Archiv für die Kategorie ‘Autofahren’

Gleich vorweg: Auch ich fahre einen Diesel. Keinen, der des Betrugs überführten Marken, aber weshalb sollte Renault ehrlicher sein als VW und Mercedes? Nein, vor 4 Jahren dachte ich noch, dass ein Diesel nicht ganz so schmutzig wie ein Benziner ist. Und habe dafür 25% mehr bezahlt als für den gleichen Wagen mit Benzinmotor. Man hat uns schlichtweg angelogen. 

Deutschland hat’s verschifft, hat den Zug verpasst. Wie es so schön heißt:“Der Erfolg ist der Feind des Fortschritts“. Daran sind schon andere Dinosaurier verreckt, zuletzt die amerikanische Autoindustrie. Aus der reichen Motown Detroit wurde das Armenhaus Amerikas. Und Stuttgart sowie Wolfsburg werden denselben Weg gehen, weil der Diesel so erfolgreich war. Erfolgreich natürlich nur durch Beschiss, das zeigt der 1. Film ganz deutlich. Ob man nun in Stuttgart den Feinstaub und die Stickoxyde in 3 Metern Höhe misst (und selbst dort überschreiten sie um ein Vielfaches die Grenzwerte) statt in Atemwegshöhe, oder ob sich die Politik von der Autolobby am pekuniären Nasenring durch Brüssel ziehen lässt: Wir Deutschen haben Erfahrung mit verrückten Durchhalteparolen, aber der Diesel ist genau so zum Scheitern verurteilt wie der Verteidigungsring um Berlin 1945. Ich frage mich nach diesen beiden Reportagen, wieso eigentlich unsere Industrie so vehement für CETA und TTIP eintritt? Die Kritiker von Links und Grün verweisen gern auf unsere Standards und vergessen dabei WO der Schwindel aufgeflogen ist. Im bösen Amerika. California hat die schärfsten Umweltgesetze der Welt. Man hat es dort geschafft, die Luft reiner zu machen. Das geht nämlich. Als ich vor mehr als 30 Jahren das erste Mal in California war, konnte man morgens in L.A. die Hand vor Augen nicht sehen. Als wir dieses Jahr im April dort waren, wurden wir in San Francisco beinahe von E-Cars überrollt, wei die so leise sind. Überall Hybrid- oder reine Stromautos. Teslas. Das Gleiche in Norwegen im August. Tesla nach Tesla. Keine Sau frägt nach Reichweiten, jeder Supermarktparkplatz hat E-Zapfsäulen. Dort wird seit Jahren in die Strom-Infrastruktur investiert.

Gestern sagte der Auto-Cheflobbyist Matthias Wissmann (der praktischerweise von 93-98 Verkehrsminister war) „Der Verbrennungsmotor wird auch 2030 noch eine große Rolle spielen.“ Das kann sein. In Zentralafrika, wohin wir all unsere Abfälle exportieren. Aber ganz sicher nicht mehr in den USA und schon gar nicht im wichtigsten Markt, in China. Die bauen uns vor, was wir versäumt haben. Die wichtigsten Fachleute  – abgeworben von VW&Co. –  aus Deutschland befinden sich bereits im Reich der Mitte, weil sie den Zug der Zeit erkannt haben. Das hat die deutsche Automobilindustrie natürlich auch, aber es ist zu spät und zu teuer für eine Umstellung. Wie bei den Sauriern. Die sind gewachsen und gewachsen, weil’s so lange so gut klappte und schrumpfen ging nicht mehr, als es eng wurde.

„Herr Wissmann, von Schwob zu Schwob:  Sie wisset doch au, dass 2030 auf jedem Diesel ein Bäpper mit einem Schockbild ischt, auf dem steht:“Dieselfahren fügt Ihnen und Ihrer Umwelt Schaden zu“. Aber das ist Ihnen egal, da sind Sie 81, gell?“

Wir sind nicht nur zu blöd, einen Flughafen zu bauen. Das ist nur ein Symptom der deutschen Krankheit. Und die heißt: Überheblichkeit, gepaart mit Ignoranz, Schwerfälligkeit und Selbstgefälligkeit. 

Rette sich wer kann. Ich kann’s nicht mehr.

Hier, schaut’s Euch an. Gestern lief das natürlich ganz ganz spät, damit ja niemand verunsichert wird.

Das Märchen vom sauberen Auto

Autoland ist abgebrannt.

Nein, ich will nichts über Refugees schreiben, nichts über VW, nichts über Putins Kampfjets in Syrien….es zieht mich zu sehr runter. Außerdem schreiben sehr viele kluge – und weniger kluge – Köpfe über diese Themen.
Mir ist grad eben beim Tanken was Kurioses aus meiner Sturm und Drangzeit in den 70ern eingefallen. VW hat entfernt damit zu tun, aber nur sehr entfernt. Außerdem war vor Kurzem der Todestag von Rudolf Diesel und zudem ist Gottlieb Daimler ganz in der Nähe – in Schorndorf – geboren.
Genug Historie also, daß man sich mit Autos auskennen sollte. Zudem ist der Schwabe bekanntlich sparsam.
So auch ein Musikerkollege, der neben dem Studium bei einem Autofriedhof arbeitete.
Ehe die Autos in die Schrottpresse kamen, mussten sämtliche Flüssigkeiten entsorgt werden und dafür war er zuständig.
Tanken an einer Tankstelle  war damals für ihn ein Fremdwort, da er den abgezapften Treibstoff für seine Rostlaube verwendete.
Wieder einmal kam so ein Schrottfahrzeug auf den Hof, ein Diesel :“ Passt ja“ freute er sich, da der Tank des zu Verschrottenden zirmlich voll – und der seines Fahrzeugs fatzenleer (schwäbisch für: empty) – war.
Rasch umgefüllt und nach getaner Arbeit nach Hause…..wenigstens ein Stück weit. Nach ca. 5km klang sein 190er Diesel wie ein Kampfjet, dann ein Rumms und aus war’s mit des Daimlers Herrlichkeit.
Mein Freund hätte vielleicht fragen sollen, weshalb der Wagen zur Verschrottung stand, denn so schlecht sah der doch noch nicht aus?
Nun ja….der Fahrer hatte anstelle von Diesel aus Versehen Benzin getankt und dabei seinen Motor ruiniert…..und nun hatte dieselbe Fehlbetankung gleich 2 Daimler geschrottet.
Merke: Wenn man schon Sprit klaut…… Erst riechen, dann umfüllen😂

Sehr geehrter Herr Winterkorn,

Von dem Betrug, den ihr Konzern zu verantworten hat, will ich garnicht erst reden.
Darüber haben Gerichte zu befinden. Mir geht es um etwas Anderes.
Ich hatte vor Jahren schon einmal über diese arrogante Unsitte geschrieben :
Ich entschuldige mich...?“

Herr Winterkorn, man kann sich nicht selbst entschuldigen. Bestenfalls kann man um Entschuldigung bitten.
Ich weiß nicht ob Sie Katholik sind, falls ja, haben Sie sich jemals nach der Beichte selbst die Absolution erteilt?

Sehen Sie, Herr Winterkorn, genau so verhält es sich mit der Entschuldigung. Die kann man sich nicht selbst gewähren, darum muss man bitten.
Vielleicht gewähren Ihnen diese die Kunden und Shareholder von VW, was ich allerdings stark bezweifle.

Ansonsten mache ich mir um Sie, als Person, keine Sorgen.
Sicher haben Sie einen Notgroschen von Ihren bescheidenen Bezügen zurücklegen können.

Mit freundlichen Grüßen
Bernd Kleiner, alias Schwabenkrawll

Zufälle? Gibt’s nicht……

Veröffentlicht: Juni 3, 2015 in Autofahren, Musik, Reisen, Wetter
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….. könnte  man glauben, wenn man sich folgende Begebenheiten anschaut.
Mein Freund Raimund war – nebst Gattin –  am 29.November 2001 auf La Palma.
Das Wetter war besch…eiden, als sich die Beiden mit dem Auto auf den Weg zum Roque de los Muchachos-Observatorium machten.
Nebel, Schnürlregen, das volle Programm…. Autoradio ging auch nicht, aufgrund des Wetters. Und Zack! Wolkengrenze erreicht, strahlende Sonne und im Autoradio lief? Richtig: „Here comes the sun“ von den Beatles, written by: George Harrison…..als das Lied zu Ende war, sagte der DJ, dass George heute gestorben sei..

Uns passierte das genaue Gegenteil. Wir waren 2011 in British-Columbia unterwegs. Bestes Wetter, für Kanada sogar allerbestes Wetter.
Weil’s so eine milde Nacht war, fuhren wir abends noch spazieren, rund um den Dutch-Lake. Vielleicht sieht man ja einen Bären…oder einen Elch. War nix. Egal, heim, Auto abgestellt und im Hotel auf’s Ohr gelegt.
Morgens wache ich auf, es trommelt auf’s Dach, es wolkenbrüchelt vom Feinsten.
Naja..:“Ich hol‘ schon mal das Auto!“ beschied ich Frau und Stieftochter und begab mich zum Parkplatz…Tür auf:  Sturzbäche kamen mir entgegen, nebst einigen Teilen des Reisebedarfs..mein Rasierapparat schwamm obenauf…Ich Depp hatte das Schiebedach offen gelassen…Zurück ins Hotel, Hand – und Badetücher zusammengerafft und das Auto notdürftig von den Fluten befreit.
Als wir losfuhren, Scheibenwischer volle Pulle, Autoradio ein…was läuft:“ Who’ll stop the rain“ von Creadence Clearwater Revival. (von denen war an dem Tag aber keiner gestorben)
Ach ja, eh‘ ich drauf vergesse: Der Ort hieß übrigens :“Clearwater“.
Seitdem glaube ich nicht mehr an Zufälle.. :). von

*Liebe irische Landsleute.
Wir sind ein armes Land, insbesondere seit der Rezession. Unsere Straßen sind in teilweise beklagenswertem Zustand, aber wem sage ich das? Ihr spürt die Schläge selbst in jedem Rückenwirbel, wenn Ihr unsere Pot-hole-Avenues entlang fahrt.
Wissenschaftler haben berechnet, dass die Erschütterungen umso geringer werden, je schneller man fährt. Das hängt irgendwie mit dem zunehmenden Auftrieb bei hohen Geschwindigkeiten zusammen, so genau weiß ich das nicht. Vereinfacht gesagt: “ Wer schnell über die Löcher fährt, kann nicht in sie hineinfallen“
Deshalb 100 km/h auch – oder vor allem – auf Straßen 4. und 5.Ordnung.
Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit…..wie erwähnt, wir sind arm, Verkehrsschilder sind teuer und da wir einen Posten 100 km/h-Schilder günstig aus Griechenland erwerben konnten (gebraucht, dort fährt aus Kostengründen und auf Druck der Troika niemand mehr so schnell) haben wir aus pekuniären Erwägungen diese auf fast allen Straßen und Feldwegen aufgestellt.
(s.Foto)
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Iren sind vernünftig und wissen, dass man natürlich nicht um jede Kurve mit 100 fahren kann. Deshalb bremst der Ire und passt das Tempo den Gegebenheiten an.
Das Problem sind unsere ausländischen Gäste, allen voran die Deutschen. Deutsche sind genetisch bedingt obrigkeitshörig und wenn ein Verkehrsschild „100km/h“ zeigt, dann fühlt sich der Deutsche verpflichtet, exakt so schnell zu fahren, da man in seinem Heimatland bei Nichteinhaltung dieser Geschwindigkeit übel beschimpft, bedroht und schlussendlich von der Fahrbahn gedrängt wird.
Leider ist es unserem Ministerium für Tourismus nicht gelungen, den deutschen Besuchern unsere Auffassung von „freier Fahrt für freie Bürger“ nahezubringen, da deren genetische Disposition dies nicht zulässt. Deshalb: Vorsicht, wenn Ihr Mietwagen seht! Es befinden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit deutsche Fahrer darin!
Für die verunfallten Teutonen gilt die alte deutsche Weisheit:“Ein bisschen Schwund ist immer!“
In diesem Sinne, gute Fahrt und allzeit „watch out for german drivers“

Sincerly yours
Leo Varadkar
Minister for Transport, Tourism, Sport and Satire 🙂

*Übersetzung ins Deutsche: Schwabenkrawall

….aber das wussten wir ja schon von früheren Aufenthalten. Ich schätze mal über’n Daumen: 20% teurer als bei uns….was den täglichen Warenkorb betrifft. Besonders ich, als leidenschaftlicher „non-alcoholic-beer- Trinker, bin der Gekniffene. Einheimische Erzeugnisse gibt es nicht und das günstigste Angebot im Supermarkt ist „Beck’s blue“. 6x 0,33l für 4,99 €. Das entspricht einem Literpreis von 2,52 oder 1,26 für den halben Liter.
Bei Erdinger alkfrei beginnt der Wucher. 12 Flaschen 20€, das sind 1,66/Flasche. Da heißt’s :“ Laaangsam trinken“. Einheimisches Bier mit etlichen Umdrehungen kostet ca. die Hälfte, wer sich noch günstiger abschädeln will trinkt Cider, oder Moscht, wie es bei uns heißt.
Man könnte auf den Gedanken kommen, saufen sei hier subventioniert. Für Raucher – wenn wir schon beim Thema Sucht und deren Finanzierung sind – 1 Schachtel ca.10€.
Am besten: Aufhören.
Anyway….im Urlaub kommen 2 Scheiben Wurst auf’s Brot, wie der Schwabe sagt.
Ansonsten sparen wir, self-catering ist das Gebot der Stunde. Am besten bei Lidl einkaufen, die sind am preiswertesten. Allerdings haben die kein alkoholfreies Bier, das generell nur schwer zu finden ist. Bei Super-Value oder Spar wird man fündig.
Restaurants sind schierer Luxus. Sogar Fish’n Chips, früher ein Arme-Leute Essen, haut heute Dellen ins Kontor. 21€ für 2x Cod (Kabeljau) und Fritten ist mehr als happig. Günstiger sind die „Heißen Theken“ in großen Tankstellen und Supermärkten, noch günstiger ist meine Gattin.
Sie gehört (Gott sei’s gedankt) nicht zu den Frauen, die sich weigern im Urlaub zu kochen. Und ehe sich hier suffragettischer Widerstand regt: Ich darf nicht kochen! Ehrlich! Da ist sie altmodisch, sonst nicht.
Fahren darf ich dafür. Links…für Anfänger ist das ein Problem, für mich – nach 4x Irland, 4xAustralien, Zypern, Neuseeland und 2x durch die südlichen Staaten Afrikas, ist das kein Thema mehr. 100.000km werd‘ ich wohl auf der linken Straßenseite gefahren sein. Meine Geisterfahrten in Deutschland nicht mitgerechnet. 🙂
Ansonsten war’s heut malerisch, wenn auch recht frisch. Egal, im Winter geht’s 2 Monate nach NZL und OZ, da ist’s dafür wieder zu heiß…..so gleicht sich alles aus im Leben.

Hier noch mein armseliger Versuch, die heutige Strecke nachzuvollziehen.

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Deutschland ade, nix wie weg….Irland ruft.

Veröffentlicht: April 30, 2015 in Autofahren, Deutschland, Europa, Reisen
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Seit Februar sind wir hier und jetzt ist’s an der Zeit, mal wieder abzuhauen.
In Deutschland sind wir ohnehin nur noch, weil ich in 2 Bands spiele, ansonsten hält uns hier nichts. Aber nun nehmen die klaustrophobischen Zustände wieder überhand.
Deutschland ist ein schönes Land, es hat nur einen Nachteil: Es ist zu voll. Viel zu voll.
Für einige Wochen geht’s nach Irland und dann sehen wir weiter. Irland hat 20% der Fläche Deutschlands, aber nur 5,7% seiner Einwohner. Das heißt: Wäre Irland so voll wie Deutschland, müssten dort 16,4 Millionen Iren leben. Da es aber nur 4,6 Millionen sind, bedeutet das: Mehr Platz, leerere Straße, weniger Gedränge in Supermärkten und anderen öffentlichen Räumen.
Also: Weniger genervte Menschen. Und das merkt man z.B. daran, dass man von wildfremden Dorfbewohnern gegrüßt wird, wenn man mit seinem Leihwagen die Dorfstraße lang fährt, wo der Ire leidenschaftlich mit Rasenmähen beschäftigt ist. Wenn’s grad nicht regnet!
Wenn die Straße zu schmal ist (und das ist sie in Irland fast immer) dann kann es vorkommen, dass ein Einheimischer vor dir einfach seinen Wagen anhält, um mit einem Bekannten die Ereignisse des Tages zu erörtern. In Deutschland würde das eine Anzeige wegen Nötigung, oder mindestens ein wütendes Hupkonzert nach sich ziehen. Nicht so in Irland. Man steigt am besten aus, gesellt sich dazu und bietet Zigaretten aus der Heimat an, die gern genommen werden, denn Rauchen ist in Irland fast so unerschwinglich, wie in OZ und NZL. Nachdem man sich mit den Zufallsbekanntschaften ausgetauscht hat (manchmal wird auch noch gesungen) geht es langsam weiter. Das heißt: theoretisch mit 110km/h. Denn in Irland gilt oft 110, auch wenn es den Gesetzen der Physik widerspricht. Der Ire als Solcher jedoch weiß das und fährt nur so schnell, wie es geht. Die Einzigen, die aus der Kurve fliegen, sind deutsche Touristen, die sich grundsätzlich an gesetzliche Vorgaben halten. Man erkennt diese auch daran, dass sie beim Abbiegen immer den Scheibenwischer einschalten, weil der Wischerhebel auf der falschen Seite ist. (Das gilt natürlich nicht nur für Irland, sondern für alle left-hand-drive Länder)
Mittlerweile haben wir in Irland auch Freunde, eigentlich sogar mehr als hier. Es ist unkomplizierter als bei uns. Man muss sich nicht monatelang vorher verabreden, sondern man ist da, wenn man da ist. Hier würde ich mich nicht trauen, einfach bei Bekannten zu klingeln, wenn man grad in der Nähe ist.
Von 2 Freunden in Irland jedoch mussten wir uns trennen, weil sie sich als grandiose Arschlöcher entpuppten.
Es handelte sich um ein deutsches Auswandererpaar……

Es war einmal ein König namens Horst und dessen Macht wankte. Es geschah zu jener Zeit, dass jegliches Volk zu den weiß-blauen Wahlurnen gerufen werden sollte.
Doch die Untertanen König Horst’s I. waren mürrisch und die Beliebtheitswerte der königlich-bayrischen Staatspartei sanken so tief, dass dringend ein tapf’rer Ritter das Ungemach vom schönen Bayerland abwenden musste. Das Damoklesschwert vom erneuten Verlust der Omnipotenz -vulgo:absolute Mehrheit- schwebte über des Königs gesalbtem Haupt.
Es war zudem wieder einmal an der Zeit, Bayerns Macht gegenüber der Lehnsherrin Angela I., Kaiserin der Deutschen, zu demonstrieren.
König Horst schickte seine Schergen aus, um des Volkes Haupt-Verdruss zu erfahren. An den Stammtischen der Wirtshäuser und Schänken  sollte in Erfahrung gebracht werden, womit das Volk haderte.
Dass des Landes Grenzen an Länder stießen, die von uns Teutonen Wegezoll erpressten, das ärgerte die Bajuwaren besonders. Dass sich auch die Hälfte der Nichtbayern darüber grämte, kam Horst zupass.
Sein getreuer Dobrindt, der es vom Hofnarren bis zum Seneschall gebracht hatte, wurde gerufen:
“ Alexander, mach er mir ein Mautgesetz, bei dem nur Ausländer zahlen“!!!….so König Horst. „Eure Majestät, meint ER damit auch die Sachsen, die Schwaben und das restliche deutsche Geschwerl?“
„Nein, Du Doldi. Nur die Schluchtenscheißer, die Nudelschlucker und die Schweizerkäsfresser, bei denen zahlen wir ja auch!!“
„Euer Liebten, bei aller Demut….da werden die Tyrannen im fernen Brüssel nicht mitmachen. Ihre Knute wird mit Macht über unsere Häupter kommen!!. Die europäischen Tyrannen sagen, es müssten ALLE zahlen, nicht nur die Ausländer! “
„Wenn, dann kommt die Knute über Sein Haupt, Dobrindt, hähä-schnorch-hähä. Es ist mir EGAL, es geht um die nächste Königswahl und da will das Volk einen starken Führer. Egal wie blödsinnig seine Pläne sind. Hernach schau’n mer moi, dann wer’mer scho sehg’n“
Und so kam es, wie es kam. Die Vasallen Angelas der I. und Prinz Gabriel des Dicken stimmten für das Gesetz, wohl wissend, dass die Gewaltherrscher in Brüssel das sowieso gleich wieder verbieten würden.
König Horst aber hatte seine absolute Mehrheit und wenn er nicht stirbt, dann regiert er auf alle Zeit.
Und die Wähler zahlen zusätzlich zu ihrer KFZ-Steuer auch noch die Maut. Denn das war der Masterplan von Angela der Ersten, die sich von einem Vollhorst nicht so schnell über die kaiserliche Tafel ziehen lässt.
Und wer war’s? Brüssel, Horst und Dobrindt! So schlägt man mehrere Fliegen auf einen Streich…aber das ist ein anderes Märchen. 🙂

Auf meine Beiträge zu 4U9525 erhielt ich einige Kommentare, in denen die Frage gestellt wird, weshalb die Opfer dieses Ereignisses mehr Aufmerksamkeit erfahren sollten als Andere. Im Grunde sei es doch so, dass wir täglich halbmast flaggen müssten, eingedenk der 3368 Menschen, die allein 2014 auf Deutschlands Straßen starben (Quelle:Wikipedia)
Im Netz wird unseren Medien Nationalismus und Rassismus unterstellt. Es würde nur deshalb so ausführlich berichtet, weil bei diesem Absturz so viele deutsche Opfer zu beklagen waren. Ein Absturz in Afrika, Asien oder Südamerika dagegen sei nur eine Randnotiz wert.
Für mich persönlich sind die Opfer aus dem Fabrikeinsturz in Bangladesh nicht anonymer als die Opfer dieses Flugzeugabsturzes. Ich kannte keinen von Ihnen persönlich und dennoch schreibe ich darüber. Weil es mir nahegeht. Sowohl als Häufig-Flieger, wie auch als Kunde von Firmen, die ihre Kleidung unter unfassbaren Bedingungen herstellen lassen. Als Autofahrer schreibe ich über den täglichen Wahnsinn auf unseren Straßen, als Pazifist schreibe ich -wie immer erfolglos – gegen Kriege an.
Das ist meine Art, mir – wie wir Schwaben sagen – „den Kropf zu leeren“.
Zurück zur Frage. Vielleicht liegt es einfach daran, dass wir uns (leider) an die vielen Verkehrstoten gewöhnt haben? Vielleicht liegt es daran, dass Flugzeuge als die sichersten Verkehrsmittel gelten? Vermutlich glaubt man, dass wir mit dem Lenkrad auch unser Schicksal in Händen halten?
Für mich kann ich sagen, dass es mich umso mehr berührte, je näher ich „an der Sache“ war. So hat mich der Amoklauf von Winnenden viel mehr erschüttert als dieser Absturz. Weil ich – wenn auch nur durch meinen Beruf – den Vater des Täters kannte.
Und der Tod meines einzigen Bruders hat mich vor Jahren tausendmal härter ins Mark getroffen als sämtliche Katastrophen dieser Welt….
Und damit schließe ich mit diesem Kapitel ab.

Vorweg, damit hier keine Missverständnisse aufkommen:
Alkohol und sonstige bewußtseinsverändernde Drogen habe ich nach eigenen Erfahrungen seit Jahrzehnten nicht mehr angerührt und lehne sie für mich grundsätzlich ab.

Gestern debattierte der Bundestag wieder einmal über einen Gesetzesentwurf der Grünen und wieder einmal prallten unvereinbare Meinungen aufeinander
Das konservative Kampfblatt „Focus“ macht es sich einfach mit seiner Beurteilung:
Wir brauchen nicht noch eine legale Droge“
„Alkohol und Tabak sind gesellschaftlich toleriert“
und jetzt kommt’s:
„Würden wir heute noch einmal vor der Wahl stehen würden wir Alkohol und Tabak verbieten
Ha! Schaut mal in Wikipedia unter „Prohibition“ nach, liebes Focus-Team. Der Versuch der USA von 1920-1933, den National Prohibition Act  durchzusetzen, hatte  mehrere Dinge zur Folge:
1) Es wurde weiter gesoffen
2) Die Trinker waren jetzt Kriminelle
3) Unzählige starben an gepantschtem Alkohol
4) Die Einzigen, die sich über das Gesetz freuten, waren Mafia und Moonshine-Destillerien.

Man könnte diese 4 Punkte auch für Cannabis einsetzen. Denn gekifft wird mit oder ohne Verbot.
Der Focus warnt auch vor den Gefahren durch Cannabis:“Schizoide Schübe, Paranoia und nicht zuletzt schwere Abhängigkeit“. Stimmt. Dann schaut mal in Entzugsstationen für Alkoholiker, liebe Focus-Suchtexperten.

Zahlen aus Holland, einigen US-Staaten oder Portugal belegen übrigens, dass sich die Konsumentenzahl nach einer Legalisierung nicht erhöht hat.

Mir geht es um die Ungleichbehandlung von Säufern und Kiffern. Man kann hierzulande im Auto 5 Kisten Schnaps transportieren, bei einer Kontrolle ginge das problemlos durch, sofern der Fahrer noch fahrtüchtig ist. Auch kann man sich gefahrlos zuschütten und darf straflos am nächsten Tag wieder in ein Auto steigen, sobald der Pegel unter 0,5 Promille liegt.
Wird man als unbekiffter Fußgänger mit Cannabis erwischt, dann kann es durchaus passieren, dass das Landratsamt benachrichtigt wird und man seinen Führerschein abgeben- sowie eine sauteure MPU absolvieren – muss. Für einen Autofahrer, der einige Tage zuvor einen Joint geraucht hat, wird es noch schlimmer. Restmoleküle von THC lassen sich auch dann noch nachweisen, wenn der User längst wieder völlig klar ist. Und die Drogentests sind ganz genau!!! Man gilt per se als drogenabhängig und zum Führen eines Fahrzeuges ungeeignet. Fertig.
0,49 Promille Restalkohol sind okay, aber für THC gibt es keine Grenzwerte (die von seriösen Wissenschaftlern längst vorgeschlagen wurden) und deshalb wird Leuten der Führerschein entzogen, obwohl sie nicht akut unter Drogen gefahren sind und vielleicht nur 3-4x im Jahr kiffen.

Über Raucher will ich hier nicht reden, da Tabak das Fahrvermögen nicht beeinträchtigt. Rauchen ist scheiße und Raucher sind ganz einfach doof und ich bin Einer von ihnen. 😦
Dass für Alkohol in diesem Land auch noch Werbung gemacht werden darf, ist ein Skandal und zeigt, welche politische Macht das Drogenkartell Alkoholindustrie hat.
Bin gespannt, ob das morgen Thema beim Stammtisch im BR3 ist. Da sitzen dann um 11h der Herausgeber des Focus, Helmut Markwort und Diskutanten beim Weißbier und niemand findet es anstößig, dass im Öffentlich-Rechtlichen des Morgens die Droge Alkohol genossen wird.
Prost.