Für Schwaben und Solche, die es werden wollen

Sie wollen Schwabe werden?
Dann sollten Sie nachstehende Punkte unbedingt beachten, denn diese erleichtern die Integration
ungemein:
1. Versuchen Sie unbedingt, die schwäbische Sprache zu verstehen.
Wenn Sie auf der Strasse einen gelernten Schwaben nach der Uhrzeit fragen und die
Antwort „Femfvordreifirdlneine“ erhalten , dann sollten Sie wissen, dass 8:40 Uhr
gemeint ist.
Erwarten Sie von einem Schwaben nie, dass er Hochdeutsch spricht, denn er wird
überzeugt sein, mit Ihnen bereits in bestem Hochdeutsch zu parlieren.
„Feschdgmaurad en dr Ärd, schdohd dui Form aus Lehm brennd“, ist also die
Hochdeutsche Version von Schillers Glocke aus dem Munde einer schwäbischen Lehrerin.
Ein Schwabe wird Ihnen ewig böse sein, wenn Sie sein Hochdeutsch bemäkeln, wird doch
sein latentes spachliches Minderwertigkeitsgefühl angesprochen. Bleiben Sie auch ernst,
wenn im Eifer des Gefechtes schwäbischer Dialekt „verhochdeutscht“ wird, zum Beispiel:
„Warum henken Sie den Riassel so herunter?“ oder „Gleich werd ich narret“ oder
„Täten Sie mir bitte das Salz romgäben?“
2. Sprechen Sie nie selbst schwäbisch.
Beim Versuch schwäbisch zu schwätzen, erkennt sie ein Schwabe schon bei der ersten
Silbe als Nichtschwaben und reagiert sehr ungehalten. Wird er doch immer denken, Sie
wollen sich über ihn lustig machen.
Außerdem werden Sie nie fehlerfreies Schwäbisch hinbekommen, wenn Sie nicht hier
aufgewachsen sind. Wort wie „hälenga“ (heimlich), „oagnehm“ (unangenehm), oder
„Oolaga“ (Parkanlagen) sind die typischen Stolperfallen.
Zudem „hagelt“ der Nichtschwabe über latende Unlogik wie „dr Buddr“ (die Butter),
„heb dees mol“ (halt das bitte fest), oder „henderschefirsche denga“ (verquere
Gedanken).
3. Nehmen Sie die Kehrwoche bitterernst.
Bei diesem schwäbischen Ritual samstäglichen Putzwahns werden Sie von allen Nachbarn
am Anfang argwöhnisch beäugt, wie Sie es mit dem Putzen halten. Lesen Sie die
Hausordnung intensiv durch und fragen am besten bei den Nachbarn nach, ob es
irgendwelche Besonderheiten gibt. Sie wandeln auf einem sehr schmalen Grat! Putzen Sie
zuviel, wird es heißen „Dia wellad os wohl zoiga, dass mir Dreggsäu send?!
Bleiben aber Flächen ungereinigt, werden sich die Nachbarn zuraunen „Dia miassad s
´buddza au no lärna“!
Wichtig ist vor allem, die Kehrwoche öffentlich durchzuführen. Wischen Sie daher am
besten die Treppe zu Zeiten, wenn alle das Treppenhaus benützen. Stöhnen Sie dabei
leise vor sich hin, wirkungsvoll sind einige Wassertropfen als Schweißersatz auf der Stirn.
Knallen Sie den Schrubber lautstark in alle Ecken, damit jeder im Hause hört, dass hier
„aschdändig buddzd“ (gearbeitet) wird.
4. Beschäftigen Sie sich mit schwäbischem Essen.
Entdecken Sie alles, was typisch Schwäbisch gilt. „Bräzla“ (Brezeln), „Laugaweggla“
(Laugenbrötchen), „Roschdbrauda“ (Rostbraten), „Lensa mid Soida und Schbädzla“
(Linsen mit Seitenwürstchen und Spätzle), „Kardofflschbädzla“ (Gaisburger Marsch),
„Saure Nierla“ (Nierchen in dunkler Sauce) und „Kuddla“ (Kutteln).
Sie müssen in der Lage sein, den schwäbischen Kartoffelsalat auf dem Teller mit dunkler
Bratensauce zu verrühren und das optisch unansehliche (aber geschmacklich tolle)
Gemisch mit Genuss zu essen. Auch dürfen Spätzle mit Kartoffelsalat oder ein
Zwiebelrostbraten auf Sauerkrautspätzle mit Maultäschle Sie nicht um den Schlaf bringen.
Lernen Sie von Suppen satt zu werden! Der Schwabe liebt Suppen und könnte sich ohne
weiteres ausschließlich von Flädle-, Riebeles- oder Nudelsuppe ernähren.
Trinken Sie Württemberger Rotwein, auch wenn der Ihnen am Anfang sehr trocken
„Semsagrebbsler“ und (manchmal) dünnflüssig vorkommen sollte. Der Schwabe liebt es,
für seinen Wein gelobt zu werden. Sollte Ihnen der Wein nicht zusagen, dann jammern Sie
bei jeder Gelegenheit laut darüber, dass er ja so schwer zu bekommen sei.
5. Akzeptieren Sie die „schwäbische Seele“.
Ein echter Schwabe wirkt immer sehr unfreundlich. Dieser raue Ton verbirgt aber nur
tiefergehende Gedanken und die latente Zerrissenheit der schwäbischen Seele.
„So ischs no au wieder“ sagt der Schwabe und meint damit die Tatsache, dass alles zwei
Seiten hat. Und weil nun der Schwabe alles von zwei Seiten betrachtet, dauert es einfach
länger, bis er zu einer Entscheidung kommt.
„Dia vom groassaVaddrland dahoba schwäddzad schnellr als miir dengad“!
Viel vorschnelles Wortgetöse ist dem Schwaben ein Gräuel, er spart halt gerne, auch an
Worten. „Hobbla“ ersetzt daher vollkommen den Satz „Oh, tut mir sehr leid. Ich bitte
vielmals um Entschuldigung für mein Versehen“.
6. Legen Sie einen schwäbischen Garten an.
Vor dem haus eine öde Rasenfläche, die laufend auf 3-Tagebart-Höhe gehalten wird,
umrahmt von einer noch öderen Ligusterhecke hinter einem dunkelbraun gestrichenen
Jägerzaun. Die Hecke wir einmal wöchentlich gestutzt.
Einziger Schmuck ist ein Gartenzwerg (Hochzeitsgeschenk vom Onkel) oder ein kitschiges
Bambi (Hauptgewinn auf dem Wasen).
Hinter dem haus wird kein Blumenschnickschnack angepflanzt, sondern echte
schwäbische Nutzpflanzen wie „Breschdling“ (Erdbeeren), „Gogommerle“ (Gurken),
„Grombiera“ (Kartoffeln) oder „Treibla“ (Johannisbeeren).
Alle verwertbaren Gartenerzeugnisse werden für schlechte Zeiten und/oder kommende
Generationen aufbewahrt, also alles Obst wird zu „Gsälz“ (Marmelade) oder Saft
verarbeitet, das Gemüse „eigmacht“ (eingeweckt) oder eingelagert.
Sollte wirklich ein Krieg drohen, wird Ihre Familie zu den ersten Kriegstoten gehören, einzig
und allein durch den Genuss der selbsteingemachten (und dann abgelaufenen) Konserven.
6. Lernen Sie Geiz und Sparsamkeit zu unterscheiden.
Der Schwabe sucht stets den materiellen Besitz, ohne davon aber zuviel Aufhebens zu
machen. Wenn Sie also gerade ein „Hausle“ für 1,5 Millionen Märker hingestellt haben,
dann sollten Sie überall herumerzählen, dass Sie noch immer den Esstisch aus Ihrer
Studentenbude benutzen. Ob Sie darauf im Keller Holz streichen, interessiert in diesem
Zusammenhang niemanden!
Werfen Sie grundsätzlich nichts weg, was später noch einmal von Gebrauch sein kann
(oder auch nicht). Ein echter Schwabe würde z.B. nie „Ritzaflitzer“ (String-Tangas)
kaufen, weil er weiß, dass nur aus dem klassischen Feinripp-Modell nach 10-jähriger
Benutzung die besten Putzlumpen entstehen.
Relativieren Sie Finanzielles wie ein Schwabe:
· „Mir warad a bissle am Määr“ (Wir waren 4 Wochen mit einer gecharterten Jacht in der
Südsee).
· „Die Kärra brauchad emmr wenigr“ (Ich habe mir gerade wieder eine neue S-Klasse
bestellt).
· „Hend Sia au dees vom neia Margd gläasa?“ (Mein Aktienbesitz hat sich gerade in Luft
aufgelöst).
7. Schwäbisches Gschwätz (Redensarten)
Ausländisch Schwäbisch
Arbeit bleibt halt Arbeit Schaffa isch hald a Gschäfd
Da muss ein Fachmann ran Dau miassad Bäggr komma ond koi Bräddzla
Der ist zu allem zu blöde Der isch z`dom zom a Loch en Schnai bronza
Durchfall Do hods Fiedla s´bronza g´lernd
Ich mag Dich Magsch du mi au, em Fall dass i di mega däd
Sich gierig auf etwas stürzen Dranei fahra wia d´Goscha uff da Äbbflbuddza
Wenn das Wörtchen wenn nicht wär Wenn dr Hond edd g´schissa hätt, hädr
da Hasa gfanga
Lass mich mal ran No koin Domma an Deigsl
Zitat von Götz von Berlichingen Leg me doch am Arsch (keine
Beleidigung)
Lass mich in Ruhe Rutsch mr doch da Buggl nuff,
oder lass mr mei ruah
8. A baar Vokabla
Ausländisch Schwäbisch
Aber ja! Ha freile!
Ach was! Awwa!
Da schaust du, was? Gell, do gloddsch!?
Das geschieht ihm gerade recht! Des vrgonn i am!
Guten Tag! Griaß Godd!
Auf Wiedersehen! Adee (Adele).
Wie ist ihr Name? Wia hoissad se glei!?
Guten Appetit! En Guada!
Großen Durst haben vrdurschda
Feuerwehrhaus Schbrizzahaus
Heben, anheben lubbfa
Arbeiten schaffa
Pinkeln bronza
Reden schwätza
Ich spreche kein Hochdeutsch I kah koi Hochdeidsch
Ja ja, jo, haja
Nein noi , nai, hanoi
Tätest du, würdest du däätsch o mol
Das ist des isch
Verflixt! Haidanai
Ein Zugereister A Reigschmeggder
Eine Naschkatze A Schleggiche
Straßenfest Hocketse
So, jetzt sodele, jetzedle
Imbiss Veschbr
Etwas Ebbas
Herab, herunter raa
Hinunter naa, nondr, nab
Herauf ruff
Hinauf nauf, nuff
Hin bringen noh brenga
Hinein neiganga, neigau
Dachboden Behne
Brötchen Wegga
9. Schwabenwitze
Ein Schwabe wird beim Papst angestellt. er hat die würdevolle Arbeit den hohen Geistlichen jeden
Morgen um 6 Uhr zu wecken. Er klopft.
Guten Morgen Eminenz es ist 6 Uhr und über der ewigen Stadt scheint die Sonne.
Danke, mein Sohn, der Herr und ich wissen es bereits.
Der Schwabe stutz, weil alles dicht verriegelt ist und kein Lichtschein hereindringt.
Am nächsten Morgen: Er klopft an.
Guten Morgen Eminenz es ist 6 Uhr und über der ewigen Stadt regnet es.
Danke, der Herr und ich wissen es bereits.
Der Schwabe stutzt erneut. Will es nun genau wissen.
Am nächsten Tag: Er klopft an.
Guten Morgen Eminenz es ist 6 Uhr und über der ewigen Stadt scheint die Sonne.
Danke der Herr und ich wissen es bereits.
An Scheissdreck wissat ihr zwoi. Neine isch, on draussa rägnets dass‘ Katza haglt!
Ein Australischer Bauer besucht eines tages einen schwäbischen wortkargen Bauern.
Er fragt: Habt ihr auch Kühe? – Jo.
Habt ihr auch Schweine? – Jo.
Habt ihr auch Schafe? – Jo.
Habt ihr auch Känguruhs? – Ha?? Was isch au des?
Das sind Tiere, die sich auf den Schwanz setzen können.
Ha jo des hen mir au, lacht der Bauer, abr mir sagat Sackratta dazua!
Ein amerikanischer Bauer besucht das Schwabenland. Stolz führt ihn ein Bauer in seinen Stall.Des
send osre Küah, verkündet er stolz.
Der Ami lacht und sagt mit Amerikanischen Long: Ha, tätz sind bei uns Kälber.
Der Bauer guckt bös. Er zeigt ihm seine Schweine.
Oh, tätz sind bei uns Ferkels.
Der Bauer schnaubt wütend.
Da kommen sie vor den Stall und dort weidet ein Esel im Klee. Der Bauer, nun beleidigt und
frustriert, haut dem Esel mit der Faust zwischen die Augen.
Sagt der Amerikaner: Warum schlägst du diese arme Esel?
Weil i´s omsvoregga net leida koh, wenn dia Hasa mein Klee fressad!
Nach dem Kriege erwarb sich ein Flüchtling einen Bauernhof im Schwabenland.
Er fuhr gerade Gülle, um sein Feld zu düngen, und er war dabei sehr sparsam.
Zwei Aidlenger Bauern schauen im zu. Da sagt der eine:
Der glaubt au, dass er mit amma Furz an ganza Acker denga koh.
Ein Geschäftspartner wurde vom Vater zum Mittagstisch eingeladen. Es gab Lammrücken mit
Petersilienkruste. Misstrauisch stochert der kleine Thomas in seinem Fleischstück herum.
Schließlich blickt er seinen Vater an und fragt: “ Du, sag amol Baba, isch des jetzt Rendfloisch? “ “
Noi, Lamm.“ gibt der Gefragte verwundert zur Antwort. “ Worom frogsch denn Bua? “ “ Ha, weil de
geschtern gsagt hosch, Du brengscht heit amol a richtigs Rendvieh zom Essa!“
Fritzle sitzt in der Küche und spielt Eisenbahn, tschu,tschu, Stuttgart Hauptbahnhof alles aussteigen,
die großen Arschlöcher nach rechts, die kleinen Arschlöcher nach links. Der Vater im Wohnzimmer
hat das gehört und ermahnt ihn wenn ich das nochmal höre gehst du 1Stunde
auf dein Zimmer. Fritzle spielt weiter tschu, tschu, Stuttgart Hauptbahnhof alles aussteigen, die
großen Arschlöcher nach rechts, die kleinen Arschlöcher nach links. Der Vater ermahnt ihn zum
letzten mal. Fritzle spielt weiter,tschu,tschu, Stuttgart Hauptbahnhof alles aussteigen, die großen
Arschlöcher nach rechts, die kleinen Arschlöcher nach links. Dem Vater reichts jetzt er schickt
seinen Sohn für eine Stunde auf sein Zimmer. Als die Stunde vorbei war durfte Fritzle wieder aus
seinem Zimmer, er ging in die Küche und spielte weiter. Tschu,tschu, Stuttgart Hauptbahnhof alles
aussteigen,die großen Arschlöcher nach rechts,die kleinen Arschlöcher nach links, und wegen dem
Arschloch im Wohnzimmer haben wir eine Stunde Verspätung.
An Fasching stand eine Mutter mit ihrer Tochter (Mädle) auf dem Marktplatz und sahen den Narren
zu. Da sagte die Tochter: „Mamma, I mecht au so a Larve (Hexenmaske)“. Darauf die Mutter: „Du
sei schtill, du brauchscht koi Larve it, du bischt wiaschd gnuag!“
Die Winzer von Tübingen sind allgemein für ihre besondere Liebenswürdigkeit bekannt. Als sich dort
einmal zur Zeit der Lese ein Spaziergänger in einen Weinberg verirrte, soll es zwischen ihm und
dem angetroffenen Besitzer zu folgendem Dialog gekommen sein:
Winzer: Machscht, dass aus meim Wengert naus kommscht, oder i schlag dr de Füass ab, dass da
uf de Schtompa hoimkrattle muescht, du Siach, du verfluachter!?
Spaziergänger: Oh bitte entschuldigen Sie, ich konnte ja nicht ahnen, dass hier Betreten verboten
ist. Womöglich habe ich das Hinweisschild übersehen…?
Winzer: Drom sait mers uich au em Guada!?
Ein Schwabe bestellt sich im Wirtschäftle ein Viertele. Er setzt zum trinken an, setzt aber kurz vorher
wieder ab. Dies wiederholt sich drei mal. Ein Stammgast sieht dies und fragt den Schwaben wieso er
denn nicht trinke ?
Der Schwabe antwortet: Wisset Sie, I trink so gern a Viertele, aber jedsmol wenn I drenga will, lauft
mir s Wasser in dr Goscha zamma und I mog doch koi Schorle.
Ein Bayer kommt ins Hofbräuhaus und bestellt sich eine Maß Bier und einen Radi.
Er trinkt sein Bier und will seinen Radi salzen, doch aus dem Salzstreuer kommt nichts heraus! Also
isst er seinen Radi so, bezahlt und geht.
Das gleiche passiert dem nächsten Bayern.
Da kommt ein Schwabe ins Hofbräuhaus und bestellt sich ebenfalls eine Maß Bier und einen Radi.
Auch er nimmt den Salzstreuer und will seinen Radi salzen, doch der Salzstreuer ist verstopft. Da
nimmt der Schwabe einen Zahnstocher und macht die Löcher wieder frei.
Ein Ur-Bayer, der dies gesehen hat sagt: Ja, Ja, die Schwaben sann scho Verreckling, aber
technisch sanns uns hoch überlegen!
Ein Schweizer, ein Sachse und ein Schwabe sitzen im Abteil eines Zuges nach Zürich. Der
Schweizer spricht den Sachsen an und fragt in Schwyzerdütsch: “ Sind Si scho a moal i Züri gsi ?“.
Der Sachse versteht kein Wort und anwortet:“ Äntschuldigung, obar Ich hob Sie laider nicht
verstandn.“ Der Schweitzer wiederholt seine Frage, wobei er etwas langsamer spricht: “ Ich habe
gefrragt, ob Sie scho mal in Züri gsi si?“ Der Sache, der wiederum nichts verstanden hat, schaut
hilfesuchend den Schwaben an der ihm auch prompt beisteht und ihm erklärt: “ Ha wisset Se, dr
Herr moint gwea.“
Was ist der Unterschied, wenn man mit einer Französin oder einer Schwäbin ins Bett geht?
Die Französin sagt am nächsten Morgen: „Oh, was bist Du für ein guter Liebhaber! Was für eine
wundervolle Nacht!“
Die Schwäbin sagt am nächsten Morgen: „Gheret die Mebl alle Dir?“
(Übersetzung: Gehören die Möbel alle Dir?)
Ein Schwabe bekommt zum dritten mal eine Mahnung von seiner Versicherung für eine schon längst
fällige Rechnung, das wurde ihm jetzt zu dumm. Also setzte er sich hin und schrieb der
Versicherung: Was erlaubet ihr ui eigentlich mir emmerwieder Mahnonga schicka, bei mir kommet
älle Rechnunga enna Schachtl nei ond am Johresend wered drei zoiga ond zahlt, ond wenn ihr ui
noamol dui Frechhoit erlaubet ond nomol a Mahnong schicket noch send ihr bei dr diesjaeriga
Ziehong it drbei.
Ein Liebespaar aus Stuttgart, beide Studenten, lebt seit drei Monaten getrennt, weil er in München
studiert und sie in Stuttgart. Nur am Wochenende treffen sie sich. Am Sonntagabend stehen sie
wieder am Münchner Hauptbahnhof, sie legt ihren Kopf an seine Schulter und seufzt „Scheide duad
weahh“. Antwortet er ganz trocken „S´Zipfle au“.
Welches ist das schönste Kompliment, das man einer schwäbischen Frau machen kann?
Ha, du siehsch aber abgschafft aus!
Ein schwäbischer und ein amerikanischer Bauer unterhalten sich. Erzählt und prahlt der Amerikaner.
„Wenn ich mit meinem Traktor um mein
Grundstück fahren will, dann bin ich drei Tage unterwegs.“ Erwidert der
Schwabe. „So a Glomb hau i au scho keht.“
Das Nonnenkloster in Kellenried wird neu verputzt. Auf dem hohen Baugerüst arbeiten die Gipser
und Maler fleissig. Die Äbtissin sieht es mit Wohlgefallen und bittet eine Novizin, den Handwerkern
ein gutes Vesper zu bringen. Vorher solle sie aber die Handwerker auf ihren Glauben prüfen. Wenig
später steht die junge Nonne unten am Gerüst und ruft zum nächsten Gipser, der auf dem Gerüst
steht „Griss Gott. Kennat Sie da Pontius Pilatus?“ Von oben herunter „Noi, abor i frog mein Kolleg,
der weidor oba schafft“. Also „He, Berte, kennschd Du en Pontius Pilatus?“ Von oben: „Noi, worom?“
Der auf dem ersten Gerüst zurück „Ha do onda schtoht sei Alde ond will ems Mittagessa brenga“.
In nem kloine Städtle im oberschwäischem Raum (Gerüchte saged s sei Semeringa) geits en
Badmoischter (B.K.) der hot a nem Samschdig sei Karre repariere welle. So hotrn ufbocket ond isch
drenagleit. Zmol duats en Schlag und dr Karre sauet vom Bock ra ond ihm voll uft Gosch na. Dabei
hots´m dr Kiefr ausgrengt. Noch hant d´Sanitätr den Badmoischter mit´n Hubschrauber nach Ulm ins
BW-Hoschbital gfloga. Als´r do so em Watezimmer hocket kont en kloina Bua mit nem Oimer iberm
Grind ins Watezimmer nei. Ond wo dr Badmoischter den Bua sieht muas´r so lache, das ihm dr
Kiefer wieder eirengt. Nochet hot dr Badmoischter zum Bua gseit: “ Du hosch mr jetzet so gholfa, du
griagscht jetzt mei ganzes Geld wo i dabei han!“ Als dr Bua siat, das dr Badmoischter nur a Mark
fuchzig im Geldbeutl hot, hot der so a langs Gsiacht griagt, das se em de Oimer vom Kopf raziehe
hand kenna…..
Der Bimserbauer liegt im Sterben. Plötzlich erwacht er vom köstlichen Duft eines Sauerbratens aus
seinem Todesschlaf. „Aaach Fraule“, stöhnt er, „bitte sei so guad ond gibb mir ebbes von dem
Broada, eh das I sterb!“ „Nix do!“, sagt die Bimserbäuerin, „dr Broada isch für d‘ Beerdigong!“
Ein Holzfäller wird vom Baum erschlagen. Sein Kollege soll der Witwe die traurige Nachricht
schonend überbringen. Er klingelt:
„Grüß Gott, wohnt hier die Witwe Scheiffele?“
„Scheiffele schdimmd, Witwe schdimmd nedda!“
„WETTEN???“
(Nachtrag: Als die Frau des Kollegen von der Lebensversicherung der Witwe Scheiffele erfuhr, sagte
sie: „Ond moinar, där Grasdaggl, der muaß nadierlich wiedr an d’Seida na hipfa.)
Ein Motorradfahrer fährt auf einen laufenden Mähdrescher. Ein schwäbischer Polizist soll den Unfall
aufnehmen.
„Jo Heilixblechle, wie mach I denn so ebbes? Na I schreib erschtemool auf, wos da so ummenand
liegt:
Ein halber rechter Arm…auf der Straße.
Eine Milz…auf der Straße.
Drei Meter Dünndarm…auf der Straße.
Kopf auf dem Trottwar…nein, das ist falsch geschrieben. Kopf auf dem Trodwar…schon wieder
falsch!“
Er gibt dem Kopf einen wütenden Tritt:
„Heilandssacknochamool!!! Kopf auf der Straße!!!!“
Ein Schwabe beehrt das Dreifarbenhaus (=Stuttgarts Bordell) mit seinem Besuch.
„Was solls denn koschda?“ fragt er seine Auserwählte.
„Hundert Mark!“
„Uijuijui, des isch abbr deier! Krieg i vielleicht ebbes Rabatt, wenn I lengr bleib? 150 Mark für
zwoimol, oddr 200 Mark für dreimol?“
„Paß auf, ich mache dir einen Vorschlag“, sagt die Frau, die ein Geschäft wittert, „für 500 Mark
kannst du bleiben, solange du willst!“
„Isch mir fei recht,“ sagt der Schwabe, zahlt und stürzt sich wie ein Wilder auf die Frau. In seiner
Gier zerreißt er ihr die Bluse.
„Die zahlst du aber extra!“
„Mädele, warum?“, lächelt der Schwabe, „wenn I hier nauslauf, hodd sich dui Mode doch lengschd
g‘endert!“

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Über schwabenkrawall

Musiker, Freidenker, Schelm, Schreiberling
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2 Antworten zu Für Schwaben und Solche, die es werden wollen

  1. Heinz schreibt:

    Hast du noch fortfuehrende Informationen dazu ?

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