Archiv für August, 2016

The day, the music died

Veröffentlicht: August 31, 2016 in Sonstiges

Manchmal wünschte ich, ich wäre jüdischen Glaubens. Dort ist es erlaubt, mit Gott zu hadern. Wir christlich Geprägten müssen uns im Zweifelsfall mit den „rätselhaften Wegen des Herrn“ begnügen. Kritik ist nicht erwünscht, obwohl ich IHM Einiges zu erzählen hätte!

Eigentlich wollte ich etwas über Norwegen schreiben, aber das ist nebensächlich geworden.

Ich bin kein Mensch der viele Freunde hat. Dazu bin ich wohl etwas zu…speziell. Nicht alle Menschen kommen damit klar. Vor 4 Jahren haben wir unsere Sängerin Babs beerdigt. Mit ihr und ihrem Mann verbandt mich eine jahrelange Freundschaft. Er war einer der Wenigen, der mich so nahm wie ich nun mal bin. 

Heute morgen erreichte uns hier in Norwegen die Nachricht von seinem plötzlichen Tod. Einfach so, von jetzt auf gleich. Ohne irgendeine Vorwarnung. Ich kann das noch nicht akzeptieren, das wird noch einige Zeit dauern. Sein Wohnwagen war beladen, am Samstag wollte er mit seiner Freundin Claudi in die Toscana fahren. Das Alles ist jetzt Makulatur. Irgendwann müssen wir gehen, soviel ist klar. Aber 62 Jahre ist kein Alter.

Wir waren nicht nur Freunde, wir waren obendrein noch Kollegen in 2 Bands, in denen er das technische und bassistische Rückgrat war. Ich glaube nicht, dass ich noch einmal die Kraft habe, etwas Neues zu beginnen. Die Musik ist gestern gestorben. 

Jogy hatte die gleichen grünen Augen wie mein Bruder, der vor 17 Jahren starb. Eine frappierende Ähnlichkeit, das hat mich ab und zu richtiggehend verwirrt. Heute ist mir, als hätte  ich meinen Bruder ein zweites Mal verloren.

Lieber Gott: Ich bin stinksauer mit Dir und Deinen rätselhaften Wegen!! 

Ich muss meinem Frust mal Luft machen.

Veröffentlicht: August 19, 2016 in Sonstiges
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Da schreibt man monatelang  (gut, niemand hat mich gezwungen) ein Buch, überlegt jede Formulierung 20fach, korrigiert ca.500x, jagt es durch sämtliche Rechtschreibprüfungen derer man habhaft werden kann, weil man sich als Rentner einen Lektor nicht leisten kann und lädt es schließlich bei Kindle Direct Publishing hoch.

Natürlich kann man nicht erwarten, dass nun sofort Tausende das Meisterwerk herunterladen, weil man sich mit dem Schreiben so gequält hat. Zudem leben wir in einer Zeit, in der man möglichst nur Produkte runterlädt, die nichts kosten. Apps, Musik,E-books, Filme.  (By the way : ich zahle für jeden Musiktitel und jedes E-Book, weil ich die Arbeit die dahintersteckt, kenne.)

Deshalb rät Kindle auch zu Werbeaktionen  (an denen die auch nichts verdienen) 

Immerhin 105 luden sich mein Buch kostefrei herunter, schön. Und ich kann natürlich nicht erwarten, dass es jeder gut findet, soviel ist klar. Auch negative Kritik kann von Nutzen sein. Aber?: Rien, nada, niente, nitschewo. 4 Leute haben eine Rückmeldung gegeben. Diesen möchte ich an dieser Stelle ganz herzlich danken. Ansonsten: Schweigen im Blätterwald. Kein Nix, kein Garnix. Diese 2 Klicks auf die Kundenrezension sind doch nun wirklich kein Ding.

Versteht das nicht falsch: Ich erwarte keine Jubelstürme, schließlich bin ich nur ein Erzähler und kein studierter Romancier. Aber so komme ich mir vor wie vor Jahren, als ich nach einem Konzert auf der Bühne stand. Es gibt 3 Möglichkeiten : Heftigen Applaus, schwachen Applaus, Buhrufe. Damals kam nichts. Die Leute reagierten überhaupt nicht. Wisst Ihr, wie man sich da als Künstler vorkommt? Ganz schön beschissen…

Egal. Ich schreibe weiter. Trotzdem. Der zweite Teil von LOCAL HERO wird im September fertig sein. Kostenfreie Werbeaktionen allerdings. …die werde ich nicht mehr veranstalten. 

Den Fünfen, die für mein Schrifttum sogar bezahlt haben möchte ich hier meine allergrößte Hochachtung aussprechen. Ihr seid wahre Helden der freischaffenden Literatur. So. Jetzt geht’s mir besser und nun fahre ich mit meiner Gattin nach Bergen, das trotz des Namens auf Meereshøhe liegt. 🙂

LOCAL HERO – LEBE DEINEN ALPTRAUM

Respekt? Ihr fordert Respekt??

Veröffentlicht: August 16, 2016 in Deutschland, Ethik, Kriminaltät, Politik, Rassismus, Religion
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So langsam reichts. Gaffer verhöhnen Polizisten und hindern Rettungskräfte an ihrem Einsatz. Polizistinnen werden als Fotzen und Schlampen bezeichnet, Familienclans rotten sich zusammen und reklamieren ganze Straßenzüge für sich. Man sieht sich selbst außerhalb der Regeln dieses Staates und macht sich seine eigenen Gesetze. In der Regel sind es (leider) Menschen, denen selbst aufgrund ihrer Hautfarbe, Herkunft oder Religion von rechten Idioten Respekt versagt wurde. Aber es ist auch immer mehr ‚biodeutsches“  Pack, dem der letzte Funke Anstand abhanden gekommen zu sein scheint. Politiker/innen, deren Richtung einem nicht passt, werden auf das Übelste beschimpft (Eine „besorgte“ Sächsin bei einer Kundgebung mit sich überschlagender Stimme zu Frau Merkel:“Hau ab, Du Fotze“.* auf youtube gesehen ehe es gelöscht wurde)

Mir reicht’s von beiden Seiten. Von den rechten Idioten habe ich die Schnauze voll, von Migranten, die glauben sie stünden über dem Gesetz, auch.

Ich fordere mehr Respekt für die, die jeden Tag für wenig Lohn ihren Arsch hinhalten müssen. Wenn irische Landfahrer in Gustavsburg glauben, sie müssten sich benehmen wie eine Schweinebande und zum Schluss auch noch auf Polizisten einprügeln, dann muss man sie auch wie eine Schweinebande behandeln. Raus mit dem Gesindel.

Raus mit denen, die der festen Meinung sind, für sie gelten unsere Gesetze nicht. Wir haben genug eigenes Pack.

Das rechte Gesocks können wir leider nicht rausschmeißen. Einsperren wäre eine Alternative. 

Manchmal, aber nur manchmal, in meinen wildesten Träumen stelle ich mir vor, dass diese Menschen so auf US-Polizisten losgehen. Jeder, der wie ich schon einmal in den USA in eine Verkehrskontrolle geraten ist weiß, was Respekt gegenüber der Staatsgewalt bedeutet. Nein, amerikanische Polizeimethoden will niemand ernsthaft.

Wir müssen aufpassen, dass uns das nicht völlig entgleitet. Unterstützt unsere Polizisten bei ihrer schlecht bezahlten Arbeit. Zeigt Respekt. Seid freundlicher zu denen,  die im Ernstfall ihr Leben für Euch riskieren würden.

WER KEINEN RESPEKT ZEIGT, VERDIENT AUCH KEINEN!

Wieso schreibt Einer? Oder Eine? Vielleicht ist der Fernseher kaputt, oder das Internet ist ausgefallen? Oder man findet nicht die passende Lektüre und denkt sich selbst was aus? Egal. Ich schreibe, weil ich’s darf. (Ich hätte beinahe „kann“geschrieben, aber das wäre vermessen) Ich schreibe ohne jeglichen pekuniären Erfolg, was nicht heißt, dass ich den nicht gerne hätte. Aus reinem Altruismus geschieht das nicht. Trotzdem: Auch wenn die geleistete Arbeit in einem grotesken Missverhältnis zu den paar Euro fuffzig steht, die mir Amazon überweist, mache ich weiter. Vielleicht aus Trotz? Nein… eigentlich nicht. Ehrlich gesagt: Ich weiß es nicht. Schon als Kind hatte ich die längsten Aufsätze geschrieben, die je am Pult der Karolingerschule zu Waiblingen dem Lehrer eingehändigt wurden. „Blühende Phantasie“ stand später unten rechts in roter Schrift.Oder „Am Thema vorbei.“ Das machte mich jedesmal sauer. Es gibt ja diese Schüler, die vor den Noten jammern, wie schlecht sie wohl ausfallen würden. Bei mir war das anders. Ich rechnete mit einer Eins und bekam günstigstenfalls eine Drei. Für eine höhere Schule reichte das nicht. Entweder haben die Lehrer meine Gedankengänge nicht begriffen, oder ich habe mich maßlos überschätzt? Vermutlich war es Letzteres, man sollte die Gründe für Versagen erstmal bei sich selbst suchen. Und ich schreibe weiter. Weil es keine Noten mehr gibt.

will ich hier mal brechen. Mittlerweile habe ich ja mitgekriegt, dass sehr viele Freunde und Bekannte mein letztes Buch einfach deshalb nicht downloaden, weil es bei *gottseibeiuns* Amazon erschienen ist. Gut, über Amazon lässt sich trefflich streiten, aber ich möchte nicht wissen, wieviele leidenschaftliche Kritiker schonmal heimlich einen neuen Akku, oder sonstigen Krimskrams dort bestellt haben. Weil’s billiger und bequemer ist. Anyway..es geht um Kindle, einen Teil des Internethändlers. Wer schon einmal – wie ich – ein Buch verfasst hat weiß, dass Schreiben das Eine, und Verlegen das Andere ist. Man schreibt ca. 13.000 Verlage an, schickt das Manuskript und wenn man seeeehr viel Glück hat,  bekommt man zumindest eine schriftliche Absage. In 95% der Fälle bekommt man weder das, noch sein Manuskript zurück. Was  mich auf Kindle Direct Publishing gebracht hat, weiß ich nicht mehr. Aber dort darf ich veröffentlichen. Ohne Vorleistungen, ohne, darum betteln zu müssen. Die Preise legt man selbst fest und man erhält als Autor 70% des Erlöses. Fair.Ich finde,  dass man dies  – bei aller berechtigten Kritik an Amazon – ruhig einmal würdigen sollte. So. Und jetzt darf die vereinigte Linke über mich herfallen. 

Hmm… jetzt weiß ich auch nicht mehr weiter..

Veröffentlicht: August 12, 2016 in Literatur
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Also gut, kaufen wolltet Ihr’s nicht. Das kann man verstehen, der Euro sitzt knapp und man vermeidet unnötigen Schnick-Schnack. Und so ein elektronisches Büchlein von meiner Wenigkeit gehört ja nun nicht unbedingt zum Lebensnotwendigen. Okay. Abgehakt.

Aber, dass Ihr es nicht einmal GESCHENKT haben wollt, verblüfft mich dann schon. Besser gesagt, es betrübt mich. Es ist kein Fallstrick dahinter verborgen, der Download ist für 0,000000000 Euro zu haben und man muss nirgendwo Mitglied werden, oder sonstige Verpflichtungen eingehen. Wieso ich das mache? Aus purem Altruismus! Ehrlich, isch schwör‘!

In einem ganz kurzen (wirklich sehr kurzen) Moment habe ich sogar daran gedacht, Euch für den Gratis-Download zu entlohnen. Mit Geld oder Sachleistungen. Eine Dose Makrelen vielleicht? Oder Tütensuppen? Meine Frau schalt mich einen Narren und ich legte diesen abwegigen Einfall beiseite. 

Sollte doch noch jemand das Wagnis eingehen wollen? Am 13.8.2016 um 24:00h ist Ultimo. In dem Fall:  HIER DRAUFTIPPEN ODER MIT DER MAUS KLICKEN

Noch was: Viele von Euch stehen Amazon kritisch gegenüber. Oft zu Recht. Allerdings gibt Kindle Direct Publishing Leuten wie mir die Chance,  überhaupt etwas zu veröffentlichen, ohne in abenteuerliche finanzielle Risiken zu geraten. Das ist eine sehr faire Geschichte. Soviel dazu.

Allerdings ist es ein eher prekäres Beschäftigungsverhältnis. Es gibt nur einige Wenige, die davon leben können und ganz, ganz Wenige, die davon richtig gut leben können.
Dazu gehöre ich nicht. Und trotzdem tue ich’s. Weil’s Spaß macht und weil es der vorzeitigen Altersverblödung entgegenwirkt. Dass daraus ein Krimi wurde, konnte ich am Anfang noch nicht abschätzen, das hat sich so ergeben. Naja, ein klassischer Krimi isses nun auch wieder nicht, da die Hüter des Gesetzes nur sporadisch vorkommen. Obwohl genug Blut spritzt. Eine Reisebeschreibung ist es auch nicht, dazu fehlen wiederum Landkarten und Panoramafotos. Für einen Liebesroman reicht der eher spröde Charme des Lothar Lampe auch nicht und eine Biographie ist es schon mal gar nicht, da  der Protagonist mit mir nur das Alter und die Wahl des Instruments gemeinsam hat, ansonsten ist er aus vielen realen Personen zusammengebaut.
Als E-Book ist es deshalb erschienen, weil ich mir die Kosten für eine Drucklegung nicht leisten kann und außerdem keinen Platz mehr habe, Bücher neben unverkauften CD’s zu stapeln. 🙂
Wäre es ein Film, dann käme es als Roadmovie daher. Berühmt werde ich wohl nicht werden, aber vielleicht traut sich der Ein – oder Andere doch, meine Erstlingsnovelle herunterzuladen.  Hier geht’s zum Downloadphoto_2016-07-31_18-27-49