Ich bin bestimmt kein Nazi, aber…

Die Meisten die so reden, sind natürlich keine Nazis. Allerdings springen sie über jedes Stöckchen, das ihnen hingehalten wird. Überhaupt wird der Begriff „Nazi“ in letzter Zeit sehr inflationär gehandelt. Man kann durchaus kontrovers diskutieren, wieviele Ausländer Deutschland verträgt, ohne gleich KZ’s bauen zu wollen. Soviel dazu.

Im Moment ist es der unfassbare Mord an einem 8 jährigen Jungen, den ein Afrikaner in Frankfurt vor einen Zug gestoßen hat, der mich umtreibt. Auch mich macht das wütend und fassungslos und ich bin weit davon entfernt, so etwas auch nur im Entferntesten schön reden zu wollen.

Auch will ich nicht näher darauf eingehen, dass z.B. im Jemen jeden Tag Kinder durch deutsche Bomben < (Link) getötet werden. Das eine Unrecht rechtfertigt nicht das Andere.

Nun hat eine gewisse Katrin S. etwas in Twitter gepostet, das die Volksseele zum Kochen bringt. In wohlgesetzten Worten, die den „Sie-sprechen-mir-aus-der-Seele“ Impuls hervorruft. Ich habe die Dame recherchiert, und da sie offenbar sehr schnell mit Rechtsmitteln bei der Hand ist, belasse ich es lieber bei „S.“ Bei der Recherche habe ich auch gesehen,v in welchem politischen Dunstkreis sich die Dame bewegt, ganz im Gegensatz zu ihrer vorgeblichen Mitgliedschaft in einer bürgerlichen Partei.

Was ich damit sagen will: Wer solchen Posts Likes gibt, der gibt rechten Rattenfängern Likes. Für Nazis ist ein solcher Mord kein Grund zur Trauer, sondern einer zum Jubeln. Wieder einen Schritt näher an der Machtübernahme…

Ausländische – wie inländische – Gewaltverbrecher müssen mit der ganzen Härte des Gesetztes bestraft, und – nach Verbüßung der Strafe – umgehend ausgewiesen werden. (Bei inländischen Tätern geht das leider nicht). Da erwarte ich durchaus mehr von unserer Politik. Morde wird man deshalb leider nicht verhindern können.

Wer allerdings glaubt, deshalb braune oder blaue Parteien wählen zu müssen, der handelt wie jemand der sein Geld verbrennt, damit es ihm nicht gestohlen werden kann.

Nachtrag: Wie mehrere Nachrichtenagenturen übereinstimmend berichten, hat der Täter seinen Wohnsitz in der Schweiz. Damit bricht für die, die schreiben „An Merkels Händen klebt Blut!“ ein Hasskonstrukt zusammen.