Archiv für Juli, 2014

…Chefköche in Gourmet- und sonstigen Restaurants hassen uns wie die Pest, Wurstwaren – und Bäckereifachverkäufer/innen sind durch unsere ständige Fragerei genervt und es werden Witze auf unsere Kosten gemacht:„Na, Graffiti-Sprayer kannst Du nicht werden, Du hast ja Lackdosen-Intoleranz.“
Dabei ist das so ganz und garnicht zum Lachen, wenn man schweißüberströmt verzweifelt eine öffentliche Toilette sucht, weil man dummerweise etwas gegessen hatte, von dem kein Mensch vermutet,  dass da Milchprodukte drin sind. Laugenbrezeln zum Beispjel….oder Chips, oder Wurst. Man glaubt es nicht, wo überall Milch oder Milchpulver oder nur Milchzucker drin ist.
In der Brezellauge deshalb, damit sie beim Backen schön braun wird, in der Wurst…? Wohl aus Gewichtsgründen, keine Ahnung und es ist mir auch wurst.
Wir stehen mit Lupen in den Einkaufsregalen und versuchen Inhaltsangaben in Schriftgröße 2,5 /weiß auf transparent zu entziffern. Ich kenne den Begriff „Milchprodukte“ in 17 verschiedenen Sprachen und trotzdem passiert es, dass z.B. das Flugzeug gerade im Landeanflug ist und es im Gedärm zu rumoren beginnt. Auf dem Flughafen von Ushuai auf Feuerland bin ich einmal beinah‘ verhaftet worden, als ich mit dem Ruf “ ¿Dónde está el baño?“ sämtliche Sperren durchbrach.
Und wenn die mich verhaftet hätten?…na, denen hätte ich was geschissen.
In Namibia musste ich auf einer Strecke von 100km ca. 17x eine Vollbremsung hinlegen und ins Gebüsch rennen, weil das Frühstück auf einer Farm nicht koscher war.
Schlangen, Löwen? Auch drauf geschissen. In diesen Momenten ist einem alles egal. Außerdem: Lieber in der Wüste Namib oder in der Gibson-Desert, als mitten in Stuttgart.

Woher das kommt ? Der Mensch ist das einzige Säugetier, das nach dem Säuglingsalter Milch zu sich nimmt. Dafür haben die Menschen der Frühzeit, die erstmals Milchwirtschaft betrieben, ein Enzym namens Lactase entwickelt, das den Milchzucker, also die Laktose, aufspaltet und verdaulich macht.
Die meisten Menschen weltweit (ca.80%) können dieses Enzym nicht entwickeln. Anderen, wie mir, kommt diese Fähigkeit irgendwann abhanden. Bei mir war das irgendwann zwischen 40 und 50, als ich merkte,  dass ich nach einem gemischten Eis mit Sahne ca. 32x mit wehenden Rockschößen auf’s Klo sprinten musste. Früher hab‘ auf die Frage, wer denn diese Einschränkung sonst noch hat, geantwortet:“Alle Neger und ich„. Heute sage ich das nicht mehr, weil erstens: Neger rassistisch ist und weil es zweitens: auch fast alle Asiaten betrifft.
Was tun?
Es gibt zwar Tabletten mit dem Enzym Lactase, aber die Wirkung ist eher besch….eiden. Ausserdem sind die ziemlich teuer. Man darf nicht glauben, man könne nach einer Tabletten-Einnahme ein Rahmschnitzel essen.
Informieren hilft. So kann man ziemlich viele Käsesorten essen, da die von Natur aus keinen Milchzucker enthalten. Oder man nimmt laktosefreie Milch. Butter geht auch. Neulich sah ich „Laktosefreie Butter“ von Minus L. Das ist lächerlich,  denn Butter ist fast 100% iges Fett und enthält nie Laktose.
Und was man gegen den Spott tut….einige Tropfen starkes Abführmittel ins Getränk des Spötters rühren und dann mit ihm in die S-Bahn, oder einen sonstigen Klo-freien Ort gehen.
Aber so etwas tun wir nicht. Wir scheißen auf den Spott. 🙂
Mahlzeit!

……wenn Ihr nicht schon vorher in der großen Matrix verschwindet.
Die Kommentare zu meinem Beitrag über meine peinlichen Erlebnisse mit dem Smartphone brachten mich drauf und ich denke, das muss festgehalten werden.
Zudem hatte ich gestern ein ca. 3-stündiges Telefonat mit meinem Keyboarder (62), immerhin Einser-Abiturient und summa cum laude Akademiker. Er wollte mir ein paar Aufnahmen von unserem letzten Gig via Drop-Box zu Gehör bringen und es war nur seinem 18 jährigen Sohn zu verdanken, dass das schließlich gelang…..ein Drama.

Dann schreibt mir ein langjähriger Kommentator, dass er einen 25 jährigen darum bitten wollte, ihn mit seiner 1-Knopf-Kamera zu fotografieren –  sich beim Erklärungsversuch der Funktionsweise aus 2cm Entfernung ins eigene Auge blitzte – und daraufhin den Rest des Tages einen Blindenhund benötigte.

Caveman aus Teneriffa schreibt, dass er gestern einen Anruf erhielt und sich wunderte, dass niemand antwortete, als er in die Fernbedienung sprach.

(Ich selbst hatte einmal den Fernseh-Kanal umschalten wollen und stattdessen die Rettung angerufen)

Eine ältere Kollegin – des Englischen nicht mächtig – fragte mich einmal, ob unsere neue Kaffeemaschine in Russland gebaut würde. ?..auf meine Nachfrage sagte sie, auf dem Einschalter würde „Poweronoff“ stehen, ob das der Hersteller sei……Grundgütiger.

Irgendwann wurden in unserer Firma (vor ca.30 Jahren) alle technischen Zeichnungen auf Deutsch und Englisch umgestellt (auf der Zeichnung stand jetzt unten rechts „Konstrukteur/Designer“) und ich wunderte mich über einen älteren Kollegen, der verzweifelt im Firmentelefonbuch einen Konstrukteur namens „Designer“ suchte…..

Meine Gattin will auch nicht hintan stehen (Außerdem hat sie mich schamlos ausgelacht, als ich auf die Rückseite des Handys starrte und mich wunderte, dass das Ding nicht startete)
Bei ihr war’s eine Pocket-Camera, die sie schimpfend zum Service des Media-Markt brachte „Hör’n se mal…die ist ja schon beschädigt, da ist ne Mords-Beule drin“ Es dauerte geraume Zeit bis sie gesenkten Hauptes die Wallstatt verließ, nachdem ihr der freundliche Berater erklärt hatte, dass die „Beule“ aus ergonomischen Gründen genau so vom Hersteller gewollt war.

Den Vogel abgeschossen hat allerdings mein Vater selig…..der hatte vor vielen Jahren meinen Freund und Radio/Fernsehtechniker Gerd angerufen, das Fernsehbild sei „doppelt.“
Dieser eilte hin, obschon es bereits 22h war. Dort merkte er ziemlich schnell, dass das Doppelbild nicht technischer, sondern alkoholischer Natur war…..
Friede seiner Asche.

Auch hier ein wundervolles Beispiel, wie man Technik missbrauchen kann 🙂

Falls Ihr selbst mit eigenen Stories aufwarten könnt..? Um Zuschriften wird gebeten.

…….weil es da zum Ersten:  auch nicht billiger ist und Du zum Zweiten: erfolglos von Pontius zu Pilatus rennst, wenn was kaputt ist.
Ich hatte über mein schönes Sony Z1 und die Bauchschmerzen,  die es mir bereitete, schon geschrieben.
Nun war das Gerät vom Kundenservice zurück. Befund: Der vom Kunden geschilderte Fehler konnte nicht festgestellt werden. (Auf Deutsch:“ Der Kunde ist entweder ein Querulant oder ein Volltrottel, vermutlich jedoch Beides“) Seltsam, dann muss der Mitarbeiter im O2-Stützpunkt auch ein Volltrottel sein, denn der hatte das seltsame Verhalten des Touchscreens selbst gesehen und dieses dem Hotline-Mitarbeiter vom technischen Service geschildert.
Der O2-Mann wörtlich zu uns:“ Ich kann das Gerät nochmal einschicken,  die werden wieder nichts feststellen (der Fehler tritt erst nach ca. 2-3h auf) dann gehen Sie damit zu einem unabhängigen Sachverständigen, strecken 1000€ Kosten vor, dann gehen Sie zum Gericht, wo Sie den Prozess gewinnen werden. Das dauert ungefähr 1 Jahr und kostet Sie Zeit und Nerven. Nehmen Sie meinen Rat an und setzen Sie das Gerät auf Werkseinstellung zurück und verkaufen Sie es im Internet!“
Ob ich das mache, weiß ich noch nicht, aber eins habe ich bereits gemacht: Nämlich sämtliche Verträge mit O2 zum nächstmöglichen Termin gekündigt!
Mein nächster Provider heisst Aldi oder Lidl und Verträge gibt es mit mir nicht mehr. Ein neues Smartphone habe ich mir bereits geholt. Ein Motorola Moto G/16GB. Das reicht. Das macht alles was ich brauche und zudem hatte der Media-Markt heute 19% auf Alles. Kosten: 153 €. Und das Touchscreen macht das, was ICH will!
O2 kann mich mal da küssen,  wo mich noch niemand geküsst hat! (Nein, nicht in Timbuktu….woanders)
Auch wenn das bei anderen Providern genauso sein sollte, oder grade deswegen:

SO GEHT MAN MIT LANGJÄHRIGEN KUNDEN NICHT UM!!!!!!!!!

Ich bin ein Besserwisser,  Erklärer, Nörgler und vor allem: Ein Mann und allein schon dadurch allen technischen Herausforderungen gewachsen…..Wäre die nachfolgende Megapeinlichkeit meiner Frau passiert…oiweh…!!!!
Ist sie aber nicht, sondern mir und ehe sie es erzählt, oute ich mich lieber selbst als Smartphone-Vollhonk des Jahres….Was war passiert?:
Neulich hatte ich über die Servicewüste Deutschland berichtet und davon ist auch nichts zurückzunehmen. Das Smartphone ist wieder da und beim O2-Stützpunkt ging’s auch noch. Allerdings hat meine Gattin seit dieser Sache eine heftige Abneigung gegen Sony entwickelt und da das Gerät nun wieder da – und immer noch wesentlich bedienerunfreundlicher als das Galaxy – ist, kamen wir überein,  die Geräte schlicht für schlicht zu tauschen. Jetzt habe ich das Riesending, das ohne Herrenhandtäschchen kaum zu transportieren ist. 1 Hemdtasche hab‘ ich schon abgerissen, aber das wäre nicht so dramatisch…….Da wir unsere Handys getauscht hatten, musste ich die Dinger ausschalten und erstmal die SIM-Karten wechseln. Außerdem sah ich das Z1 zum ersten Mal ohne Schutzhülle.
Man muss vorausschicken, dass ich an diesem Tag sehr aufgebracht und nervös war, weil O2 das Gerät partout nicht gegen ein Neues tauschen wollte und vermutlich waren die schuld….
Nachdem ich die SIM getauscht hatte, wollte ich das Ding wieder einschalten, aber nix…rien…nada…das Display blieb dunkel:“ Wahrscheinlich ist der Akku leer“, erklärte ich meiner Frau, die mir grinsend gegenüber saß. Was grinst die denn so frech?, dachte ich noch, während ich darauf wartete, dass das Gerät auflud.“Sag mal, war der USB -Anschluss schon immer rechts?“ Der Einschaltknopp links….? Komisch…..Nachdem mir meine werte Gattin 10min frech grinsend zugeschaut hatte, konnte sie nicht mehr an sich halten, brach grölend zusammen, lag auf dem Boden und trommelte mit den Fäusten auf die Auslegeware ein…..Schlagartig wurde mir klar was geschehen war und mein Gemächt schrumpfte vor Scham auf Säuglingsgröße….ICH HATTE AUF DIE RÜCKSEITE DES HANDYS GESTARRT UND MICH GEWUNDERT, DASS DER STARTBILDSCHIRM NICHT ERSCHIEN……*schämschämschäm*
Zu meiner Entlastung füge ich ein Bild ein, das zeigt, dass das Ding in ausgeschaltetem Zustand vorne und hinten total gleich aussieht…. (naja, bis auf das Kamera-Objektiv oben und das Sony-Logo in der Mitte……) Nie wieder werde ich mir anmaßen, einer Frau technische Ratschläge erteilen zu wollen!!!!

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Sorry für den Verschreiber im Titel, ich konnte mich nicht zwischen Veganer und Vegetarier entscheiden. Hab’s korrigiert, aber in den Posts steht’s noch falsch 🙂
…..auf die Gefahr hin, Euch zu nerven: Ich bin in der sog.“schlechten Zeit“ groß geworden (1, 90) :)Jeden Tag Fleisch war zu dieser Zeit für Otto Normalverbraucher unerschwinglich. Sonntags gab’s einen Braten oder ein Hühnchen für 4. Den Rest der Woche Margarinebrot für die Schule und abends irgendetwas mit Nudeln und Tomatensoße. Meine Oma war erfindungsreich was fleischloses Essen anlangte. Krankheiten wie Herzinfarkt, Bluthochdruck, Darmkrebs etc. waren zwar nicht gänzlich unbekannt (wie z.B. im Vor-McDonalds-Japan, dort hatte man nicht mal ein Wort dafür) aber erst mit Beginn der „Fresswelle“ Mitte der Fünfziger stiegen die Fallzahlen rapide an.
Heute meint man, jeden Tag Fleisch sei ein Menschenrecht und weil Qualität ihren Preis hat, kauft man den dubiosen Nährschlamm eben beim Billigheimer, heute schamhaft „Discounter“ genannt.
Eine irrsinnige Massentierhaltung ist die Folge und nicht nur die armen Tiere werden unter erbärmlichen Zuständen gehalten (anders geht es für diese Preise nicht!!), nein, wir tragen damit auch zum Klimawandel bei. Die ungeheuren Methangasausstöße der Schlachttiere richten mehr Unheil in der Atmosphäre an, als der gesamte Autoverkehr.
Auf Fleisch muss niemand verzichten und man könnte das ja machen wie meine Frau und ich:
a) Wir essen nur noch halb soviel Fleisch wie noch vor ein paar Jahren
b) Wir kaufen dieses Fleisch beim örtlichen Metzger, der noch selbst schlachtet
c) Wir bezahlen dafür ungefähr doppelt soviel wie bei aldilidlnormaetc. aber da wir nur halb so viel essen, kostet es uns keinen Cent mehr.
d) Wenn die Produzenten anständige Preise bekommen, können sie auch anständig produzieren.(Euren örtlichen Metzger könnt Ihr checken, die Discounter nicht.)
e) Und mit dieser simplen tun wir nicht nur etwas für unsere Gesundheit, sondern auch etwas für die Umwelt und nicht zuletzt für die Schlachttiere, die unter diesen Umständen wenigstens bis zu ihrem gewaltsamen Ende anständig leben können.
Und zuletzt: f) Wir sind dabei, von der Hälfte auf ein Viertel des früheren Fleischkonsums herunterzufahren,  dann wird die Bilanz noch besser.
Mahlzeit.

…..das erleben nicht nur die Leute vom Schwabenpower-Verlag „Mäule&Gosch“, die dieser Tage
an ihrer Weihnachts-CD arbeiten. Viele Aktivitäten für Weihnachten finden bei Freibadwetter statt.

Mitten im Hochsommer bei 30 Grad finden die Aufnahmen für unsere diesjährige Weihnachts-CD statt. Diese CD soll das letztes Jahr mit großem Erfolg erschienene Büchle von Edi Graf vertonen. (Weihnachda auf Schwäbisch) Silberburg Verlag Tübingen.“
schreibt uns Alf List, neben Wolfgang Schmidt einer der Verlagsinhaber.

Mit dabei sind:
Christine Röder (Sprecherin und Sängerin) mit Edi Graf (SWR) bei der Aufnahme eines gemeinsamen Textes.

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 hier ein selfie von Christl Röder mit Edi Graf (SWR), Alf List und Wolfgang Schmidt (schwabenpower, Produzenten) und Frithjof Gänger (Tonmeister, Musiker)

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Wir kennen das Gefühl von Teneriffa,  wo einem bei 28ºC aus jedem Laden ein fröhliches „Feliz Navidad“ entgegen schmettert. Ich habe auch schon in Sydney Weihnachtsmänner gesehen….bei 45º in vollem Ornat.
Aber hier sind wir im Schwäbischen und an Weihnachten regnet’s für gewöhnlich etwas kälter als zur Zeit. Ich hoffe, die Klimaanlage im Studio ist auf „Sibirien“ eingestellt und es wird Glühwein kredenzt. Schließlich soll die CD ein Erfolg werden!

Ich will hier nicht über die Qualität von Sony-Smartphones urteilen. Kann sein, dass meine Frau ein Montagsgerät erwischt hatte. Tatsache ist, dass der Touchscreen des 2 Monate alten Z1 sein Eigenleben entwickelte und alle Befehle ausführte, außer denen, die man tatsächlich ausgeführt haben wollte.
Zum Schluss war es nicht einmal mehr mehr möglich,  den Sperrbildschirm zu knacken,  da nach zwei Symbolen Schluss war. Da man aber 4 eingeben muss und wir keine Lust mehr hatten, das Gerät 10x pro Tag aus – und wieder einzuschalten, wurde von mir verfügt,  dass das Ding zum Kundendienst muss.
An dieser Stelle möchte ich meine Frau um Entschuldigung bitten, weil ich (typisch Mann) natürlich zuerst unterstellte, sie wäre mit dem Gerät technisch überfordert und würde etwas falsch machen. Stimmt nicht, mea culpa…..
Gesagt getan, hin zum O2 Shop unseres Vertrauens. Der Inhaber stellte selbst fest, dass das Display einen Schuss hat und setzte sich mit der Service-Abteilung von O2 in Verbindung. Die Dame am anderen Ende des heißen Drahtes stellte (nach seiner eigenen Aussage und dem, was ich bruchstückhaft mitbekam) derart dämliche Fragen, dass er das Gespräch abbrach und einen anderen Mitarbeiter verlangte. Es dauerte auch nur knapp 1,5 Stunden, bis wir – unseres kaputten Geräts ledig – den Shop verließen.
Kaum 3 Wochen später erhielt ich eine E-mail, in der stand, das reparierte Gerät sei beim örtlichen O2-shop abgegeben wurde. Da uns der Inhaber des Shops gesagt hatte, wir sollen auf seinen Anruf warten, da die Mails oft schneller als der Paketdienst seien, warteten wir….1Tag …2Tage….3Tage….4Tage ..am 5.Tag wurde es mir zu bunt und ich rief selbst bei ihm an.
Ich:“Mein Name ist Kleiner und ich dachte, ich frage mal nach, ob das Gerät inzwischen da ist?“
O2-Shop-Inhaber: „Ja..äh, das ist jetzt blöd. Ich mache erst um 10h auf und der Paketdienst kommt schon um 9h.“
Ich:“Ja und jetzt? Haben Sie einen Abholschein?
O2-Shop-Mann:“ Ja die haben mir den irgendwann in den Briefkasten geschmissen.“
Ich:???“Und haben Sie das Gerät abgeholt? “
O2-Mann:“Nein, das geht geht nicht, ich war bei der Post, aber auf dem Abholschein steht „Empfänger O2-Shop“ und auf meinem Ausweis steht *Özdemir (Name v.d.Redaktion geändert)“
Ich:“ …………………………………“.
Er:“Ich kann versuchen, das Gerät nächste Woche zu holen“(Heute ist Donnerstag)
Ich:„Wir fahren am Samstag in Urlaub“
Er:“Wie lange denn?“
Ich:„4 Wochen“
Er:“Oh, das ist Ihnen dann vielleicht zu lange?“
Ich:„Mhm……“
O2-Fachmann:“Ich versuche,  das Gerät morgen zu holen, wann reisen Sie denn am Samstag ab?“
Ich:„6:05h Gate 32 Boarding-Time 5:35h“
Er:“Brauchen Sie das Gerät?“
Ich:„Nein, wir haben das nur gekauft, weil es so hübsch aussieht und wir Ihnen einen Gefallen tun wollten“
Er:“Ich versuche, es morgen zu holen. Ich rufe Sie dann an“
Ich:„Danke für das Gespräch.“
Jetzt bin ich gespannt, wie das weitergeht. Heute ist der 24.7….Vielleicht können wir zu den Herbstferien. ?…..
Ich halte Euch auf dem Laufenden. (Insgeheim hoffe ich ja, dass das Gerät auf ewig verschwunden bleibt und wir im Tausch dafür wieder das gewohnte Samsung bekommen)

Hannes Wader singt in seinem Lied  „Es ist an der Zeit“, von einem jungen Soldaten, der mit 18Jahren auf den Schlachtferdern des 1. Weltkriegs für Kaiser und Vaterland geopfert wurde:

Soldat, gingst du gläubig und gern in des Tod?
Oder hast zu verzweifelt, verbittert, verroht
Deinen wirklichen Feind nicht erkannt bis zum Schluß?
Ich hoffe, es traf dich ein sauberer Schuß?
Oder hat ein Geschoß Dir die Glieder zerfetzt
Hast du nach deiner Mutter geschrien bis zuletzt
Bist Du auf Deinen Beinstümpfen weitergerannt
Und dein Grab, birgt es mehr als ein Bein, eine Hand?

Es ist heute so aktuell wie seit Menschengedenken. Der wirkliche Feind sitzt immer im eigenen Land. Ob es nun Fundamentalisten religiöser- oder rassistischer Prägung , ob es Kriegsgewinnler sind, die Rüstungsmafia oder Größenwahnsinnige ….immer wieder gelingt es ihnen, das Volk zu belügen und ihm vorzugaukeln, es ginge um eine gerechte Sache.
Diese Herrschaften sitzen – getreu dem Spruch: „weit vom Schuss gibt alte Krieger“- in der Regel entweder in ihren Bunkern, oder auf jeden Fall in Sicherheit.
Nach Kriegsende – wenn’s schief ging – geht man ins Exil, oder man erschießt sich feige in seinem Betonverließ.
Oder man macht – als Sieger – so lange weiter, bis man ein Imperium geschaffen hat, das irgendwann zusammenbricht. Unser gegenwärtiges Imperium nennt sich „weltweiter, zügelloser Kapitalismus„. Das rote Imperium ist bereits da hin gegangen, wo alle Imperien früher oder später einmal landen, nämlich auf den Leichenfeldern der Geschichte. An ein Imperium namens „Kalifat“ mag ich erst gar nicht denken, mir reicht schon der zügellose Kapitalismus „christlicher“ Prägung.
Es werden leider – wie im Lied – nicht „immer mehr“ , die diesen Schwindel durchschauen, sondern immer weniger. Man sollte glauben, dass es im Informationszeitalter immer mehr Aufgeklärte gäbe, aber das Gegenteil ist der Fall. Man liest und glaubt nur das, was man lesen und glauben will. Nirgendwo wird mehr gelogen als im World-Wide-Web. Aber auch nirgendwo kann man den Tatsachen besser auf den Grund gehen. Für gründliche Recherche fehlt jedoch den Meisten die Lust oder/und das geistige Potential.
Alle Macht geht vom Volke aus? Ich glaube nicht, dass es Völker gibt, in deren Genen der Angriffskrieg verankert ist. Im Gegenteil, die überwiegende Mehrheit will in Frieden leben.
Es ist immer wieder die gleiche Clique von Interessierten, die ganze Völker für ihre Zwecke missbraucht. Und das Volk ist dumm genug, dies nicht zu erkennen.
Wenn Euch Eure religiösen oder politischen Führer in einen Krieg treiben wollen, dann steht da immer das „cui bono“. Wem nützt es? Dem, der sein Leben für anderer Leute Interessen opfert, nützt es auf jeden Fall nichts.
Würde das Volk seinen wirklichen Feind erkennen, dann gäbe es keine Kriege mehr und das versuchen diese Leute mit Lug und Trug, mit Fälschungen und mit gleichgeschalteten Medien zu verhindern.
Lasst Euch nicht länger verarschen!
Shalom und Salam.

Friedens-Heuchler

Veröffentlicht: Juli 22, 2014 in Antisemitismus, Europa, Rassismus, Religion
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All-überall in Europa gehen derzeit bunte Haufen auf die Straße,  die angeblich alle bewegt vom Schicksal der Palästinenser sind.
Da mögen in der Tat Viele dabei sein, denen das tatsächlich nahe geht, aber nicht Wenige bewegt nur eins: Der Hass auf Israel und der Hass auf  die Juden, wobei das Letzte nicht unbedingt etwas mit dem Ersten zu tun hat. Es gibt genügend Israelis, sowie Juden weltweit,  die mit der Politik des Staates Israel ganz und garnicht einverstanden sind.
Da stecken Hassprediger und Faschisten unter einer Decke, einig in ihrer Forderung,  den Staat Israel von der Landkarte zu tilgen.
Manchen geht das noch nicht einmal weit genug, da werden völlig unbeteiligten Juden in Frankreich die Geschäfte demoliert, Synagogen werden geschändet und in Belgien erschoss ein heimgekehrter Dschihadist mehrere Besucher einer Synagoge. Das geschah sogar noch vor dem aktuellen Konflikt.

Es ist eine Allianz des Hasses, die sich da gebildet hat.
Wie lange diese Allianz hält,  zeigt sich heute schon, wenn man das Hickhack um die syrischen Kriegsflüchtlinge betrachtet.
Sobald palästinensische Flüchtlinge in Europa eintreffen, werden die vehementen Palästina-Verteidiger von rechts die Ersten sein, die diesen Leuten am liebsten das Dach über dem Kopf anzünden würden. (es wäre nicht das erste Mal)
Deshalb heißt es aufgepasst, mit wem man sich auf solchen „Friedensdemos“ einlässt.
Friedensdemos,  auf denen zum Hass aufgerufen wird, sind keine solchen.

Nachtrag, weil scheinbar Einige nur das lesen, was sie lesen wollen: MIT KEINEM WORT HABE ICH BEHAUPTET, DASS JEDER ISRAEL-KRITIKER DIESEN STAAT – ODER DAS WELTJUDENTUM INSGESAMT VERNICHTEN WILL. Shalom und Salam.

Wenn man sich die teils schockierenden und unverblümt antisemitischen Kommentare in den sozialen Medien anschaut, ist man geneigt zu sagen :“Manche sollten’s lieber bleiben lassen“
Aber natürlich dürfen wir.
Martin Schulz hatte noch zu Jahresbeginn in seiner Eigenschaft als EU-Parlamentspräsident für einen handfesten Skandal gesorgt,  als er in der Knesset die ungleiche Trinkwasserversorgung zwischen Israelis und Palästinensern verurteilte.
Dumm nur, dass er nicht mit Zahlen aufwarten konnte. Wenn man  kritisiert,  dann sollte diese Kritik schon fundiert sein.
Ich tu‘ mir grundsätzlich schwer mit dem Thema und denke an das Bibelzitat mit dem Splitter im Auge des Nächsten und dem Balken im eigenen Auge.
Wenn z.B. Erdogan die Israelis mit den Nazis vergleicht, dann sollte er erstmal auf seinen eigenen Schnauzbart achten. Über seine Ostgrenze werden die Isis-Kämpfer mit Waffen versorgt und die Opposition im eigenen Lande wird zusammengeprügelt und eingesperrt.
Wenn die USA anderswo die Menschenrechte einfordern,  dann sollten sie in Guantanamo damit anfangen.
Und wenn das offizielle Deutschland die zunehmende Gewalt im nahen Osten oder sonstwo kritisiert, dann muss es sich die Frage gefallen lassen, wieso wir Waffenexporte in dubiose Staaten zulassen. (z.B. Sig Sauer). Bei Sig Sauer geht’s zwar um Faustfeuerwaffen nach Kolumbien, aber es gibt ja auch noch die Panzer-Exporte nach Saudi-Arabien und vor allem die massiven Waffenexporte nach Israel.
Da kein Mensch sagen kann, wohin die Saudis ihre Panzer weiter verticken und man ebenso wenig sagen kann, dass die israelischen Panzer nur zur Selbstverteidigung eingesetzt werden (Panzer sind Angriffswaffen) sollte die offizielle Kritik von Steinmeier,  Schulz &Co. den Herrschaften eigentlich im Halse stecken bleiben. Schlussendlich bringen sich die Kontrahenten gegenseitig mit Waffen aus Deutschland um.
Wir, als freie Bürger, die auch die Sünden des eigenen Staates anprangern, dürfen selbstverständlich JEDEN kritisieren, der Unrecht begeht. Ob das nun die Hamas ist, die ihre Raketen vom eigenen Volk schützen lässt, oder die israelische Regierung, die immer noch glaubt, man könne diesen Konflikt mit völlig unangemessener Brutalität beenden.
Dabei sind sie der Hamas voll in die Falle getappt, die genau diese Bilder braucht, die sie selbst provoziert hatte. Auch wenn der geschätzte Herr Todenhöfer schreibt, die Quassam-Raketen seien relativ harmlos: Es kann doch niemand damit rechnen,  dass  das ewig so weiter geht? Genauso wenig kann es unbeantwortet bleiben,  wenn radikale Siedler fordern, man solle alle Palästinenser „ausrotten“ (das Gleiche will übrigens die Hamas mit dem Staat Israel machen)
Am besten, man schickt die radikalen Vertreter beider Seiten gut bewaffnet in die Negev-Wüste, dort können sie sich gegenseitig ausrotten und richten ansonsten keinen Schaden an.
Das ist natürlich nur ein frommer Wunsch, fernab jeder Realität, denn in der Negev gibt es keine Zivilbevölkerung und keine Armee, hinter der sich diese Dreckschweine verstecken können.