Archiv für Mai, 2017

Vorgestern war Mr.President bei den Saudis und gebärdete sich als Friedensapostel. Wie er das machen will, ist sein Geheimnis. 

Ivanka fädelte ein Millionengeschäft für ihren Luxusquatsch ein, und nebenbei wurde mit den Wüstensöhnen noch ein Waffendeal über 150.Milliarden Dollar ausgehandelt. Oder waren’s Euro? Egal, auf jeden Fall: Frieden schaffen mit immer mehr Waffen.

Was die Saudis mit den Waffen machen ist deren Sache, hieß es.

Dass der IS zum größten Teil aus Saudi-Arabien finanziert wird, scheint egal.“Deal“ heißt das Stichwort. Seinen Anhängern ist das wurscht, es geht um Arbeitsplätze und mit diesem Totschlagargument lässt sich alles rechtfertigen. Tausende Zivilisten und nicht zuletzt  amerikanische Soldaten werden schlussendlich mit amerikanischen Waffen vom Erzfeind getötet werden.

„Erst kommt das Fressen und dann die Moral“, heißt es so treffend in Berthold Brechts Dreigroschenoper.

Und nun sprengt so ein verdammter IS-Drecksack 22 Kinder in die Luft und veletzt unzählige. Beim treuesten Verbündeten der USA in Europa. Auf diese perfide Art bedankt sich der IS (oder einer seiner geisteskranken Gefolgsleute) für die Waffenlieferungen durch die saudische Hintertür. 

Ich bin ein bisschen über mich selbst entsetzt, weil mich das Geschehene eben so wenig entsetzt. Hat man sich dran gewöhnt, oder ist das Selbstschutz? Ich glaube es ist Zweiteres, denn angesichts der ungezählten Opfer im nahen Osten (ja, auch dort sterben unschuldige Kinder, und zwar tagtäglich) und anderen Kriegsschauplätzen hat man 2 Alternativen : Entweder man stumpft ab, oder man wird verrückt. 

Bislang habe ich es vermutet, jetzt bin ich sicher: Die Menschheit ist vollkommen verrückt geworden. Gierig, rücksichtslos, amoralisch und egoistisch. Das war vielleicht schon immer so, allerdings mit dem Unterschied, dass wir heute dank unserer „Intelligenz“ in der Lage sind, den ganzen Planeten zu zerstören.

Eigentlich haben wir als Spezies das Überleben nicht verdient. Selbst die Friedfertigen unter uns vergessen meist, dass unser relativer Wohlstand mit dem Elend von Abermillionen Geknechteten und Ausgebeuteten finanziert wird. „Eichstättweltweit“ hat dazu einen schönen Aufsatz am Beispiel Lateinamerikas geschrieben. Hier der Link, falls es jemanden interessiert. 

Morgen wird Donald beim Papst vorstellig. Ich hoffe, der zeigt Eier und erzählt dieser unerträglichen Schießbudenfigur etwas von christlichen Werten. Wird aber nix nützen. Das wird an seiner Dreiwetter-Taft gestärkten Frisur abperlen.

und nicht mit den Augen. Es wäre interessant zu wissen, wie wohl Blinde (oder ein Publikum mit verbundenen Augen) über das abstimmten, was sich mehrere hundert Millionen gestern abend angesehen haben. Das Ding heißt „Song“- Contest, und nicht „wer ist die größte Rampensau“-Wettbewerb, aber offensichtlich legt das geneigte Publikum mehr Wert auf Äußerlichkeiten. Bis gestern, denn da hat tatsächlich einmal die Musik gewonnen.

Ohne Pyrotechnik, ohne Schnick-Schnack, ohne Firlefanz. Ein Mikro genügte dem jungen Portugiesen. 

Nun stieß das im Netz nicht auf ungeteilte Zustimmung, was grundsätzlich auch okay ist. Musik ist Geschmackssache. Wenn ich allerdings Kommentare lese wie :“ Gejaule, der kann überhaupt nicht singen, Betrug, Deutschland wird gehasst etc.“, dann platzt mir der Kragen. Ich mag z.B. die Lieder von Helene Fischer auch nicht, aber ich würde deshalb nie in Abrede stellen, dass sie singen kann.

Und weshalb der deutsche Beitrag Vorletzter wurde? Nicht, weil das Mädel nicht singen kann. Der Song war ganz einfach Scheiße. Das hat mit Politik nix zu tun. Es war kein Trost, dass die Spanier einen noch mieseren Song hatten. Weshalb jodelnde Slawen vor Deutschland lagen, liegt dann wohl doch an nachbarschaftlichen Beziehungen.

Lasst das nächste Mal wieder Stephan Raab ran. Ich mag den nicht, aber der weiß wie’s geht. Soviel zur Qualität von Volksabstimmungen.

Und schön, dass sich sowohl Jury und Telefonvoter einig waren. Der mit weitem Abstand beste und interessanteste Song hat gewonnen, obwohl man nichtmal mitklatschen konnte und er aus mehr als 4 Akkorden bestand.  Es besteht also noch Hoffnung für Europa.

Trotz Amazon. Vielen Dank, KINDLE.

Veröffentlicht: Mai 1, 2017 in Sonstiges

Das muss am dieser Stelle einmal gesagt werden. Ja, ich weiß: Amazon steht in der Kritik, die auch berechtigt ist. Linke kaufen nicht beim Online-Riesen! (Wobei ich nicht wissen möchte, wieviele von ihnen heimlich einen Account haben :))

 Hier kommt das Aber:

Aber für Leute wie mich ist das Programm von KDP (kindle direct publishing) eine der wenigen Möglichkeiten, das Geschriebene zu veröffentlichen. 

In einem herkömmlichen Verlag unterzukommen ist aussichtslos. Um dort als schreibender Neuling zu reüssieren, müsste man Bohlen oder Katzenberger heißen.

Selbstverlag? Ginge auch, aber dann kämen erhebliche Kosten in Form von Vorleistungen für den Druck auf einen zu. Ich kann mir das als Rentner einfach nicht leisten. Ein Keller voller unverkaufter Bücher..? Den müsste ich mieten, da der andere Keller schon voller unverkaufter CD’s ist.

Kindle bietet nun, neben den E-Books, auch Taschenbücher an. Print on demand. Wenn jemand bestellt, wird’s gedruckt. Die Druckkosten werden von den Tantiemen abgezogen und das war’s.

Die Verteilung ist fairer als in den meisten Verlagen und die Bezahlung ist pünktlich.(Von einer Freundin hörte ich unlängst, dass sie bei einem Verkaufspreis von 20€/Buch einen einzigen Oiro bekommt. Bei KdP wären es bei 20€ Verkaufpreis 10,10€ für den Autor, und da sind die Druckkosten schon abgezogen)

Reich werde ich damit natürlich nicht werden, aber ich schreibe halt gern. Andere Rentner sitzen in der Kneipe, ich sitze vor dem Laptop ..Und überhaupt: Bekäme ich eine Million dafür, wäre ich nicht reicher. Ich hätte nur mehr Geld.

Wen’s interessiert: in untigem Link findet man meine Angebote: 

MEINE GEDRUCKTEN – UND E-BÜCHER BEI AMAZON