Griechenland: Gibt es eigentlich einen Linksfaschismus?

Das ist ein Widerspruch in sich, aber wenn man sich diese seltsame Koalition anschaut? Wie links ist Tsipras eigentlich, wenn er mit offen antisemitischen, homophoben und ausländerfeindlichen Kräften koaliert? Auch unsere Linke kam in Erklärungsnot, als sie den Wahlsieg feierte und dann von der Koalitionsentscheidung kalt erwischt wurde.  Was das bedeutet könnte man nachvollziehen,  wenn die Linke bei uns mit der NPD eine Koalition einginge. Nun wird man künftig gewaltige Probleme damit haben, auf Faschisten in der ukrainischen Regierung (zu Recht) hinzuweisen.
Der Flirt mit Putin? Gut, darüber kann man geteilter Meinung sein, denn, was die EU auf Geheiß des großen Bruders mit ihren völlig kontraproduktiven Sanktionen bewerkstelligt, dient ja nur den Amis. Wir schaden uns im gleichen Maß, wie wir den Russen schaden und davon haben nur die USA etwas. Wir wären besser beraten, in diesem Wirtschafts-und Währungskrieg mit, statt gegen die Russen zu arbeiten. Aber das ist ein anderes Kapitel….erstmal will Frau Merkel die Krim befreien..:(
Griechenland…..dass dieser bankrotte und korrupte Staat in den Euro gelassen wurde, ist mir immer noch ein Rätsel. Wieviele Entscheingsträger dafür wohl geschmiert werden mussten? Ein weiteres Rätsel ist, weshalb die Griechen diesen kriminellen Haufen wieder und wieder an die Spitze des Staates gewählt haben? Vielleicht auch deshalb, weil zehntausende Beamte eigentlich nur zum Gehaltkassieren eingestellt waren? Dass Tsipras genau diese entlassenen Beamten jetzt wieder einstellen will, gibt mir nachhaltig zu denken.
Dass das Volk leidet, ist unbestritten und nicht hinnehmbar. Dies wäre allerdings mit einem Schlag erledigt, wenn man (einmal! ) dem Beispiel der USA folgen würde und die Steuerpflicht an die Staatsangehörigkeit koppelte. Nicht hinnehmbar ist allerdings auch, dass z.b. die baltischen Länder, die ebenso knallharte Sparprogramme wie die Griechen hinter sich haben, jetzt für Griechenland zahlen sollen. Das kann man niemandem erklären. Und jetzt? Egal was passiert, ob die Griechen zur Drachme gehen oder im Euro bleiben: Der Steuerzahler hat für die Ausfälle, die von verantwortungslosen und korrupten Politikern auf BEIDEN Seiten und kriminellen Bankern verursacht wurden, geradezustehen.
Ein Freund, der lange in Griechenland lebte und arbeitete, schrieb mir: „Griechenland ohne Korruption, das geht nicht“…..Peter, ich glaube, das gilt nicht nur für Griechenland.
Fazit: Zunächst habe ich mich darüber gefreut, dass die Lügner und Banditen in Athen abgewählt wurde. Wer aber mit Faschisten koaliert und als erste Maßnahme 10.000 Beamte – die er nicht bezahlen kann- wieder einstellt, der ist um kein Jota besser als seine Vorgänger. Das Chaos hat nur eine andere Farbe bekommen…rot-braun…

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Über schwabenkrawall

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5 Antworten zu Griechenland: Gibt es eigentlich einen Linksfaschismus?

  1. Wolfgang Gosejacob schreibt:

    ja – dieser Sieg hat etwas befremdliches.
    Es stellt sich die Frage, ob es eine Alternative gab? z.B. aus der bisherigen Regierungspartei eine handvoll halbwegs tauglicher Mandatsträger herauszulösen und mit denen eine Regierung zu bilden. Die genauso versiffte Pasok scheint sich ja in Luft aufgelöst zu haben. (Italien dürfte auch noch eine Seilschaften-Aufräumaktion vertragen. Weitere Länder sollten folgen!
    … Bis nach Deutschland! — Man schaue nur in die Parteienfinanzierung, das Lobbying und die Abgeordnetenbestechung, ohne die in Deutschland angeblich kein Mandatsträger arbeiten kann. Bis zu den Mauscheleien innerhalb der SPD, exemplarisch am Fall Edathy und der Glaubhaftigkeit der Einzelaussagen der Protagonisten, u.a. mit dem vergesslichen Hamburger „Kahrs“ und den anderen Parteimitgliedern, bis in die Sicherheitsorgane, die nicht so recht wissen wollen, was passiert ist.
    Kein Anlaß zur Hähme über die SPD! … Bei der Union hieß das: „Ich gebe ihnen mein Ehrenwort!“ und „Ich habe den Spendern mein Ehrenwort gegeben!“ Und bei der CSU: „Amigo“ oder: „Das dürfen Sie in voller Länge senden!“)

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    Zurück zu Griechenland
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    Aber die Verpflichtung binnen weniger Tage eine neue Regierung aufgestellt zu haben, hat eventuell die Sondierungsmöglichkeiten eingeschränkt. — Wer kann das von hier aus schon einschätzen? — Klüger ist man sowieso immer nur nachher! UND: Die Geschichte schreiben die Sieger!

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    Bei den einzustellenden Beamten muss man sicherlich erst einmal gucken, ob das Flakelaki-Sesselpuper waren oder auch Putzfrauen, die den Lebensunterhalt für die Familie verdienen müssen.
    Ob das nun als Beamter stattfindet, oder im Rahmen eines Arbeitsförderungsprogramms ist doch letztlich egal. Das Geld muss von den Banken zunächst zu den normalen Beschäftigten, um das Leben zu finanzieren! — Die Organisation und die Arbeiten, die diese „Angestellten“ zu erledigen haben, muss verändert werden.

    Auch da hat sich die Troika scheinbar bisher nicht als guter Berater hervorgetan. Schaffung eines funktionierenden Behördenwesens, Finanzämter, Katasterämter, … Die bisherigen griechischen Verantwortlichen wollten sich sicherlich nicht in die Karten gucken lassen und die anderen Europäer haben sich auf der alten These ausgeruht: „Schließlich wollen wir die Griechen ja nicht bevormunden. Griechenland ist ein souveräner Staat! Da dürfen wir uns nicht einmischen!“

    Gleichzeitig geht man aber hin und beschimpft die Griechen (u.a.) als verschwenderisch. Wie billig!
    Schade nur, dass die Regierungen und auch die „Standardmedien“ in die gleiche Kerbe hauen und die Pressefreiheit (immerhin die 4. Säule der Macht) nicht für umfassende investigative Recherchen und echte Meinungsbildung genutzt wird.

    Für eine Verhinderung des Mindestlohns bei Zeitungausträgern reicht es immerhin! Denn dort wäre ja die Meinungsfreiheit gefährdet! — Welch ein Kelch von Krokodilstränen!

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    Die Bandbreite
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    … für ein „alle wieder einzustellenden ‚Beamten‘ über einen Kamm scheren“ wird sicherlich zu breit sein.

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    Allerderings ist die Bewegung, die jetzt — binnen weniger Tage — in Europa zu beobachten eine, die eventuell / hoffentlich das rot-braun erfolgreich zu überdecken vermag.

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    Hoffentlich wird im Zusammenhang mit dem Schuldenschitt und dem irrwitzigen Eintritt von Griechenland in die EU endlich auch einmal thematisiert, dass diejenigen, die Griechenland in die Währungsgemeinschaft aufgenommen haben, eine genausogroße, wenn nicht höhre Verantwortung haben, als die „betrügerischen“ Griechen. Sie hätten ALLE „NEIN“ sagen können. Dass Kohl sich nach Verhandlungen zu Gunsten der Griechen dann dennoch über den Tisch ziehen ließ, entschuldigt nichts.
    Ich bin auf die Auswirkungen gespannt, wenn Tsipras auf die Idee kommt alle Möglichkeiten und Notwendigkeiten in der EU, bei denen es auf EINSTIMMIGKEIT ankommt mit einem kurzen „Nein“ zu beantworten.

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    Gleiches ist mit der Ukraine
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    … und dem quartalsweise aufflammenden Thema „NATO-Beitritt“ zu beobachten.
    JA – selbstverständlich will die Ukraine in die NATO hinein und Handel mit der EU treiben. Aber ALLE NATO-Länder haben die Möglichkeit dem Beitrittwunsch ein NEIN entgegenzusetzen. Macht man mit der Türkei und der EU ja auch! 😀 Welch ein schlechter Witz!

    Es wird in der öffentlichen Diskusstion immer so getan, als wenn alleine der Wunsch des Beitretenden maßgeblich wäre! (zumindest scheint es für die Bereiche Wirtschaft und Militär zu gelten. Wie beschrieben gibt es mit der Türkei und der EU ja Probleme. Sind die etwa religiöser Natur? Gehört der Islam zwar zu Deutschland aber nicht zur EU? In der NATO ist die Türkei ja … Großes FRAGEZEICHEN!

    .
    Schließlich wollten ALLE ehemaligen Staaten des Warschauer Paktes freiwillig in die NATO eintreten und die NATO war scheinbar fast gezwungen die Länder aufzunehmen. „Och … arme NATO!“, sage ich da nur. „Arme NATO!“ — So etwas, wie man es der Türkei von der EU aus vorhält, die „priviligierte Partnerschaft“, scheint im militärischen nicht möglich gewesen zu sein.

    .
    Welch ein Armutszeugnis
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    … von einer großen Liste freiheitlicher Länder, dass sie sich dem Beitrittwunsch der ganzen ehemaligen Ostblockländer nicht widersetzen konnten, die sich vom ehemaligen Brudervolk bedroht fühlen. Und als Folge muss man nun leider damit leben, dass Russland sich „umzingelt“ fühlt?
    Genauso irrwitzig ist eine Informationsbroschüre, die man jetzt angeblich nord-östlich von Polen an die Bevölkerung verteilt, wie man sich vor eindringenden Russen schützen könne, wenn die plötzlich auch dort die russischstämmigen Bevölkerungsteile schützen wolle. „Duck and cover“, sage ich da nur!

    Gleichzeitig schaut die ganze Weltgemeinschaft in den TV-Nachrichten zu, wie in der Ukraine, in Syrien und auch in anderen Teilen der Welt die Opfer der Großmannsucht vor der Kamera und vor engagierten Journalisten frieren oder sterben.

    Ein dreifaches Hoch und Hipp Hipp Hurra auf die territoriale Integrität der Länder, die die Briten und die anderen Kolonialmächte mit schnurgerader Grenzziehung hinterlassen haben. Eine territoriale Integrität, hinter der sich gute Geschäfte mit Diktatoren und (auch griechischen) Oligarchen machen lassen, weil dann die Preise für Waren, Dienstleistungen und Rohstoffe so schön niedrig bleiben und man sich keine neuen Flakelaki-Empfänger in den Ländern suchen muss. Die Anzahl der notwendigen Verhandlungspartner bleibt so schön übersichtlich! Lieber noch ein neues Freihandelsabkommen und noch ein paar Reste der Lebensmittelüberproduktion Elektroschrott oder Bekleidungsreste, die man dorthin exportiert …

    God save the Queen!

    hip, hip, hooray!
    hip, hip, hooray!
    hip, hip, hooray!

    .
    Ich wünsche UNS allen alles Gute!
    Schlechter kann es doch kaum noch werden! – Oder doch?

  2. Ursula schreibt:

    Das Ganze war von vorne herein klar – sobald einer an der Spitze steht, dreht er sich um 180°. Und das nicht nur in der Politik….

    Hat wirklich jemand etwas anderes erwartet ????? Ich nicht.

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