Pflegekosten – Das ärgert mich maßlos! !!

Kann sein, dass meine Ansichten nicht auf ungeteilte Gegenliebe stoßen,  aber das ist mir wurscht. Es geht um die Kosten für die Pflege von Angehörigen.
Da zahlt man Zeit seines Lebens Pflegeversicherung, Krankenversicherung Einkommenssteuer, Abgaben und was sich im Laufe eines fast 50 jährigen Berufslebens so ansammelt. Da man viel gearbeitet hat, konnte man sich auch etwas auf die hohe Kante legen. Schön,  für’s Alter vorgesorgt….denkt man. Denn, wird ein Angehöriger in gerader Linie oder der Ehepartner pflegebedürftig,  dann holt sich der Staat alles was man hat, bis auf ein sehr kleines Schonvermögen, das den Namen nicht verdient.  Das Häusle,  das man selbst bewohnt, darf man behalten, sofern die Immobilie „angemessen“ ist. Was angemessen ist, entscheiden die Behörden.  Nun gibt es Menschen,  denen das Morgen zeitlebens wurscht war. Schwarz gearbeitet, oder gar nicht. (Unverschuldet in Not Geratene meine ich damit nicht, ich meine die Stinkfaulen) Denen, oder deren Angehörigen,   geht’s im Pflegefall genauso gut ( oder beschissen, je nach Lesart) wie denen, die sich was erspart haben. Ich rede nicht von Reichen, sondern von normalen Werktätigen, die auf Vieles verzichtet haben, um sich ein bescheidenes Vermögen zu ersparen (nicht ererbt oder ergaunert) Ich werde mich bemühen, meine bescheidenen Ersparnisse gnadenlos zu verpulvern, ehe Vater Staat an mich herantreten kann..Arbeiten und sparen lohnen sich nicht mehr, man kommt sich nämlich fürchterlich verarscht vor, wenn im Pflegeheim neben dem eigenen Angehörigen jemand liegt, für den der Staat zur Gänze aufkommt, man selbst aber bis zur Existenzsicherunggrenze geschröpft wird.

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Über schwabenkrawall

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15 Antworten zu Pflegekosten – Das ärgert mich maßlos! !!

  1. vitzli schreibt:

    ich kenne einen fleissigen schwarzarbeiter, der seit sehr (!) vielen jahren so arbeitet. der bekommt später so viel rente wie jemand, den ich ebenfalls kenne, nach vielen jahrzehnten sozialabgabenabgezockter und höchst anstrengender tätigkeit.

    das nennt sich nach rotgrünschwarzen betrachtungen gerechtigkeit.

    von mir aus würde der schwarzarbeiter später als rentenbetrüger verhungern.

    • Ursula schreibt:

      da kenne ich etwas viel Unglablicheres – der liegt zwar Mitte der 70er Jahre. Vermutlich aber kein Einzelfall, weil zu damaliger Zeit viele plötzlich „Deutsche“ waren….
      In die Fima in der ich damals arbeitete, bekam eine aus der Tschechoslowakei immigrierte Dame eine Anstellung. Sie erzählte uns – in gebrochenem Deutsch – dass sie mit der ganzen Familie „eingewandert“ ist. Begrüßungsgeld für jeden einzelnen der Familie. Vater, Mutter, Kind, Oma und Opa. Zinsloses Darlehen für einen Hausbau. Zur Arbeit kam sie mit einem Mercedes angefahren…. Und jetzt kommts: Vor dem Sozialgericht haben besagte Dame und deren Mutter „geschworen“: Opa war Brauerei-Direktor. Papiere haben wir verloren. Der Opa bekam dann DM 3000,00 im Monat !!!!!
      Der direkte Vorgesetzt (Jahrgang 1920) der Dame hatte lt. Rentenbescheid DM 1500,00 zu erwarten. In Deutschland geboren, Lehre abgeschlossen, im Krieg den Kopf hin gehalten und sein Leben lang gearbeitet. Als er das mit den Dreitausend gehört hat sagte er: ich häng mich auf !!!

  2. michaeleriksson schreibt:

    Der Staat ist sich selbst halt am nächsten. Hier kann man allerdings den Prinzipfehler hinter „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“ (wie es einst Marx verlangt hat, wobei das englische „From each according to his ability, to each according to his need“ hier sprechender ist) nachvollziehen. Es sieht gut und gerecht aus auf dem Papier; in der Praxis entsteht doch am Ende große Ungerechtigkeiten.

  3. ruediger5050 schreibt:

    Ursula nicht ganz richtig, es wird auf eine rationelle Verwertung wertlosen Lebens hingearbeitet, sprich Menschenschlachtung bis zur Extransplantation. Das Alter ist Nebensache, es wird alles gebraucht. Unserer Bundestagsabgeordneten haben bereits im Transplantatsionsgesetz ihr Beifall bekundet. Es mangelt leider noch an die Einsicht „Organspendebereiter“ Bürger, der Selbsterhaltungstrieb ist erwacht. Doch wo kein Wille ist finden sich noch Wege. Zudem, wo es um traumhafte Profite der Mediziner geht.

  4. rüdiger schreibt:

    Ich denke im Chaos des Rechtsstaates und deutscher Illusionen wird die Zeit kommen, in der Probleme des Alterns, der Pflegebedürftigkeit, kurz des Unwerten, in erprobter alter und neuer „deutscher Art“ gelöst werden. Sterbehilfe oder dieses andere häßliche Wort Euth….. Auch wenn diese neuen Führer und Funktionäre noch hunderte Kränze an den Opfer-Gedenkstätten niederlegen und mahnend verkünden: “ Es waren die Nazis, das darf sich nicht wiederholen“. Die falschen Götter in Gewändern der Unschuld sind schon längst wieder unter uns.

  5. Silke schreibt:

    Ich habe selber jahrelang in einem Pflegeheim und zum Schluß in einer Senioren WG gearbeitet. Mir stellt sich die Frage, wo das ganze Geld hin geht. Denn bei den Alten kommt nicht viel an

  6. schwabenkrawall schreibt:

    Falls jemand den Film „Soylent green“ gesehen hat…..so wird’s kommen….man lässt sich einschläfern zu den Klängen von Peer Gynts Frühlingserwachen

  7. LVM schreibt:

    Der pflegebedürftige Bürger als Betroffener mag sich im Einzelfall wie bestohlen vorkommen, obwohl alles seine Richtigkeit hat. Er hat über Jahrzehnte hinweg das Eigenheim abbezahlt und lebt im Alter in seinen eigenen vier Wänden. Trotzdem kann es geschehen, dass er dieses Eigentum aufgeben, sprich veräußern muss.
    (Quelle: http://www.neu-reich.de/news/pflegekosten-haus-gegen-diebstahl-versichern.html)

    • schwabenkrawall schreibt:

      Wenn das Eigenheim nicht „angemessen“ erscheint, durchaus. Richtigkeit hin oder her, der Bürger wird doch geradezu gezwungen sein Geld zu verstecken.

      • Ursula schreibt:

        seine „Richtigkeit“? Da muss ich schon lachen!
        Als meine Eltern pflegebedürftig wurden, bin ich JEDEN Tag VIER Jahre lange über ACHTZIG Kilometer gefahren, um meine Eltern zu betreuen. Ihr glaubt wohl nicht, dass mich irgendjemand von „Denen“ darauf aufmerksam gemacht hat, dass das – wenn auch nur in wenigen Prozent-Punkten – auf meine Rente angerecht werden kann! Ich habe das erst durch andere erfahren, als es bereits zu spät war.
        Wenn ich aber eine Pflegekraft in Anspruch genommen hätte, wäre ich bestimmt zur Kasse gebeten worden!
        Und appr.Pflege: Ich weiß von einer Dame, die einen Pflegedienst betreibt, dass für die Betroffenen kaum Zeit bleibt. Schon gar nicht zum Reden !! Die meiste „Zeit“ verschlingt die Arbeit mit den Protokollen !!!!
        Z.B. Waschen einer Pflegeperson 10 Minuten! Das beinhaltet aber: raus aus dem Bett, rein in`s Bad, raus aus den Klamotten, Baden, Abtrocknen, Eincremen, Anziehen und wiede rein in`s Bett. Spaßeshalber könnt Ihr das mal mit einer Stoppuhr machen. Das schafft Ihr kaum im fitten Zustand!!!!

        Der Mensch ist nur noch eine Nummer auf einem Zettel der ….

  8. Ursula schreibt:

    Als ich die Meldung im Radio gehört habe, konnte ich nur den Kopf schütteln! Bis auf 10.000 € wird im Fall eines Falles einem alles abgeknöpt !!!!
    Wenn man sich Geld für den Notfall gespart hat – man wird auch nicht jünger – z.B. ein neues Gebiss, Hörgeräte ect. schaut man ganz schön blöd drein, wenn man das selbst dringend brauchen würde, weil dann das dafür Ersparte bereits futsch ist!!! Und diese Ersatzteil sind ganz schön teuer – und wer übernimmt dann die Kosten dafür?????

    Die Rechnung für diesen weiteren Irrsinn wurde vermutlich aufgrund der Meldung gemacht, dass was weiß ich wieviel Milliarden vererbt werden. Da muss ich wieder mal laut lachen! Da wird die typische Milchmädchenrechnung erstellt: Ererbte Milliarden geteilt durch die Bevölkerungszahl! Na toll! Wenn Du, Bernd, sagen wir mal 10 Millionen Euro auf dem Konto hast und ich nix, haben wir statistisch jeder 5 Millionen! Die spinnen doch !!!!

    Es wird so sein, dass die Oberen ganz gezielt auf das „solzialverträgliche Frühableben“ hin arbeiten. Wenn wir nichts mehr hören, weil wir uns keine Hörhilfe leisten können, werden wir von einem Auto überfahren. Wenn die Zähne fehlen können wir nix mehr essen…..

    Aber: da beißt sich der Hund in den Schwanz, weil dann vermutlich die Krankenhäuser überfüllt wären – falls die nicht vorher vor lauter Bürokratie bankrott gegangen sind…

    Es stimmt nicht nur irgendwas nicht mehr – es stimmt überhaupt nichts mehr !!!!!!

    • schwabenkrawall schreibt:

      So issas. Als Jules Mutter im Pflegeheim war, mussten alle 6 Geschwister die Hosen runter lassen. Alles keine reichen Leute; aber die mussten zahlen. Von meiner Rente kann man mir nix nehmen und das Bargeld. …du weißt schon *zwinker*

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