Archiv für Juli, 2015

Zweifel an SPD-Siegchance 2017 – Kritik und Spott für Albig

Torsten Albig? Bisher war mir der Mann weder bekannt und schon gar nicht aufgefallen. Jetzt hat er einen rausgehauen: Da die Kanzlerin so beliebt wäre, sei es unnötig einen Gegenkandidaten der SPD aufzustellen…..
Ich habe eine Zeitlang drüber nachgedacht und muss sagen: Wo er Recht hat, hatter Recht, der Herr Albig.
Ja, jetzt bricht natürlich großes Geheul aus bei den Sozen, aber mal im Ernst: Will wirklich jemand Sigmar Gabriel als Kanzler??? Also ich nicht, obwohl ich diese Partei über Jahrzehnte gewählt hatte. Long time ago, meine Kanzler hießen Brandt und Schmidt, wobei ich Letzteren schon mit sehr dickem Hals gewählt hatte. Seit Scharping (jetzt wär‘ ich beinah‘ eingeschlafen) ist bei mir der Zapfen ab. Schröder hat mir dann vollends den Rest gegeben.
Hannelore Kraft will es nicht machen und eine andere Kraft ist nicht in Sicht. (Die hätte ich vielleicht noch gewählt)
Vielleicht sollte man die Merkel’sche gleich zur Chefin auf Lebenszeit ernennen? Oder gar eine Monarchie ausrufen? Angie I.? Beliebt wie die Frau ist (keine Ahnung, weshalb) und bei der Monarchiesehnsucht der Deutschen hätte das sogar ne Chance.
Aber dann natürlich eine absolute Monarchie und keine solchen Grüß-Gott-Heinis wie in Skandinavien, Holland oder Großbritannien.
Bisher hatte ich vehement für das Wahlrecht gekämpft, aber nachdem jetzt sogar ein deutscher SPD-Ministerpräsident bereits 2 Jahre vor der nächsten Wahl alle Hoffnung fahren lässt, überkommen auch mich Zweifel an der Sinnhaftigkeit dieser Veranstaltung.
Vielleicht sollte man gleich die Vorstände der DAX-notierten Unternehmen den Laden schmeißen lassen…… offiziell… Inoffiziell machen sie’s ja eh‘ schon.

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Meine liebsten Kommentare sind die, die mit folgenden Statements (meist falsch geschrieben) enden:“ ARMES DEUTSCHLAND“ oder „ICH HAB‘ DIE SCHNAUZE VOLL, ICH WANDERE AUS“.
Nun…arm ist Deutschland ganz sicher nicht. Gut, die Einkommen sind sehr schräg verteilt, aber noch nie bin ich hier beinahe über Verhungernde gestolpert. (Was mir in einigen Länder dieser Erde durchaus passiert ist)
Ich weiß – ich weiß, das „arm“ ist in übertragenem Sinne zu verstehen. Aber auch da möchte ich widersprechen : Wir werden nicht ausgebeutet, im Gegenteil, wir beuten aus. Monetär und kulturell.
Dann diese „Auswanderer“….ganz davon abgesehen, dass im Ausland das Geld nicht auf der Straße liegt…wo wollt Ihr eigentlich hin?
Meine Frau ist in einer Teneriffa -Facebook-Gruppe. Dort meldete sich vor kurzem eine Frau mit folgendem Anliegen: (aus dem Gedächtnis wiedergegeben). „Hallo. Ich möchte mit meinen 5 Kindern nach Teneriffa auswandern, weil mich Deutschland ankotzt.  Da habe ich erstmal 2 Fragen: Wieviel Kindergeld gibt es auf Teneriffa und wie hoch ist die Sozialhilfe?“
Ich bin nicht in dieser Gruppe, aber wäre ich es, hätte ich wie folgt geantwortet :“ Auf Dich haben sie dort grad‘ noch gewartet“

Ich bin viel rum gekommen, habe sowohl sehr reiche als auch bettelarme Länder gesehen und muss konstatieren : Den perfekten Staat gibt es nicht. Egal wo man aufschlägt gilt: „Geld ist zwar nicht alles, aber alles ist nichts ohne Geld.“
Wir sind Lichtjahre davon entfernt, ein gerechter Staat zu sein, aber:
Von allen Übeln erscheint mir Deutschland als eines der Geringsten.

OXI. Und nun?

Veröffentlicht: Juli 6, 2015 in Banken, Deutschland, Europa, Politik, Schweinestaaten, Volksverdummung, Wirtschaft
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Richtig, in Brüssel sitzen keine Sozialisten, die soziale Marktwirtschaft wurde 1990 von der Weltbühne gefegt, was ich bedaure.
Es gilt das bayrische Gebot:“ Wer zahlt, schafft an.“
Griechenland ist diesem Euroverein aus freien Stücken beigetreten, besser, es hat sich reinbeschissen. (was seltsamer Weise keine Sau bemerkt haben will)
Solange das billige Geld aus Brüssel floss, war ja auch alles okay. Da wurden z.b. eben mal Gehälter von Staatsbediensteten um 40% erhöht.
Und dann sollte das Geliehene zurückbezahlt werden. Soweit die Realität.
Realität ist übrigens auch, dass Griechenland ein durch und durch korrupter Staat ist und jeder, der immer wieder die selben Banditen wählte, musste wissen, dass sich das mit den etablierten Parteien nicht ändern wird. Und wenn ich einen guten Freund frage, der viele Jahre ein kleines Unternehmen in Kavala hatte, dann sagt der mir: “ Griechenland ohne Korruption ist wie die Love-Parade ohne Drogen“ (sinngemäß wiedergegeben, lieber Peter) 🙂
Mir geht dieses ganze Pathos, das Gerede von Ehre, Würde und Stolz gewaltig auf den Senkel. Ein bayrisches Sprichwort sagt:“ Dummheit und Stolz wachsen am selben Holz“. und dann noch dieser arrogante Varoufakis obendrauf…..
Wie gesagt, ich bin mit den Strukturen in Europa überhaupt nicht einverstanden, aber die Griechen sollen doch nicht ernsthaft behaupten, ihr Elend käme von der Sparpolitik. Das Elend kommt von jahrzehntelanger Vetternwirtschaft korrupter und unfähiger griechischer Politiker. Und diese Leute wurden von den achso stolzen Griechen immer und immer wieder gewählt, solange Geld aus Europa floss. Das Land muss sich ändern. Ich fürchte nur, Syriza kommt 20 Jahre zu spät.
Da lese ich, dass Griechenland dann eben mit Russland Verträge abschließen wird. Der Russe? Man glaubt doch nicht im Ernst, dass Obama zulässt, dass das östlichste europäische Natoland von Russland alimentiert wird? Das könnte unabsehbare Folgen haben. Auf beiden Seiten wird doch jetzt schon genug mit dem atomaren Säbel gerasselt.
Das wird Amerika genausowenig zulassen, wie Putin die Nato auf der Krim zuließ.

Die Griechen haben nicht nur die Demokratie, sondern auch die Tragödie hervorgebracht.
Übrigens : Das Wesen der klassischen griechischen Tragödie besteht im Kern darin: „Egal was ich tue, es ist stets das Falsche“

Manchmal bin ich richtig froh, dass ich meine Zukunft schon weitestgehend hinter mir habe.

Eigentlich ist Alles gesagt, zum Verhältnis Griechenland – Deutschland.
Wer es allerdings noch besser verstehen will, sollte sich dieses Interview mit dem griechischen Schriftsteller Nikos Dimou zu Gemüte führen.
Er erklärt darin ziemlich schlüssig, weshalb aus linken Kosmopoliten nationalistische Sozialisten wurden (was allerdings nichts mit Faschismus zu tun hat)
und weshalb die Deutschen an Allem schuld sind.
Dass er sowohl von der griechischen Rechten wie auch von der neuen Linken gehasst wird, macht ihn nicht unsympathischer.
Im Interview wird natürlich auch über Geschichte geredet, aber wie heißt es so treffend? „Wer nichts über Geschichte weiß, wird weder die Gegenwart, noch die Zukunft verstehen.“

http://diablog.eu/portraet/interview-nikos-dimou/