Einwanderungsland Deutschland?

Ein kontroverses Thema, soviel ist schon mal klar. Länder wie Frankreich, Großbritannien oder Portugal haben ein zusätzliches Problem. Man war jahrhundertelang Kolonialmacht und Bürger der einst besetzten Länder wurden gern gesehen….solange sie als Soldaten dienten, oder als Sportler für die ehemaligen Kolonialherren Meriten sammelten.
Die Realität schaue man sich am Besten in den Pariser Vorstädten an.

(*Besonders deutlich wurde dies während der Fußball-Weltmeisterschaft 1998, als das „Team Trikolore“ (équipe tricolore) im eigenen Land den Titel holte, und der Großteil der Mannschaft aus Spielern mit Migrationshintergrund bestand)
* http://focus-migration.hwwi.de/Frankreich.1231.0.html

Deutschland war schlau genug, auf Gebietsansprüche in Afrika zu verzichten und bekam im Gegenzug Helgoland zugesprochen.
(„Dieses deutsch-britische Abkommen wird oft als Helgoland-Sansibar-Vertrag bezeichnet, wodurch fälschlicherweise der Eindruck entsteht, diese beiden Inseln seien getauscht worden. Tatsächlich gehörte Sansibar nie zu Deutschland.“) * Quelle:Wikipedia

Klassische Einwanderungsländer, wie die Nord-und Südamerikanischen Staaten oder Ozeanien dagegen waren leer…..naja, fast leer. Die Beinahe-Ausrottung der Eingeborenen ist ein eigenes Thema. Immerhin wurde es den australischen Aborigines bereits in den 1960er Jahren gestattet, die australische Staatsbürgerschaft zu erhalten. Da war der weiße Mann eimal sehr großzügig….
Wer in diese Länder einwanderte, wollte vor allem Eines sein: Australier, Amerikaner, Kanadier etc. Aus der Heimat blieben höchstens Dinge wie der Weihnachtsbaum hängen.
41% der US-Amerikaner blicken auf deutsche Wurzeln zurück, aber versuchen Sie mal, sich dort auf Deutsch zu verständigen…(In Südamerika ist das ein wenig anders, aber auch das verliert sich)
Wenn man allerdings in Länder einwandert, die bereits eine Jahrhunderte alte, gewachsene Tradition haben, wird das schwierig.
Nicht in allen Fällen gelingt die Assimilation so gründlich wie im Falle der schlesischen Bergarbeiter, die im 19.Jahrhundert in den Kohlenpott auswanderten. Obwohl ihre Familiennamen fast immer auf „ski“ enden, sind das heute richtige Vorzeigedeutsche.
(Koslowski und und Tscherwinski machen Urlaub am Mittelmeer. Nach einem Blick auf ein Reklameschild sagt Einer:“Kumma, Wasserski ist auch schon da“)
Dass das alles nicht so einfach vonstatten ging, zeigt am Besten die Dokumentation „Rote Erde“
Auch Deutsche zog es innerhalb Europas weg. Gen Osten. Deutsche lebten in Ungarn, Moldawien, Serbien oder Kroatien für Jahrhunderte, dachten aber im Traum nicht daran, ihr Deutschtum aufzugeben.
„Wir sind stolz darauf, den jahrhundertelangen Assimilierungsversuchen standgehalten zu haben“ (Aus einem Heimatbuch der Donauschwaben, erschienen in den 1970er Jahren.)
Das sollte sich mal Erika Steinbach zu Gemüte führen, fällt mir bei der Gelegenheit ein.

Auf das Thema bin ich gekommen, nachdem ich eine Dokumentation über Migranten aus Syrien gesehen hatte. Dort wurde ein Syrer gezeigt, der bereits vor Jahrzehnten nach Deutschland kam und vollkommen integriert ist. Originalzitat:“ Als ich in Deutschland einwanderte, wollte ich nicht als Syrer hier leben, sondern als Deutscher.“
Bei ihm scheint das sehr schnell geklappt zu haben. Auch bei anderen Migranten funktioniert das. Man schaue sich die Nachrichten, oder das Morgenmagazin an: Viele der Moderatoren haben ausländische Wurzeln, aber eigentlich fällt das überhaupt nicht mehr auf. Im Gegenteil: Es ist völlig egal.(zumindest mir) Das sind Einheimische, basta! Ob Muslime, Schwarze oder Asiaten….irgendwann gehören sie dazu. Mehr dazu, als der braune Mob jedenfalls, der gerade im TV zu sehen ist, wo sie vor einem Flüchtlingsheim in Sachsen:“Deutschland den Deutschen“ skandieren.
Ich würde sagen:“ Deutschland den Anständigen, gleich welcher Religion, Hautfarbe oder Herkunft.“
Wenn es jetzt noch gelingt, gewissen Familienclans aus Arabien, Ost oder Südosteuropa, Salafisten und Islamisten beizubringen , dass sie entweder die hier geltenden Gesetze berücksichtigen, oder ansonsten dahin verschwinden sollen, wo sie herkommen,(die radikalen Konvertiten dürfen sie gern mitnehmen) dann sollte das funktionieren, mit dem Zusammenleben.
Denn auch eines sollte klar sein: Wer nur hierher kommt, um seinen kriminellen Machenschaften nachzukommen, den brauchen wir hier nicht. Von der Sorte haben wir schon genug Einheimische…..
Soweit der Idealfall. Die Realität spielt sich im Moment im sächsischen Freital ab.

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Über schwabenkrawall

Musiker, Freidenker, Schelm, Schreiberling
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2 Antworten zu Einwanderungsland Deutschland?

  1. Ursula schreibt:

    Dein Satz, ich zitiere : “ Deutschland den Anständigen, gleich welcher Religion, Hautfarbe oder Herkunft “ ,trifft den Nagel auf den Kopf!

    Das mit den Familienclans ist so eine Sache. Soviel mir bekannt ist, hat man den meisten von denen bereits die Deutsche Staatsbürgerschaft gegeben…

    Wenn sogar die Polizei vor diesen „Clans“ Angst hat und Richter Polizeischutz brauchen – Gut Nacht Deutschland……

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