„Homo-Ehe“. Was die Iren können, können wir noch lange nicht.

Wir waren ja die letzten 3 Wochen auf der grünen Insel und die Plakate für das Referendum waren nicht zu übersehen:“A child needs a father AND a mother“ vote NO ! Oder “ Equality for everybody“ vote YES.
In Irland? Stockkatholisch? Never, dachte ich und sah mich getäuscht. 63% stimmten mit Yes ab, das ist deutlich. Obwohl sie religiös sind, oder vielleicht gerade deswegen?
Und in Deutschland? Da kriegt man nicht einmal ein Referendum hin, weil die Verfassung das nicht vorsieht.
Das ist eine wohlfeile Ausrede für das bigotte Politikerpack.
Stattdessen befinden die Betonköpfe von CDU und vor allem CSU darüber, was Volkes Wille zu sein hat.
Ist es wider die Natur, wenn ein schwules Paar ein Kind adoptiert? (es könnte ja schwul werden, igitt)
Ist es nicht viel mehr wider die Natur, wenn Kinder in Waisenhäusern sitzen?
Sind Heteros die besseren Eltern, werden dort keine Kinder durchgeprügelt, missbraucht oder schlecht – bis gar nicht – erzogen?
Auch Menschen, die schwule Paare befremdlich finden sollte wenigstens begreifen, dass zwei Mütter oder zwei Väter allemal besser sind als ein Waisenhaus.
Man wird nicht durch Erziehung schwul, wie sonst erklären sich ca. 5-8% Homosexuelle, die ja zu 99% in Hetero-Familien aufgewachsen sind?
Ist es gerecht, dass schwule Paare die gleichen Pflichten wie ein Hetero-Paar haben, bei den Rechten oder steuerlichen Behandlungen aber in die Röhre schauen? 
Die „eingetragene Lebensgemeinschaft“ ist eine Falle, der Staat macht sich hier einen schlanken Fuß. Im Ernstfall haben die Partner füreinander einzustehen, auch und vor allem finanziell.
Das ist okay so, aber dann bitteschön auch steuerliche und rechtliche Gleichbehandlung.

Ich glaube, die Bevölkerung in Deutschland würde nicht anders voten als die Iren. Und davor haben hardcorekonservative  Politiker am meisten Angst.
Und deshalb wird es bei uns auch kein Referendum geben.

Achja….ich bin übrigens hetero. Hardcore. 🙂

16 Gedanken zu “„Homo-Ehe“. Was die Iren können, können wir noch lange nicht.

  1. Pingback: Eine gleiche Ehe für alle? Diskussionen über die Öffnung der Ehe nach dem irischen Referendum

    1. Ursula

      …die Gamsbärte bekommen aber nur die Heteros in der Landesregierung – zwecks besserer Identifizierung 😀 😀 😀

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  2. Kleine Korrektur zum Artikel: Das Ehegattensplitting gilt inzwischen auch für eingetragene Lebenspartnerschaften. Danke mal wieder ans Bundesverfassungsgericht und natürlich auch an Sabine Maria Augstein, eine der bekanntesten Trans-Anwältinnen hierzulande:
    http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rs20130507_2bvr090906.html

    Und eine Betrachtung zu den Kindern, wird auch immer gerne geboten, das Wohl des Kindes und die vielen Kinder die in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften still vor sich hin leiden.

    Leiden sie? Oder doch nicht? Hier die Antwort:
    http://www.sueddeutsche.de/leben/von-kindern-die-bei-homosexuellen-paaren-aufwachsen-hinter-dem-horizont-gehts-weiter-1.1604616

    Und die im Text erwähnte Studie gleich noch hinterher:
    http://www.bmjv.de/SharedDocs/Downloads/DE/pdfs/Forschungsbericht_Die_Lebenssituation_von_Kindern_in_gleichgeschlechtlichen_Lebenspartnerschaften.pdf?__blob=publicationFile

    Die sehr vorsichtige Aussage ist, daß die Kinder aus gleichgeschlechtlichen Partnerschaften MINDESTENS mit denen aus einer ganz normalen Partnerschaft mithalten können.

    Wie man dann daraus ein Argument gegen die Ehe-Öffnung und das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare herzaubern kann ist sicher höhere Magie.

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    1. Felix

      Weil alle heterosexuellen Paare entdecken, dass sie homosexuell sind, wenn da Gleichberechtigung herrscht oder wie? Sehr interessante Ansicht…

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  3. Ich wäre aber dafür dass man auch seinen Hund, Pferd oder Schaf heiraten kann und dies endlich rechtlich und steuerlich mit dieser bigotten spiessigen blöden rechtsradikalen Mann-und-Frau-Heirat gleichstellt… Schon alleine aus dem Grund weil es Heteros gibt, die mit Tieren GV haben und sogar dennoch mit einem 2 Beiner verheiratet sind. Vielleicht kann man auch eines Tages seine eigenen Kinder heiraten, mit fremden Kindern haben es ja die Grünen schon mal in den Leitsätzen gehabt und durchexerziert. Hierzu ein FAZ Artikel, geschrieben von einem homophoben Ewigestrigen, dessen einziges Glück in seinem Leben war dass er wie 97% aller seiner homophoben Artgenossen einen Vater und eine Mutter hatte und darüber einen Riesenaufstand macht. So was aber auch!
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/homo-ehe-verfechter-der-ehe-ziehen-sich-zurueck-13611305.html

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  4. Ursula

    Bei der bigotten, bornierten Bande und deren „Meinung“ geht mir grade auch zu diesem Thema die Galle hoch. Ein so scheinheilige Bagage !!!
    Vater und Mutter??? Was ist, wenn ein Elternteil verstirbt? Von den vielen Geschiedenen ganz zu schweigen. Wird man zwangsverheiratet, weil Kinder im Haushalt leben??? Der männliche oder weibliche Part fehlt und es dann keine Familie mehr ist???
    Oh je! Wenn sich dann nur noch Mutter und Großmutter oder die männlichen Verwandten um die Kinder kümmern, werden die dann zwangsläufig homosexuell ???

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    1. Ursula

      ein Kommentar gestern auf FB – ich zitiere: Irland war grün jetzt ist es Pink – time to go

      😀 😀 😀

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