Der Focus, das scheinheilige Sprachrohr von AfD und Pegida.

Fakten, Fakten Fakten? Mir fällt dazu ein ähnlich klingendes englisches Wort ein, das ich hier aus Gründen der „Netiquette“ nicht gebrauchen möchte.

Als Markwort dieses Blatt gegründet hat, war es ein Sprachrohr der Neoliberalen. Ehrensache für das FDP Mitglied. Wie hinlänglich bekannt ist, wurden die Anhänger und damit auch die Leserschaft der Liberalen immer weniger. Da mussten neue Leser her.
Wer es sich antun will und die Kommentare zu den Artikeln liest, der sieht an den „Daumen hoch und runter“ Symbolen schnell, wer diese neuen Leser sind. Rassisten, Homophobe und der Rest des braunen Gesocks.
Der Focus macht das ganz raffiniert, denn die Beiträge sind nach dem Motto „Zuckerbrot und Peitsche“. Es wäre falsch sie als rechts einzustufen, aber es gibt kein Thema,  bei dem nicht sofort von irgendeinem idiotischen Kommentator eine Brücke zu Migranten und Flüchtlingen geschlagen wird. Sogar am Wetter sind die Flüchtlinge schuld: Originalkommentar zu den derzeitigen Fluten: „Daran ist die Verbrecherregierung schuld. Durch die vielen „Gäste“ wird noch mehr Boden zubetoniert und das Wasser kann nicht abfließen. Einen Klimawandel gibt es nämlich gar nicht. Pfui Teufel, Frau Merkel“

Soviel zu den Artikeln.

Anders ist das bei den Kommentaren: Da wird (um nur ein paar Beispiele zu nennen) Frau Nahles als Parasit und faule Sau apostrophiert, Hofreiter von den Grünen wird aufgefordert, lieber mal zum Frisör zu gehen als nur linksversiffte grüne Scheiße von sich zu geben, Frau Merkel wird ein ums andere Mal auf’s Gröbste beleidigt (DAS Merkel ist noch harmlos) und die „Thumbs up“ für diesen braunen Quark schnellen zu Hunderten in die Höhe.

Hier gilt anscheinend die von Focus geforderte „Netiquette“ nicht.
Auch ich war als Kommentator bei Focus registriert. Auf Beleidigungen habe ich reagiert. Nicht mit gleichen Mitteln, sondern mit Hinweisen auf die Strafwürdigkeit so mancher Äußerungen.

Und nun dürfen Sie raten, was passiert ist. Ich wurde als Kommentator gesperrt (nachdem ich auf ein paar meiner wenigen genehmigten Kommentare von den besorgten Bürgern auf’s Übelste beschimpft und bedroht wurde).
Ich hätte gegen die Regeln verstoßen, hieß es in dem Formschreiben des Markwort-Blattes.

Wenn die Regeln darin bestehen, gewählte Volksvertreter  (hinter denen ich nicht stehe) zu beleidigen, verleumden und mit Fäkalsprache zu belegen, dann habe ich wohl dagegen verstoßen.
Die übelsten Kommentare, auf die sich meine Gegenrede bezog, sind übrigens nie entfernt worden.
Ich weiß nicht, was der Focus bezweckt. Immerhin wäre bei einer AfD-Regierungsbeteiligung eine FdP hoch2 an der Macht. Im braunen Gewand. Die sozial schwachen Anhänger, die sich von den braunen Heilsbringern dieses rechten Vereins eine gerechtere und ehrlichere Politik erhoffen, werden sich noch verwundert die Augen reiben, wenn Frau Petry&Co. ihre Renten – und Sozialgesetzgebungspläne durchsetzen.
Dann viel Spaß.
In diesem Sinne: Fuck, Fuck, Fuck  (ich konnt’s mir nicht verkneifen:) )

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Über schwabenkrawall

Musiker, Freidenker, Schelm, Schreiberling
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Eine Antwort zu Der Focus, das scheinheilige Sprachrohr von AfD und Pegida.

  1. Wolfgang Gosejacob schreibt:

    Das mit der Verbrecherregierung ist ja ein Fundstück. Mit der Tatsache, dass Flächen versiegelt werden, hat er in größeren Teilen wohl auch Recht. Die Verbindung zu den Flüchtlingen läßt an der „zunächst“ sinnvollen Erkenntnis doch Zweifel aufkommen. — Allerdings ein Phänomen, dass nicht nur in dieser Peergroup vorkommt. Selbst in der Gruppe der kritisierten ist diese Denkweise verbreitet und das Denken wird zu früh beendet.

    Der Verstoß gegen die Netiquette war eventuell, nicht die gleichen Mittel zur Anprangerung genutzt zu haben. Vielleicht war dem Focus diese Art der Kritik suspekt, ungewohnt, unbekannt, fremd, … Fremdsprache?
    Mit Sicherheit die Meinungsäußerung eines „Anderen“ … eines „Artfremden“ und damit zu eleminieren.

    Oh Mann!

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