Blogger sind überflüssige Amateure……

…..so der Journalismus-Pate Wolf Schneider gestern bei Markus Lanz.
So seien Blogger z.B. nicht fähig, sich kurz und prägnant auszudrücken (Kuss, Schluss, Puff, kalt, heiß, warm) sondern benutzten besonders gern gedrechselte, geschwurbelte Worte (Integrationsunfähigkeit, Toleranzzwang, nichtsdestotrotz, dessenungeachtet). Überhaupt seien Wörter mit mehr als 2 Silben nicht das Stilmittel, das er den mehreren tausend Journalisten an die Hand gegeben habe, die er im Lauf der Jahrzehnte ausbildete.
Kurz: Blogs sind unnötige Machwerke, die zu lesen sich nicht lohnt.

Mein lieber Scholli, da bin nun ziemlich ratlos….aufhören? Journalismus studieren?
Womöglich noch auf Grammatik und Orthographie achten?

Sehr geehrter Herr Schneider:
“ Es geht um Inhalte, die Form ist zweitrangig, wiewohl es nicht unbedingt von Nachteil ist, wenn diese gewahrt wird.
Meine Schulbildung endete mit der 8. Klasse Hauptschule und TROTZDEM nehme ich mir die Freiheit, meinen Senf zu jeder Wurst zu geben, so sie nicht gerade Conchita heißt.
Meinungsbildende Maßnahmen enden nicht beim Feuilleton oder im Politikteil der FAZ.
Oft genug liest man auch dort nicht mehr als hübsch verpackten Stuß, der auch in der schönsten Hülle letzten Endes nur das bleibt, was er wirklich ist. Nämlich Scheiße.“

Vielleicht schauen Sie mal hier rein. (Keine Sorge, das hat ein richtiger Journalist geschrieben)
Wie Journalisten die Zukunft verschlafen
Ende der Durchsage.

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Über schwabenkrawall

Musiker, Freidenker, Schelm, Schreiberling
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17 Antworten zu Blogger sind überflüssige Amateure……

  1. B Marquard schreibt:

    Hm, wollre eigentlich demnächst selbst einen Blog starten.
    Aber jetzt trau ich mich nicht mehr! :‘-(

  2. Koolteeth schreibt:

    Wer ist der Typ? Ich kenne genug Redakteure aus Zeitungen, die sich gerne mit Blogs beschäftigen. Und was ist dann an der Meldung dran, dass Twitter für Journalisten so wichtig geworden ist? Da steht ja manchmal noch größerer Hickhack als man es von SMS her kennt. Meiner Meinung nach kann man diesen Typen nicht ernst nehmen… Warum tut jemand sowas? 🙂

    • schwabenkrawall schreibt:

      Vielleicht, weil er 89 ist und früher alles besser war? Twitter findet er übrigens nicht ganz so schlimm, weil da der Amateur aufgrund der begrenzten Zeichenzahl nicht so viel Blödsinn schreiben kann…..sagt er.

  3. Ursula schreibt:

    Der Herr Journalist hat ANGST! Angst, dass die Beiträge der Blogs mehr gelesen werden als sein. Anders kann man sich die Aussage nicht erklären……
    Es gibt eben „Alte Weise“ wie zum Beispiel Helmut Schmidt oder bornierte Alte, die meinen ihre „Weisheit“ ist die Richtige und nicht mit der Zeit gehen wollen..

    Hat der Herr erwähnt, welche Blogs er gelesen hat, die ihn zu dieser Aussage befähigt ?????

    • schwabenkrawall schreibt:

      Er liest keine, Ursula……seine Frau mache die Computersachen, meint er.

      • Ursula schreibt:

        ich habe gerade den von Dir angeführten Link gelesen. Er stammt aus dem Jahr 2012.

        Die Gattin von Schneider hat wohl geschlafen, dass sie DAS übersehen hat. Sonst hätte sie es ihrem allwissender Gatte mitgeteilt und er müsste keinen solch Stuss bezüglich der Blogger von sich geben …..

      • B Marquard schreibt:

        Hm ist auch sinnvoll, sich eine Meinung zu bilden von Sachen, die man gar nicht kennt.

  4. Claus schreibt:

    Bei diesem Herrn Schneider hat mein Bruder noch zeitweise (bei G+J) Journalismus gelernt, was er heute noch bedauert – wenn es ihn auch an vielen Erfahrungen bereichert hat. Sein Statement: an Arroganz nicht zu überbieten, hinter der der wahre Journalismus auf der Strecke bleibt…
    Fazit: nichts als ein Schaumschläger und Wichtigtuer.

  5. Conny G. aus O schreibt:

    tja,da kann man wieder sehen, wie sie intelligente Menschen, die sich verstaendlich ausdruecken und wahrheitsgetreu informieren koennen, scheuen, wie er Teufel das Weihwasser. Das hat ja auch schon der ekelhafte Menschenhasser Zbigniew Brzezinski verlautbaren lassen…

    Brzezinski’s call of warning to the “global political awakening” has only intensified in recent years. Last year during a speech in Poland, Brzezinski noted that it has become “increasingly difficult to suppress” and control the “persistent and highly motivated populist resistance of politically awakened and historically resentful peoples.” Brzezinski also blamed the accessibility of “radio, television and the Internet” for the “universal awakening of mass political consciousness.”

  6. schwabenkrawall schreibt:

    Ich schreibe weiter. Dieser personifizierte Standesdünkel sagt mir nicht, ich sei zu blöd dazu!

  7. DerMixer schreibt:

    Vieleicht sollte er einfach beim Bildzeitungsnivea ( ja das muss eine Creme sein) bleiben. Bitte schreib du weiter wie bisher.

  8. heinka schreibt:

    Weiß ER wirklich, wovon ER spricht!!??

    • heinka schreibt:

      Kleine Ergänzung: Hr. Schneider sollte sich mal tiefgründig mit der Blogger-Gemeinschaft, die es weltweit und unübersehbar gibt – befassen!

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