Die Wahrheit will keiner hören.

Veröffentlicht: Dezember 10, 2012 in Politik
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ich lese gerade ein paar Aufsätze und Briefe von Julius Lehlbach, (1922-2001) ehem. DGB-Vorsitzender des Bezirks Rheinland-Pfalz.
Lehlbach war ein Patient meiner Lebensgefährtin Jule und  hat ihr ein Exemplar seiner Schriften geschenkt. Was dieser Mann schon 1997 bzgl. des Euro und dessen Scheitern geschrieben hat, ist erschütternd. Keine Sau hat ihm geglaubt, bzw. glauben wollen. Alles trifft jetzt ganz genau so ein, wie er es vorhergesagt hat. Die Originale der Vorabdrucke liegen mir vor.
So schrieb er in seinem Aufsatz „Maastricht, die Falle in der Falle!“….allerdings könnte das Bundesverfassungsgericht im Herbst 1998…die deutsche Eurolokomotive stoppen, wenn es feststellt, dass unser Grundgesetz verletzt ist….Die Akzeptanz des Euro im deutschen  Volk ist ausserordentlich gering. Viele Menschen fürchten, ihre solide D-Mark gegen einen unsoliden Euro einzutauschen…..An  anderer Stelle heisst es: “ Gerhard Schröders Mahnung, das Haus Europa nicht vom Dach her zu bauen, …kommt zu spät…Die Maastrichtfalle ist  geschlossen und fest in der Globalisierungsfalle verankert“ Zu den moralischen Werten der Globalisierungsfetischisten schreibt Lehlbach: “ Die Börse reagiert positiv auf ein Anwachsen der Massenarbeitslosigkeit, ….weil Arbeitslosigkeit die Handlungsmöglichkeiten der Gewerkschaften beschränkt. Demokratie und Menschenrechte  sind nur noch Hindernisse für die Weltwirtschaft. Die Welthandelsorganistation unter Wortführung von Bundeswirtschaftsminister Rexrodt hat 1997 festgestellt, dass Zwangsarbeit, Kinderarbeit, Diskriminierung von Frauen und Unterdrückung von Gewerkschaften KEINE Handelshemmnisse sind..
Lehlbach beschreibt in diesem Aufsatz auch sehr ausführlich, auf welch abenteuerliche Weise die Haushalte zurechtgestrickt wurden, um die Maastricht-Kriterien überhaupt erfüllen zu können. Auch und gerade von Deutschland.  So wurden Haushaltslöcher durch den Verkauf von Staatseigentum gestopft. Der Erlös der Telekom-Aktien sollte ursprünglich zur Abdeckung der Renten der Postbediensteten dienen….Das muss nun der Steuerzahler machen… Wie erst müssen Länder wie Griechenland oder die anderen Sorgenkinder der Euro-Zone getrickst haben? Und das hat niemand bemerkt??????

Es gäbe noch mehr zu schreiben, aber mich überfordern schon diese Auszüge mental…Was haben wir? Das Bundesverfassungsgericht muss 15 Jahre nach den Feststellungen Lehlbachs prüfen, ob das Grundgesetz verletzt wird. Eine Aktzeptanz des Euro findet heute erst recht nicht mehr statt. Hätte man die Menschen abstimmen lassen wäre uns viel erspart geblieben. Warum finden Menschen wie Julius Lehlbach auch heute noch kein Gehör? Die Antwort kann ich Ihnen geben…weil sie die Wahrheit sagen und weil die Wahrheit niemand hören will.

 

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Kommentare
  1. Das vielleicht allerschlimmste hast du ausgelassen – die Akzeptanz für Europa war gerade in Deutschland da und, vernünftig eingeführt, hätte sich auch der Euro vermitteln lassen. Nicht in der Form wie jetzt vorhanden, aber als gemeinsame Währung eines vereinten Europa schon.

    Die Währung ist am Ende und die Europa-Idee hat Schaden genommen, das ist alles was am Ende bleibt.

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