Archiv für Dezember, 2013

2014: Zu Optimismus besteht kein Anlass

Veröffentlicht: Dezember 31, 2013 in Politik, Wirtschaft
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Denn Optimismus ist – nach einer neulich gehörten Definition – nur ein Mangel an Information. Es kommt Ungemach auf uns zu, dabei ist die Maut noch eines der zu vernachlässigenden Dinge.
Der Euro erobert einen neuen Pleitestaat in Gestalt Lettlands, die EU bekommt mit Kroatien ein neues Mitglied: Kroatien, 50% Arbeitslosigkeit,  das passt.

Die GroKo steht weiter zum Berliner Flughafen, also nur zum Flughafen. Zum Bau stand nichts in der Vereinbarung.  Mit dem neuen alten Aufsichtsratsvorsitzenden Wowereit kann nix geschehen…naja, geschieht ja auch nix. Dafür aber steht er.
Man denkt ja immer, da wird rangeklotzt, aber nee, nix, rien, niente. Dort bewegt sich nur eins: Die Startbahnen. Nach unten, die versinken nämlich..Konnte ja vorher keiner ahnen, dass der märkische Boden sumpfig ist.

Die Zinsen für unsere Sparkröten werden ins Minus rutschen, was heißen will, dass wir Miete für unser Konto zahlen werden….oder wir kaufen Aktien? Ich werde den Verdacht nicht los, dass auch noch der letzte Kleinsparer dazu gebracht werden soll, in Aktien zu investieren. Naja, die Boni für die Manager der DAX-notierten Unternehmen wollen ja von irgendwas bezahlt werden und Kleinvieh macht auch Mist…….die Opposition (bruhaha) wird ab und zu die Selbstbeweihräucherungen der Gro(ß)Ko(tz) unterbrechen dürfen. Nutzt bloß nix, die Grünen und die Linke haben genug damit zu tun, sich gegenseitig fertig zu machen.
Das Schönste aber ist, dass wir dieses Pack das nächste Mal für 5 Jahre an der Backe haben werden.
Angeblich, um sich mit dem Europa-Parlament zu synchronisieren. ….in Wahrheit aber, um  noch schneller in den Genuss der mündelsicheren Pensionen zu kommen.

Jetzt hätte ich beinah‘ Sotschi vergessen. Die lupenrein-demokratischen Winterspiele in den Subtropen.
Vielleicht vergibt man die Sommerspiele mal nach Grönland? Obwohl…bei der fortschreitenden Klimaerwärmung ist der Gedanke nicht einmal so unrealistisch. …

Prosit Neujahr.

…..man sieht mich ratlos vor der Flimmerkiste. Die ARD versuchte sich mit Borowski an einem Psycho-Krimi, der gründlich in die Hose ging.
Ein Jammer, dass Schauspieler wie Horst Janson alles annehmen müssen,  um zu überleben.
Da versucht man eine Art Hitchcock-Marnie für Arme zu inszenieren, in dem eine krankhafte Lügnerin ein paar Leute zwar nicht ermordet, aber dennoch im Kanal entsorgt.
Wieso das Alles, bleibt im Dunkel.
Schließlich wird die hübsche Nicht-Killerin zu einer lebenslangen Haft für einen Selbstmord verurteilt…..
Zwischendurch schießt sich der Dienststellenleiter völlig unmotiviert durch den Schuh und ein Quoten-Schwuler bringt sich mit Erdnüssen um……
Grundgütiger!!!!

Jan./Feb. …..kalt war’s. Arschkalt. Jedoch nicht für uns,  bzw. nur ganz kurz, da wir von Weihnachten bis Mitte Februar – wie immer – auf Teneriffa weilten.
In La Matanza, bei Wolf-Dieter. Bilder gibt’s hier.
Kaum von Teneriffa zurück und des Frühjahrs harrend (es war Ende Februar) merkten wir ziemlich schnell: „das wird nix“.
Meine getreue Gattin suchte mit klammen Fingern im Internet nach geeigneten Reisezielen. Nicht zu weit weg und trotzdem warm. Zypern?
Warum nicht….allerdings im März…da war doch was? Im Flugzeug vom verschneiten Frankfurt saß ein ungeheuer breiter Russe (Typ: Mann fürs Grobe) neben mir, der völlig unbeeindruckt während Start, Flug und Landung telefonierte. Da, da, dawai, njet Evro €. Da war Einer unterwegs, seine Konten zu retten. Wie so viele andere „Bisinissmeni“, deren Lear-Jets sich am Airport Larnaka um die Parkplätze stritten.

Wir sind weder bespuckt, noch beschimpft worden, obwohl die BLÖD zu Hause wahre Horrorszenarien ausmalte….die Zyprioten hassen uns nicht, soviel ist gewiß. Bilder Zypern hier.

Hurra, Kwartet hat eine Sängerin! Da heißt’s proben, was wir im April auch taten. Im Mai/Juni wurde das schwierig, da wir uns da in Irland befanden. In Sligo verfielen wir auf die Idee, eine Probe via Skype zu machen. Ich mit dem Tablet an der Stelle des Hauses mit dem besten W-lan Signal, meine Kollegen Rita, Jogy und Micha im Proberaum Schorndorf vor der Webcam. Unglücklicherweise probte man die letzte Stunde (von insgesamt vieren) an der Stimmverteilung von „when you say nothing at all“, was mir eine schlaflose Nacht bereitete. Ich bekam den Refrain nicht mehr aus dem Kopf! Es bedurfte einer Stunde AC/DC, um wieder klar denken zu können.
Anfang Juli fing ich mir einen Hitzschlag, oder aber eine Sommergrippe ein, die uns veranlasste, wieder nach Irland zu flüchten. Von Augus-Sept. Bilder hier
Welch eine Ironie…im Winter flüchtet man vor der Kälte, im Sommer vor der Hitze.
Und im Oktober/Nov. vor dem Regen. Nach Betlem/ Mallorca. Anfangs war nix los, und am Ende garnix. Schön so, wie auch das Wetter. Der wärmste Nov. seit langem, über 25º Bilder gibt’s hier
Und jetzt? Dezember dahoam, incl. Weihnachten und Sylvester. Dauerregen, aber kein Winter. Ekelhaft, kaum steht man auf, wird’s dunkel.
Mitte Januar soll der Winter laut Prognose kommen…..doch da befinden wir uns längst wieder auf Teneriffa 🙂

PS: Sollte jemand Reisetipps für die genannten Lander brauchen, darf er sich gern an mich wenden.

…..auf einem Pissoir in der Schweiz habe ich mal ein Schild gesehen:“Treten Sie näher hinzu, er ischt kürzer als Sie denken“
So verhält sich das auch mit der Altersrente. Allerdings muss man da nicht näher hinzu – sondern kürzer treten.
Es bleiben selbst bei Leuten wie mir, die fast 48 Jahre Beiträge bezahlt haben, grade mal 60% vom letzten Nettoverdienst übrig. Brutto. Da kommen noch Kranken und Pflegeversicherung dazu….dann heißt’s mit halb so viel auskommen wie zuvor.
Das aber auch nur, wenn man zum Schluß längere Zeit gut verdient hatte. 15-20 Jahre sollten’s schon sein.
Ich bin meinem Arbeitgeber zutiefst dankbar, dass er mir eine relativ großzügige Betriebsrente gewährt, sonst wär’s bitter. Man kann leben…nach Abzug aller laufenden Kosten kann man noch 1, 5x volltanken und muss nicht hungern, dürsten oder frieren. Alles Andere muss vom Ersparten finanziert werden. Konzerte/Urlaub/neuer Computer/Brille/Zahnarzt/ etc. Wer nichts auf der hohen Kante hat…..da ist’s vorbei mit X-mal Essen gehen und mal eben Klamotten shoppen.
Ich gebe zu, das ist jammern auf hohem Niveau, gemessen an WIRKLICH armen Menschen,  aber man misst sich ja immer an seiner Umgebung, bzw. dem Leben vor der Rente.
Ich selbst habe Glück gehabt, aus genannten Gründen,
Ganz hart trifft es Leute, die in 3-Schicht arbeiteten, da Nachtschichtzuschläge nicht sozialversicherungspflichtig waren.
Die stürzen am heftigsten ab.
Ein Bekannter,  der in den letzten 5 Jahren über 5000€ brutto hatte, wunderte sich nicht wenig, dass ihm nach Abzug der  Kranken und Pflegeversicherung gerade mal 950 € bleiben. Jetzt arbeitet er nebenher auf 400 € Basis, damit er seine Miete bezahlen kann. 
Er hatte schlicht vergessen, dass Ausbildungszeiten nicht viel bringen und wenn man erst mit 25 ins Berufsleben einsteigt, wirds hart, mit 45 Beitragsjahren bzw. es geht nicht!
Denn eigentlich wollte er ja länger arbeiten,  als ihm klar wurde, wie seine Zukunft als Rentner aussieht.
Durfte er aber nicht. Normale Arbeitsverträge enden nun mal mit Erreichen des 65. Lebensjahres.

Hier der Bericht von Plusminus

Weihnachten dahoam? Never again…

Veröffentlicht: Dezember 27, 2013 in Reisen
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Die letzten 5 Jahre waren wir zu den Feiertagen auf der Flucht…wie weiland Maria&Josef, bloß ohne schwanger….Dieses Mal wollten wir später nach Teneriffa, damit wir bis Ende Februar bleiben können. Weihnachten zu Hause.. das bedeutete 3 Tage bei Dauerregen in der Bude hocken…auf Teneriffa war’s zwar auch nass, aber es hätte wenigstens wärmer geregnet.
Und nicht ohne Unterlass.
Beim Einkaufen riecht’s nach nassem Hund und um Vier ist’s stockdunkel. Um 7h meint man, es sei Mitternacht und schläft ein.
Nee, nee, ohne Verwandtschaft macht es keinen Sinn, hier zu bleiben.
Dann doch lieber feliz Navidad, als verregneter Glühwein.
Am 11.1. fliegen wir….und dann buchen wir gleich für’s nächste Jahr. Dann halt 8 Wochen, hier hält uns nichts.

Allen meinen Lesern,

Veröffentlicht: Dezember 24, 2013 in Sonstiges
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Für die, die dran glauben und auch für die, die nicht dran glauben wünsche ich: „Stressfreie und friedliche Weihnachten….und seid vorsichtig mit dem Glühwein!  🙂

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….so Katrin Sass bei Markus Lanz über die Motive, derentwegen man ins Dschungelcamp geht.
Nun wird sie entsetzt auf die Mitteilung reagieren, dass ihr Kollege Winfried Glatzeder ebenfalls in dieses seltsame Camp zieht, ist sie doch „Paula“- Preisträgerin, benannt nach der DDR- Legende Paul&Paula deren Protagonist Glatzeder neben Angelika Domröse war.
Wieso man sich das antut? Sicher nicht, weil man Lust hat, Penisse von Zwergkängurus zu fressen. Man macht’s aus schierer Not. Nur sehr wenige Schauspieler leben in Saus und Braus, wer eine Lebensversicherung als lebenslanger Lindenstraßen, oder Traumschiff-Darsteller hat, tut das sicher nicht wegen der künstlerischen Herausforderung.
Immer mehr -gar nicht sooo unbekannte – Künstler sind schlichtweg von Altersarmut bedroht. Da bietet dieses Camp immerhin die zweifelhafte Chance, sich noch einmal ins Gespräch zu bringen. Die 80.000 € Gage sind sicher nicht der Hauptgrund.
Wie auch immer, ich werd’s mir nicht anschauen.
Ich hasse es, wenn sich Menschen aus Geldnot zum Gespött machen lassen müssen.

Schuld an der eigenen Situation haben im Zweifelsfall immer die Anderen.
„Erkenne Dich selbst“ ist für die meisten Deutschen eine unbekannte Weisheit.

Philip Oprong Spenner wurde im Alter von 9 Jahren als Vollwaise auf den Straßen Nairobis ausgesetzt, eigentlich die mieseste Voraussetzung für ein glückliches Leben.

Heute ist er Lehrer in Hamburg. Ein erfolgreicher Lehrer, dem seine Schüler (die Meisten mit Migrationshintergrund, wie man so unschön sagt) das abnehmen, was er sagt.
Natürlich hat nicht jedes kenianische Waisenkind die Chance, einen Studienplatz im reichen Deutschland zu erhalten, aber es leben bereits genug benachteiligte Kinder bei uns.
Diese sollten sich mehrere dicke Scheiben von seiner Geschichte abschneiden.

Wer Schule als lästiges Pflichtprogramm begreift, hat nichts begriffen. In Deutschland haben wir eine Schulpflicht, die in Wahrheit ein RECHT auf Bildung ist.
In anderen Ländern riskieren Kinder, z.B. Mädchen in fundamentalistischen Staaten, für dieses Recht sogar ihr Leben.
Und bei uns wird dieses Grundrecht sehr oft buchstäblich mit Füßen getreten, werden Lehrer beschimpft, bespuckt, verprügelt. Ich bin geneigt zu sagen “ Dann bleibt halt dumm“, aber nur Bildung bietet die Chance auf Arbeit. „Ich werd‘ Hartz4, Alda“, das kann’s nicht sein, das kostet meine Steuergelder.
Zudem fallen Bildungsferne viel leichter auf braune, fundamentalistische oder sonstige Rattenfänger herein,
Dass Kinder aus Akademikerfamilien bessere Startvoraussetzungen haben, liegt auf der Hand, ist als Ausrede aber unzulässig.
„Jeder ist seines Glückes Schmied“, der Spruch hat seine Berechtigung. 
Und Glück ist nicht, als Berufziel It-Girl, oder Gangsta-Rapper zu definieren.
Klar, es gibt Begabte und weniger Begabte, ein Volk von Akademikern ist Illusion und ob das überhaupt wünschenswert ist, lasse ich einmal dahingestellt.
Aber einen qualifizierten Schulabschluss kann Jeder schaffen, sofern keine geistige Behinderung zugrunde liegt.
Meist aber liegt nur Faulheit zugrunde.
Solange das Recht auf Bildung als Zwang empfunden wird,  wird das Heer der RTL-Vollpfosten nicht kleiner werden.
Solange – vor Fehlern strotzende – Facebook-Kommentare der einzig interessante Lesestoff sind, wird es abwärts gehen.

Vielleicht muss es aber so kommen, vielleicht hat Westerwelle mit seiner „spätrömischen Dekadenz“ gar nicht so unrecht.

Einen schönen Sonntag wünsch‘ ich

…..auf Facebook&Co. Wenn man sich die Kommentare und Beiträge einiger Anonymiker zu Gemüte führt, könnte einem Angst und Bange werden. Vor allem gewinnt man den Eindruck, Deutschland sei ein Pfuhl voller Neonazis, Homophobiker, Stalinisten Trotzkisten, Rassisten und Revanchisten.
Die übelsten Kommentare findet man übrigens auf N24 und T-online. Natürlich sind da noch die Trolle auf „KeinS21″ und ähnlichen Interessensseiten. Auch ich wurde auf meinem Blog schon als “ linksfaschistisches Dreckschwein“ beschimpft…von einem User mit Phantasienamen, der allerdings nicht berücksichtigt hatte, dass man von wordpress zu jedem Kommentar die zugehörige IP erhält. (die Anzeige war übrigens erfolgreich) 🙂
Menschen, die für ihre Überzeugung auf die Straße gehen werden grundsätzlich als hobbylose, arbeitsscheue Subjekte bezeichnet, wie es das Beispiel S21 zeigt.
Dass Ähnliches nicht in Berlin, bzgl. des Skandalflughafens stattfindet liegt vermutlich am Wetter. Im Sommer zu heiß, im Winter zu kalt. Oder um es anders auszudrücken: „Der Sommer ist die Zeit, in der man die Dinge nicht macht, für die es im Winter zu kalt ist“
Vielleicht geht’s uns auch zu gut, obwohl die Kommentare zu Hartz4 Themen Anderes vermuten lassen.
In anderen Ländern gehen die Leute auf die Straße, wenn ihnen die Administration nicht mehr passt.
Wir sind vermutlich zufrieden mit Frau Merkels Amtsführung, oder? Nicht so in den einschlägigen Kommentaren zu politischen Themen.
Warum also gehen all diese Unzufriedenen nicht auf die Straße, um ihrem Unmut  Ausdruck zu verleihen?
Möglichkeiten:
1: zu faul
2: zu besoffen
3: sind grad auf Malle
4: sind gar nicht unzufrieden, sondern meckern und hetzen nur gern im vermeintlich anonymen Netz
Oder hatte doch Lenin recht, als er sagte: „Eine Revolution ist in Deutschland nicht möglich, weil man den Rasen nicht betreten darf“ ?

Eine Pharmasauerei….

Veröffentlicht: Dezember 13, 2013 in Politik, Wirtschaft
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….sondergleichen, über die „Kontraste“ gestern berichtete.  Sogar der Sprecher der Ärzteschaft sprach von purer Abzocke.
Es ging um ein Medikament,  das bisher zur Behandlung von Leukämie eingesetzt wurde und seit Jahren auf dem Markt war.

Als man entdeckte, dass dieses Medikament nicht nur bei Leukämie, sondern auch bei multipler Sklerose wirkt, ließ es die Sanofi-Tochter Genzyme kurzerhand vom Markt verschwinden und platzierte im Herbst dieses Jahres den Wirkstoff Alemtuzum als neues Medikament gegen Multiple Sklerose.
Unter dem neuen Produktnamen Lemtrada.
Davor war es jahrelang unter dem Produktnamen MabCampath für Leukämie-Behandlung zugelassen.

Nach der Wiedereinführung wurde der Preis pro Milligramm gleich mal um das 40-fache. heraufgesetzt.

Es bleibt zu hoffen, dass der Gesundheitsminister in spe, Karl Lauterbach, dieser Abzocke einen Riegel vorschiebt, denn eine Therapie würde durch diese Preistreiber nun ca. 80000 € kosten. 40x soviel wie zuvor.
Ein 40fach‘ Hoch auf die freie Marktwirtschaft.!

Der ganze Bericht in Kontraste hier