Das „Jenke-Experiment“, wie jemand versucht wie ein Alkoholiker zu leben…

..wie krank ist unsere Gesellschaft? Da will ein Journalist 4 Wochen lang wie ein Alkoholiker leben. Zielvorgabe: Jeden Tag nicht unter 1Promille plus Komasaufen und Filmriss am Wochenende. Ausstrahlung natürlich im Vollpfostenfernsehen von RTL. Einschaltqouten hoch. Wieso schaut sich das jemand an?? Diese Leute sollten sich in ihrer Nachbarschaft und im Freundeskreis umschauen, da wimmelt es von Alkoholikern. Vermutlich sind unter den TV-Konsumenten etliche, die jetzt sagen: „Na, so schlimm ist es bei mir nicht, ich trinke ja höchstens 3 Bier am Abend.“ Die Wenigsten werden sich wegen dieser Sendung mit ihren eigenen Trinkgewohnheiten auseinandersetzen.
Davon abgesehen ist es abartig, sich mit einer Krankheit auf diese Art und Weise zu befassen. Das ist eine Verhöhnung der Betroffenen.
Was kommt als nächstes? Lässt er sich die Wirbelsäule brechen, um 4 Wochen aus dem Leben eines Querschnittsgelähmten zu berichten?
Oder „4 Woche aus dem Leben eines Crack-Junkies?“ Das wäre authentischer, denn da ist er nach spätestens einer Woche tatsächlich hochgradig abhängig.
Die Drogenbeschaffung dürfte das geringste Problem sein…..Bestimmt kennt da einer einen, der einen kennt…..notfalls kann der Probant auch auf dem Straßenstrich anschaffen.
So ein Experiment braucht niemand, man könnte mich oder andere Betroffene interviewen, wir haben mehr Erfahrung als lausige 4 Wochen blau sein. Plus Bankrott, plus kaputte Familie, plus verlorener Job, plus Leberschaden!

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Über schwabenkrawall

Musiker, Freidenker, Schelm, Schreiberling
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18 Antworten zu Das „Jenke-Experiment“, wie jemand versucht wie ein Alkoholiker zu leben…

  1. schwabenkrawallFanBoy schreibt:

    Habe den Trailer dazu letzte Woche auf RTL gesehen. Zu auf RTL gesehen muss gesagt werden, dass ich eigentlich kein RTL gucke es aber bei Zapping öfters übersprungen werden muss. Habe nach dem Trailer auch nur gehofft das vielleicht vor der Ausstrahlung die zuständige Landesmedienaufsicht noch rettend eingreift, aber die ging ja auch bei der pädophilen jagenden Ex-Minister Gattin schief…

  2. Klaus schreibt:

    Mein Problem war es,dass ich diesbezüglich aus den FEHLERN meiner Eltern NICHTS lernen konnte.Sie haben sich BEIDE,in allen Dingen immer sehr massvoll verhalten.Soweit ich mich
    zurückerinnern kann,habe ich BEIDE NIE angetrunken erlebt.Meine ersten Erfahrungen mit
    Alkohol habe ich, zusammen mit einem gleichaltrigen Cousin,bereits im Alter von 8 oder 9 Jahren
    gesammelt.Auf einer Hochzeitfeier haben wir heimlich aus den Weingläsern der Hochzeitsgäste,
    solange die beim Tanzen waren,getrunken.Wie das Abenteuer zu Ende ging,muss ich ja wohl NICHT erklären!

  3. Klaus schreibt:

    Hallo Doro,genau so habe ich das gemeint.Deshalb habe ich auch:EVENTUELL davor zu schützen,
    geschrieben.Bevor es zu den ersten KOMA-SAUF-EXZESSEN kommt,sollte den jungen Leuten klar
    sein,dass Alkohol auch SEHR,SEHR GEFÄHRLICH werden kann!

  4. doro schreibt:

    klaus, das problem mit dem erfahrungen-weitergeben ist, dass dies nur in gewissem umfang möglich ist, da die jugendlichen genau diese selbst machen wollen, und im (obig schon mehrfach beschreibenene maßvollen rahmen) auch tun sollen…und wenn du an deine eigene jungend zurück denkst: hast DU denn aus den fehlern der eltern mehr gelernt oder aus den eigenen? in manchen bereichen, wie dem exzessiven alkoholtrinken und im grund allen übermäßigen-suchtgenüssen, muss jeder einzelne seine erkenntnisse und schlüsse ziehen…allerdings finde ich schon, dass mit heftigen bildern/berichten und auch filmen gewarnt werden MUSS, um sich-zu-grunde-richtende junge komasäufer möglichst vor dem allerschlimmsten zu bewahren…und dies, so wie bei bernd, ohne beschönigung oder verniedlichung……

  5. Klaus schreibt:

    Wir hätten weder das einmaleins,noch lesen und schreiben,oder einen Beruf erlernt,hätten uns
    die älteren Generationen ihre Erfahrung nicht weitergegeben.Die Erfahrung mit Alkohol ist ein
    Thema über das man nicht so gerne spricht.Doch es sollte dazugehören,um die jüngeren eventuell
    davor zu schützen,den selben Blödsinn zu machen!

  6. Klaus schreibt:

    Hallo Bernd,bezüglich Situationen aus unserer Jugend.
    Das ist es,doch ich glaube wir haben daraus gelernt.Da wir es selbst schon erlebt haben,bin ich
    der Meinung,man sollte es der Jugend vor Augen halten,was daraus entsteht!

  7. Klaus schreibt:

    Würden die Einschaltquoten gegen null sinken,wären auch diese Sender zum Umdenken ge-
    zwungen.
    Doch immer die grosse Frage: WÜRDEN??????

  8. Thorsten Stier schreibt:

    Das Private Fernsehen ist mittlerweile eigentlich untragbar für eine Gesellschaft, die sich auch nur einen Funken an Kultur und Zukunft bewahren will…
    Fernsehen hat leider Gottes immer noch eine Vorbildfunktion und das einzige was uns das Private lehrt ist die herabwürdigung von Menschen, ob´s in Form einer „Quasi-Doku“ wie dieser Müll ist, oder ähnlichem wie „Frauentausch“ und der ganze Müll, es geht nur noch darum eine Vorlage zu liefern, die dazu geeignet ist das Gefühl zu erzeugen, es geht ja auch noch schlimmer, als Ich es je sein kann….Brot und Spiele für das Präkariat, damit man bloß nicht mitkriegt, wie wir vom Staat von vorne bis hinten beschissen werden….
    So macht sich keiner darüber Gedanken, das dies eigentlich unser größtes Problem ist:
    http://www.upworthy.com/9-out-of-10-americans-are-completely-wrong-about-this-mind-blowing-fact-2?g=4&c=ufb1

    Ist zwar über die USA, wird aber hier kaum anders sein

  9. giftigeblonde schreibt:

    Ich bin sprachlos, sowas gehört echt verboten.

    • Klaus schreibt:

      Die sollten besser die Auswirkungen des jugendlichen Komasaufens zeigen.
      Das Erbrechen(Kotzen)auf der Strasse,wie schamlos sich manche im Vollsuff verhalten und
      wie lächerlich es wirkt,wenn die Teenies nicht mehr alleine gehen können,sich gegenseitig
      stützen und dann alle zusammen im Rinnstein landen!

    • Klaus schreibt:

      Ich finde niederprozentigen Alkohol in gesellschaftlichem Rahmen nicht sooo verkehrt,solange
      die Dosierung stimmt,man nur leicht beschwipst ist,Herr seiner Sinne bleibt und die Hemm-
      schwelle erhalten bleibt.

      • giftigeblonde schreibt:

        Herr seiner Sinne sollte man immer sein, und natürlich trinke ich Alkohol auch, beschwipst ist auch nochmal was ganz anderes als besoffen zu sein.

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