Archiv für September, 2015

Sehr geehrter Herr Winterkorn,

Von dem Betrug, den ihr Konzern zu verantworten hat, will ich garnicht erst reden.
Darüber haben Gerichte zu befinden. Mir geht es um etwas Anderes.
Ich hatte vor Jahren schon einmal über diese arrogante Unsitte geschrieben :
Ich entschuldige mich...?“

Herr Winterkorn, man kann sich nicht selbst entschuldigen. Bestenfalls kann man um Entschuldigung bitten.
Ich weiß nicht ob Sie Katholik sind, falls ja, haben Sie sich jemals nach der Beichte selbst die Absolution erteilt?

Sehen Sie, Herr Winterkorn, genau so verhält es sich mit der Entschuldigung. Die kann man sich nicht selbst gewähren, darum muss man bitten.
Vielleicht gewähren Ihnen diese die Kunden und Shareholder von VW, was ich allerdings stark bezweifle.

Ansonsten mache ich mir um Sie, als Person, keine Sorgen.
Sicher haben Sie einen Notgroschen von Ihren bescheidenen Bezügen zurücklegen können.

Mit freundlichen Grüßen
Bernd Kleiner, alias Schwabenkrawll

Kabarettist Somuncu wirft Flüchtlingshelfern „Selbstdarstellungsspektakel“ vor

Wie hätten Sie’s denn gern, Herr Somuncu? Maul halten und zuschauen? Dann würden Sie uns Teilnahmslosigkeit vorwerfen. Denen, die helfen, werfen Sie Heuchelei vor.

Herr Somuncu, Leuten wie Ihnen, die von Geburt an schlecht gelaunt sind, kann man scheinbar nichts recht machen. In einigen Talkshows durfte ich erleben, wie Sie jeden Wortfetzen sofort als ausländerfeindlich und politisch inkorrekt geißelten. Mit dem Gesichtsausdruck eines Menschen, dem man nachts nicht begegnen möchte.

Vielleicht läuft es Ihren Überzeugungen zuwider, dass vielleicht in jedem Deutschen ganz tief drin ein Nazi schlummert? Ich weiß nicht, ob Sie diese Überzeugung tatsächlich haben, ich vermute es nur. Ich kann nicht in ihren Kopf schauen.
Der Beifall von rechts ist Ihnen – zumindest in Focus &Co.- sicher. (Endlich mal ein Nicht-Bio-Deutscher, der den grünen und linken Spinnern sagt, wo’s lang geht)

Sie sind der einzige Kabarettist (?) dem man Humorlosigkeit unterstellen muss. Neben Ihnen wirkt ein Gernot Hassknecht in der „Heute-Show“ wie eine Mischung aus Mutter Theresa und Mahatma Gandhi.

Diese Mischung aus Aggression und Beleidigtsein kenne ich aus diversen Begegnungen mit Menschen wie Ihnen. Die dunkelhäutige Sängerin z.B., mit der mein Drummer ins Gespräch kam und sie völlig unbedarft nach ihren Wurzeln fragte:“Ich komme aus Hamburg, Du Arschloch“!

Herr Somuncu, ich unterstelle Ihnen, dass Sie Deutsche („Bio-Deutsche“ um dieses Unwort zu gebrauchen) nicht ausstehen können. Nebenbei: Sie haben die Worte „typisch deutsch“ benutzt und da werden sie ja wohl kaum Migranten, die deutsche Staatsbürger sind, gemeint haben.

Es gibt Gott-sei’s-getrommelt einen Django Asyl, der Beides besitzt: Scharfzüngigkeit UND Humor!  Bei Ihnen fehlt’s an Letzterem. Bei Django scheint es so zu sein, dass er ganz einfach ein Niederbayer ist, so redet und so fühlt.
Bei Ihnen bin ich mir nicht im Klaren, als was Sie sich fühlen. Sie vermutlich auch nicht und das ist wohl Ihr Problem mit Deutschland und den Deutschen.

Gute Besserung.