Die Leiden des alten B.

Samstag, wieder eine Woche rum. Was war denn alles los? Mal nachdenken…hmm, Besuch bei Melli und Petri..und sonst? Nix? Doch: Geschrieben hab‘ ich. Am 3. Teil von Local Hero. Irgendwie muss man die Zeit ja dodschlagen. Der junge Musiker hat nochmal auf FB nachgefragt, was er denn nun machen soll? Beruf aufgeben und nur noch schreiben? Ich hab‘ ihm geantwortet, dass ich mal den Stundenlohn ausrechnen wollte, den ich für meine Romane erwirtschaftet hatte. Ich musste das aufgeben, da rechts neben der Null und dem Komma zu wenig Stellen auf meinem Rechner sind. Vielleicht, wenn ich ihn auf „wissenschaftlich“ umstelle, hoch minus und so? 

Es bleibt so: Schreiben lohnt sich in der Regel nur dann, wenn man ohnehin schon berühmt ist. Dann wird man zu Lanz, „Volle Kanne“ oder NDR-Talk eingeladen um bei passender Gelegenheit einzuwerfen „das habe ich genau so in meinem Buch beschrieben“. Das zugehörige Druckwerk kann man von Zeit zu Zeit in die Kamera halten. (Mich könnte man schon mangels Druckwerk nicht einladen, denn E-Books kann man nicht in die Kamera halten…obwohl? Mit’m Tablet?) 

Didschee Bobo hat nun auch endlich sein Leben aufgeschrieben  (Sein Mofa lief übrigens  29,5 km/h) und das wird entsprechend in den Medien gewürdigt. Ich hab‘ ja mein Leben auch mal aufgeschrieben und veröffentlicht, aber mal ehrlich: Wen interessiert das? Leider habe ich es verabsäumt, durch meine musikalischen Aktivitäten berühmt zu werden. Sonst würde ich bei Lanz neben Phil Collins sitzen und meine Alkoholiker-Vita präsentieren. Aber dazu muss man eine Rampensau sein und ich bin das krasse Gegenteil dessen. Ab und zu kommt bei Gigs mein Arzt und Keyboarder vorbei um sich von meinen Vitalfunktionen zu überzeugen…

Ich bin ein jämmerlicher Selbstvermarkter. Vielleicht Plakate kleben? Puhh..nacher sind die Ausgaben doch höher als die Einnahmen? 

UND ICH SCHREIB‘ TROTZDEM WEITER! 

Irgendwie muss man die Zeit ja dodschlagen. 

Advertisements

Über schwabenkrawall

Musiker, Freidenker, Schelm, Schreiberling
Dieser Beitrag wurde unter Alkohol und andere Drogen, Das unveröffentlichte, Kultur im näheren und weiteren Sinne, Literatur abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Die Leiden des alten B.

  1. Elke Peer schreibt:

    👍👍👍👍👍👍👍

    Danke füf deinen Humor

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s