OXI. Und nun?

Richtig, in Brüssel sitzen keine Sozialisten, die soziale Marktwirtschaft wurde 1990 von der Weltbühne gefegt, was ich bedaure.
Es gilt das bayrische Gebot:“ Wer zahlt, schafft an.“
Griechenland ist diesem Euroverein aus freien Stücken beigetreten, besser, es hat sich reinbeschissen. (was seltsamer Weise keine Sau bemerkt haben will)
Solange das billige Geld aus Brüssel floss, war ja auch alles okay. Da wurden z.b. eben mal Gehälter von Staatsbediensteten um 40% erhöht.
Und dann sollte das Geliehene zurückbezahlt werden. Soweit die Realität.
Realität ist übrigens auch, dass Griechenland ein durch und durch korrupter Staat ist und jeder, der immer wieder die selben Banditen wählte, musste wissen, dass sich das mit den etablierten Parteien nicht ändern wird. Und wenn ich einen guten Freund frage, der viele Jahre ein kleines Unternehmen in Kavala hatte, dann sagt der mir: “ Griechenland ohne Korruption ist wie die Love-Parade ohne Drogen“ (sinngemäß wiedergegeben, lieber Peter) 🙂
Mir geht dieses ganze Pathos, das Gerede von Ehre, Würde und Stolz gewaltig auf den Senkel. Ein bayrisches Sprichwort sagt:“ Dummheit und Stolz wachsen am selben Holz“. und dann noch dieser arrogante Varoufakis obendrauf…..
Wie gesagt, ich bin mit den Strukturen in Europa überhaupt nicht einverstanden, aber die Griechen sollen doch nicht ernsthaft behaupten, ihr Elend käme von der Sparpolitik. Das Elend kommt von jahrzehntelanger Vetternwirtschaft korrupter und unfähiger griechischer Politiker. Und diese Leute wurden von den achso stolzen Griechen immer und immer wieder gewählt, solange Geld aus Europa floss. Das Land muss sich ändern. Ich fürchte nur, Syriza kommt 20 Jahre zu spät.
Da lese ich, dass Griechenland dann eben mit Russland Verträge abschließen wird. Der Russe? Man glaubt doch nicht im Ernst, dass Obama zulässt, dass das östlichste europäische Natoland von Russland alimentiert wird? Das könnte unabsehbare Folgen haben. Auf beiden Seiten wird doch jetzt schon genug mit dem atomaren Säbel gerasselt.
Das wird Amerika genausowenig zulassen, wie Putin die Nato auf der Krim zuließ.

Die Griechen haben nicht nur die Demokratie, sondern auch die Tragödie hervorgebracht.
Übrigens : Das Wesen der klassischen griechischen Tragödie besteht im Kern darin: „Egal was ich tue, es ist stets das Falsche“

Manchmal bin ich richtig froh, dass ich meine Zukunft schon weitestgehend hinter mir habe.

Advertisements

Über schwabenkrawall

Musiker, Freidenker, Schelm, Schreiberling
Dieser Beitrag wurde unter Banken, Deutschland, Europa, Politik, Schweinestaaten, Volksverdummung, Wirtschaft abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

10 Antworten zu OXI. Und nun?

  1. Ursula schreibt:

    habe ich gerade gefunden. Aus dem Jahr 1998….

    http://de.webfail.com/1b359349e84

  2. premvinayaka schreibt:

    Solange kaum einer versteht, dass Glücklich-Sein nicht vom Geld-Haben und Mächtig-Sein kommt, wird sich nix ändern. Also lasst uns anfangen, Menschen glücklich zu machen – gleich vor unserer Nase: Frau/Mann, Kinder, jaaa: auch die Nachbarn … 🙂 !!!

  3. Rainer Pandolfi schreibt:

    Wie ich schon fast zu oft sagte, es gibt Argumente für und gegen beide Seiten. Defacto ist letzten endes das Ziel immer das gleiche, der erhalt der Geldsystems und wenn möglich des Status Quo. Da labert sich jeder ein Pony an die Backen aber ändern wird sich nichts. Oder ist Grichenland heute Nacht von der europäischen Landkarte weggekippt? UPs wo iss es denn und wo taucht es wieder auf und taucht es überhaupt noch mal auf???? Fragen über Fragen!!!! Aber es ist nichts passiert und es wird auch nichts passieren. Egal wie hoch sich das schaukelt für das Leben des kleinen Mannes wird sich nichts ändern. Er versucht zu überleben ob im Frieden oder im Krieg ob mit oder ohne Europa. Stellt man sich auf eine der beiden Seiten, wobei der Mensch allgemein dazu tendiert lieber auf der Seite der Gewinner zu stehen, ist das erreicht was die wirklich Mächtigen beabsichtigen, nämlich zwichen Bagen und Hoffen möglichst viel Profit und gut versteckt den Gierfaktor und Machtfakto hoch zu halten. Gibt es eine Altenative? Ja die gibt es, aber keine möchte das weil es ja auch einen persönlichen Nachteil bedeuten könnte und erst mal richtig unbequem werden könnte. Es gibt aber nur das eine und das ist nicht das geldsystem zu verbessern, sondern riguros abzuschaffen. Schafft den Besitz ab und seht zu das das was zusammen erwirtschafted werden kann auf alle gerecht und damit meine ich gerecht und nicht gleich, aufgeteilt wird. dann enzieht ihr der Gier die Grundlage und verbrechen passieren nur noch aus leidenschaft, was irational genug ist … in diesem Sinne

    • schwabenkrawall schreibt:

      Wohl gesprochen, Rainer. Leider steht der Mensch diesem Ideal im Wege. 😕

    • Ursula schreibt:

      was ist gerecht? Das wird es nie geben, denn umgehend sind dann einige wieder gleicher als gleich und holen sich mehr, weil sie meinen, dass es ihnen zusteht. Der Hund beißt sich in den Schwanz …

      • schwabenkrawall schreibt:

        Der Niki Lauda hat mal gesagt, es sei vollkommen gerecht, dass Michael Schumacher 180.000.000€ pro Jahr verdient.

      • Ursula schreibt:

        wenn jemand so hoch bezahlt wird, ist die eine Sache – das ist nun mal so in der freien Wirtschaft.
        Was gar nicht geht ist, dass Menschen mit einem sehr niedrigen Lohn, welche die Drecksarbeit für die Allgemeinheit machen, keine anständige Rente bekommen….

      • schwabenkrawall schreibt:

        Da liegt ja grade der Hund begraben. Wenn die Einen so viel haben, bleibt für die Anderen halt nix übrig.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s