.
Das stimmt.
Was dabei gern vergessen wird:
Das tun sie in öffentlich rechtlichen Programmen, was in den meisten Staaten weltweit unmöglich wäre. Schlimmer noch, in den meisten dieser Länder würden Oli Welke oder die Anstaltmacher im Knast landen.
Wenn der deutsche Michel aber lieber Heidi Klum oder das Dschungelcamp schaut (die Quoten dafür sind um ein Vielfaches höher als für die Anstalt) dann wundern mich weder die Wahlergebnisse, noch die lächerliche Wahlbeteiligung.
Ich bestreite ja nicht, dass in Deutschland unglaubliche Schweinereien und Ungerechtigkeiten geschehen. Dazu habe ich mich zur Genüge ausgelassen. Mich wundert nur, dass sich das nicht in den Wahlergebnissen niederschlägt.
Scheinbar ist das Präkariat doch ganz zufrieden mit den Zuständen und Frau Merkels Politik?
Ich bin’s nicht und deshalb wähle ich sie nicht. Ich bin mit dieser Politik nicht einverstanden und deshalb wähle ich andere Parteien. Das ist in diesem Land nämlich möglich.
Ich empfehle denen, die in dumpfen und dummen Kommentaren über ihre (oft, aber natürlich nicht immer, selbstverschuldete) Situation wettern, sich einmal die Statistiken von Ländern wie Zimbabwe, Swasiland oder Bangladesh zu Gemüte zu führen.
Hinterher sollten sie den Bewohnern dieser Länder erzählen, in welchem Jammertal wir hier leben.
Wenigstens in Einem sind wir spitze: Im Jammern auf hohem Niveau.
Noch einmal, ehe hier der Shitstorm losbricht: Ich bin mit dieser Politik nicht einverstanden, aber ich mache wenigstens von meinem Wahlrecht Gebrauch. Fast die Hälfte der Bevölkerung tut das nicht.
Wer nach einer Revolution ruft: die ist auch an der Wahlurne möglich.

Das leidige Thema diesmal: Der Mindestlohn. Ich hoffte, eine Erklärung dafür zu bekommen, wie man mit ca.1400€ brutto!! anständig leben kann. Das wurde mir nicht erklärt, denn keiner der Diskutant/innen kann sich ein Solches wohl vorstellen. Eines wurde klar (das wusste ich allerdings schon): Selbst, wenn der Mindestlohn bezahlt würde, wir blieben dennoch ein Billiglohnland.

Fakt ist: Wer nicht bereit ist, seinen Friseur, Taxifahrer etc.pp anständig bezahlen zu wollen, wer glaubt, Discounterpreise generierten anständige Löhne, der ist mitverantwortlich für diese Misere. Wer für 250€ 1 Woche all-incl. an der türkischen Riviera bezahlt, wer bei Kik&Co. kauft, der darf sich nicht wundern, wenn Menschen dafür ausgebeutet werden. Musiker, die für 80€ p.P. in gutgehenden Clubs spielen müssen, KÖNNEN nicht anständig leben.

Dass Arme bei Armen kaufen kann man nicht verurteilen. Jedoch stehen bei Lidl, Aldi, Netto, Penny, Kik (um nur ein paar zu nennen) mehr obere Mittelklassewagen als rostige Fahrräder auf den Parkplätzen. Wer Geiz für geil hält, wer an Lidls Fleischtruhen und Brotautomaten kauft, statt beim Metzger oder Bäcker (obwohl er sich das leisten könnte) der macht sich mitschuldig an diesen Zuständen.

Solange multinationale Konzerne (s. z.B.Amazon) geringer besteuert werden als Einzelhändler, solange bleibt diese Politik unglaubwürdig.

Im Übrigen schließe ich mich dem Argument Tychis an: Wer niemals im Leben einen Arbeitsplatz aus Arbeitnehmersicht erlebt hat, ist eine äußerst unglaubwürdige Arbeitsministerin. Das ist, als ob Blinde Farben erklären. (Das gilt nebenbei bemerkt für alle Ministerien, bei denen Laien Fachleuten sagen, wie sie was zu tun haben)
22 Semester sind keine gute Referenz und Politik ist keine Arbeit, sondern das Ausleben einer prächtig bezahlten Leidenschaft.
Weshalb Ilse Aigner zu dieser Runde gehörte, bleibt ein Rätsel……

Vornweg: Neu ist das alles nicht, es wurde nur noch nie so unverblümt im TV gesagt. Man gibt sich nicht mal mehr die Mühe zu lügen…
Eigentlich wollte ich mich nicht mehr aufregen, aber unglücklicherweise hatte ich just in dem Moment die Glotze an, als ein bebrillter Schnösel im dunklen Zwirn über Griechenland und seine Fortschritte schwadronierte.
Es ging um den Abbau des Kündigungsschutzes und die Streichung von Abfindungen bei Kündigungen „und da ist Griechenland sogar noch besser als Deutschland“ noch besser??…Ich dachte erst, er meint, dass in Griechenland der Kündigungsschutz besser und die Abfindungen höher sind? Falsch gedacht. Er meinte das schon so, wie er es sagte.
Also…je geringer die Löhne, je beschissener der Kündigungsschutz, je weniger Abfindungen bei Entlassungen, desto besser geht es einem Staat? Sind der Staat nicht auch die, die mit 50 ohne Abfindung rausgeschmissen werden?
Oder sind das nur Top-Manager, „Spitzensportler“ oder Politiker, die bei einem Rausschmiss einen „goldenen Handschlag“ in Höhe des Lebenseinkommens eines Arbeiters bekommen?
Deutschland steht also gut da, weil es langsam zu einem Billiglohnland verkommt…und der DAX explodiert vor Freude.
Hier sei Max Liebermann zitiert, der sagte:„Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte.“
Wann gehen die Menschen, die nach eigener Aussage „das Volk“ sind, dagegen auf die Straße? Man muss den Sündenbock nicht bei Muslimen, Asylanten und Migranten suchen, die Schuldigen sitzen in den Chefetagen und in der Regierung.
Bei so einem „Abendspaziergang“ wäre ich dann auch dabei.

Der Artikel unter dem Link gehört zur Rubrik, „unglaublich aber wahr“. Da wird ein Antragsteller auf Hartz4 rechtswidrig dazu gezwungen, sein Schonvermögen in Form einer fondsgebundenen Rentenversicherung aufzulösen. Schaden: 30.000€. Nun stellt ein Gericht zwar fest, dass das Jobcenter rechtswidrig gehandelt hat, auf dem Schaden bleibt der Antragsteller aber wohl sitzen.
Deshalb: Wenn es irgend geht, verbergt Eure Barschaft vor den gierigen Händen der Sozialämter. Nicht nur bei Transferleistungen, sondern auch im Pflegefall ist das mühsam Ersparte nämlich ratz-fatz weg . Auf der Bank gibt’s eh keine Zinsen mehr (Im Gegenteil, vermutlich werden wir in absehbarer Zeit noch Parkgebühren für unsere Notgroschen berappen müssen)
Dann lieber im Garten vergraben. Und wenn man Angst hat, man finde das Geld wegen einsetzender Demenz nicht mehr: Egal. Wenn Herr Alzheimer zuschlägt,  weiß man auch nicht mehr,  dass man ein Bankkonto hat.
Man kann zur Sicherheit seinen Nachkommen zeigen, wo man sein Schonvermögen verbuddelt hat, sollte aber darauf achten, dass die nicht noch gieriger als Vater Staat sind. 🙂
Das geht natürlich nur bei Bargeld oder edlen Metallen sowie Schmuck. Auf die – vom Staat selbst geförderten – Renten oder Lebensversicherungen werden die Schergen der Sozialämter in Zukunft wohl immer schamloser zugreifen.
Das ist einfacher, als z.b. eine Finanztransaktionssteuer einzuführen. Gelder der Reichen in diesem unserem Land fallen dank ihrer Lobby in der GroßKotz unter den besonderen Schutz des Gesetzes.

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/rechtswidrige-altersvorsorge-vernichtung-90016147.php

Ein schöner Morgen….calm after the storm, die Hitze ist verdampft und eigentlich ist alles gut.
Eigentlich….als Rentner schau ich natürlich im Bett noch eine Weile TV, ehe ich  mich in den nächsten Getränkestützpunkt begebe…..Alles alle…die Hitze.
Und plötzlich ist Susanne Fröhlich auf dem Schirm und schwadroniert über Wechseljahre im Allgemeinen und ihr neues Buch im Besonderen. (Das ist ja der Hauptgrund, weshalb Schreiber in Talkshows herumgereicht werden….unverblümte Werbung…und eigentlich in den Öffentlichen verboten)
Tja, und dann wird mir von Frau Fröhlich und ihrer Co-Autorin etwas vom weichenden Östrogen – und vom zunehmenden Testosteronspiegel eingebläut. Man würde jetzt endlich mal das sagen was man sich mit Östrogenüberschuss nicht traute (das mache nämlich nachgiebig und versöhnend, so die Autorinnen)
Außerdem sähe man seinen Alten zu Hause jetzt mit anderen Augen..“ist der überhaupt noch sexy?“ Na dann schaut euch mal im Spiegel an, Susannes aller Länder, ihr seid auch keine 18 mehr. Und das Testosteron…? Männer hab‘ ich schon genug um mich rum. Selbstbewußtsein ja, Männer mit Brüsten – bitte nicht. Männer haben schon genug Unheil angerichtet.
In Wahrheit sitzen viele dieser verzweifelten Frauen in Festzelten, Clubs und Kneipen und nehmen, was übrigbleibt. Als Musiker erlebt man so manches, glauben Sie mir, ich könnte da Dinge erzählen…..
Mir persönlich sind Frauen lieber, die auch nach der Menopause noch Mädchen sind, völlig egal, ob sie ein bisschen aus dem Leim gegangen sind. Und es gibt sehr selbstbewusste Mädchen, oha!
Ich mag sie nicht, die gebotoxten, gelifteten, dürrhungerten Prosecco saufenden ü50, die Magersucht mit Jugendlichkeit und Bitterkeit mit Selbstbewußtsein verwechseln.
Size zero und zweifarbige Frisuren können nicht über die Biologie obsiegen. 
Die angestrebten Attribute sitzen nämlich innen, nicht außen.
Ich kenne allerdings auch Frauen, die essen können wie die Scheunendrescher und an die trotzdem nix drangeht, die meine ich damit natürlich nicht. 🙂
Achja…Männer, die mit 70 von ihrem Zivi aus dem Lamborghini oder Porsche gehievt werden müssen,  sind genauso lächerlich – wenn nicht sogar noch lächerlicher.
Wie sang Pete Townsend?  Face the face..