Das schäbige Spiel der CDU um den Willy-„Brandschutz“-Flughafen

Veröffentlicht: Januar 15, 2013 in Politik
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Klar, Wowereit ist der Haupt-Buhmann, aber er ist da nicht allein . Er hat zwar die größte Klappe von allen (der Flughafen wird eingeweit, weil wir das so beschlossen haben) aber wie die Schwarzen mit Ihrer Verantwortung umgehen ist auch nicht von schlechten Eltern.
In Berlin: Misstrauensantrag wegen des Flughafendesasters gegen Wowereit. Die CDU steht hinter Wowi. Brandenburg: Misstrauensantrag gegen Platzeck, auch wegen des Flughafendesasters. Die CDU fordert den Rücktritt des MP. Wegen ein und derselben Sache stimmen die einmal dafür und einmal dagegen…hmm, das wird doch wohl nicht daran liegen, dass sie in Berlin mit Wowereit kollabie..äh, koalieren und in Brandenburg in der Opposition sitzen? Und was sagt eigentlich der Ramsauer Peter dazu? Der Bund ist schließlich Hauptbeteiligter an dieser Jahrhundertblamage deutscher Ingenieurskunst. Nix gewusst, Herr Ramsauer? Oder alles schön auf Wowi und Platzeck sitzen lassen?
Die eignen sich mit ihrem seltsamen Gebaren ja so gut als Sündenböcke. Und ansonsten das tun, was Mutti Merkel in Berlin vorlebt: Nix sagen, ausser Nichtssagendem. Da sind die Damen und Herren aller politischen Coleur geübt, aber die Königinmutter des nichtssagenden Gequassels ist Mutti und von Mutti lernen heißt siegen lernen.
Allerdings bin ich sicher, dass die deutsche Ingenieurskunst noch übertroffen wird.
Von S21. Wir lesen uns zum Thema Brandschutz,Termintreue und Kostenexplosionen 2020 wieder. Wahrscheinlich aber schon früher.

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Kommentare
  1. Landes- und Bundespolitik sind (glücklicherweise) zu differenzieren…

    • Ähhmm..ja, schon. Aber der Flughafen bleibt doch der Flughafen und ihre Aufsichtsräte sind doch für die Berliner und die Brandenburger CDU die Selben. Oder doch nicht?

      • Jetzt stellt sich allerdings die Frage, ob sich das Verhalten in einem Aufsichtsrat auf das Vertrauen in einer Regierungskoalition auswirkt. Naturgemäß wird eine erst kürzlich geschlossene Koalition bzw. eine an der Regierung beteiligte Partei wohl kaum leichtfertig das Zerbrechen herbeiführen. Andersherum ist eine Opposition prinzipiell sehr skeptisch.

        Entsprechend gilt es meines Erachtens die beiden Landesverbände bzw. Fraktionen der CDU zu differenzieren, ebenso wie ich nicht das Handeln der grünen Bundespartei mit dem Landesverband gleichsetzen würde.

      • Und aus diesem Grund werde ich keine der etablierten Parteien mehr wählen. Zu viel des Taktierens, zu wenig Grundsätze, immer nur auf das eigene und nicht auf das Gemeinwohl blickend.Ich kann nicht in Brandenburg gegen den Aufsichtsrat stimmen und in Berlin dafür. Koalition hin oder her, das ist nur noch unglaubwürdig.

      • Und das Taktieren und Partikularinteressen ist kein Bestandteil unetablierter Politikakteure? Das ist m.E. recht blauäugig, da gerade Taktieren überhaupt erst die Voraussetzung ist, um politische Macht erlangen zu können. Ich weiß, dass klingt hochgradig amoralisch, da Macht als Begriff hier negativ konnotiert ist, jedoch ist sie (die Macht) die Basis für Handeln. Ist man in Regierungsverantwortung muss man sie sichern, sonst wird es schwer, noch so hehre Ziele zu verfolgen.
        Wichtiger ist es daher, aufgrund solcher Ereignisse die bestehende Praxis zu verbessern. Das könnte zum Beispiel die Frage betreffen, ob Aufsichtsräte bzw. deren Vorsitz aus der Politik gestellt werden sollten, besonders in Hinblick, dass Ministerpräsidenten (und Oberbürgermeister) eigentlich noch andere Sorgen haben. Allerdings könnte man auch fragen, welche Rolle ein Aufsichtsrat überhaupt zu spielen hat.
        Pauschal anhand dieses Beispieles die „Etablierten“ zu verurteilen, ist jedoch mehr als fragwürdig, zumal die einzelnen Mitglieder einer Partei auch „nur“ Individuen sind.

      • Dann sag‘ ich’s mal anders. Man könnte seitens der SPD wenigstens so tun, als ob man die Interessen der lohnabhängig Beschäftigten vertritt. Das wäre dann zwar auch Taktik, aber wenigstens in die andere Richtung. Auch wenn ich die Linke nicht unbedingt auf meiner Liste habe, so sind mir die Aussagen Gregor Gysis um Vieles sozialdemokratischer, als die des Herrn Wowereit.

  2. Chris sagt:

    Bernd, wusstest du, dass wenn man sein Ohr an den Drahtzaun des Flughafens hält, man die Hamburger Elbphilharmonie ganz leise lachen hören kann? 😀

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