Grexit: Aus Euro-Skepsis wurde Euro-Sepsis.

Veröffentlicht: Juni 29, 2015 in Abzocke, Banken, Deutschland, Europa, Politik, Rente, Volksverdummung
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Die Stimmung ist vergiftet und zum wiederholten Male muss ich auf einen (der vielen) Fachleute hinweisen, der schon 1997 davor gewarnt hatte, dass der Euro ein unkalkulierbares Risiko ist.

Allerdings ist in dem Aufsatz ein Passus, der mir Stirnrunzeln verursacht. Gerhard Schröder warnte vor den Risiken als er in der Opposition war. Ein paar Jahre später wurde – mit Unterstützung von Schröder und Eichel – Griechenland in den Euro gehievt.

„…….ich lese gerade ein paar Aufsätze und Briefe von Julius Lehlbach, (1922-2001) ehem. DGB-Vorsitzender des Bezirks Rheinland-Pfalz.
Lehlbach war ein Patient meiner Frau und  hat ihr ein Exemplar seiner Schriften geschenkt. Was dieser Mann schon 1997 bzgl. des Euro und dessen Scheitern geschrieben hat, ist erschütternd. Keine Sau hat ihm geglaubt, bzw. glauben wollen. Alles trifft jetzt ganz genau so ein, wie er es vorhergesagt hat. Die Originale der Vorabdrucke liegen mir vor.So schrieb er in seinem Aufsatz “Maastricht, die Falle in der Falle!“:
”….allerdings könnte das Bundesverfassungsgericht im Herbst 1998…die deutsche Eurolokomotive stoppen, wenn es feststellt, dass unser Grundgesetz verletzt ist….Die Akzeptanz des Euro im deutschen  Volk ist ausserordentlich gering. Viele Menschen fürchten, ihre solide D-Mark gegen einen unsoliden Euro einzutauschen…..An  anderer Stelle heisst es: ” Gerhard Schröders Mahnung, das Haus Europa nicht vom Dach her zu bauen, …kommt zu spät…Die Maastrichtfalle ist  geschlossen und fest in der Globalisierungsfalle verankert” Zu den moralischen Werten der Globalisierungsfetischisten schreibt Lehlbach: ” Die Börse reagiert positiv auf ein Anwachsen der Massenarbeitslosigkeit, ….weil Arbeitslosigkeit die Handlungsmöglichkeiten der Gewerkschaften beschränkt. Demokratie und Menschenrechte  sind nur noch Hindernisse für die Weltwirtschaft. Die Welthandelsorganistation unter Wortführung von Bundeswirtschaftsminister Rexrodt hat 1997 festgestellt, dass Zwangsarbeit, Kinderarbeit, Diskriminierung von Frauen und Unterdrückung von Gewerkschaften KEINE Handelshemmnisse sind..Lehlbach beschreibt in diesem Aufsatz auch sehr ausführlich, auf welch abenteuerliche Weise die Haushalte zurechtgestrickt wurden, um die Maastricht-Kriterien überhaupt erfüllen zu können. Auch und gerade von Deutschland.  So wurden Haushaltslöcher durch den Verkauf von Staatseigentum gestopft. Der Erlös der Telekom-Aktien sollte ursprünglich zur Abdeckung der Renten der Postbediensteten dienen….Das muss nun der Steuerzahler machen…
Wie erst müssen Länder wie Griechenland oder die anderen Sorgenkinder der Euro-Zone getrickst haben? Und das hat niemand bemerkt?

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Kommentare
  1. Ursula sagt:

    mal ehrlich – wer von uns wollte den Euro? Und wer hat an die Stabilität geglaubt ?? …ich zum Beispiel nie !!!!

    „Unsere“ Schulden“ sind nicht ohne…

    hier ein Überblick alles EU-Länder und deren Verschuldung. Ich bin kein Finanzexperte, aber wie lange kann das noch gut gehen, bevor der große Knall kommt ???

    http://www.haushaltssteuerung.de/schuldenuhr-deutschland.html

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