Wozu eigentlich noch krankenversichern?

Vorausschickend: Ich habe einen tollen Zahnarzt und er kann ja auch nichts für die Regelungen der Kassenleistungen.
Was geschah? Aua,  Wurzelbehandlung! Soweit, so schmerzhaft. Zu diesem Behuf müssen die Wurzelkanäle bis zum Grund ausgeräumt werden.
Mein Zahnarzt vermisst die Länge dieser Kanäle elektrometrisch (wie das früher gemacht wurde, weiß ich nicht….mit dem Tiefenmaß an der Schieblehre? )
Diese Methode zahlt die Kasse nicht, neben einigen anderen Leistungen. Ich dachte bisher, eine Wurzelbehandlung ist ja kein Zahnersatz, das zahlt die Kasse komplett, da wird ja immerhin ein Zahn erhalten?  Pfeifendeckel….bis jetzt zahle ich 108 € selbst und eine 2. Rechnung folgt noch.
Ich vertraue meinem Dentisten und er hat mich auch vor der Behandlung über diese Kosten informiert….was nicht immer so ist, wie man in diversen Foren lesen kann.
Immerhin ist es kein Zahnersatz, denn da könnt ihr gleich bei Eurem Kreditinstitut um einen Kredit nachsuchen. Es werden künftig immer mehr Menschen mit Zahnlücken oder völlig zahnlos rumlaufen, weil sie sich ganz einfach nicht mal 150 € Extrakosten leisten können.  Da wird der Zahn künftig wieder beim Bader gezogen, das zahlt dann auch die Kasse.
Und das in einem der reichsten Länder der Welt? Halbblinde zahnlose Deutsche, die sich weder eine neue Brille noch einen Zahnarztbesuch leisten können? ? ?
Man könnte sich vor Wut in den Arsch beißen. (So man denn Zähne hat….)

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Über schwabenkrawall

Musiker, Freidenker, Schelm, Schreiberling
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21 Antworten zu Wozu eigentlich noch krankenversichern?

  1. rüdiger schreibt:

    Das deutsche Gesundheits,- oder Krankheitssystem,es gewährt bei aufmerksamer Betrachtung auch ohne Brille einen tiefen Blick in tatsächliche demokratische Strukturen. Hier ist unter Regie von Funktionären der Qualität Mo…. und ähnlichen Innungsgenossen, ein Machtapparat entstanden, der sich weit über Bereiche unseres so „vorbildlichen Gesundheitswesen“ erstreckt. Hier sind selbst unsere großmäuligsten Realpolitiker machtlos, sind unterwürfige Diener.
    Und es ist, auch wenn es anders scheint, eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Ärzteschaft und Krankenkassen. Wie bei den Bürgern und Patienten gibt es auch unter den Ärzten „Gewinner“ und schon viele „Verlierer“. Ein hoch technisiertes, aufgeblähtes dt. Gesundheitssystem, das inzwischen kaum noch für normale Bürger bezahlbar ist. Die Rechte, Stellung und Funktion der Patienten ist hier sehr vielseitig, er wird und ist Ware, Produkt und Profit.
    Höherwertiges oder minderwertiges Fleisch und es ist kein phantastischer Roman oder Drehbuch.

    • Ursula schreibt:

      Sie haben vergessen die Pharmaindustrie zu erwähnen, die sehr kräftig im Gesundheitswesen mitmischt….

    • muffy2013 schreibt:

      Das ist die deutsche Zweiklassengesellschaft,deren Schere sich immer weiter öffnet und in der NUR die Oberklasse von der Politik unterstützt wird.Für den Rest gilt Vogel friss oder stirb.

      • muffy2013 schreibt:

        Die Verlierer unter den Ärzten,sind diejenigen die ihren Beruf wirklich noch als Berufung betrachten.

      • schwabenkrawall schreibt:

        Das stimmt. Unser Keyboarder ist Arzt, der sagt, dass er das 3. Drittel des Quartals quasi umsonst arbeitet, weil er bei Verschreibungen selbst zahlt. Die Allgemein und Landärzte verdienen oft weniger als ein Facharbeiter und das kanns ja auch nicht sein.

      • Ursula schreibt:

        pro Patient im Quartal bekommt ein Hausarzt ca. € 30 !!

        Habe einen Artikel gefunden, in dem das gut beschrieben ist.
        http://www.medikamenten-regress.de/000001985b0ce1e49/index.html

      • muffy2013 schreibt:

        Kenne ich von einem Bekannten,dessen Sohn als Schreiner in der Schweiz arbeitet.Der verdient NETTO (in Euro umgerechnet) das doppelte dessen was sein Facharzt der Ihn (den Vater) behandelt bekommt.(Er hat eine Lungentransplantation hinter sich)

  2. DerMixer schreibt:

    Meine letzte Brille hat keine 50€ gekostet. Man passt sich halt an. Aber die zahnlücke habe ich auch schon 3 Jahre,weil die 2800€ zuzahlung einfach nicht auf dem Konto sind.

  3. rüdiger schreibt:

    „muffy“ du fällst auf mit häßlichen Defätismus (Schlechtreden gesellschaftlich/politischer Verhältnisse). Laß dich nicht von den bösem „Braunen“ Gedankengut verführen oder anstecken.
    Denk daran NSA, GPU, BND, FBI usw. sind stets deine treuen Begleiter.

    • muffy2013 schreibt:

      Hallo rüdiger,das“Braune Gedankengut“kann mich NICHT anstecken!Dafür habe ich mir schon lange einen ANTIVIRUS-CHIP(bezahlt von der Krankenkasse)implantieren lassen!!

    • muffy2013 schreibt:

      Nur noch nebenbei gesagt:Ich bin absolut NICHT mutlos,ich sehe nur verschiedene Dinge sehr,sehr realistisch!!

      • muffy2013 schreibt:

        Heute ging ich wie immer einmal im Monat am Dönerladen vorbei.Musste feststellen dass der Döner wieder um ca. 14% aufgeschlagen hatte,begründet mit der allgemeinen Verteuerung der Grundnahrungsmittel.Unter dem Aspekt sollte ich wohl eher hoffnungsvoll in die Zukunft schauen??

      • Ursula schreibt:

        mit 14% Teuerung bist Du noch gut dran. 😀

        Wenn man bedenkt, wie die Preise z.B. für Obst und Gemüse rauf gegangen sind. Hier ein paar Beispiele: Paprika 48% – Kartoffeln 44% – Butter 30% – Äpfel 22% – H-Milch 18% – usw. usw. ……. bei Salat und Kohl waren es „nur“ 14%

      • muffy2013 schreibt:

        Hallo Ursula,
        hör bitte auf,sonst gehe ich morgen auf den Bauernhof und frage die Kühe wie das funktioniert mit dem Gras fressen.Das gibts ja NOCH umsonst!!

      • Ursula schreibt:

        Das mit dem Grasfressen wäre DIE Idee !!! Was meinst Du, wie Du zunehmen wirst, bei dem ganzen Kunstdünger !!!!

  4. Jürgen S. schreibt:

    Naja, wie sollen denn sonst die dicken Managergehälter finanziert werden? Man kann ja nicht alles haben, also bitte ein bischen Bescheidenheit!
    Nun mal ernsthaft. Das Gesundheitssystem ist in den letzten Jahren komplett aus den Fugen geraten und droht zu implodieren. Nachvollsziehbar ist das alles schon lange nicht mehr. Mich wundert nicht, das es in Deutschland quasi eine Versicherungspflicht gibt, sonst wären sicherlich schon unzählige dem KV-Sytem entflohen.
    Es zählt eigentlich nur eine Grundregel: So lange Du nicht krepierst zahlst Du immer selber drauf – in vielen Fällen nicht zu wenig!

    • muffy2013 schreibt:

      Mit den Krankenversicherungen verhält es sich in etwa so,als wenn ich eine Flatrate fürs Telefon hätte und trotzdem jedes Gespräch einzeln bezahlen müsste.Ich sollte mal in den kleingedruckten Klauseln der Versicherungsverträge nachschauen,ich vermute da steht:
      „Krankwerden bei Strafe verboten.“

  5. muffy2013 schreibt:

    Damit sich Frau Merkel bei den Krankenkassen,aus deren Überschüsse,das Geld für Ihre Wahlversprechen pumpen kann,wenn Ihr die Banken nichts mehr geben.

  6. Ursula schreibt:

    Ein einziges Trauerspiel. Dabei haben die Krankenkassen angeblich einen immensen Überschuss – und bezahlt wird überhaupt nichts mehr. Das geht schon bei den Vorsorgeuntersuchungen los. Wenn man eine umfassende Untersuchung will, muss man draufblechen.
    Vor einiger Zeit hatte ich schon mal geschrieben, dass meine Krankenkasse mir eine Zusatzversicherung für Zahnersatz „empfohlen“ hat – mit Anmeldeformular bei einer Fremdkasse. Eine Frechheit !!!!!
    Du hast noch die Schwerhörigen vergessen. Wenn man ein gutes Hörgerät will, zahlt man kräftig zu. Früher hätte man für den Betrag einen Kleinwagen bekommen.

    • schwabenkrawall schreibt:

      Uschi…Jule ist fast taub, ich weiß um das Problem. Die Kasse zahlt zwar keine Hörgeräte, aber ein Cochlea-Implantat (Kosten mit OP ca.40.000 €) haben sie bezahlt…manchmal kann man’s nicht verstehen

      • Ursula schreibt:

        ….meine Hörgeräte haben € 4900,00 gekostet. 900 hat die Kasse übernommen. Das ist der der höchste Satz bei starker Schwerhörigkeit. Aber was erzähle ich Dir……

        Das selbe geht mit den Brillen ab. Die 40 Euro die bezahlt werden, kann sich die Kasse in die Haare schmieren. Nur für die Gläser zahle ich an die 700 Euro – ohne Schnickscnack und Gestell. Der Aufwand für die „Verwaltung“ übersteigt vermutlich die Kostenerstattung um ein Vielfaches !

        Deine Frage: „Wozu eigentlich noch krankenversichern“ ist mehr als berechtigt !

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