And in the end: „ALL FOR IT!“,

oder all „4“ it? Darüber wird noch zu diskutieren sein. Zuvor waren wir unserer Vier, da war der Wortwitz passend. Nun sind wir 5. „Five 4 it“? Das habe ich anlässlich der letzten Probe ins Feld geworfen, bin jedoch nicht sicher, ob mein Vorschlag im allgemeinen Geräuschpegel unterging – oder Gehör fand.

Noch sind keine Merchandise Artikel produziert worden, T-shirts, Biergläser, Mützen, etc.

Ich bitte um Rückmeldungen der geneigten Leser. „Five 4 it“, oder „All 4 it“? That’s the question.

Wie konnte es überhaupt so weit kommen? Nachdem ich seit 1965 mehr oder minder erfolgreich in der Rockmusik (in den Sechzigern als „Beatmusik“ sprachlich vergewaltigt) unterwegs war, fand ich mich 51 Jahre später an der musikalischen Endstation angekommen.

Vielleicht auch auf dem Höhepunkt? Who knows?

Dazwischen lagen sowohl lustige, als auch tragische musikalische Begebenheiten. Nachdem 2016 unser aller Freund Jogy plötzlich mit nur 62 Jahren verstarb, waren wir des Rückgrats der Band „Dirty old Men“ ledig. Unser Bassist, Studiobetreiber, Techniker und Backgroundsänger in Personalunion befand sich nun auf der anderen Seite der langen Tafel.

Versuche, ihn zu substituieren, scheiterten kläglich. Zu einer anderen Band wechseln? Keine Option, denn wer will schon einen alternden Leadgitarristen, der aufgrund eines chronischen Rückenleidens dazu verdammt ist, im Sitzen zu spielen? (Meine Lendenwirbel sind seit einem LKW-Unfall hinüber…wenn ich länger als 3 Minuten auf einem Fleck stehe, fürchte ich, in der Mitte auseinander zu brechen).

Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Ein Rocker war ich eh‘ nie. Mein (ebenfalls verstorbener) Freund Klaus bezeichnete mich einmal als den „Belletristiker des Rock’n Roll“ Tatsächlich war mir ein schöner Satzgesang stets wichtiger als ein wildes Gitarrensolo. Und aus diesem Grund hatte ich neben dem Rock immer etwas Akustisches im Portfolio.

Hilfe kam von Minni, dem Sänger und Gitarristen der Dirties. Mit Rita hatte ich schon zuvor mit „Kwartet“ gespielt, als Bassist bot sich unser langjähriger Freund Pit an, der mich freundlicherweise bei den Aufnahmen meiner (äußerst erfolglosen) CD „Schwabenkrawall“ unterstützt hatte. Minni und Rita hatten auch eine gemeinsame musikalische Vita, nun fehlte noch ein Percussionist. Nach mehreren gescheiterten Versuchen kam Pit dazu, was zu Verwirrung führte. Zwei Pits in einer Band? Nennen wir sie Pit1 und Pit2, altersgemäß sortiert.

Und siehe: Es ward! Nicht ohne Schwierigkeiten, denn Musiker sind empfindsame Wesen. Und ich bin die Königinmutter der Empfindsamen. Nein, einfach ist’s nicht mit mir. Ein „Hundertfuffzigprozentiger“ ausgestattet mit den Ohren eines Luchses. „HALT. Do war a falscher Ton dren.“ Mit derlei Zwischenrufen nerve ich nicht gerade wenig meine geschundenen Kollegen**in. Gottseidank sind meine männlichen Kollegen eher konzilianter Natur. Mit Rita singe ich trefflich bei Duetten, aber wehe, es kommt eine Diskussion um die Zusammensetzung eines Akkordes auf!

Aber aus Streit erwächst das Schöpferische! Minni sagt in diesen Fällen richtigerweise: „Wir singen das so, wie WIR das singen, und nicht, wie es im Original ist“

Nun steht ein Programm, wir könnten reüssieren. Es ist an der Zeit, in 2 Jahren werde ich (so der Allmächtige will), 70.

Ob nun als Five 4 it, oder als All 4 it. Darüber wird noch zu befinden sein.

Hier noch ein Smartphonemitschnitt aus dem Proberaum:

Nachtrag: Minni schreibt sich mit Doppel ENN. (Ich kann mir das um’s Verrecken nicht merken)

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