Hooligans vs. Salafisten.

„Die tun wenigstens was!!“, so einige (meist ältere) Stimmen des Volkes, die gestern in Köln zu hören waren. Von den Hooligans waren auch Stellungnahmen zu hören,  neben den üblichen Nazisprüchen so intelligente Worte wie :“HuaHuaHua“. Nachmittags wurden noch per Lautsprecher 200 Ordner gesucht, ohne die die „Demonstration“ nicht stattfinden könne::“Die müssen aber nüchtern sein“, so die Durchsage. Ob 200 nüchterne Hooligans aufzutreiben waren, bleibt zu bezweifeln. „Wir sind das Volk“ war zu hören. ?…Neee, Ihr seid nicht das Volk. Ihr seid nur der prügelnde Teil des Volkes. Den Meisten ist es egal, gegen wen aufmarschiert wird, ob gegnerische Fußball“fans“ oder Ausländer. Hauptsache, es krachen die Knochen.
Überhaupt stimmt der Begriff Hooligans nicht so ganz, denn hier waren Rechtsradikale die Wortführer und außerdem ging es nicht um Fußball. Es ging auch nur vordergründig um IS und Salafisten, in Wahrheit ging es um nackten Fremdenhass.
Behörden und Polizei haben jämmerlich versagt, diesen Ausgang hätte man vorhersehen können. Wenn diese Krawallmacher unsere Antwort auf den Salafismus ist, dann treibt man den Teufel mit dem Beelzebub aus. Aus Holland kamen Berichte, nach denen Rocker in Syrien gegen die ISIS kämpfen….das macht ja noch irgendwie Sinn. Wenn aber hier der Mob losgelassen wird, dann ist jeder Muslim ein Opfer, denn diese angesoffenen Schläger werden nicht lange fragen, wes Geistes Kind der anders Aussehende ist.
Wenn unser Staat nicht aufpasst, dann haben wir hier neben den Salafisten ein weiteres Problem.

Nebenbei bemerkt: Einen größeren Gefallen hätten diese Krawallbrüder den Salafisten nicht erweisen können. Diese werden sich in ihren Predigten jetzt mit Sicherheit als verfolgte Minderheit präsentieren.
Man könnte aber auch meinem Vorschlag folgen: Hooligans und Salafisten treffen sich – in gleicher Anzahl – zum Gedankenaustausch in einem Stadion. Unterschieden wird zwischen Bärten und Glatzen. Alle Griffe sind erlaubt, Hieb und Stichwaffen ebenfalls.(Jeder Teilnehmer nur eine Machete!) Das wäre zwar ethisch kaum zu vertreten, außerdem gäbe es eine Mordssauerei, aber wir wären in einem Aufwasch zweier Probleme ledig.
Titel der Veranstaltung:“ Schläger und Proleten, gegen Hetzer und Propheten“

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Über schwabenkrawall

Musiker, Freidenker, Schelm, Schreiberling
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14 Antworten zu Hooligans vs. Salafisten.

  1. Wo soll ich anfangen? schreibt:

    Sie haben sich – wie sehr viele Blogger oder Kommentatoren über FB nicht ausgiebig mit der Thematik beschäftigt. Oder Sie können schlichtweg keinen cm über den Tellerrand blicken. Ich helfe Ihnen:
    Die Salafisten sind eine Gruppe radikaler Extremer, die zwar unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stehen, sich jedoch in D frei bewegen und Handeln können. Schreitet hierbei weder die Judikative noch Exekutive ein, wird sich rasch eine radikale Gegengruppe bilden. Diese Tatsache + die generelle „Meckern aber nicht Handeln“- Mentalität der Deutschen führte zu den Ausschreitungen vom vergangenen Sonntag. In aller Deutlichkeit – das Problem sind NICHT die Demonstranten von gestern, sondern am ganz klaren Versagen unserer Regierung, die nichts gegen die Salafisten unternimmt. Darüber sollte man diskutieren und sich nicht ablenken lassen, z.B. von weiteren Gesetzen zur Beschneidung unserer Demonstrationsechte in D. Das haben auch Sie leider völlig verkannt.

    Zu Ihrem Aritkel im Detail und meiner Aussage Sie hätten sich nicht ausgiebig damit beschäftigt: Sie bezeichnen die 5.000 Demonstranten allesamt als Hooligans oder besoffene Nazis. Das ist de facto falsch und worde offensichtlich der Bildzeitung abgeschreiben? Einer der Organisatoren von HoGeSa hat sich von rechten Gruppierungen (PRONRW, NPD Anhänger und co.) vorab ganz klar distanziert und diese Ausgeladen. Dazu gibt es ein Video, das Sie kennen sollten, wenn Sie sich mit dem Thema befasst hätten. Des Weiteren wird Seitens HoGeSa auch ganz klar zwischen Salafisten und Islamistern differenziert.
    Zu „Wirs sind das Volk“ – das ist in diesem Fall korrekt, das diese Demonstration die Einzige war, die sich auf großer Bühne ganz klar gegen die lasche Handhabe unserer Regierung gestellt und gegen die Salafisten demonstriert hat. Misfällt Ihnen das, steht es Ihnen jeder Zeit frei überlassen eine eigene (friedliche) Demonstration zu organisieren, anstatt in einem Blog im Internet zu „bruddeln“.

    Obwohl Sie sich in Ihrem letzen Absatz endgültig für eine sinnvolle Diskussion disqualifizieren, lasse ich diesen unkommentiert.

    Und ich sympathisiere keineswegs mit Mitte-Rechts/Rechts Anhängern oder Fussballfans, sehe den raschen Anstieg des Einflusskreises der Salafisten in D, sowohl die nicht vorhandene Regulierung dieser Vereinigung als wesentlich größeres Problem als eine aus dem Ruder gelaufene Demonstration wütender Bürger der Bundesrepublik Deutschland.

    • schwabenkrawall schreibt:

      Was will uns der Kommentator damit sagen? Dass auf Aktion Reaktion folgt? Dass man bei einem Abschnitt ein Satireschild hochhalten soll? Dass er weiß, wie man den beiden Problemen Herr werden kann? Im Übrigen haben Sie nichts geschrieben, das uns klüger werden lässt. Es klingt nur gut. Sonst nichts.
      Eh‘ ich drauf vergesse: Der überwiegenden Mehrzahl der „Demonstrations“teilnehmer ging es doch überhaupt nicht um die Salafisten. Es ging schlicht um Fremdenhass. Und das Demonstrationsrecht sehe ich in keiner Weise gefährdet, wenn künftige Flahmobs wie dieser verboten werden.

      • berndmarquard schreibt:

        Ja, schreiben kann er oder sie. Auch wenn persönliche Beleidigungen nicht unbedingt zu einem guten Stil gehören. Fakt ist, dass Rechte dabei waren. Fakt ist, dass Hooligans gewaltbereite Idioten sind, denen es nicht darum geht, aus Deutschland einen terrorfreien Staat zu machen.
        Wo ich dem Kommentartor zustimmen kann ist, dass ein Beschneiden der Demonstrationsrechte natürlich keine Lösung sein kann. Das wäre ein Beschneiden unsere Demokratie und das der Innenminister (richtig?) gleich so einen Vorschlag macht finde ich sehr bezeichnend.

    • Wo soll ich anfangen? schreibt:

      Ich schreibe es auf den Zeilen: In aktuellen Diskussionen werden Ursache und Wirkung vertauscht und vom Kernthema abgelenkt: Dem Verbot einer verfassungsfeindlichen Vereinigung die keiner Regulierung unterliegt. Aber anstatt dieses Thema im Bundestag zu diskutieren und eine Lösung zu finden – es wäre wahrlich recht einfach einen Entwurf auf den Weg zu bringen, da unsere Parteien sich in diesem Punkt ausnahmsweise alle einig sind – zieht unser Innenminister Jäger einen Vorschlag zur Einschränkung des Demonstrationsrecht aus der Kiste, den bereits sein Parteikollege Schily Mitte 2004 umsetzen wollte. Gescheitert damals übrigens (Gott-sei-Dank) am starkem Widerstand aus eigenen Reihen.
      Dieses Vorgehen, sowie die ganzen Diskussionen um Hooligans und Flaschenwerfer ist meiner Meinung nach nicht lösungsorientiert.
      Die Frage die man unseren Politikern stellen muss ist was das Verbot der Salafisten in Deutschland verhindert.

  2. berndmarquard schreibt:

    Da schlägt er wieder durch, der „Krawallschwabe“! ^^
    Aber ich gehe mal davon aus, dass der letzte Absatz voller Ironie war. 😉
    Ob da die Polizei jetzt versagt hat, weiß ich nicht, zumindest hat man das Ganze völlig unterschätzt. Die haben anscheinend nur mit 1500 „Demonstranten“ gerechnet.
    Was kann man gegen diesen rechten Mob und die Salafisten tun?
    Das weiß ich leider auch nicht, wüsste es aber gerne. Mir ist immer noch nicht begreiflich, dass es so viele Idioten gibt und dass die sich auch noch alle auf einen Haufen versammeln.

  3. uelekken schreibt:

    Eine Müllkippe wäre der ‚bessere‘ Platz. Die Krähen erledigen den Rest.
    (Eigentlich schlimm, was ich da so schreibe.)

  4. uelekken schreibt:

    Treffpunkt Müllkippe sähe ich als optimaler an. Die Krähen erledigen den Rest.
    (Eigentlich schlimm, was ich da so schreibe.)

  5. DerMixer schreibt:

    Die Sache ist ja als solches sehr Komplex. Ich hab mich bisher nie wirklich damit beschäftigt,weil:ich Fans bisher unsinnig drüber zu philosophieren. Da sind Menschen die brauchen unsere Hilfe, wir können helfen,basta,Ende der Diskussion. Letzte Woche dann bei nem Freund im auto radio gehört(HR info) in diesem Jahr 20000 Flüchtlinge in Hessen. Tendenz steigend. … Das sind doppelt so viele wie in unserer kompletten Gemeinde leben. Langfristig sollte also mal eine Lösung her, wie diesen Menschen ein neues Zuhause geschaffen werden kann. Wenn es dafür eine Lösung gibt,glaube ich das sich das Problem mit dem Zulauf zu rechten Gruppierungen auch erledigt hat. …zumindest hätte man den Menschen geholfen, die ihr zuhause aufgeben mussten. Wenig geholfen wird ihnen meiner Meinung nach dadurch, das sie in irgendeine Sozialwohnung gesteckt werden.

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