Archiv für Juli, 2016

Auf mich, auf sämtliche Wetter-Apps dieser Welt, auf den Veranstalter, auf unsere Feigheit.

In grauer Vorzeit, als Wettervorhersagen noch in der Tagesschau verlesen wurden, spielten wir mehr als einmal bei Regen in der Hoffnung, der würde irgendwann schon nachlassen.

Die Zeiten haben sich geändert. Heute gibt es die Unwetterzentrale, Wetter.com, Wetter.info und und und. Meine Frau hatte einmal zum Fenster rausgeschaut und gesagt:“Es regnet“. Nach einem Blick auf mein Smartphone sage ich Vollidiot:“Das kann nicht sein.“ Digitale Verblödung nennt man sowas.

Gestern hätten wir in der Nähe ein Open-Air spielen sollen. Mit dem Veranstalter war vereinbart, sich wegen des Wetters nochmal morgens absprechen zu wollen. 11:15h, Anruf bei strahlendem Sonnenschein.:“Wir canceln das, die Wetterprognose ist zu unsicher.“ Ich habe mich nicht gewehrt, denn die Wetter-Apps sagen doch schließlich die Wahrheit, nä?

Um es kurz zu machen. Es hat nicht einen einzigen Tropfen geregnet. Früher wäre man um 5 da hin gefahren und hätte gespielt, in der Erwartung, es bliebe trocken. Heute geht das nicht mehr, denn die Veranstaltung war mittlerweile bei Facebook abgesagt worden. Besonders bitter ist es, wenn ich WhatsApp Nachrichten von einer Freiluftveranstaltung bekomme, die keine 5km davon stattfindet. Bei schönstem Wetter. Von Leuten, die eigentlich an diesem Abend uns hören wollten.

Man kommt sich vor wie ein Clown.

Man schaltet den Fernseher ein , Nizza: „Der Täter war kein kranker Einzeltäter, er hatte Mittäter. Minutiös hatte er seit einem Jahr seine Tat geplant“. Das wollten wir eigentlich  nicht glauben, aber wenn sogar das linksgrünversiffte Systemfernsehen das bestätigt?  Man ertappt sich selbst bei ziemlich schrägen Gedanken..

Zur selben Zeit gehen Millonen von rechten Hassposts durch die Netzwerke. Von Leuten, deren Hass auf Moslems nicht geringer ist, als der Hass des politischen Islam gegen den dekadenten Westen. 
Für beide Seiten könnte es im Moment besser nicht laufen. Die Hasspirale schraubt sich immer höher und je mehr Gewalt von beiden Seiten gegen die jeweils andere ausgeübt wird, desto mehr reiben sich Rechtsaußen und religiös Motivierte die Hände.

„Bald haben wir die Trottel auf beiden Seiten soweit, dass sie sich gegenseitig die Schädel einschlagen.“

Dann haben sie ihr Ziel erreicht, den „Clash of Cultures“. Jedem friedlichen Moslem, der jetzt von besorgten Bürgern angefeindet wird, jedem bisher unpolitischen europäische Normalbürger, der die Opfer von Nizza und anderswo sieht, wird das Gift ins Hirn gepflanzt.

 Moslems und Nichtmoslems: Erkennt Eure wahren Feinde. Sie sitzen in den eigenen Reihen. Und die müsst Ihr bekämpfen.

Sexuelle Belästigung? Nicht mit mir!

Veröffentlicht: Juli 19, 2016 in Satire
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Meine Frau hat mir vorhin von einer erregten Diskussion (darf man „erregt“ eigentlich noch schreiben?) auf Facebook erzählt. Da fühlte sich eine Userin sexuell angegriffen, weil ein älterer Notar zu ihr in etwa gesagt hatte:“ Schade, dass ich nicht jünger bin“ und ihr ein Kompliment wegen ihres Aussehens gemacht hatte.

Natürlich fühlte sie sich sofort auf ihr Äußeres reduziert und beschwerte sich lautstark in den sozialen Medien über diesen alten Lustmolch!

Ja, wo kommen wir denn da auch hin, wenn gutausehende Menschen Komplimente bekommen? So etwas hinterlässt bleibende Traumata. 

Persönlich habe ich dem schon lange Rechnung getragen. Ich wende meinen Blick ab, wenn ich eine attraktive Dame sehe. Mir ist immer noch die Klage einer jungen Frau im Gedächtnis :“ Ohhh, wie ich das hasse, wie mich diese Schweine anstarren, wenn ich ohne BH in einem durchsichtigen Top einkaufen gehe!!“

Und deshalb mag ich Burkaträgerinnen. Da kommt man auf keine unangemessenen Gedanken.

Özil singt nicht. Die vereinigte Besorgte schäumt vor Wut, ob dieser Dreistigkeit. Ganz Schlaue meinen sogar, Portugal sei deshalb als Sieger von der Wallstatt der Langeweile gegangen, weil sie so schön für ihr Land singen. Oder weinen, wie CR7 (ich musste googeln, als ich dieses Kürzel zum ersten Mal sah)

Nun, die Italiener haben auch gesungen. Und wie! Torhüter Buffon wäre beinahe die Carotis geplatzt, so sehr hat der gebrüllt. Und? Hat’s was genutzt? Einen Scheißdreck hat’s genutzt.

Unser stummer Özil hatte ihnen einen eingeschenkt…..na gut, beim Elfmeterschießen hat er versagt, aber den Italienern rutschte das patriotische Herz noch mehr in die Hosen, die trafen noch weniger.

Ich bin jetzt 66 Jahre alt und sehr froh darüber, dass ich in Deutschland – und nicht in Aserbeidschan oder Bangladesh in’s Leben geworfen wurde. Dafür habe ich mich mit Steuern und Abgaben artig bedankt. Die Nationalhymne habe ich ein einziges Mal gesungen. In der sechsten Klasse. Wir hatten einen Lehrer, der vermutlich bei der Entnazifizierung geschwänzt hatte.Dieser Herr nötigte uns vor Unterrichtsbeginn, das Deutschlandlied zu singen. 1. Strophe, Hände an der Hosennaht. Eine Schallplatte nebst Koffergrammophon hatte er zur Unterstützung mitgebracht.

Seither empfinde ich das Absingen von Nationalhymnen nur noch als peinlich.

Ich brauche keine Hymne. Ich liebe keine Nation, ich liebe meine Frau. Die einzige Hymne, die ich akzeptiere ist die Amerikanische. Aber nur in der Version von Jimi Hendrix. Dort hört der geneigte Zuhörer auch ohne Worte, was Hymnen in den meisten Fällen sind: Nämlich blutrünstige Schlachtgesänge. Wer das nicht glaubt, dem empfehle ich die Übersetzung der Marseillaise 

Refrain
Zu den Waffen, Bürger!
Formiert eure Bataillone,
Vorwärts, marschieren wir!
Damit unreines Blut
unserer Äcker Furchen tränke

Okay…die Spanische vielleicht. Die könnte man mitsingen, denn die hat keinen Text.

Ehe ich drauf vergesse. Schaut Euch mal Videos von Länderspielen aus der Ära Beckenbauer, Breitner und Netzer an. Wieviel da mitgesungen haben? Keine Sau. Vermutlich war es ihnen peinlich. Welt – und Europameister sind sie trotzdem geworden. Ohne nationalen Pathos.

Offensichtlich. 

Jugendliche Intesivtäter machen die Region unsicher.

Wennn man sich den Artikel unter dem obigen Link durchliest, kommt unwillkürlich der Gedanke auf:“ Futter für die Braunen“ und man schaut nach, wer der Verfasser ist und in welcher Gazette er erschien.
Nun sind die Waiblinger Kreiszeitung und ihre Redakteure Nils Graefe sowie Peter Schwarz  weit davon entfernt, den besorgten Bürgern nahezustehen. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall. Wenn es aus deren Feder stammt, dann sollten die Alarmglocken umso lauter schrillen. 

Es handelt sich um jugendliche Gewohnheitsverbrecher, einer davon mit mehr als 100 Einträgen bei den Behörden, viele davon strafunmündig und zum größten Teil mit dem arg strapazierten „Migrationhintergrund“.

Es wird die Frage gestellt: „Haben die Behörden versagt?“ Gegenfrage:“Was sind das für Eltern?“ Haben die jeglichen Einfluss auf ihre kriminellen Schratzen verloren? 

Wenn die Familien nicht willens oder nicht in der Lage sind, ihre Nachkommenschaft auf Spur zu halten, dann bleibt m.E. nur ein Ausweg: Mit ihren Kindern wieder dahin zurück, wo sie hergekommen sind. Schnell. Sonst lesen wir in nicht allzuferner Zukunft nicht nur Artikel über Brieftaschendiebstähle, sondern über Kapitalverbrechen. Das mag sich populistisch anhören, aber wenn jemand eine andere Lösung weiß, dann darf er sich gern äußern. Ich bin im Zweifelsfall bereit, meine Meinung „weiterzuentwickeln“, wenn ich einmal Barack Obama zitieren darf.

Man sollte liberal sein, vorurteilsfrei, nicht xenophob, selbstverständlich nicht rassistisch und natürlich darf man von diesem kriminellen Bodensatz nicht auf Zuwanderer per se schließen.

Aber man sollte auch nicht dumm sein. Wenn hier nicht mit Null-Toleranz durchgegriffen wird, dann ist das trübes Wasser auf die Mühlen der Braunen.

FÜDIDA: Für die Islandisierung des Abendlandes!

Veröffentlicht: Juli 4, 2016 in Deutschland, Europa, Sport
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Wieso brauchen wir das? Nun: Island verliert mit Glanz und Gloria 5:2 (und das war noch geschmeichelt) und die Wikinger feiern. Die im Stadion und die paar, die noch in Island geblieben sind.

Deutschland gewinnt – wenn auch äußerst glücklich – gegen den Angstgegner Italien und was passiert? Die „Experten“ fallen übereinander her.

Scholl, Kahn und wer sonst noch Mörderkohle bei den öffentlich-rechtlichen einstreicht. Die Millionen Experten in den asozialen Netzwerken sparen nicht mit gegenseitigen Beleidigungen. Kommentatoren werden gedisst, gebasht und gemobbed, dass es eine Freude ist.

Kein Isländer käme auf die Idee, ihren kreischenden Troll am Mikrofon zu beleidigen. Man lacht und wir lachen mit. 

Auf der Insel hat man eine Entdeckung gemacht: „Fußball kann Freude bereiten“. Anderenorts ist er längst zu einem Milliardengeschäft mutiert. Freude: Fehlanzeige. Im Gegenteil. Russische und englische Hooligans wetteiferten, wer die brutalsten Schläger und die lautesten Böller hat. Und die Kroaten verprügeln sich sogar gegenseitig.Fußball als Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln.

Irgendwie bin ich ganz froh, dass Island am Do. nicht gegen Deutschland spielt. So laufe ich nicht Gefahr, in einen Loyalitätskonflikt zu geraten.

Danke, ihr Wikinger. Resteuropa kann von Euch lernen.

Der BREXIT war nicht demokratisch?

Veröffentlicht: Juli 3, 2016 in Europa, Volksverdummung
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Einer meiner Freunde hatte seiner Frau gesagt, er wolle sich scheiden lassen. Völlig überraschend willigte diese ein. Mein Freund war völlig konsterniert, da er sofort seinen Schlüssel abgeben – und ausziehen sollte.

Da herrschte erstmal Ratlosigkeit. Wie jetzt im Vereinigten Königreich. Katerstimmung. Hang over 4.
Man beklagt nun, man sei von Boris&Co. angelogen worden. Auch sei die Jugend zu 70% für einen Verbleib in der EU. Und nun verlässt auch noch Käpt’n Boris das sinkende Schiff und vielen Befürwortern dämmert, was sie da angerichtet haben.

Nun, die Lügen? .350 Mio wöchentlich an Brüssel, höhere Fangquoten für die Fischer nach einem Brexit….alles Unwahrheiten. In Wahrheit sind es 100Mio und nach einem Austritt gehen die auch nicht – wie groß verkündet – in’s Gesundheitswesen. Die Fangquoten werden nicht erhöht, das Gegenteil ist der Fall. Das alles mussten die Betreiber des Brexit bereits zugeben.

Auch in Großbritannien hat man Internet. Man hätte sich informieren können, ehe man abstimmt. Mich erinnert das an die Abstimmung für den Größenwahnhof S21. Auch da wird erst jetzt vielen Befürwortern klar, welchen Lügnern sie geglaubt hatten.

Die Gegner waren informiert, aber Menschen, die sich mit den Dingen eingehender befassen, sind immer in der Minderheit.
Und die 70% der Jugend? Die hätten vielleicht mal wählen gehen sollen. Gerade mal 30% sind zur Urne gegangen. Von den über 60jährigen gaben mehr als 80% ihre – meist „leave“- Simme ab.
Und nun? Schlüssel abgeben. Volkes Wille. Man kann nicht so lange abstimmen, bis es uns passt. Stuttgart 21 wird ja auch gebaut. Wenn auch 4x so teuer wie versprochen  – und 10 Jahre später fertig.
„Vox populi, vox Rindvieh“. Da hatte F.J. Strauß recht.

Fußball, für mich ein schwieriges Thema. Als Kind gehörte ich zu Denen, die als Letzte gewählt wurden, wenn die Sportskanonen auf dem Schulhof ihre Mannschaften zusammenstellten.
Im Gegensatz zu meinem Bruder Harry war ich ein eher ….“vorsichtiger“ Knabe (nein, ich bin nicht schwul 🙂 )
Mein Bruder war ein Haudraufundschluss, im Fußball und im Leben. Einmal hatte ich mitansehen müssen, wie er nach einem leichten Rempler seinen Kontrahenten quer über den Platz (ohne Ball) verfolgte und diesen nach einer Hatz über 90m über die Seitenlinie drosch. Voll auf die Knochen.
Das war nach 5 min. Spielzeit und vermutlich war er vom Gelage am Vorabend so erschöpft, dass er die rote Karte als einzigen Ausweg sah, nicht noch weitere 85 Minuten rennen zu müssen.

Gut, bei einem Heimspiel wäre das vernünftiger gewesen, denn die Tätlichkeit beging er in Unterrot! Einem Ort, den ich als Musiker deshalb in Erinnerung habe, weil sich dort nach einem unserer Konzerte der gesamte Ort vor der Halle prügelte. Nicht wegen der Musik, der Grund ist unwichtig. Es gehört dort einfach zur Folklore.
Unser Equipment konnten wir erst 3 Stunden später einladen, nachdem die ärgsten Kampfspuren beseitigt waren. Wir hatten uns derweil in der Garderobe verschanzt.

Das nur zum besseren Verständnis, warum ein vorsätzliches Foul an einem Spieler der Heimmannschaft in einem Ort wie diesem äusserst leichtsinnig ist. Vandalen!

Einmal, ein einziges Mal stand auch ich auf dem Felde der Ehre. B-Jugend VFR Waiblingen und der etatmäßige Linksaußen war verletzt.
Nach 15 Minuten wurde ich wieder ausgewechselt, ohne auch nur einmal den Ball berührt zu haben.
(Die Bälle bestanden zu der Zeit noch aus aus einer Schweinsblase die von rauhem Leder umhüllt war. Wenn es nass war, wog so eine Kugel ca.20 Megatonnen)

Kurz: Es regnete und ich war ganz froh, nicht vom Ball getroffen worden zu sein.

Im Fußballstadion war ich ein einziges Mal. In der ersten Saison 63/64. VFB Stuttgart vs. 1 FC Köln. „Ewert hat ne Waaarze, auf seiner Glaaatze“ wurde der Torwart des Gegners verhöhnt. Das Spiel ging 1:0 aus. Für wen, weiß ich nicht mehr, denn ein eiskalter Wind pfiff durch die ehemalige „Adolf-Hitler-Kampfbahn“, die nun „Neckarstadion“ hieß und mein Hirn war eingefroren. Heute heißt sie – glaube ich – Gottlieb-Daimler-Stadion. Das kommt immer auf den Sponsor an. Wer zahlt schafft an, wie die Bayern sagen.

Und nun ist wieder mal ein Kräftemessen der besten europäischen Fußballnationen (Wales, Island und der Rest) in Frankreich angesagt. Und ich schaue jedes Spiel an. (was ich jedoch öffentlich niemals zugeben würde)

Bei Island gegen Brexit habe ich mehr gejubelt als bei den deutschen Spielen….bisher.
Denn heute abend ist – wieder mal – das Spiel der Spiele. Kartoffel gegen Spaghetti, Porsche gegen Ferrari, Gründlichkeit gegen Frechheit, Kehrwoche gegen streikende Müllabfuhr.

Das ging noch nie gut aus für uns. 4x remis und 4 Niederlagen bei Meisterschaften. Italia war immer Endstation für die Tedesci.

Heute soll das anders werden, wenn es nach meinen Freunden Hans-Karl und Jürgen „Vadder“ geht. Die Beiden waren im Gegensatz zu mir bei denen, die auf dem Schulhof zuerst gewählt wurden und sollten sich auskennen. Hoffe ich…

Ich hoffe inständig, dass das nicht über ein Elfmeterschießen geht, denn ich bin Gitarrist.
Und da kann ich es mir nicht leisten, mir vor lauter Nervosität die Fingernägel abzubeissen….

HAT MAL JEMAND 1-2 VALIUM ÜBRIG??

Da ich am Auto keine Fahne habe…..:

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