Archiv für die Kategorie ‘Das unveröffentlichte’

Man kennt ja die Geschichte mit der Fee und dem einen Wunsch? Gut, in manchen Geschichten sind es deren 3, aber so verschwenderisch wollen wir nicht sein.

Darüber hab‘ ich mir mal Gedanken gemacht. Was würde ich mir wünschen, wenn? Geld? Gesundheit? Ewige Jugend?

Alles 3 nicht schlecht, denn: Geld ist nicht alles, aber alles ist nichts ohne Geld. Gesundheit? Na klar, das sollte schon sein. Ewige Jugend? Ich waas es ned..immer jung? Dann lebte man ewig und ob das so wünschenswert ist, weiß ich nicht. Zudem müsste man ewig arbeiten, denn in Rente kann man erst dann, wenn der Tacho schon fast am Anschlag ist.

Nach reiflicher Überlegung und angesichts der traurigen Ereignisse im letzten Jahr würde ich mir folgendes wünschen: Wenn schon der Tod nicht abwendbar ist, dann hätte ich ihn gern schmerzlos und angstfrei. Und in gesetztem Alter! Und möglichst nach einer Reise und nicht davor!!!

Das sind jetzt zwar auch 3 Wünsche, aber vielleicht lässt sich die Fee ja zu einer Kombipackung überreden.

In diesem Sinne: Ein gutes 2017 sei Euch gewünscht, wir verabschieden uns derweil für den Rest des Winters in wärmere Gefilde.

Samstag, wieder eine Woche rum. Was war denn alles los? Mal nachdenken…hmm, Besuch bei Melli und Petri..und sonst? Nix? Doch: Geschrieben hab‘ ich. Am 3. Teil von Local Hero. Irgendwie muss man die Zeit ja dodschlagen. Der junge Musiker hat nochmal auf FB nachgefragt, was er denn nun machen soll? Beruf aufgeben und nur noch schreiben? Ich hab‘ ihm geantwortet, dass ich mal den Stundenlohn ausrechnen wollte, den ich für meine Romane erwirtschaftet hatte. Ich musste das aufgeben, da rechts neben der Null und dem Komma zu wenig Stellen auf meinem Rechner sind. Vielleicht, wenn ich ihn auf „wissenschaftlich“ umstelle, hoch minus und so? 

Es bleibt so: Schreiben lohnt sich in der Regel nur dann, wenn man ohnehin schon berühmt ist. Dann wird man zu Lanz, „Volle Kanne“ oder NDR-Talk eingeladen um bei passender Gelegenheit einzuwerfen „das habe ich genau so in meinem Buch beschrieben“. Das zugehörige Druckwerk kann man von Zeit zu Zeit in die Kamera halten. (Mich könnte man schon mangels Druckwerk nicht einladen, denn E-Books kann man nicht in die Kamera halten…obwohl? Mit’m Tablet?) 

Didschee Bobo hat nun auch endlich sein Leben aufgeschrieben  (Sein Mofa lief übrigens  29,5 km/h) und das wird entsprechend in den Medien gewürdigt. Ich hab‘ ja mein Leben auch mal aufgeschrieben und veröffentlicht, aber mal ehrlich: Wen interessiert das? Leider habe ich es verabsäumt, durch meine musikalischen Aktivitäten berühmt zu werden. Sonst würde ich bei Lanz neben Phil Collins sitzen und meine Alkoholiker-Vita präsentieren. Aber dazu muss man eine Rampensau sein und ich bin das krasse Gegenteil dessen. Ab und zu kommt bei Gigs mein Arzt und Keyboarder vorbei um sich von meinen Vitalfunktionen zu überzeugen…

Ich bin ein jämmerlicher Selbstvermarkter. Vielleicht Plakate kleben? Puhh..nacher sind die Ausgaben doch höher als die Einnahmen? 

UND ICH SCHREIB‘ TROTZDEM WEITER! 

Irgendwie muss man die Zeit ja dodschlagen. 

will ich hier mal brechen. Mittlerweile habe ich ja mitgekriegt, dass sehr viele Freunde und Bekannte mein letztes Buch einfach deshalb nicht downloaden, weil es bei *gottseibeiuns* Amazon erschienen ist. Gut, über Amazon lässt sich trefflich streiten, aber ich möchte nicht wissen, wieviele leidenschaftliche Kritiker schonmal heimlich einen neuen Akku, oder sonstigen Krimskrams dort bestellt haben. Weil’s billiger und bequemer ist. Anyway..es geht um Kindle, einen Teil des Internethändlers. Wer schon einmal – wie ich – ein Buch verfasst hat weiß, dass Schreiben das Eine, und Verlegen das Andere ist. Man schreibt ca. 13.000 Verlage an, schickt das Manuskript und wenn man seeeehr viel Glück hat,  bekommt man zumindest eine schriftliche Absage. In 95% der Fälle bekommt man weder das, noch sein Manuskript zurück. Was  mich auf Kindle Direct Publishing gebracht hat, weiß ich nicht mehr. Aber dort darf ich veröffentlichen. Ohne Vorleistungen, ohne, darum betteln zu müssen. Die Preise legt man selbst fest und man erhält als Autor 70% des Erlöses. Fair.Ich finde,  dass man dies  – bei aller berechtigten Kritik an Amazon – ruhig einmal würdigen sollte. So. Und jetzt darf die vereinigte Linke über mich herfallen. 

Man sollte meinen, ein Studium der Literaturwissenschaften oder der Germanistik sei Voraussetzung für den erfolgreichen Schriftsteller. Oder wenigstens ein Leistungskurs/Literatur im Gymnasium?
Alles Pillepalle, das interessiert bestenfalls ein halbes Dutzend Feinschmecker der lesenden Zunft, aber von denen kann man nicht leben.
Es geht völlig anders. Studieren Sie nicht. Nehmen Sie nicht an Leistungskursen teil. Kümmern Sie sich nicht um Grammatik, Semantik und ähnlich unnützen Kram. Der Weg zum Bucherfolg ist nicht mit Bildung gepflastert.
Werden Sie berühmt. Egal wie. Nehmen Sie an sämtlichen Castingshows teil. Es ist dabei völlig egal ob Sie talentiert sind. Hauptsache, Sie sind gut gestylt. Sollte dies nicht fruchten, lassen Sie sich von einem Ex-Tennisstar in einer Besenkammer ein Kind andrehen (sofern Sie weiblichen Geschlechts sind) Zeigen Sie sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit nackt. Gern auch auf Abrissbirnen. Werden Sie Spielerfrau oder Boxenluder. Heiraten Sie Herrn Geiß. Lassen Sie sich die Lippen zu Fahrradschlauchgröße aufspritzen. (Ein Besuch beim ästhetischen Chirurgen sollte spätestens mit 18 auf Ihrer Agenda stehen).
Sollten Sie ein Mann sein:“Vergessen Sie’s“
Sobald Sie durch Skandale jedweder Art auf sich aufmerksam gemacht haben, nehmen Sie nach Ihrer Rückkehr aus dem Dschungelcamp/Let’s-Dance/Promidinner und ähnlichem Unsinn Ihr Laptop zur Hand und stoppeln Sie irgendetwas zusammen, das Sie dann „Autobiographie“ nennen. Sollten Sie sogar dazu zu blöd sein, bitten Sie einen der Rechtschreibung kundigen Bekannten, dies zu übernehmen. Das Ding wird sich verkaufen wie geschnitten Brot, selbst wenn Sie dumm wie selbiges sind.
Schreiben Sie im Anschluss daran ein Kochbuch! Ihre 2. Autobiographie können Sie frühestens mit 25 auf den Markt werfen.
Allen Anderen sei gesagt: „Lassen Sie den Unsinn mit der Autobiographie. Es interessiert keine Sau was Sie erlebt haben – und sei es noch so interessant – solange nicht mindestens einmal in der Woche ihre Visage in Leute Heute und ähnlichem Schnickschnack zu sehen ist. Sollten Sie scheiße aussehen, nützt auch ein Jahrhunderttalent nichts. Werden Sie in diesem Fall Literaturkritiker“!

Und wenn man jetzt noch meine Bücher runterlädt  > HIER < , dann kann ich mir auch wieder Tinte zum Weiterschreiben kaufen. :):)

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aus dem Leben eines Rock’n-Rollers in der schwäbischen Provinz eBook: Bernd Kleiner, Hildegard Stöwe: Amazon.de: Kindle-Shop
Das Werk steht hier zum Download bereit 🙂image