Es wird einen Aufstand geben in Deutschland? ……

….las ich eben in einem Kommentar zu einem Bild, auf dem die soziale Schieflage (zurecht) einmal mehr angeprangert wird. Rentner hielten Tafeln in den Händen, auf denen der Betrag ihrer Rente stand und darunter hatte man Christian Wulff eine Tafel in die Hand fotomontiert, auf der seine Bezüge von 19.800 € für 19 Monate Arbeit stand. Wulff? Das sind vergleichsweise Peanuts, da gibt’s wesentlich bessere Beispiele für money for nothing. Aber Aufstand? In Deutschland?  Das geht schon deshalb nicht, „weil man den Rasen nicht betreten darf“, wie W. I. Lenin einmal spottete.
Man könnte jetzt sagen, dass das in der DDR doch auch klappte, aber dieser Staat hätte auch ohne Freitagsdemos bankrott anmelden müssen. Vielleicht ein paar Jahre später,  aber dieses Land war so marode wie seine Straßen . Über die Gründe,  weshalb das so war, ließe sich streiten. Zudem ging es in der DDR fast Allen schlecht,  in der BRD jedoch geht es den Meisten solala, bis sehr gut. (Tendenz allerdings fallend)
Wir sind keine Franzosen,  die sofort auf die Barrikaden gehen und die Autobahnen mit brennenden Reifen blockieren, wenn ihnen was nicht passt, wir sind Deutsche. Und das heißt,  wir sind Untertanen. Und Untertanen mucken nicht auf, nein, sie wählen alle 4 Jahre diejenigen wieder, die für diese Schieflage verantwortlich sind. WENN man überhaupt wählen geht. Der einzige Sturm auf die Paläste findet in Facebook statt, auf die Straße kriegt man niemanden. Wie auch? Den Gewerkschaften laufen die Leute davon, linke Gruppierungen glänzen durch Abwesenheit.
Der einzige Anlass, Deutsche auf die Barrikaden zu treiben, wäre vielleicht ein allgemeines Tempolimit auf den Autobahnen.
Aber da würde dann ich wiederum nicht mitmachen.:)

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Über schwabenkrawall

Musiker, Freidenker, Schelm, Schreiberling
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13 Antworten zu Es wird einen Aufstand geben in Deutschland? ……

  1. Gast schreibt:

    eine Kleinigkeit ist unrichtig, nämlich dass den Gewerkschaften „die Leute davon laufen“: es stimmt umgekehrt, dass nämlich eine gezielte „Wirtschaftspolitik“ (der HINAUFverteilung) seit ca. 1985 — mit gravierenden Folgen seit 1995 — den Gewerkschaften den Boden abgegraben hat und hemmungslos den Hinaufverteilern alles zuzuschieben begann:

    mittels „Subunternehmertum“ …

    (das sind keine Unternehmer, sondern billigste sozial rechtlose Unterläufel, als Beispiel seien „Entwickler“ProgrammiererGeistsklaven genannt, die zT an ihr Unternehmertum glauben, weil sie Krankenkasse und Pension selber zahlen müssen, und gar nicht begreifen, dass echte Unternehmer nicht ständig in der Angst leben müssen, bei Bedienen eines zweiten (!) Kunden — neben dem „Subunternehmer“-Knebelvertrag — ihren Knebelgeldgeber zu verlieren) …

    … und Zerschlagen der Gewerkschaftsbanken (mit tatkräftiger Hilfe aus der Karibik, zb BAWAG) …

    (und ähnlichen Methoden mehr, auch die Zerschlagung in Teilgewerkschaften zählt dazu)

    … wurden einerseits den Gewerkschaften das Wasser abgegraben und andererseits die Mitgliederzahlen drastisch gedrückt.

    Gewerkschaften haben nicht reagiert (hätten sofort auf BGE Grundeinkommen ohne Bedingungen gehen müssen, weil auch Subunternehmern zwar nicht „Arbeits“Platz“ aber EINKOMMEN fehlt) sondern beschützen nach wie vor nur die neuen Kapitalisten, nämlich die ArbeitsplatzBesitzer.

    (und das Bildungsproblem, dass tatsächliche Zustände und Aussichten vermittelt werden, wo an „Notwendigkeiten“ und „momentanes Durchhalten“ und Millionär-in-20-Jahren geglaubt bzw. gehofft wird, wird von Regierungen wie Gewerkschaften seit EU ignoriert; wogegen die Hinaufverteiler und Investorenschützer mit genau dieser verlogenen Masche bisher ungehindert „ihre“ Schäfchengelder nach „oben“ zu den Milliardären und deren Politbonzenmarionetten verschieben)

    • schwabenkrawall schreibt:

      Danke für die Klarstellung. Aus meiner Jahrzehntelangen beruflichen Erfahrung weiß ich jedoch auch, dass genügend Kollegen ganz einfach zu geizig sind, den Beitrag zu entrichten.

  2. Michael Schäfer schreibt:

    Lach,der Deutsche Michel hat doch gar nicht den Arsch in der Hose,vor lauter Angst,das wenn er den Mund aufmacht,gleich wieder das Rassengetöse losgeht!Was will der Deutsche auch machen?Ausser das immer nur gejammert wird,was in der Welt schlecht läuft,passiert doch nix!Der Deutsche schimpft über alles und jeden,über die soziale Ungerechtigkeit,die er slch selbst gewählt hat,über die Politik,die ihn ausnimmt wie ne Weihnachtsgans,die er selbst gewählt hat,über sein beschissenes Leben,das er sich selbst gewählt hat!Man jammertüber die eigene Dummheit,wenn man mich fragt,denn,geh ich nicht wählen,brauch ich mich nicht beschweren,wenns dumm läuft,gehe ich wählen, und wähle immer wieder die selben Holzköppe der Politik,die mich bescheissen,brauch ich mich nicht beschweren!Leute,werdet wach,agiert,tut was gegen die Ungerechtigkeiten der macht,aber jammert nich immer wie schlecht es euch geht,denn vom nixtun,besserts sich nicht!

  3. DerMixer schreibt:

    Ich denke schon das es theorethisch gut sein könnte dass sich die Massen erheben udn es zum Aufstand kommt. damit rechnen ja nciht nur Militärstrategen… Ich hoffe aber das es nicht dazu kommt. Sollte es doch dazu kommen, nagel ich die fenster zu und versuche schnellstmöglch das Land zu verlassen. die deutschen stehen viel zu selten und viel zu spät auch, die letzten zwei mal ewo sie dann doch den Arsch hochbekommen haben, hats aber jedes mal gewaltige probleme gegeben… die will ich nicht aus nächster Nähe miterleben.

  4. Bernd Marquard schreibt:

    Die Deutschen gehen sehr wohl auf die Straßen. Zumindest wenn sie ihre Kinder vor den bösen Homos schützen müssen.

  5. Ursula schreibt:

    Marode sind in Deutschland nicht nur die Straßen, sondern ganze Städte. Das ist noch lange kein Grund mit Nachdruck zu protestieren. Den meisten Bürgern ist es auch egal was sie essen. Wenn nicht einmal auf die eigene Gesundheit geachtet wird, gehen denen andere Dinge, die sie nicht direkt betreffen, sonst wo vorbei …..
    Ich persönlich würde mich auch hüten bei einer Demo mitzumachen, wie ich schon einmal erwähnt hatte. Die meisten öffentlichen Proteste rufen sofort die „Alles-Kaputt-Macher“ auf den Plan, welche vor nichts und niemanden Halt machen…..

    Was können wie sonst machen? Hast Du einen Plan????

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