Deutschland ade, nix wie weg….Irland ruft.

Veröffentlicht: April 30, 2015 in Autofahren, Deutschland, Europa, Reisen
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Seit Februar sind wir hier und jetzt ist’s an der Zeit, mal wieder abzuhauen.
In Deutschland sind wir ohnehin nur noch, weil ich in 2 Bands spiele, ansonsten hält uns hier nichts. Aber nun nehmen die klaustrophobischen Zustände wieder überhand.
Deutschland ist ein schönes Land, es hat nur einen Nachteil: Es ist zu voll. Viel zu voll.
Für einige Wochen geht’s nach Irland und dann sehen wir weiter. Irland hat 20% der Fläche Deutschlands, aber nur 5,7% seiner Einwohner. Das heißt: Wäre Irland so voll wie Deutschland, müssten dort 16,4 Millionen Iren leben. Da es aber nur 4,6 Millionen sind, bedeutet das: Mehr Platz, leerere Straße, weniger Gedränge in Supermärkten und anderen öffentlichen Räumen.
Also: Weniger genervte Menschen. Und das merkt man z.B. daran, dass man von wildfremden Dorfbewohnern gegrüßt wird, wenn man mit seinem Leihwagen die Dorfstraße lang fährt, wo der Ire leidenschaftlich mit Rasenmähen beschäftigt ist. Wenn’s grad nicht regnet!
Wenn die Straße zu schmal ist (und das ist sie in Irland fast immer) dann kann es vorkommen, dass ein Einheimischer vor dir einfach seinen Wagen anhält, um mit einem Bekannten die Ereignisse des Tages zu erörtern. In Deutschland würde das eine Anzeige wegen Nötigung, oder mindestens ein wütendes Hupkonzert nach sich ziehen. Nicht so in Irland. Man steigt am besten aus, gesellt sich dazu und bietet Zigaretten aus der Heimat an, die gern genommen werden, denn Rauchen ist in Irland fast so unerschwinglich, wie in OZ und NZL. Nachdem man sich mit den Zufallsbekanntschaften ausgetauscht hat (manchmal wird auch noch gesungen) geht es langsam weiter. Das heißt: theoretisch mit 110km/h. Denn in Irland gilt oft 110, auch wenn es den Gesetzen der Physik widerspricht. Der Ire als Solcher jedoch weiß das und fährt nur so schnell, wie es geht. Die Einzigen, die aus der Kurve fliegen, sind deutsche Touristen, die sich grundsätzlich an gesetzliche Vorgaben halten. Man erkennt diese auch daran, dass sie beim Abbiegen immer den Scheibenwischer einschalten, weil der Wischerhebel auf der falschen Seite ist. (Das gilt natürlich nicht nur für Irland, sondern für alle left-hand-drive Länder)
Mittlerweile haben wir in Irland auch Freunde, eigentlich sogar mehr als hier. Es ist unkomplizierter als bei uns. Man muss sich nicht monatelang vorher verabreden, sondern man ist da, wenn man da ist. Hier würde ich mich nicht trauen, einfach bei Bekannten zu klingeln, wenn man grad in der Nähe ist.
Von 2 Freunden in Irland jedoch mussten wir uns trennen, weil sie sich als grandiose Arschlöcher entpuppten.
Es handelte sich um ein deutsches Auswandererpaar……

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Kommentare
  1. Ursula sagt:

    ….ich bin lieber daheim! Außerhalb meines Refugiums kann es so voll sein wie es will. Das stört mich nicht.
    PS: klingeln kannst Du bei mir nicht so einfach – ich habe keine Klingel 😀 Aber unangemeldet anklopfen ist erlaubt..

    Wünsche Euch eine tolle Irland-Rundfahrt bei angenehmen Wetter !!!

  2. Oh je, das muss ja ein schreckliches Land sein, dieses Deutschland. Gott sei Dank wohne ich in Bayern! 😉

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