Wer nicht wählen will muss fühlen.

Zur Zeit tagen die im Bundestag vertretenen Parteien zum Thema: Wahlmüdigkeit und Politikverdrossenheit.
Das ist der Tatsache geschuldet, dass immer mehr wahlmündige Bürger den Standpunkt vertreten:“ Völlig wurscht, wen ich wähle, man regiert eh‘ am Volk vorbei, bzw.“wird“ regiert. Von der Wirtschaft, von Lobbyisten, von Brüssel und nicht zuletzt vom großen Bruder jenseits des Atlantik.
Das will ich nicht ganz in Abrede stellen, denn im Moment werden die Richtlinien der Politik von einer Frau bestimmt, die nach flurbereinigtem Wahlergebnis nicht einmal ein Viertel der Wahlberechtigten wählten (70,1% Wahlbeteiligung, davon 34,1 für die CDU=23,9% aller Stimmbürger) Beim Koalitionspartner sieht’s noch peinlicher aus, da wären es grade mal 18%. Diese Parteien haben im Bundestag eine derartige Mehrheit, dass jedes – auch noch so blödsinnige Gesetz (Beispiel : Ausländermaut) – durchgewunken wird.
Und das, obwohl grade mal 41,9% dieser Koalition ihre Stimme gegeben haben.
Gut, der Opposition haben noch viel Weniger ihre Stimme gegeben, das sollte man nicht verschweigen.
Noch schlimmer sieht es in den Ländern aus, da schwanken die Zahlen zwischen unter 50 -bis knapp über 60%
Dem Gremium, das über diese Missstände zu Rate sitzt, möchte ich einen Vorschlag unterbreiten, der das Problem lösen könnte.
Springt über Euren Schatten und führt eine direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild ein. Die Mehrheit, das Grundgesetz dahingehend zu ändern, habt Ihr ja.
Grundlegende Entscheidungen (EU, Euro, Homo-Ehe um nur einige zu nennen) MÜSSEN vom Volk mitgetragen werden.
Die Berechtigung, an diesen Befragungen teilnehmen zu dürfen, muss an eine Bedingung geknüpft sein: Der Bürger müsste an Wahlen teilnehmen.
Sollten die Abstimmungen schlechte Ergebnisse zeitigen, müsste sich das Wahlvolk an die eigene Nase fassen und könnte nicht – wie gehabt – mit dem Finger auf die Politiker zeigen.
Ich halte jede Wette, dass die Wahlbeteiligungen sprunghaft ansteigen würden.
Ich halte ebenfalls jede Wette, dass dieser Vorschlag abgelehnt wird. Fadenscheinige Gründe, die dagegen sprechen, liegen sicher schon parat.
Ich meine: Was in der Schweiz geht, muss auch in Deutschland möglich sein.

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Über schwabenkrawall

Musiker, Freidenker, Schelm, Schreiberling
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8 Antworten zu Wer nicht wählen will muss fühlen.

  1. premvinayaka schreibt:

    Die “Flurbereinigung” mach’ ich auch gleich bei jeder Wahl – das Ergebnis ist erschreckend. Und dann hat so ein Vollpfosten wie der CSU-ler Thomas Goppel bei Anne Will die Frechheit zu behaupten, die Mehrheit der Deutschen sei gegen die “Homo-Ehe”. Auf das folgende Gelächter und die Fragen, wieso das denn, kommt die Begründung: weil wir im Bundestag die größte Partei sind und in Bayern samma die Mehran (haben wir die Mehrheit) … Ja schon, aber wovon ??? Der glaubt das auch noch, dass sich seine 34,1% auf alle Wähler stützen und selbst dann würd’ ich das – rein mathematisch – noch nicht als Mehrheit bezeichnen … 🙂 !!!
    http://www.ardmediathek.de/tv/Anne-Will/Streitfall-Homo-Ehe-Bekommen-wir-bald-/Das-Erste/Video?documentId=28864532&bcastId=328454

  2. schwabenkrawall schreibt:

    Ich habe diesen Beitrag an ALLE Bundestagsabgeordneten geschickt. Bisher keine einzige Antwort…ausser 39 delivery-fails…..und vom Gauweiler, der sei umgezogen.:)

  3. Ursula schreibt:

    die meisten unserer Mitbürger haben noch nie begriffen, dass über unsere Köpfe hinweg entschieden wird. In anderen Ländern nennt man das Diktatur – in Deutschland ist das noch moderat……

    Es werden Bürgerbegehren einfach abgelehnt, wie hier als Beispiel : http://www.morgenweb.de/newsticker/mannheim-verfahren-b%C3%BCrgerbegehren-abgelehnt-1.2206477

    Auch Petitionen werden einfach ignoriert oder abgeschmettert, obwohl hunderttausende Unterschriften vorliegen.

    Die Damen und Herren im Bundestag müssten nicht extra zum Thema Politikverdrossenheit einen ganzen Tag verplempern, wenn sie die Hirne einschalten würden !

    • DerMixer schreibt:

      ***SIGN***

      Auch ganz klar für mehr Burgerentscheide nach Schweizer Vorbild.

      Wenn dann noch die Bürokratie etwas abgebaut würde, könnte man in diesem Land vieleicht sogar was bewegen.

      Allerdings glaub ich nciht mehr drann…
      … Freuen würd ich mich aber sehr.

    • schwabenkrawall schreibt:

      Dann muss sich ganz einfach eine Partei aufmachen, die den Volksentscheid auf ihre Fahnen schreibt. Und zwar ganz vorne!

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