Archiv für November, 2014

Ich könnt’s kurz machen, aber das wäre dann doch etwas zu billig.
Man wird im Laufe seines Lebens in Dinge verwickelt, für die man entweder nur bedingt verantwortlich ist, oder durch Umstände zu Entscheidungen gezwungen wird, die das Leben nun mal so mit sich bringt. Das bleibt selbst einem harmoniesüchtigen und konfliktscheuen Menschen wie mir nicht erspart.
Sei es im Beruf, in der Familie oder im Freundeskreis, irgendwann ist irgendjemand stinksauer auf einen. Beispiele will ich nicht nennen, denn das wäre genau das, worauf ein rachsüchtiger Mensch wartet. Meist lernt man dessen Meinung über einen selbst erst dann wirklich kennen.
Man wird mit Attributen belegt, die den ein oder anderen Straftatbestand erfüllen, man wird öffentlich angeprangert, in sozialen Medien, bei gemeinsamen Bekannten, oder sonstwo. Wie reagiert man darauf? Zurück keilen? Endlose „offene Brief-Schlachten schlagen? Ein Streitgespräch führen?
Nichts von alldem, denn genau darauf warten diese Leute.
Ich habe in meinem langen Leben gelernt, wie man dem am besten begegnet: „IGNORIEREN!!“, denn nichts bringt den Widerpart mehr aus dem Konzept. Und irgendwann  hört die ganze Scheisse auf. 🙂

Germany, Du hast uns wieder…..aber nur kurz :)

Veröffentlicht: November 26, 2014 in Deutschland, Reisen, Wetter
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Wäre ich ein Besucher aus einem Land, wie z.B. Kanada, USA, Irland oder Australien, dann erschräke ich furchtbar , würde ich das erste Mal mit dem deutschen Alltag konfrontiert. Speziell mit dem Service und dem Straßenverkehr. Ich kenn’s ja seit 64 Jahren und trotzdem versinke ich immer wieder in tiefe Schwermut, wenn ich von einem längeren Auslandsaufenthalt zurückkehre. „Guten Morgen, wie geht’s Ihnen heute?“…man stelle sich eine deutsche Backwarenfachverkäuferin vor, die einen so begrüßt? Man würde an ihrer mentalen Integrität zweifeln (als Deutscher, für einen Aussie wäre das völlig normal)
Seit 2 Tagen sind wir hier und vorhin hab‘ ich mir eine Leberkäs-Semmel geholt. (Eines der wenigen Dinge, die mich immer wieder hierher zurückkehren lassen) Dass mir die Dame nicht auf den Leberkäs‘ gespuckt hat, muss noch zu ihren Gunsten angerechnet werden, denn der griesgrämige Gesichtsausdruck hätte zu einer saftigen Spei-Attacke gepasst. Gut, die sind unterbezahlt, aber da kann :Erstens, ich nix dafür und : Zweitens, wird ihr Alltag durch miese Laune auch nicht angenehmer. Ich pflege in dem Fall immer zu lächeln, aber dieses Mal verzichtete ich.
Über die Aufforderung zu Totschlag und Körperverletzung, die unsere Verkehrsgesetzgebung durch die fehlenden Tempolimits auf Teilen der BAB für mich darstellt, habe ich mich anderorts des Langen und des Breiten ausgelassen. Und auch darüber, dass die Asynchronität des Verkehrs durch die diversen Geschwindigkeiten herrührt, was wiederum zu Staus „aus dem Nichts“ führt.
Liegt’s am Wetter, dass hier die Meisten so sind, wie sie sind? Oder an 2 verlorenen Weltkriegen? Ich weiß es wirklich nicht.  Etwas mehr Lockerheit und Freundlichkeit stünde uns gut an. „Oberflächlich“, sagen Sie? Scheißegal, entgegne ich, denn Forscher haben herausgefunden, dass allein schon durch nach oben gezogene Mundwinkel in unserem Gehirn der Befehl zu erhöhtem Endorphinausstoß ausgeführt wird.
In 3 Wochen verlassen wir dieses ungastliche Land wieder. Winter unter Palmen….mit einem winzigen Wermutstropfen…auf Teneriffa wimmelt es von Deutschen, die sich darüber aufregen, dass es hier von Deutschen wimmelt….wahrscheinlich liegt es daran, dass wir uns selbst nicht ausstehen können. Das ließe sich leicht ändern…..Mundwinkel nach oben 🙂
Fröhliche Weihnachten,  bzw. „Feliz Navidad“

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OZ ade, die Vertreibung aus dem Paradies…

Veröffentlicht: November 20, 2014 in Deutschland, Reisen
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Am Sonntag…ohjeh…wieder heim ins garstig-kalte Deutschland.. Obwohl, sooo kalt isses garnicht, sehe ich grad. 11° Montag/Frankfurt, das geht. 5200km liegen hinter uns und wir haben Plätze gesehen, die mich an Meditationskurse erinnern:“Denken Sie an einen friedlichen Ort und entspannen Sie sich“ Ich war ja schon ein paarmal hier, aber für Jule war’s das erste Mal und sie leidet…nicht still, das wäre gegen ihre Natur. „SCHEISSE“ hat sie gesagt. Anyway, so Gott will, fliegen wir nächsten Winter 6-7 Wochen nach NZL und hier nach OZ, mal was anderes als Teneriffa (obwohl ich mich darauf auch freue, am 17.12. fliegen wir, Winter ade)
Vom tropischen Cairns sind wir über Townsville, Airlie-Beach, Emu-Park, Hervey Bay, Lismore, Bonni Hills (Port Macquarie) und durch Sydney nach Kiama gekommen, das ich ohne zu zögern als einen der schönsten Orte der Erde bezeichnen möchte. Natürlich waren da ungezählte Ausflüge ins Hinterland, von den Atherton-Tablelands bis zu den Ellenborough Falls, dabei, sonst wären wir nicht auf diese Strecke von über 5000km gekommen. Besonders gern denken wir an Maggie und Heiner in Townsville, die uns prächtig bewirtet und Asyl gewährt hatten und ohne die wir gar nicht auf die Idee gekommen wären, die Reise so kurz vor dem Winterdomizil in La Matanza zu machen. Morgen fahren wir noch für 2 Nächte nach Sydney, das war’s dann *grein*
Es gibt aber auch ein paar Dinge, auf die ich mich freue. Meine Aussie-Gitarre aus Nimbin endlich laut kreischen lassen, Maultaschen im Schäfergässle, Musik mit meinen Freunden machen, die neue schallschluckende Decke im Proberaum testen, American-Spirit (das Zeug hier kann man nicht rauchen, viel zu ungesund) 🙂 Gottseidank läuft „Big-Bang-Theorie“auch hier (sogar im Original) und so muss ich mich nicht der Peinlichkeit aussetzen, mich auf deutsches TV zu freuen. Na klar, auf meine Freunde freue ich mich auch und irgendwann wirds auch wieder Frühling, denn im Winter ist das Beste an Deutschland der Weg zum Flughafen.:)

Das Wichtigste beim Reisen: Der/die Mitreisende/n

Veröffentlicht: November 19, 2014 in Reisen
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Ich schreibe das nicht ohne Grund. Der Grund heißt Jule und ist nicht nur meine Gattin, sondern auch meine kongeniale Mitreisende. Allein in 2014 haben wir zusammen in 22 Wochen 9 Länder bereist und dabei die meiste Zeit auf engstem Raum verbracht… Im Flugzeug, auf dem Schiff und vor allem im Auto. (Die Bahn haben wir dieses Jahr aus gutem Grund gemieden). Die meiste Zeit also im Auto, übern Daumen gepeilt ca. 25.000km auf fremdem Geläuf, davon (bis heute) 5000km auf der linken Seite. 95℅ der Strecke bin ich gefahren, Jule hat sich um Wichtigeres gekümmert: Landkarte lesen, Fotografieren (ein Kapitel für sich) in Imbissen Zucker, Salz und Pfeffer klauen, damit wir keine großen Gebinde kaufen müssen, Getränke anreichen, Bananen schälen, den Nacken massieren, gut zureden, wenn ich Zweifel an der Fahrbahnbeschaffenheit hege („ich hör nix Verdächtiges am Unterboden“). Außerdem obliegen ihr sämtliche Angelegenheiten, die das Gepäck betreffen (ja, ich helf‘ schon beim Tragen) im Internet (wir kaufen in jedem Land sofort eine sim-card, damit wir unterwegs online sind) nach örtlichen Attraktionen googeln, der Small-Talk mit Grenzern und Sicherheitspersonal „Na hör’n se mal, seh ich so verdächtig aus?“ (Sie wird grundsätzlich verschärft überprüft, in Frankfurt wurde sogar ihr Fotoapparat auf Sprengstoffreste getestet „Das weiß ICH doch nicht, dass man hier nicht knipsen darf!!“) Kurz gesagt: Es wird nicht langweilig…wenn ich den Ungebundenen unter den Lesern einen Rat geben darf: Prüft euren Partner auf Reisetauglichkeit, ehe ihr euch bindet. Der Rest ist Nebensache…

Wie das zusammengeht? Vorgestern sahen wir durch Zufall die 40th-Anniversary-Show einer australischen Musiksendung im TV. Ich will versuchen, geistig zusammenzuraffen, wessen wir da ansichtig wurden. Zuvor hatte ich nie etwas vom australischen Pendant von Beat-Club oder Rockpalast gehört, aber das war ein Versäumnis. Molly Meldrum, der Moderator der Sendung, hatte genau den richtigen Dachschaden, um zu einer nationalen Institution zu werden. Er hat also genau das, was ein Deutscher nicht hat und nie haben wird. Alle gratulierten, von ABBA über Iggy Pop bis zu U2.(letztere komponierten eigens eine Art irisches G’stanzl auf die Sendung). Aber worauf ich hinaus will, ist weniger die Musik, als ein Interview, das Molly vor Jahrzehnten live in „Countdown“ mit Prince Charles führte. Es war derart daneben (so konnte er nach „Your royal highness“ nicht mehr sprechen, weil ihm vor Aufregung die Kehle ausgedörrt war) und ausser „some more water“ brachte er kaum was raus. Nun hat Charles sich revanchiert und das Interview zum Geburtstag der Sendung nachgestellt. Ich bin kein Royalist, aber Charles würde ich mit Kusshand als Staatsoberhaupt akzeptieren. Wieso? Weil er eine verdammt coole Sau ist! Sorry, Royal Highness. 🙂

Prince Charles recreates infamous Countdown interview with Molly Meldrum |

Australien, Frau Merkel und wir…

Veröffentlicht: November 16, 2014 in Politik, Reisen, Tagesgeschehen
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Um es vorwegzunehmen, gesehen haben wir Angie nicht, da wir uns nachts nicht in Pubs rumtreiben, wie die Physikerin aus Hamburg auf ihrer Promo-Tour.
Aber die Medien hier überschlagen sich geradezu mit Lobhudeleien und feiern sie fast wie einen Rockstar. Die Aussies beneiden uns um sie! Auf meine Frage, weshalb, wissen sie zwar keine  Antwort, aber man findet sie eben gut. Warum auch immer. Dass die Frau global eigentlich gar keine Rolle spielt, wissen sie auch nicht, aber wer abends in Brisbanes Pubs geht, kann kein so schlechter Mensch sein, isn‘ she?
Von mir aus, mir reicht’s schon, dass uns die Dame bis Australien hinterher reist. Heute Nachmittag habe ich am Ellenborough-Wasserfall eine Riesenechse gesehen, deren Gesichtsausdruck mich irgendwie an Mutti erinnerte, wenn sie wieder einmal einem zu feuernden Minister ihr „vollstes Vertrauen“ ausspricht.
Anyway…..es ist heiss im Inland, 37º, aber hier an der Küste bei Bonny Hills (unser Haus liegt 50m vom Wasser entfernt) sind’s angenehme 27º und ich verfalle hier auf der Veranda wieder in den australischen LMA-Trott….eigentlich wollte ich mich mit der Merkel’schen befassen, aber bei dieser Stimmung hier geht mir die Dame am Allerwertesten vorbei.
Morgen geht’s übrigens runter nach Kiami, die Blowholes besichtigen…..wo wir schon von Löchern sprechen….
Jule hat mich gefragt, weshalb das ganze G20 -Pack eigentlich jeder mit einer Extra-Maschine fliegt, „könnten die aus Umweltgründen nicht zusammen in EINEM Flugzeug fiegen? Fahr-respektive, Fluggemeinschaft“
„Und wenn das dann runterfällt?“ frage ich zurück…..
„Das wär‘ dann auch nicht so schlimm, alles in einem Aufwasch!“
???…..stimmt auch wieder….
G’day, bis demnächst.

In der Nähe von Lismore liegt das Städtchen Nimbin, in dem sich im Nachgang (anders als in Woodstock) an ein Rockfestival einige Dutzend Hippies entschlossen, sich dort anzusiedeln. Heute ist es eher ein Zoo für aussterbende Arten…..eigentlich schade, denn gegen love and peace ist nichts einzuwenden. Uns zog das Örtchen natürlich magisch an, denn in den 60ern bildeten auch wir uns ein, Hippies zu sein. Lange Haare, Parka, 2CV – selbst angemalt. Allerdings mit Krankenversicherung und festem Job, Teilzeithippies, gewissermaßen. Natürlich gibt es in Nimbin den unvermeidlichen Gitarrenladen und genauso unvermeidlich war es, dass ich mir ein schönes Stück kaufte. Man muss die örtlichen Unternehmer unterstützen.
Jule erstand noch ein buntes Kleidchen und nachdem ich mich lange und ausführlich in bestem Einvernehmen vom Gitarrenladenbesitzer (wir sind jetzt Freunde….auf Facebook) verabschiedet hatte, zog es uns an die Küste. Seeluft macht hungrig und da Restaurantbesuche (nach dem Gitarrenkauf) nicht mehr ins Budget passen, suchten wir die örtliche Shopping-Mall auf, in denen es von Take-aways jedweder Art nur so wimmelt. Dieses Mal erstanden wir je ein Lamm – und ein Chicken-Kebap. Jetzt fehlte noch ein ruhiger Schattenplatz, wo wir die gefüllten Fladen verschlingen konnten…..“da drüben, schau mal“ sagte ich zu meiner Gemahlin, als ich eines Cricket-Platzes ansichtig wurde, auf dem sich weißgekleidete Herren tummelten. Was heißt tummelten….die Meisten standen nur in der Gegend herum. Wir parkten unter einem Baum (es musste Schatten sein, wir haben hier 35º) aßen und versuchten zu ergründen, was die Spieler so trieben. Einer warf mit einer kurios anmutenden Ausholbewegung (wie früher die Schulmädchen beim Schlagballweitwurf) den Ball in Richtung eines Anderen, der diesen mit einer Art Kanupaddel abzuwehren versuchte. Dann und wann klatschten die Zuschauer frenetisch und ich kam mir fremder vor, als je zuvor. Dass das Spielfeld kreisrund ist, trug noch mehr zu meiner Verwirrung bei.
Ein Einheimischer, von mir ob der Spielregeln befragt, sagte:“Oh, it’s pretty easy“ und wollte wissen, wieviel Zeit wir hätten. In nur 4 Wochen könnte er uns alles beibringen, auch die seltsamen Ergebnisse, bei denen man der Bruchrechnung mächtig sein muss. “ 102/3 12.4 /20.  zu 101/7 20/20…so ungefähr lauten Cricket-Ergebnisse. Man muss wohl Angehöriger des Commonwealth sein, um dieses zu begreifen.
Mein Schulkamerad Joschi (Joe) Nebl, der seit Jahrzehnten in Australien lebt, sagte dazu:“ Cricket selbst ist stinklangweilig, das einzig Aufregende daran ist, wer nach dem Spiel am meisten saufen kann“
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Guten Morgen nach Deutschland,  good night Australia 🙂

Die Zeit ist ziemlich verschoben….

Veröffentlicht: November 13, 2014 in Reisen, Unfreiwillige Komik
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…..und man kriegt so langsam einen Vogel. Einen Meter nach dem Grenzschild „NSW“ (das heißt „New-South-Wales“ und nicht etwa „NichtSozialistischeWirtschaftsgebiete, wie eine Freundin aus Görlitz einmal meinte) sprang die Uhr auf dem Navi um eine Stunde nach vorn. Zack! Eine Stunde geklaut…die kriegen wir zwar wieder zurück, aber erst in Dubai…:( dabei hatte ich in meiner besserwisserischen Art behauptet, die Uhr springt zurück. Meine Gattin war klüger… Und nun schau ich auf die Weltzeituhr und komme ins Grübeln…hier isses 20h zu Hause isses 10h…mein Freund Steph ist grade in Miami, dort ist es 04h….wenn es sich bei Steph um meinen Freund Volker „Wolfman“ Kunschner handeln würde, wäre der nun einen Tag jünger als ich? (wir sind am selben Tag im selben Jahr geboren) Es ist alles sehr verwirrend. Vor vielen Jahren bin ich einmal Mittwochs in Neuseeland abgeflogen und war einen Tag früher – Dienstags- in San Francisco… Die Datumsgrenze ist für mich eines der größten Mysterien der Menschheitsgeschichte, aber die muss ja da sein, sonst würden wir in Richtung Osten fliegend ja immer jünger .. Oder doch nicht? Mann Mann Mann…Gut, dass wir heute in Nimbin waren. Das ist ein Dorf voller Althippies (like us) und da ist die Zeit eh‘ in den 70ern stehen geblieben.
No worries und hang loose… 🙂
Bis später dann

Australia….hang loose…

Veröffentlicht: November 12, 2014 in Reisen
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Normalerweise schreibe ich so ziemlich jeden Tag etwas….mal lustig, mal ernst, mal wütend. Im Moment jedoch bin ich vom australischen Virus befallen. Mich regt nix auf, Deutschland, die EU, Ukraine, IS…alles soooo weit weg.
Hier ist gut sein, auch, wenn die Zigaretten sündhaft teuer sind. Man raucht eben viel weniger. Gestern hab‘ ich sogar ne ganze Weile drauf vergessen….:)
Anyway, auch die anderen Dinge des täglichen Lebens sind teurer als bei uns. Ausser Sprit, der kostet um einen Euro/L. Das ist auch gut so, weil wir schon 2500km hinter uns und nochmal so viel vor uns haben. Von Cairns über Townsville, Airlie-Beach, Emu-Park sind wir jetzt in Hervey-Bay. Wir hatten nichts geplant, einfach mal drauf los und schauen wo man landet. Allerdings muss man in Betracht ziehen, dass wir am 23. in Sydney am Airport sein müssen und da ist es angeraten, die verbleibenden KM durch die Anzahl der  verbleibenden Tage zu teilen. Schwere Arbeit, weil wir doch vom „hang-loose“ Virus befallen sind…..am liebsten würden wir völlig planlos ohne Rückflugtermin reisen, aber wir müssen ja am 17.12. schon wieder nach Teneriffa….Streeess.. 🙂
Wir haben bisher viel gesehen, skurrile, lustige und nette Leute getroffen. (Wobei ich wieder einmal die mangelnde coolness in Deutschland anprangern muss)
Man rast hier nicht von einem Punkt zum Andern, weil das a) die Polizei nicht duldet, das sind die einzigen Uncoolen hier. Heftige Strafen drohen, wenn man die max.100km/h auch nur um 5 km/h überschreitet und so sind wir froh, dass unser Navi Warnsignale von sich gibt, wenn wir zu schnell sein sollten. Und b) ist man viel zu faul zum Rasen.
Vor 15Jahren war ich das letzte Mal hier und damals ist mir diese Strenge nicht aufgefallen. Aber da fuhren wir die Westküste hinauf und waren oft stundenlang allein auf der Piste. Die Ostküste ist voller…natürlich längst nicht so voll wie irgendein Platz in Mittel und Südeuropa, aber mit Blitzern darf gerechnet werden.
Die ganze Reise werde ich auf Teneriffa aufarbeiten, wenn’s mal regnen sollte (was recht wahrscheinlich ist) no worries.
Bis dahin: „Hang loose, mate“

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Rauchen ist scheiße. Und wer raucht, ist blöd. All das wissen ich, Helmut Schmidt und noch eine Menge anderer Leute.
(Allerdings habe ich nie davon gehört, dass z.B. durch Nikotin am Steuer Menschen zu Schaden gekommen sind). Auch würde ich mich nie erdreisten, Nichtraucher mit meinem Qualm zu belästigen. (Ich rauche etwa 2,5 Schachteln in der Woche). Nun befinde ich mich in Australien in einem Land, das sehr fürsorglich mit seinen Bürgern umgeht. Rauchen ist so gut wie überall verboten und Zigaretten werden aus Stahlschränken in neutralen Schachteln mit sehr abschreckenden Bildern verkauft. Zu 25Dollar die Packung. Das sind ca.18Euro. Gut, okay. Was mich stört, ist die Inkonsequenz. Gestern morgen wurden auf dem Schiff nach den Whitsundays schon um 11h morgens völlig ungeniert die ersten Victoria Bitter und XXXX-Bierdosen ihres Inhalts entledigt. Saufen scheint vollkommen normal und ungefährlich zu sein, denn Werbung dafür ist an jeder Ecke zu sehen. Die Preise für Alkoholika aller Art sind sehr moderat.
Auch habe ich selten so viele ungeheuer fettleibige Menschen wie hier gesehen, die sich Dinge in den Rachen schaufeln, die zu 100℅ aus Fett und Zucker bestehen. Dieses scheint auch nicht gefährlich zu sein, denn Werbung dafür wird überall gemacht und die Preise sind niedrig. Lieber State of Australia: Wenn Du so besorgt um die Gesundheit Deiner Bürger bist, dann musst Du ALLES mit Strafsteuern belegen, das die Gesundheitskosten in die Höhe treibt und nicht nur die Raucher für die Fettleibigen und die Alkoholiker mitbezahlen lassen. Schließlich sollten ALLE Süchtigen vor dem Gesetz gleich sein. Ob man ein Land durch extreme Preise drogenfrei bekommt, wage ich allerdings zu bezweifeln. Im Gegenteil: Handelt ein Staat nicht wie ein Dealer, wenn er Suchtmittel zu Schwarzmarktpreisen verkauft? Verbieten wäre ethischer und ehrlicher. Tabak, Alkohol und ungesundes Essen.
Auf Alkoholflaschen Bilder mit Säuferlebern und Korsakow-Gehirnen und auf krankmachende Lebensmittel amputierte Diabetikerbeine.
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