Archiv für Juli, 2012

Emanzipation…

Veröffentlicht: Juli 30, 2012 in Sonstiges, Sport

…ist dann, wenn eine 16 jährige Chinesin auf der letzten Bahn der 400m Lagen schneller schwimmt als Brian Lochte, der schnellste Mann.

Eine Sensation ist es, wenn eine bisher vollkommen unbekannte 15 jährige Litauerin auf der 100m Bruststrecke sämtliche Favoritinnen düpiert und ihre Bestzeit in 4 Monaten um mehr als 2 Sekunden steigert. (das sind Welten auf dieser Sprintstrecke)
Oder ist das eher ein Erfolg der regionalen Chemielabors? Die Fahnder laufen einmal mehr hinterher und wenn in ein paar Monaten die neueste EPO-Generation nachgewiesen werden kann, kräht kein Hahn mehr nach den Zweit und Drittplatzierten.
Keine Sensation dagegen ist es, dass die deutschen Teilnehmer hinterher-schwimmen-laufen oder was auch immer, denn ich bin tatsächlich fest davon überzeugt, dass es in keinem anderen Land so effektive Doping-Kontrollen gibt, wie hier. Schließlich ist Überwachung Teil der deutschen Folklore. ( bei braunen Mörderbanden versagt sie allerdings gelegentlich)
Die Tochter eines Freundes, eine sehr begabte 800m Läuferin, die im Jugendbereich alles beherrschte, gab ihren Sport auf. Als mein Freund nach dem Grund fragte, sagte sie:“ Die Trainer haben mir gesagt, dass ich international keinen Erfolg haben werde, denn nur mit eisernem Training und Talent allein gewinnst Du gegen diese rennenden Apotheken keinen Blumentopf mehr“
Das sagt alles…Es lebe der Sport.

Hätte ich einen Nationalstolz….

Veröffentlicht: Juli 30, 2012 in Satire, Sport
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…würde der im Moment auf eine harte Probe gestellt…Ich sage nur London..“Der schlechteste Start einer deutschen Olympiamannschaft seit 44Jahren“, das musste ich heute morgen schon vor dem Frühstück verdauen. An was liegt’s? Haben die Anderen besser gedoped, bzw. die Deutschen als Einzige nicht? Das Wetter? Das englische Essen? (das könnt’s sein)
Man stelle sich einmal vor, „wir“ holen überhaupt keine Medaille…werden wir dann von den Rating-Agenturen auf Ramsch herabgestuft?…hmmm, schwierig, schwierig.
Sind’s die Nerven, war die Vorbereitung falsch getimed?
Der Medaillenspiegel ist ziemlich beschlagen, aus deutscher Sicht. Sogar die Holländer haben schon eine Goldene..
Es bleibt die Hoffnung auf…? Ja, auf was?..die Massensportart Dressurreiten?…Vielleicht sollte man Rettungsschirmaufspannen und Notleidende-Banken-retten in’s olympische Programm aufnehmen, da sind wir unschlagbar. 🙂

s‘ ist heiss im Ländle…

Veröffentlicht: Juli 27, 2012 in Tagesgeschehen
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…aber mir ist von einem unserer Facebook-User untersagt worden, zu jammern. Unter Androhung von Prügeln.
Wir haben uns auf unseren Feldherrnhügel zurückgezogen, der liegt etwa 150m höher als unser Wohnort. Das macht ca. 1,5°C weniger, aber es ist immer noch schnuckelig warm. Wir haben hier alles, was man braucht, sogar einen solarbetriebenen Spritzbrunnen. Über den Sinn dieser Fontäne kann man geteilter Meinung sein, aber er gefiel Jule und dann gibt’s keine Widerworte. Im Moment spritzt er nicht, obwohl die Sonne die Akkus eigentlich aufgeladen haben müsste…ich schau‘ später, im Augenblick möchte ich mich nicht bewegen. Fernsehen haben wir auch, da läuft ein schöner Film über Südafrika…da ist es auch warm….ich zappe mal durch, ob etwas über Grönland kommt…obwohl, da kam gestern eine Nachricht, dass Grönlands Eis mit rasender Geschwindigkeit wegschmilzt. Also auch nicht. Wo ist es grad kühl?  Teneriffa, Puerto de la  Cruz, 25°C. Schön, aber da sind wir erst im Dezember und Januar, hoffentlich hält’s bis dahin.
Der Spritzbrunnen spritzt mittlerweile auch wieder. Gottlob gibt es eine Fernbedienung für das Ding
Auf 3sat kommt „große Freiheit Nr.7“ da hau ich mich in meinen Liegestuhl und schau das an. In Hamburg ist es immer schön kühl……pfffffffffffffftttt (das war mein Kopf)

Ein Kompromiss ist die Lösung eines Konfliktes durch gegenseitige freiwillige Übereinkunft, unter beiderseitigem Verzicht auf Teile der jeweils gestellten Forderungen…..so die Definition lt. Wikipedia.

Ein besonders anschauliches Beispiel, wie man zu einem Kompromiss kommen kann, lieferten CDU und SPD während der Zeit der letzten großen Koalition.
Streitpunkt war die Mehrwertsteuer. Diese betrug zum Zeitpunkt der Verhandlungen 15% . Um  weiterhin  die Maastricht-Kriterien zu erreichen (die Deutschland auch nur, wie andere Länder, durch höchst fragwürdige Aktionen erfüllte) kam der Koalitionspartner CDU auf die Idee, die MWSt auf 17% zu erhöhen. “ Eine Erhöhung gibt es mit uns nicht“ so die SPD.
Schließlich einigte man sich nach zähen Verhandlungen auf 19%.
Wir fassen zusammen: Ist Stand_15%
CDU will 17%  SPD  will 15%  Ergebnis :  19%!

Das nennt man dann einen Kompromiss.

In der nächsten Lektion ist der Buchstabe „L“ dran. L, wie Lügner oder Luschen.

Heut‘ schreib ich nix!

Veröffentlicht: Juli 24, 2012 in Sonstiges, Tagesgeschehen

Was natürlich Blödsinn ist, weil ich mich ja grad selbst widerlege. Nö, wir gehen heute auf unsere Datscha und lassen uns die Sonne auf die Bäuche scheinen. Ab Samstag regnet’s ja wieder. ( Ich verweise dazu auf meinen Artikel https://schwabenkrawall.wordpress.com/2012/07/07/petrus-rache-oder-warum-es-ausgerechnet-samstags-regnet/  ) Meine App auf dem Klugphone zeigt die ganze Woche Sonne ohne ein Wölkchen und am Samstag….Regen, den ganzen Tag. Wer jetzt noch von Zufall spricht…..Wir müssen noch harken, jäten und pflanzen, denn es dräut eine schlechte Zeit, die ihre Schatten vorauswirft. Da ist es schön, wenn Scheun‘ und Fass gefüllt sind.
Sehr dumm nur, dass wir am 22.12. für längere Zeit in wärmere Gefilde ziehen wollten.
Der Flug ist gebucht, das Domizil gemietet, die Zeitung abbestellt. Und nun kommt meine treue Leserin Corinna mit ihrer Weisheit daher, dass am 21.12. die Welt unterginge! Das schlägt dem Fass die Krone ins Gesicht, hätte sie das denn nicht früher sagen können?

Im Ernst: Die Welt, wie wir sie kennen, mit schönen Urlauben, bescheidenem Luxus etc. sie wird tatsächlich untergehen, halt nicht nach der Lesart der Mayas, sondern nach der Lesart der europäischen Zentralbank und des internationalen Börsengangstertums,…Die sind schlimmer als ein Kometeneinschlag,,

Gibt’s nicht genug reale Leichen?

Veröffentlicht: Juli 22, 2012 in Fernsehen
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Die Nachrichten sind voll davon. Verstümmelte, verhungerte, erschossene oder erschlagene Menschen.
Anscheinend ist das immer noch nicht genug für den TV-Konsumenten.
Mir fällt in den letzten Monaten immer mehr auf, dass anscheinend kein einziger Tatort mehr ohne mindestens 5 Szenen in der Gerichtsmedizin auskommt.
Inklusive wieder zugenähter Leichen, bzw. Schauspielern, die diese spielen. Es bleibt abzuwarten, wann echte Leichen zum Einsatz kommen, denn anscheinend sind entweder die Regisseure nekrophil veranlagt, oder die Zuschauer. Wenigstens die Mehrzahl davon.
Es sollte eigentlich nicht verwundern, leben wir doch in einem Land, in dem die zur Schau gestellten Leichen des Herrn von Hagens  für volle Säle sorgen.

Ich habe in meinem Leben mehr Leichen sehen müssen als mir lieb war, bitte verschont mich wenigstens in meinem Sonntags-Tatort damit.

…auf diesen Satz hatte ich gewartet. Gestern Abend, US-Krimi, Handlung völlig nebensächlich. Folgendes Szenario: Der Böse läuft weg, die Guten hinterher und einer der Guten brüllt den unvermeidlichen Satz: “ Vorsicht, die Zielperson ist vermutlich bewaffnet!!“
Hä? Vermutlich? Junger Mann, Sie befinden sich hier in den United States, da ist jeder Hühnerdieb mit mindestens 5 großkalibrigen Faustfeuerwaffen bestückt. Das hat Tradition, da sei die National Rifle Assosiation vor. „From my cold dead hands“ von seinen kalten toten Händen könne man ihm seine Waffe nehmen, vorher nicht, so der Vorsitzende Charlton Heston 2007.
Es braucht schon ein halbes Dutzend schwerer Feuerwaffen, sowie ca. 6000 Schuss Munition, um seinen Grund und Boden verteidigen zu können. Das kann man völlig legal im örtlichen Gun-Shop und im Internet bestellen. Wenn dann einer hingeht und im Kino Leute killt, dann ist das ein bedauerlicher Side-Effect. Dann jault die ganze Nation auf. Auf die Idee, nur noch Politiker zu wählen, die gegen diese hirnrissigen Waffengesetze vorgehen, kommen nur wenige.
Da kommt immer wieder das Argument, Menschen würden töten, nicht Waffen. Das leuchtet mir vielleicht noch bei einem Jagdgewehr ein…das ist vermutlich zum Hasenkillen gebaut worden. Aber eine Maschinenpistole? Eine 42er Magnum? Für Hasen?. Nein die sind zum MENSCHENKILLEN gebaut worden und nun bleibt mir vom Leib mit diesem dummen Argument!
Wer schon einmal ein solches Schießeisen in der Hand gehabt hat, der weiß, was es mit einem potentiellen Amokläufer macht. Es verleiht ihm Macht. Macht, die er sonst nicht hat.
In meinem nun 62 Jahre währenden Leben gab es Situationen…wenn ich in diesen Momenten eine Waffe zur Hand gehabt hätte, ich weiß nicht, ob ich diesen Artikel heute schreiben könnte.
Und ja, die Amis sind per se nicht mordlustiger als wir, auch bei uns gibt es genügend Gestörte, die Mordphantasien haben… Es wird ihnen hier nur wesentlich schwerer gemacht, diese umzusetzen.

Verzweifelte Frauen.

Veröffentlicht: Juli 21, 2012 in Satire, Sonstiges
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Kann sein, dass ich mir Feindinnen mache, mal abwarten.
Dieser Artikel ist nicht auf Frauen gemünzt, die durch Sport oder Veranlagung schlank sind. Auch möchte ich keine kranken Frauen beleidigen, die wegen eines Leidens mager geworden sind. Das liegt mir fern.

Ich schreibe das, weil mir beim Einkaufen vorhin eine sehr entfernte Bekannte meines Alters begegnet ist. Kleidergröße Null. Von hinten glaubt man eine dürre 14jährige vor sich, aber wenn sie sich rumdreht erschrickt man zu Tode. Liebe 50-60jährige Kleidergröße Null-Trägerinnen: “ Wer nicht genießt ist ungenießbar“ Esst was, ihr braucht ja nicht blunzfett  (Blunze=süddeutsch für fette Griebenwurst) zu sein, aber die meisten Männer mögen keine Frauen, die vor lauter Verzicht zickig werden.
Mit hungern gewinnt man seine Jugend nicht zurück, im Gegenteil, es härmt…
Da ich zu meiner Freundin (die gottseidank  was isst) gerne von „verzweifelten Frauen“ spreche, wenn uns so ein Hungerhaken begegnet, möchte ich nicht verhehlen, dass es auch verzweifelte Männer gibt.
Diese sind meist nicht dürr, sondern haben eine Wampe, kleiden sich gern “ jugendlich“ (Karottenjeans und Jeansweste) und die ganz verzweifelten färben sich nicht nur die Haare pechschwarz, sondern zu allem Überfluss auch noch den Schnauzbart und die Augenbrauen.  Verzweifelte Frauen: Wenn ihr ein solches Exemplar seht, sprecht ihn an, datet Euch mit ihm. Er ist genau so verzweifelt wie ihr….

Wenn man Nachrichten schaut..

Veröffentlicht: Juli 20, 2012 in Fernsehen
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…läuft man Gefahr, an der Menschheit zu verzweifeln.
Da läuft ein Irrer durch ein Kino und schlachtet einfach mal soeben 25 Leute ab. Leute, die er überhaupt nicht kennt. Ich mache erst gar nicht  den Versuch, das irgendwie verstehen zu wollen. Man komme mir nicht mit dem Argument, das sei halt Amerika. Das ist mittlerweile eine weltweite Angelegenheit. Ich denke nur an Winnenden, das ist grade mal 3km weg von hier und ich kannte sogar flüchtig den Vater des Amokläufers.
Kaum hat man sich von dem Schock erholt, sieht man einen Beitrag über eine deutsche Klinik, in der ein Arzt offenbar gegen Bares Patienten auf der Dringlichkeitsliste nach oben rutschen ließ. Dazu fälschte er Diagnosen. Andere – weil ärmere, oder einfach ehrlichere – Patienten mussten dran glauben.
Mich wundert das nicht. Wenn man sieht, wie schnell Prominente transplantiert werden, (Namen nenne ich nicht, das kann jeder selbst nachprüfen) kann man sich sein Teil denken.
Unsere Welt ist teils zu einem Marktplatz, teils zu einem Irrenhaus verkommen. Und ich glaube nicht, dass das besser wird.

Ich ziehe in Erwägung, keine Neuigkeiten mehr zu konsumieren. Ändern kann man sowieso nichts.
Und ich fühle mich nicht mehr wie ein Voyeur.

Witze falsch verstanden….

Veröffentlicht: Juli 19, 2012 in Sonstiges, Unfreiwillige Komik
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….oder eben auch gar nicht, wie  vorhin. Man sitzt mit entfernten Bekannten anläßlich eines Familienereignisses zusammen und weil man höflich ist, will man Konversation machen.
Da die Rede gerade von Karl May war, versuchte ich eine Anekdote anzubringen, die normalerweise wie folgt abläuft:“ Karl May? Von dem hab‘ ich mal “ Das Kapital“ gelesen“. Daraufhin kommt normalerweise die Replik: „Das Kapital? Das ist doch von Karl Marx!. Darauf dann (normalerweise) ich: “ ach deshalb kamen da keine Indianer vor, ich hatte mich schon gewundert….Haha, schön. Lustig.
Wie gesagt, normalerweise läuft das so ab.
In vorliegendem Fall kam als Antwort: “ Das Kapital? Das kenn ich jetzt gar nicht, ich hab‘ gedacht ich kenne alles von Karl May…..Als ich (als Einziger) fertig mit lachen war, fiel es nicht leicht dem Gespräch eine unverfängliche Wendung zu geben…..Das nächste mal halte ich mein vorlautes Maul.