Archiv für die Kategorie ‘Fernsehen’

„Reichsbürger erschießt Polizisten“ Mit dieser Schlagzeile wurde ich heute geweckt. Wer diese Leute immer noch länger als harmlose Spinner abtut, hat (buchstäblich) den Schuss nicht gehört. Da rennen Bekloppte rum, die mitnichten nur Chemtrails beobachten und Alumützen tragen. Liest man die Kommentare dazu, wird einem schlecht. Da wird relativiert und gerechtfertigt. Wenn ich den Kommentatoren in einem Recht geben muss dann darin, dass die Statistiken nicht stimmen. Es gibt mehr Nazis in diesem Land, als verlautbart wird. Übrigens: 1937 gab’s für Mord an Polizisten:Rübe ab. Wenn die Damen und Herren Reichsbürger also konsequent wären…?

Die zweite Nachricht betraf das Rededuell Clinton/Trump. Man hört, Nixon hatte 1960 die Präsidentschaftswahl nur deshalb knapp gegen Kennedy verloren, weil bei einer Fernsehdebatte Schweißperlen auf seiner Oberlippe zu sehen waren. Vielleicht verliert Trump, wer weiß, aber ganz sicher nicht wegen Schweißperlen. Was die Wallstreet-Lady Clinton dann aus dem Land macht, wissen die Götter. Ihr Gott ist ganz offensichtlich Geld. Immerhin kennt sie den Unterschied zwischen Lybien und Libanon. Für Trump sind das alles Kufnucken, die man nicht mehr ins Land lassen sollte. Eigentlich ist es wurscht wenn er gewinnt. Er will ja das Wahlergebnis nicht anerkennen. 🙂

Dann Syrien. Die Russen kämpfen mit Assad – den Erdogan vernichten will, dessen Verbündeter Putin aber sein Buddy ist. Assad hasst die Kurden, Erdogan auch. Die kämpfen wiederum gegen den IS, den alle hassen (außer unseren Salafisten) Die Amis unterstützen die kurdische Peschmerga, dann gibt’s noch den Irak, wo auch wieder alle irgendwie mit – und gegeneinander mitmischen. Kurz : Ich hab‘ den Überblick verloren.

Gestern strahlte das „Systemfernsehen“ den Film „Hirngespinste“ aus. Es ging um paranoide Schizophrenie im Zusammenhang mit Gewalt. Muss man dazu extra einen Fernsehfilm drehen? Sehen wir nicht genügend Schizophrenie in den ganz normalen Nachrichten? Befinden sich die geistig Gesunden nicht bereits in der Minderheit? Ich glaube, allzu groß ist der Abstand nicht mehr. Vielleicht ein Resultat der Chemtrails? Wer weiß… 🙂

Sind das überhaupt 7 Anzeichen? Nee, aber irgendwie ist das völlig wurscht. 7 klingt halt gut. 

Und wieder einmal bin ich froh, nicht mehr jung sein zu müssen. 

Gut, „Hallo Deutschland“ muss man nun nicht unbedingt gesehen haben, aber wie’s der Zufall wollte, sah ich das heute. „Und nun der satirische Wochenrückblick mit Achim Winter“, so die Moderatorin.
Winter – ein kleiner pummeliger Brillenträger mit fleischgewordener Bademütze als Frisur – fragt Passanten mehr oder weniger spontan zu politischen – und sonstigen Themen.
Am liebsten sucht er sich etwas ahnungslos wirkende Bürger heraus, die kann man besser vorführen.
Ein junger Mann, befragt nach der heute beginnenden Fußball-EM:“ Fußball interessiert micht nicht so sehr“ Winter:“ Sind Sie schwul?“…Aha, stimmt ja. Schwule können nicht kicken und auch nicht auf den Fingern pfeifen. Sehr lustig,  Herr Winter, haha.

Dann die Frage nach der Nachfolge für Gauck, am besten fragt man ein junges Mädchen, die ziemlich politikfremd wirkt:“ Sollte eine Frau Präsidentin werden?“ Das Mädchen:“ Hm, ja, schon“
Winter (mit schelmischem Blick auf ein Plakat mit einer dunkelhäutigen Bikinischönheit) :“ Am besten eine schwarze Muslimin, die früher einmal ein Mann war, dann wären alle zufrieden. Oder Sarah Wagenknecht, die wirkt ja so männlich. Haha, geht nicht, da müssen wir doch Claudia Roth nehmen, hahaha“.
Brüller, Herr Winter. Da haben Sie’s den genderwahnsinnigen Gutmenschen aber mal so richtig gegeben.
Vermutlich will das ZDF mit einem Späßekenmacher wie Achim Winter die letzten verbliebenen AfD-Zuschauer bei der Stange halten. Ein anderer Grund, diesem Herrn jede Woche Raum für seine mehr als grenzwertigen Sprüche zu geben, fällt mir nicht ein.

Sollte sich das ZDF von Winter trennen, dann kämen sicher andere Jobs für ihn in Frage.
Vielleicht als Pressesprecher bei der AfD, das wär doch was Herr Winter?

Haha, nee, war nur Spaß. So ne Art Satire. Das kennen sie ja. 🙂

Hier kann man sich das anschauen

Kabarettist Somuncu wirft Flüchtlingshelfern „Selbstdarstellungsspektakel“ vor

Wie hätten Sie’s denn gern, Herr Somuncu? Maul halten und zuschauen? Dann würden Sie uns Teilnahmslosigkeit vorwerfen. Denen, die helfen, werfen Sie Heuchelei vor.

Herr Somuncu, Leuten wie Ihnen, die von Geburt an schlecht gelaunt sind, kann man scheinbar nichts recht machen. In einigen Talkshows durfte ich erleben, wie Sie jeden Wortfetzen sofort als ausländerfeindlich und politisch inkorrekt geißelten. Mit dem Gesichtsausdruck eines Menschen, dem man nachts nicht begegnen möchte.

Vielleicht läuft es Ihren Überzeugungen zuwider, dass vielleicht in jedem Deutschen ganz tief drin ein Nazi schlummert? Ich weiß nicht, ob Sie diese Überzeugung tatsächlich haben, ich vermute es nur. Ich kann nicht in ihren Kopf schauen.
Der Beifall von rechts ist Ihnen – zumindest in Focus &Co.- sicher. (Endlich mal ein Nicht-Bio-Deutscher, der den grünen und linken Spinnern sagt, wo’s lang geht)

Sie sind der einzige Kabarettist (?) dem man Humorlosigkeit unterstellen muss. Neben Ihnen wirkt ein Gernot Hassknecht in der „Heute-Show“ wie eine Mischung aus Mutter Theresa und Mahatma Gandhi.

Diese Mischung aus Aggression und Beleidigtsein kenne ich aus diversen Begegnungen mit Menschen wie Ihnen. Die dunkelhäutige Sängerin z.B., mit der mein Drummer ins Gespräch kam und sie völlig unbedarft nach ihren Wurzeln fragte:“Ich komme aus Hamburg, Du Arschloch“!

Herr Somuncu, ich unterstelle Ihnen, dass Sie Deutsche („Bio-Deutsche“ um dieses Unwort zu gebrauchen) nicht ausstehen können. Nebenbei: Sie haben die Worte „typisch deutsch“ benutzt und da werden sie ja wohl kaum Migranten, die deutsche Staatsbürger sind, gemeint haben.

Es gibt Gott-sei’s-getrommelt einen Django Asyl, der Beides besitzt: Scharfzüngigkeit UND Humor!  Bei Ihnen fehlt’s an Letzterem. Bei Django scheint es so zu sein, dass er ganz einfach ein Niederbayer ist, so redet und so fühlt.
Bei Ihnen bin ich mir nicht im Klaren, als was Sie sich fühlen. Sie vermutlich auch nicht und das ist wohl Ihr Problem mit Deutschland und den Deutschen.

Gute Besserung.

Wieder einmal wurde ich von meiner beKLOPPten Gattin gezwungen, ein Fußballspiel anzusehen. Sie ist Mainzerin und das sagt dem geneigten Fan ja wohl alles.
Ich bin Statistiker und von daher nur an den Tabellen interessiert, das Spiel per se finde ich eher langweilig. Und nervig, was etwas widersprüchlich ist, wie ich grad merke…auf jeden Fall: nicht meine Welt. Außerdem (und darüber habe ich mich anderenorts genügend ausgelassen) sind für mich die Summen, die da bezahlt werden, nicht mehr vermittelbar.
Egal, sei’s drum. Bei Klopp gilt: Nomen est Omen. Leicht bis mittel bekloppt, ein Typ von hohem Unterhaltungswert, der ältere Bruder von Joko Winterscheid. Guardiola wirkt eher arrogant, was aber vielleicht auch an seinem seltsamen Deutsch liegen könnte. Mit 35 Vokabeln im Sprachschatz muss man sich kurz fassen. Was wiederum arrogant wirken kann.
Zum Match: Die Ausgangslage war klar, Bayern top, Dortmund flop. Dazu noch „Halbfinale dahoam“. Klare Sache und damit hopp….dachte ich bis Mitte der 2.Hälfte. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es bei Dortmund scheppert“…so meine fachkundige Analyse nach ca.10min. Was Lewandowski auch bestätigte. Meine Gattin gab auch keinen Pfifferling mehr auf den tigerentenfarbigen Club und schlief erschöpft ein. 2.Hälfte: Klarer Handelfmeter, “ Schiri, wir wissen wo Dein Auto steht„. Das wär’s wohl gewesen, aber der Herr in Schwarz sah das anders….oder garnicht…wie auch immer.
Dortmund für 10min. wie verwandelt, keine Ahnung, was die im Pausentee hatten. ( wir werden es nie erfahren, denn Fußballer dopen nicht und deshalb gibt’s auch keine Kontrollen)
Ausgleich für Schwarz-Gelb und sogar mehrere Großchancen zur Führung.
Dann Abpfiff: Da sich meine werte Gattin mittlerweile in der Tiefschlafphase befand, schaltete ich ins ZDF, zur „Anstalt“. Nach einiger Zeit trat Frau Kebekus ins Rampenlicht und da die mir Angst macht (ich schaue bei Vorträgen dieser Dame immer wieder besorgt auf mein Gemächt, ob es noch da ist) schaltete ich wieder um und zwar rechtzeitig zum Elfmeterschießen. Leider hatte ich die Vorgeschichte verpasst, sonst wäre mir vielleicht Jürgen Klopp aufgefallen, der sich mit Schmierseife am Elferpunkt zu schaffen machte und seine Spieler instruierte, das Standbein da nicht aufzusetzen. Lahm und Alonso wussten das natürlich nicht und der Rest ist Fußballgeschichte.
Meinem Freund Tobi möchte ich auf diesem Wege sagen: Das ist kein Grund zur Verzweiflung. (Eine seiner FB-Kommentatorinnen wollte sogar sterben gehen).
Mir ist’s ohnehin wurscht, nur meiner Gattin, die ich geweckt hatte um sie über den Ausgang des Pokalfights zu informieren, entfuhr ein:“ Geil….*schnorch*…“
Wir schalten zurück in die angeschlossenen Funkhäuser.

…..zugunsten der Quote sollte gestern der griechische Finanzminister zur Strecke gebracht werden. .. ich habe mir die Sendung angetan.
Varoufakis (der in anderen öffentlich-rechtlichen Sendungen auch gern mal Fuckyouvaris genannt wird) sollte in eine Falle gelockt werden. Söder und BLÖD-Kolumnist Elitz wetteiferten darum, das Wild zu erlegen, zielten aber entweder sehr schlecht, oder hatten nasse Munition.
Frau Herrmann von der taz war die Einzige, die das aussprach, was auch ich denke:“Deutsche Steuerzahler zahlen Geld an deutsche Banken, weil diese sich in Griechenland verspekuliert hatten“ und „das Geld ist weg„.
Von den Hilfsgeldern sieht kein Grieche einen einzigen Cent, das geht sofort an westliche Banken.
Dass die griechischen Vorgängerregierungen kriminelle Vereinigungen- die mit westlichen Geldgebern gemeinsame Sache machten- waren, ist unstrittig. Unstrittig ist aber auch, dass von der jetzigen Regierung nach 7 Wochen Ergebnisse gefordert werden, die die Schwesterparteien von CDSU und SPD in vielen Jahren nicht lieferten (konnten, oder wollten.
Und dann der Stinkefinger!! Varoufakis sagt zwar, es sei eine Fotomontage, wenn er den Finger aber den westlichen Bankstern gezeigt gat, dann hat er meine Zustimmung. Im Übrigen war das vor seiner Zeit als Politiker und sollte somit irrelevant sein.
„Der hat falsche Augen“ schreibt eine Kommentatorin heute in den asozialen Medien, aha, das ist wichtig….dann wurde noch über diese blödsinnigen Fotos einer Homestory geredet, die ihn auf seiner Terrasse zeigen. Was soll das? Soll der griechische Finanzminister in eine Höhle ziehen, damit ihm geglaubt wird, er meine es ernst mit seinen Reformen?
Natürlich wurde auch einmal mehr die Rückzahlung des Zwangskredits aus Nazizeiten thematisiert, der zwar nichts mit der Eurokrise zu tun hat, aber wenn man schon mal draufhauen kann. ?….Dabei zeigt sich hier nur, dass Berlin in Punkto tricksen und täuschen Athen in nichts nachsteht. NATÜRLICH muss der Kredit bedient werden, da er mit Reparationen (die ja angeblich erledigt sind) überhaupt nichts zu tun hat. Das sieht übrigens der wissenschaftliche Dienst des Bundestages genauso.
Eigentlich geht’s doch um Folgendes:
Was Berlin und Brüssel am meisten aufstößt, ist  die linke Position von Syriza, mit denen das Melken deutscher Steuerzahler zugunsten deutscher Banken nicht mehr so reibungslos läuft.
Läge Griechenland in Südamerika, wäre von der CIA längst ein Putsch initiiert worden…..

….war das, was Barbara Schöneberger beinahe sprachlos machte (was sicher nicht einfach ist ) und mit dem der Sieger der deutschen Vorentscheidung nach Verkündung des Ergebnisses einen wahren Shitstorm auslöste „Ich habe das Gefühl, dass er Zweifel an der Menschheit hat“ sagte eine Vertraute des Sängers.
Das kann ich nachvollziehen.
Frau Zietlow fragt grad, warum er dann überhaupt angetreten ist? Tja, Frau Zietlow, auf der Bühne des schönen Scheins zu bestehen ist wesentlich schwerer, als im Dschungel Kakerlaken-Gourmets zu mobben.
Kümmert ist kein Adonis, was einem wirklichen Musikkenner aber sche…egal ist. Musik hört man nicht mit den Augen.
Wenn jede Meldung über diese Geschichte, ob im ZDF oder bei Focus die Worte vom „pummeligen Zottelbart“ enthält, dann hat er sich zweifellos richtig entschieden.
Weshalb ihm das erst nach seinem Auftritt einfiel, sollte keine Rolle spielen. Es bleibt seine Angelegenheit und ich kann verstehen, wenn er sich vor dieser Kunstwelt fürchtet.
Große Titten ziehen nun mal mehr als große Stimmen.
Nebenbei bemerkt:
Hätte gutes Aussehen bei Musikern schon immer die Rolle gespielt, wie sie es heute leider tut, dann müssten wir auf sämtliche Werke Beethovens verzichten.
Wobei ich mir aber sicher bin, dass die Mehrheit der Fans des Jurowischnsongcontest nicht einen einzigen Titel des großen Komponisten nennen kann, denn auch ich zweifle an der Menschheit.

Meine Frau ist Berufsoptimistin, die auch noch in der allerdicksten Kacke etwas Positives sieht (Man kann sich die Füß‘ drin wärmen)
In den letzten Tagen erschreckt sie mich jedoch:“Ich habe Angst“…und sie sei froh, dass die Tochter samt Freund weitab vom Schuss in Feuerland weilt und auf dem südamerikanischen Teilkontinent 1Jahr bleiben wird. Vielleicht hat sich die Lage bis dahin beruhigt und wenn nicht…dann ist sie wenigstens einigermaßen in Sicherheit.
Steht unsere Welt wirklich am Abgrund?
Der Eindruck vermittelt sich einem, sobald man die Zeitung aufschlägt, Radio hört oder sich im Fernsehen (des)informieren lässt. Im Osten drehen die Ukrainer, Russen, Seperatisten und was weiß ich noch, durch. McCain (nicht der von den Frühstücksflocken) wirft Frau Merkel Dummheit oder Ahnungslosigkeit vor, weil sie begriffen hat, dass man mit Waffen keine Konflikte löst. Mit Sanktionen übrigens auch nicht, wie ich finde, denn nur ein Volk, dem es wirtschaftlich beschissen geht ist bereit, zum letzten falschen Mittel zu greifen. Darüber zu debattieren, wer die Hauptschuld an diesem bewaffneten Konflikt trägt, ist müßig….5 Leute, 10 Meinungen.
In Europa geht der Euro langsam aber sicher seinem Ende entgegen…auf Griechenland weiß niemand eine Antwort und was aus Spanien, Frankreich oder Italien wird, das wissen die Götter.
Im Osten tobt der IS, der sich ein Staat nennt und in Wirklichkeit nur eine kriminelle Vereinigung ist, die mit Waffen aus westlichen Waffenschmieden Horror verbreiten. Unfassbar….Boko Haram? Das Alles geht über mein Vorstellungsvermögen.
Da zu alldem niemand auch nur ansatzweise Lösungen, oder wenigstens Ansätze parat hat, sehe ich die Welt tatsächlich am Abgrund. Wie lange es noch hält? Ich hoffe lange genug, dass wir noch ein paar Reisen unternehmen können….
Sorry, dass ich nicht etwas Schönerem aufwarten kann. Hoffentlich irre ich mich in allen Punkten.

Warum ich Dschungelcamp schaue? Wer uns näher kennt weiß, weshalb. Mehr verrate ich nicht. Wie? Nein, wir haben im November nicht bei den Vorbereitungen geholfen, wir waren als ganz normale Touristen in Down Under. Gut, wir kennen jemanden, der da mit dabei ist…..aber nun soll’s gut sein :).
Es ist das erste – und ganz sicher auch das letzte Mal, dass ich mir das antue, soviel kann ich bereits sagen.
Ungustiös, dekadent und degoutant klingt zu harmlos für das, was dem geneigten Zuschauer geboten wird….so er denn einigermaßen normale TV-Kost gewohnt ist. Was den Rest bewegt, sich dieses unwürdige Schauspiel anzuschauen, wird mir auf ewig verborgen bleiben.
Gut, die Opfer wussten, auf was sie sich einlassen….wenigstens so ungefähr. Und sie bekommen – allerdings fein abgestuft- ordentlich Kohle für ihren Einsatz. Über die einzelnen Charaktere möchte ich nichts sagen. Wie gesagt, ich möchte nicht, dass mich eine bestimmte Person missversteht.
Die Sendung hat es sogar ins Feuilleton der Bildungspresse geschafft und Psychologen referieren öffentlich über Gruppendynamik und sonstigen seelischen Schnickschnack.
Was mir übler aufstößt, als das Kakerlakencocktails und Kamelpimmel vermögen würden,  sind die Kommentare des Gespannes Zietlow/Hartwich. Wobei besonders die Kommentare der ehemaligen Verkehrspilotin meine Vermutung erhärten, dass die Zoten mancher Frauen vulgärer sind als das, was volltrunkene Seeleute auf Landgang im Puff von sich geben. Abitur und Studium schützen halt nicht vor Kneipenjargon.
Oder: Die Frauenquote muss auch unter der Gürtellinie eingehalten werden. Kandidaten werden so übel beleidigt und verhöhnt, dass in mir der Wunsch reift, die Hängebrücke -auf der das Pärchen steht – möge bauliche Mängel haben. Hartwich? Das ist ein Mann und Männer sind bekanntermaßen Schweine. Ansonsten habe ich den Herrn noch nirgendwo wahrgenommen.
Das ganze Konzept ist natürlich genial, da es die niedersten Instinkte bedient und obendrein dem Zuschauer (selbst wenn er auf tiefstem wirtschaftlichen und intellektuellem Niveau sein Dasein fristet) das Gefühl gibt, etwas Besseres zu sein.
So. Soweit mein Senf zum Dschungelcamp, das musste jetzt raus.

Die Väter des Grundgesetzes haben aus gutem Grund den Artikel 5 in unsere Verfassung mit aufgenommen. (Doch, das ist die Verfassung, auch wenn einige Interessierte immer wieder behaupten, Deutschland habe keine solche)
„In Deutschland gewährleistet Artikel 5 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland die Pressefreiheit gemeinsam mit der Meinungsfreiheit, der Rundfunkfreiheit und der Informationsfreiheit. „
Nun ist das mit den Freiheiten so eine Sache. Freiheit, die ich meine? Oder auch Freiheit, die Andere meinen? Wenn ich z.B. der Meinung bin, mein Nachbar sei ein Arschloch, dann kann ich dem natürlich Ausdruck verleihen. Mit den Konsequenzen muss ich dann aber auch klarkommen.
Ich bin zum Beispiel der Meinung, dass Satire zwar alles darf, aber noch längst nicht alles muss, koste es, was es wolle… Dafür wurde ich von einigen Kommentatoren aufgefordert, das Land zu verlassen und dahin zu gehen, wo Meinungsfreiheitsgegner hingehören. Katar oder Saudi-Arabien z.B. Zum Mitdenken: Diejenigen, welche die Fahne der vermeintlichen Meinungsfreiheit zu verteidigen glauben, weil sie Charlie sind, fordern mich auf auszuwandern, weil ich eine andere Meinung habe? Das ist grotesk…. Ich sag’s jetzt zum letzten Mal:
Ich bin kein Islamistenversteher!
Ich bin der Meinung, dass man Beleidigungen vor Gericht klärt und nicht mit einer Kalaschnikow.
Ich meine, dass es falsch ist, unser Verständnis von Satire von aller Welt erwarten zu können.
Ebensowenig kann die islamische Welt von uns erwarten, dass wir aus lauter Angst, religiöse Gefühle zu verletzen, das Maul nicht mehr aufmachen. Wenn ich (im Urlaub mal aus Neugier) in eine Moschee gehe, dann ziehe ich die Schuhe aus, kleide mich angemessen und versuche ansonsten, nicht aufzufallen. In einer Synagoge bedecke ich mein Haupt und in einer Kirche setze sogar ich meine Dienstmütze ab. Damit ist’s auch gut, mehr Respekt gibt’s von mir nicht. Außerhalb der heil’gen Hallen hat Religion Privatsache zu sein und in Privatsachen mischt man sich (solange sie einen nicht tangieren!) nicht ein. Meine ich. Vielleicht sollten wir statt Integration lieber eine Art „friedlicher Koexistenz“ anstreben, das hat doch schonmal ganz passabel funktioniert. (Sollte man mir allerdings einen Glauben aufzwingen wollen, dann werde ich mich mit Zähnen und Klauen wehren.)
Ehe ich’s vergesse: Beim Schreiben kam mir der Kernsatz von Pegida in den Sinn, von der Verteidigung der „abendländischen Kultur“…. Beim Zappen gestern abend sah ich einige Szenen aus dem bundesdeutschen Trash-TV und jetzt frage ich mich ernsthaft „welche Kultur?“

Wie das zusammengeht? Vorgestern sahen wir durch Zufall die 40th-Anniversary-Show einer australischen Musiksendung im TV. Ich will versuchen, geistig zusammenzuraffen, wessen wir da ansichtig wurden. Zuvor hatte ich nie etwas vom australischen Pendant von Beat-Club oder Rockpalast gehört, aber das war ein Versäumnis. Molly Meldrum, der Moderator der Sendung, hatte genau den richtigen Dachschaden, um zu einer nationalen Institution zu werden. Er hat also genau das, was ein Deutscher nicht hat und nie haben wird. Alle gratulierten, von ABBA über Iggy Pop bis zu U2.(letztere komponierten eigens eine Art irisches G’stanzl auf die Sendung). Aber worauf ich hinaus will, ist weniger die Musik, als ein Interview, das Molly vor Jahrzehnten live in „Countdown“ mit Prince Charles führte. Es war derart daneben (so konnte er nach „Your royal highness“ nicht mehr sprechen, weil ihm vor Aufregung die Kehle ausgedörrt war) und ausser „some more water“ brachte er kaum was raus. Nun hat Charles sich revanchiert und das Interview zum Geburtstag der Sendung nachgestellt. Ich bin kein Royalist, aber Charles würde ich mit Kusshand als Staatsoberhaupt akzeptieren. Wieso? Weil er eine verdammt coole Sau ist! Sorry, Royal Highness. 🙂

Prince Charles recreates infamous Countdown interview with Molly Meldrum |