Mein irisches Reisetagebuch: 7. Heute von Game of Thrones, Riesen und Frühkapitalismus.

Ich melde mich mal wieder, war zu faul die letzten Tage.
Vorgestern kam unsere Schwägerin für ein paar Tage zu Besuch und da muss man ja was bieten.  Also erstmal in den Nationalpark Glenveagh mit dem gleichnamigen Castle. Das hatte ein amerikanischer Milliardär um die Mitte/Ende des 19.Jahrhunderts gebaut und war dabei nicht gerade zimperlich mit den Kleinbauern umgegangen, deren Pachtland er ihnen unter dem Hintern wegkaufte um seinen Sommersitz bauen zu können. Rund 200 Familien mussten daraufhin ihre Höfe verlassen, Einige wanderten nach Australien aus, Andere direkt ins Armenhaus. Nachdem das Schloß einige Male den Besitzer gewechselt hatte, gehört es heute dem Staat. Wir lernen: Kapitalismus brachte schon immer skrupellose Schweine hervor (der sog.Kommunismus allerdings auch)

image

Die Reichen und Schönen, sowie die ganz schön Reichen logierten gern in den heiligen Hallen, darunter die Garbo und der Jahrhundertgeiger und Dirigent Jehudi Menuhin. Letzterer gab vor der Gesellschaft ein kleines Konzert und der damalige Besitzer, der sich wohl mehr mit Geld als mit Kultur auskannte, dankte anschließend „Mr.Judy McManahan“ auf’s Herzlichste.

Heute waren wir auf einem Trip nach Nordirlands Küste. Eine Grenze ist nicht mehr zu erkennen, man merkt, dass man in U.K. ist daran, dass das Navi seltsame zulässige Höchstgeschwindigkeiten anzeigt, „97km/h“ z.B. Hier gelten Meilen und wenn da 30 steht, dann darf man 48Km/h fahren. Außerdem braucht man britische £ und da wir die nicht hatten, mussten wir uns die Eintrittsgebühren erschleichen. Am Giant’s Causeway parkt man 2Km außerhalb des Visitorcenters (wo es eh‘ zugeht wie in der Drosselgasse in Rüdesheim) und geht querfeldein auf die Klippen, wo man vulkanische Basaltsäulen sehen kann, die aussehen, als kämen sie aus dem Baumarkt, so gleichmäßig sind die.

image

11km weiter in Carrick-A-Rede gibt’s ein Spektakel, das darin besteht, auf einer Hängebrücke von einer Klippe zur anderen zu marschieren. 20m! Für 5,50£ pro Nase. Fast 9€!…am Arsch, nicht mit mir. Pfund hatten wir eh‘ nicht und so genügt auch ein 60x Zoom um das Ding zu sehen.

image

Auf dem Rückweg noch ein Abstecher ins „Ballintoy Harbour Cafe“ in dessen Umgebung einige Sequenzen aus Game of Thrones gedreht wurden. Das lohnt sich dann wirklich, denn parken kost‘ nix und im Cafe nehmen sie sogar Euro.

image

So. Gute Nacht, 380km über irische Straßen machen müde, bis demnächst 🙂

Advertisements

Über schwabenkrawall

Musiker, Freidenker, Schelm, Schreiberling
Dieser Beitrag wurde unter Ethik, Europa, Reisen abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten zu Mein irisches Reisetagebuch: 7. Heute von Game of Thrones, Riesen und Frühkapitalismus.

  1. Ursula schreibt:

    Wir sind gut davon gekommen. In der Augsburger-Gegend sind viele Häuser unbewohnbar……

  2. Ursula schreibt:

    Da Deine Jule eine fleißige Fotografin ist, war ich bereits „im Groben“ weitgehend über den „Ausflug“ informiert. 😀 😀 😀
    Das Wetter in Irland scheint wunderbar zu sein. Über Eure Heimat ist gerade ein heftiges Gewitter gezogen – zu uns kommt es erst. Da bin ich gar nicht scharf drauf !

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s