Funktionär empfiehlt Bier statt Psychotherapie.

„Nicht jeder benötige einen Therapeuten, eine Flasche Bier tue es manchmal auch. Das sagte einer über psychisch Kranke, der als mächtigster Mann im Gesundheitswesen gilt.“
So zu lesen in einem Artikel in spiegel.de
Lieber Herr Hecken,
Darf ich Ihnen ein wenig über mich erzählen?  Also, wohl aufgemerkt: Im Jahre 1971 bekam ich aus heiterem Himmel eine schwere Panikattacke (die damals im Übrigen noch garnicht so genannt wurde, sondern als Hysterie bezeichnet wurde)..ich lag im Wohnzimmer meiner Eltern und glaubte – nein, ich WUSSTE – dass ich sterben müsse.
Der herbeigerufene diensthabende Notarzt (es war zu meinem Unglück an diesem Sonntag ein Neurologe und Psychiater) konstatierte knapp: “ Dem fehlt nichts, der hat nur Entzugserscheinungen.“ Da mir das einleuchtete, versuchte ich die immer wiederkehrenden Panikattacken mit Alkohol zu bekämpfen. Zwecklos. Ich war jetzt nicht nur panisch, sondern auch noch ständig betrunken. Einige Jahre später kam es, wie es kommen musste. Zusammenbruch,  Entzug, Therapie. Seltsam, aber auch nach Wochen der Trockenheit war ich meine Panikattacken nicht los und da das Personal in der Klinik mutmaßte, ich würde heimlich trinken, wollte man mich in die Geschlossene verbringen. Ich konnte unter abenteuerlichen Umständen fliehen und bin bis heute, 37 Jahre danach immer noch trocken. Meine Panik habe ich soweit im Griff, dass ich ein normales Leben führen kann.
Hätte ich Ihren Ratschlag, sehr geehrter Herr Hecken, befolgt, läge ich heute nicht auf meiner Terrasse, sondern in 1, 80m Tiefe.
Prost, übertreiben Sie’s nicht, das macht nämlich blöd.

http://m.spiegel.de/gesundheit/psychologie/a-931850.html#spRedirectedFrom=www&referrrer=

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25 Gedanken zu “Funktionär empfiehlt Bier statt Psychotherapie.

    1. B.Kienzle

      Der Aufklärung nun ein Stückchen näher gerückt? Brüssel und Biertrinker?
      +++http://www.welt.de/wissenschaft/article115163095/Wie-Arsen-bis-in-die-Bier-Pullen-gelangt.html+++
      Nachtigall ich hör dir trapsen! 😉

  1. B.Kienzle

    Korrektur: Looser ist falsch! Ich meinte selbstverständlich den Verlierer, ergo den „LOSER“!:-)

  2. B.Kienzle

    Wären Ärzte Henker, wäre die Bevölkerung schon lange geschrumpft. Fehlurteile gibt es täglich haufenweise. Der o.g. Fall jedoch bestätigt mal wieder, dass von Tuten keine Ahnung vorliegt. Aber mit dem Saufen sind viele schnell abgestempelt, denn auch Hartz4 Elternteile sind laut Aussage der Politiker die meiste Zeit besoffen und faul, zugekotzt und erziehungstechnisch als Loser abgestempelt. Ist doch sonnenklar. Deutschland, das Land der Trunkenbolde. Herr Brüderle, der ungekrönte Weinkönig der FDP könnte uns da im vollen Zustand bestimmt ein Liedchen trällern. Wenn er genügend intus hat, könnte er glatt auf der Bühne den Bohlen Schachmatt setzten. 😉 Solche Artikel muss man übergehen, da Hirnlosigkeit zwischenzeitlich sehr verbreitet ist. Euch allen noch einen schönen und trockenen Tag!

    1. muffy2013

      @B.Kienzle.Zu den Ärzten habe ich meine eigenen Ansichten,ich sage mir immer:Sterben kann ich alleine,da brauch ich KEINEN Arzt der mir einen Schritt weiter hilft.Zu den Hartz IV Empfängern,bekommen die eine Sonderzulage für Alkohol???Nein!!Dann frage ich mich woher sie das Geld nehmen um ständig besoffen zu sein??

    2. B.Kienzle

      Wir saufen auch Glasrein und Franzbrandwein! Selbst Odol hat ne gewaltige Wirkung! Wo? Sag i ned, sdud bloß Schläg! 😉
      Schade, dass man keine Punkte mehr verteilen kann, denn der Tipp mit den Kartoffeln fand ich geital!

  3. ruediger5050

    Dieser geschäftstüchtige Funktionär und Politiker verrät mit seinem Bier-Rezept genug über den Wert seines Gewissen und Verantwortung für deutsche Bürger.
    Man hat es schon lange vor gelobter deutscher Demokratie und Freiheit passend formuliert;
    “ Ficken und besoffen sein ist des Arbeiters schönster Sonnenschein“.

  4. DerMixer

    In Vino Veritas… aber im Bier? … Ich find in bestimmten Situationen ein Bier hilfreich. Regelmässigen Konsum aber für gefährlich. Sind aber nur meine persönlichen Erfahrungen, die nicht verallgemeinert werden können.

    1. muffy2013

      In Vino Veritas??? Wenn man einem alten Sprichwort glauben darf:“Kinder und Betrunkene sagen die Wahrheit“ So liegt im Alkohol überhaupt ein Funken Wahrheit.

    2. muffy2013

      Sollte das Sprichwort zutreffen,wäre es für manche Politiker besser,vor ihren Reden ein paar Flaschen zu trinken.Alkohol löst die Zunge.

    3. DerMixer

      Vieleicht auch ein paar mehr… Vieleicht wäre es beim ein oder anderem Politiker auch sinvoll wenn er friedlich im Koma liegend die Sitzung verschläft anstatt den Mund aufzumachen… DAS wiederum ist aber eine ganz andere Geschichte…

    4. Ursula

      Er ist vermutlich ein „nachhaltig Eingeschränkter“ 😀
      Danke für den Link!!!!

      Mein Sohn war mit seiner Schulklasse – er war Fünfzehn – bei so einer Sitzung. Er war mehr als entsetzt, als er zurück kam. Er erzählte mir, dass kaum jemand da war. Und die da waren, waren auch nicht richtig da. Die einen haben sich mit dem Sitznachbarn unterhalten, die anderen Zeitung gelesen und wieder andere haben den Redner ständig unterbrochen. Wundert sich da noch einer über die Politikverdrossenheit, wenn sie so einen Saustall öffentlich vorführen ????

  5. Ist mir gerade blitzartig eingefallen:
    Durch die empfohlenen Biere bei diversen Problemen, wird ein Haufen zusätzliche Steuer in das Staatssäckel gespült. Wie man auf Wikipedia nachlesen kann, sind die Biersteuereinnahmen rückläufig. Jetzt wissen wir den wahren Grund für die Empfehlung von Herrn H. …… Nichts als gut durchdachtes Kalkül !!!

    http://de.wikipedia.org/wiki/Biersteuer

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