Die Nato drängt weiter nach Osten.

Bollwerk gegen Russland? Nato baut dauerhafte Stützpunkte in Osteuropa . So der Focus heute. Deutsche sollen nicht nur beteiligt werden, nein, sie sollen gleich die Leitung übernehmen. Da werden sich die Russen freuen.
Wie ist das denn nun mit dem Verzicht auf eine Nato-Osterweiterung? Ich ging bis vor kurzem davon aus, dass dies den Russen in den 2+4 Gesprächen zur deutschen Wiedervereinigung zwar mündlich zugesichert wurde, aber im allgemeinen Durcheinander wurde vergessen, dies schriftlich zu fixieren. So die interessierte Presse und Politik.
Stimmt nicht, sagte Gorbatschow bereits im Nov. dem ZDF „Eine Zusage bzgl. Verzicht auf Nato-Osterweiterung gab es nicht“ so, Gorbatschow. Jetzt rückt die Nato dem russischen Bären immer dichter auf den Pelz und ein Jeder mag sich selbst ausrechnen, wie lange das noch folgenlos bleiben wird.
Da hat sich Michail Gorbatschow von Genscher&Co. ordentlich über den Tisch ziehen lassen und so kritisierte er auch das Verhalten des Westens: „Die Welt steht am Rande eines neuen Kalten Krieges“ sagte Gorbatschow in dem Zusammenhang. Kalt? Wenn’s so weitergeht, wie in der Ukraine, dann wird das ein heißer Krieg.
Ich glaube, Herr Gorbatschow ist ein guter Mensch, um nicht zu sagen, gutgläubig. Er ging wohl davon aus, dass der Westen genau so gutwillig ist, aber da hat er die „Partner“ völlig falsch eingeschätzt. Kapitalismus ist Imperialismus und da werden nun mal Grenzen verschoben. Und wenn es dabei kracht, dann ist auch das ein Teil des Wesens des Kapitalismus. Weil ein grenzenloses Wachstum nicht geht – das weiß auch das Kapital – dann muss von Zeit zu Zeit einfach Bestehendes zerstört werden, damit man am Neuaufbau wieder verdienen kann. Ich fürchte nur, dass nach einem heißen Konflikt mit der Atommacht Russland ein Aufbau nicht mehr nötig sein wird. Auf einem nuklear verseuchten Terrain lässt sich schlecht leben.
Putin steht nicht nur wirtschaftlich am Abgrund und wenn er sich nun auch noch militärisch vom Westen immer mehr unter Druck sieht…….?
Gorbatschow zur Osterweiterung

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Über schwabenkrawall

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7 Antworten zu Die Nato drängt weiter nach Osten.

  1. Wolfgang Gosejacob schreibt:

    In Anbetracht der Nachrichten über den Zustand der Bundeswehr z.B.:
    – 1 einsatzfähiges U-Boot
    – 4 einsatzfähige Hubschrauber an der Nordsee ….
    – massiv reduzierte Anzahl der Flugstunden für den Euro-Fighter
    – eingeschränkte Transportkapazitäten
    – Hin- und Hertransport von funktionsfähigem Material von einem Übungs- /Einsatzort zu einem anderen
    – marode Kasernen
    – uvm.
    … kann man nur hoffen, dass die russischen Atomwaffen noch so weit in Schuss sind und dass die ansonsten so wissbegierigen westlichen Nachrichtendienste über deren Zustand so gut informiert sind, und dass die alternativlose, atomare Abschreckung, von der die westlichen Militärs, bis hin zum Ex-Kanzler S. immer in Richtung Osten geschwärmt haben, dass die Abschreckung dann auch in Richtung Westen so gut funktioniert und nicht zu falschen Einschätzungen oder Mutproben führt.

    • schwabenkrawall schreibt:

      Die Bundes-Uschi will sogar geregelte Arbeitszeiten einführen. Das erinnert mich an Asterix bei den Briten, die immer zur „Heißwasser-time“ (Tee wurde ja erst später von Metusalix eingeführt) die Schwerter fallen ließen.

      • Wolfgang Gosejacob schreibt:

        v.d.Leyen möchte übrigens 10% der Schulabgänger eines Jahrganges „casten“, um die Besten herauszufiltern. Als Nachweis fürhrt sie in der Rede im Bundestag vor einigen Tagen die:
        – U-Bootfahrer
        – Kampftaucher und
        – den Kampfmittelräumdienst an.
        Mit Sicherheit die drei personalintensivsten Bereiche der Bundeswehr! Wir haben offiziell vier aktive U-Boote mit einer Besatzung von 27 Mann. Ich hörte davon, dass nur eins funktionsfähig wäre. — Die Differenz beträgt trotzdem nur 81 Mann.

        Und dafür 10% aller Schulabgänger als Führungselite casten? Dafür Werbung für 16 oder 17 jährige in der Schule, weil die sich eventuell noch durch tiefbrummende Motoren und aufheulende Turbinen blenden lassen?
        Wo bitte trägt man im Verteidigungsministerium eigentlich den Kopf, wenn man nicht gerade Waffenlieferverträge aus dem Internet ausdruckt und die Haftung der Lieferer „vergisst“?

        .
        Die Nachrichten über die Kasernen
        ——————————————–
        … sind so schlecht, dass der Begriff „schlechte Arbeitsbedingungen“ sicherlich nicht übertrieben ist (hohe Abbrecherquote). Wie das zu Zeiten der Wehrpflicht gewesen ist, mag in der Zeit des Kalten Krieges relativ besser gewesen sein, weil die Gelder zumindestens ins Material flossen. Berufssoldaten hatten sicherlich noch mal andere Bedingungen als Wehrpflichtige.

        .
        Man kann über die Notwendigkeit,
        ——————————————-
        … die Größe, die Ausstattung und die beschlossenen Einsätze des Militärs streiten, wie man will. Solange der Staat insgesamt ein Militär hat, sollten die dort „Beschäftigten“ (im JobCenter heißt diese Verballhornung „Kunden“) auch gute Arbeitsbedingungen haben. Dazu gehören heißer Tee, gutes Material, insbesondere sichere Schutzkleidung, geregelte Arbeitszeiten und auch Kindergärten. Warum sollten die Kinder von Soldaten unter den Bedingungen leiden? Auf eine Integration der Kindergärten in die normale Bevölkerung sollte geachtet werden. Sonst haben wir zukünftig neben Kindern mit Migrationshintergrund auch noch Kinder mit militärischem Hintergrund zu integrieren!

        Im Gegenzug dazu sollten einige Soldaten und Reservisten von dem Zug des selbst auf die Schultern Klopfens absteigen, dass sie die Helden der deutschen Hochwasserrettung wären und dass ihnen dafür ein besonderer Ruhm gebührt.
        Wenn die Selbstrechtfertigung des Militärs sich danach bemisst, dass es beim Hochwasser mit seinem Material anrückt, dann reicht es das Geld ins THW und einen guten Hochwasserschutz zu investieren. Soldaten braucht es dafür nicht!

    • muffy2013 schreibt:

      Ja Wolfgang,würde ich auch hoffen,doch Las Vegas liegt auch in den USA und da ist das Roulettspiel ein beliebter Zeitvertreib.

  2. muffy2013 schreibt:

    Ich glaube auch nicht dass Putin wirtschaftlich bereits am Ende ist.Es gibt auch noch andere Riesen-Handelspartner,China,denen das Spielchen des Westens sicher auch nicht gefällt.Er hat sicher noch ein paar Trümpfe im Ärmel und ich halte Ihn auch für clever genug,dass Er die noch lange nicht auf den Tisch legt.Das meint jedenfalls auch ein guter Bekannter von mir,ehemals DDR-Journalist und Russland-Kenner.

  3. corinna1960 schreibt:

    Diese I***ten werden uns noch alle umbringen.

    Wenn die USA unbedingt Rußland schaden wollen dann sollen die Merkel befehlen dem Iwan (bzw. jetzt Wladimir) doch einfach die gesamte Ukraine zu schenken und vielleicht sogar noch Griechenland. An diesem Happen dürfte sich der russische Bär verschlucken.

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